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Der Atomausstieg ist in Gefahr – 600 Menschen schlagen Alarm!


Mir klingeln immer noch die Ohren nach dem ohrenbetäubenden „Atom-Alarm“, den rund 600 Menschen heute Abend in der Bundeshauptstadt schlugen. So viele Menschen waren unserem Aufruf gefolgt, vor dem Bundeskanzleramt Alarm zu schlagen. Sie kamen mit Töpfen, Pfeifen und Rasseln, Atomfässern und Trommeln: der Atom-Alarm war nicht zu überhören!

Atom-Alarm

Grund für den Alarm: Heute fand das erste Treffen der Bundeskanzlerin mit den Unions-Ministerpräsidenten statt, bei dem es unter anderem um die geplanten Laufzeitverlängungen für Atomkraftwerke ging. Denn die Bundeskanzlerin drückt aufs Tempo: Offenbar will sie das unbeliebte Thema, das Union und FDP immer schlechtere Umfragewerte beschert, schnell vom Tisch haben. Schon bis Juli und nicht erst im Herbst sollen erste Vorentscheidungen zu den geplanten Laufzeitverlängerungen fallen.

Gemeinsam mit Unterstützern der Kampagne .ausgestrahlt versammelten sich die Campact-Aktiven vor dem Bundeskanzleramt und schlugen Alarm, was das Zeug hielt. Skelett-Figuren trommelten auf Atomfässern mit und überbrachten „Schöne Grüße vom tödlichen Nachbarn“ – den 17 Atommeilern im Land, die nach dem Willen der Bundesregierung länger am Netz bleiben sollen. Längere Laufzeiten spülen den Energiekonzernen Milliardengewinne in die Kassen – und für die Menschen im Land bleibt das ständig steigende Risiko der immer maroder werdenden Reaktoren.

Atom-Alarm

Anschließend zogen wir in einem bunten – und lauten! – Demonstrationszug zum Ort des Treffens, der thüringischen Landesvertretung. Dort waren wir durch den Hall der umgebenden Häuser noch mal doppelt so laut! Die eintreffenden Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin wurden von einem wahrhaft ohrenbetäubenden Atom-Alarm empfangen – lauter hätten wir unseren Protest nicht kundtun können. Wir haben den Politikern eindrucksvoll gezeigt, was wir von ihrer Atompolitik halten!

Atom-Alarm

Atom-Alarm

Und morgen früh sind wir wieder vor Ort: im Bundeskanzleramt trifft sich die Bundeskanzlerin mit den zuständigen Bundes- und Landesministern. Auch dort werden wir wieder lautstark Alarm schlagen! Ausstieg aus dem Atomausstieg? Nicht mit uns!


8 Kommentare zu Der Atomausstieg ist in Gefahr – 600 Menschen schlagen Alarm!

  • Erna-Kathrein Groll sagte:

    Vielen Dank für euren Einsatz. Es tut gut zu wissen, dass der Kampf gegen diese unseligen Atomkraftwerke weitergeht und dass es Menschen gibt die nicht nachlassen in ihrem Engagement.

  • Stevie sagte:

    Ich kann mich da nur meinem Vorposter anschließen.
    Jeder kann etwas tun.. kleine Schritte, zusammen sind es riesen Sprünge.

  • Sabine sagte:

    AB-SCHAL-TEN! AB-SCHAL-TEN!
    Wir waren so viele und so laut, ich hoffe, dass es wirklich Eindruck gemacht hat und wir so schnell wie möglich aus der teuren, gefährlichen, unflexiblen und strahlenden Müll verursachenden Atomenergie aussteigen!

  • Bastian sagte:

    Schade das ich nicht dabei sein konnte. Berlin ist eben sooo weit weg =(

    Tolle Aktion, macht weiter so…..

  • CampAct Blog | Zweiter Atom-Alarm in Berlin: zwei Stunden trommeln ohne Pause! sagte:

    [...] Der Atom-Alarm geht weiter: Heute früh schlugen über 200 Menschen vor dem Bundeskanzleramt erneut Alarm. Begleitet von einer Samba-Gruppe trommelten die Campact- und .ausgestrahlt-Aktiven auf Atomfässern, Töpfen, Schellen und sogar Küchenreiben. Ein Déjà-vu für die eintreffenden Ministerpräsidenten: bereits gestern hatten rund 600 Menschen ein Treffen der Unions-Politiker mit ohrenbetäubendem Lärm begleitet. [...]

  • Jutta sagte:

    Das war wirklich toll am Donnerstag Abend! Und entgegen meinen Befürchtungen bin ich nicht taub geworden – es war wirklich sehr laut, aber es hat auch Spaß gemacht!
    Und anscheinend schon ein bisschen was gebracht: Die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung wurde auf Ende Juli verschoben. Aber wir bleiben dran!

  • Sandra Schneider sagte:

    Jeder Etappensieg ist ein Sieg!
    Ich beklebe gerade die ganze Stadt mit Atomausstieg-selber machen- Aufklebern….

  • Sandra Schneider sagte:

    Aufkleber gibts für eine Spende unter http://www.atomausstieg-selber-machen.de
    Das bringt es auf den Punkt.

  • heinz sagte:

    ich würde alle solche aktionen im internet unterstützen!!!
    millionen karten oder briefe müßten de posteingang dieser lobbyisten im bundestag überfluten!!!

  1. By on 4. Juni 2010 at 12:18

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