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Kampagne “Wulff tu’s nicht” startet durch: Kinospot online

Vor zwei Tagen haben wir Bundespräsident Wulff bereits mehr als 100.000 Unterschriften unter unserem Online-Appell übergeben. Heute startet die Kampagne in die zweite Runde: Mit einem Kinospot wollen wir den Appell noch bekannter machen und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit noch stärker auf Wulffs Rolle im Atomstreit lenken. Seit heute ist der Spot online zu sehen, ab Donnerstag, den 25. November dann auch für eine Woche in rund 400 Kinosälen im ganzen Land.

Mit einem Klick auf das Fenster können Sie sich unseren Kinospot anschauen

Denn: Das Atomgesetz kann nur in Kraft treten, wenn Wulff es unterzeichnet. Als Bundespräsident hat Wulff die Aufgabe, das Gesetz als letzte Instanz im Gesetzgebungsprozess auf Verfassungsmäßigkeit zu prüfen – doch genau die ist in diesem Fall nicht gegeben. Da Schwarz-Gelb im Bundesrat keine Mehrheit mehr hat, versucht die Bundesregierung, ihren Atom-Deal verfassungswidrig am Bundesrat vorbei durchzusetzen.

Wie der Bundespräsident sich vor seiner Entscheidung fühlen könnte, zeigt unser Film: Schlafstörungen durch Visionen von massiven Bürgerprotesten, Alpträume von explodierenden AKWs. Doch unser Kurzfilm weiß auch ein gutes Gegenmittel: Das verfassungswidrige Atomgesetz nicht unterzeichnen!

Als Wulff noch niedersächsischer Ministerpräsident war, verkündete sein Regierungssprecher: Niedersachsen gehe davon aus, dass der Bundesrat den längeren Laufzeiten zustimmen müsse. Jetzt muss der Bundespräsident zu seinen Worten stehen und das verfassungswidrige Atomgesetz stoppen! Mit Aktionen bei öffentlichen Aktionen wollen wir ihn weiter an seine Worte und seine Verantwortung erinnern. Helfen Sie auch mit, den Appell mit unserer Forderung bekannt zu machen und leiten Sie den Film an Freund/innen und Bekannte weiter!

Den vollständigen Song zum Film kann man sich übrigens hier anhören.

Veröffentlicht von

Susanne Jacoby, Jahrgang 1981, hat Umweltwissenschaften mit den Schwerpunkten Umweltpolitik und Umweltkommunikation in Lüneburg studiert. Sie war jahrelang für verschiedene Umweltorganisationen aktiv und hat u.a. den Kongress McPlanet.com 2009 mit organisiert. Bei Campact kümmert sie sich als Campaignerin um die Steuerflucht-Kampagne und Themen rings um die Energiewende.

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  1. Kritik an den Kritikern

    Video
    Keine Unterschrift Herr Wulff – Schlaflos/Herzrasen

    Hi,

    ich bin ein vehementer und dazu aktiver Atomkraftkritiker- und Protestler, aber eines muss ich an dieser Stelle mal unbedingt los werden, weil es zum Thema Schlafen grad mal wieder passt wie die Faust aufs Auge.

    Und damit ihr auch mal was ganz anderes zu lesen bekommt, und nicht immer nur in dem Glauben lebt, ihr/wir seid/sind die Guten auf dieser Welt und nur die anderen sind die Bösen.

    Die ATOMKRAFTGEGNER VERHALTEN SICH in dem Lebensbereich, den sie selbst zu verantworten haben ebenso RÜCKSICHTSLOS wie die Atomlobby auf dem ihrigen.

    Unzählige Menschen werden in Deutschland Nacht für Nacht um ihren Schlaf gebracht. Und das schon seit Jahren.

    Und zwar wegen der
    STRAHLUNG FÜR MOBILE KOMMUNIKATION.
    Etliche übernachten deshalb nur noch im Keller oder sind mit Wohnwagen in einsame Waldgebiete emigriert.
    Und wie Hundertausende verdanken ihren Tinnitus oder ihr Herzstolpern der Mobilfunkstrahlung – ohne es zu ahnen.

    Kein Atomkraftdemonstrant nimmt auf diese geplagten Menschen Rücksicht. Selbst bei Demos gegen Atomkraft organisiert man sich (auch die mittragenden Hauptorganisatoren) per Handy oder drahtlosen Kommunikationgeräten.

    Ja, Ich bin Atomprotestant, aber ich laufe nicht mit Tunnelblick durch die Gegend und kneife mir das andere Auge zu. Macht Campact ja ansonsten auch nicht – die Atomgefahr ist nicht das einzige Protestthema von Campact. Aber in puncto Strahlung will die Gemeinschaft der Atomkraftgegner den Teufel mit dem Belzebub austreiben.

    Und sagt jetzt nicht, die unterschiedliche Strahlung hätte wohl zweierlei Dimensionen. Das interessiert die gut 1500 Leidtragenden, die im Novemver letzten Jahres in Stuttgart für eine strahlenfreie Zone demonstriert haben, herzlich wenig. Ihnen ist egal, an welcher Art Strahlenverseuchung sie letztlich zugrunde gehen. Sie führen schon jetzt kein menschenwürdiges Leben mehr und fühlen sich halbtot.

    Es gibt Berichte, dass Kinder in der Nähe von Kernkraftwerken häufiger an Leukämie erkranken.
    Dafür gibt es keine Erklärung, so das Bundesamt für Strahlenschutz.
    In der Nähe von Asse erkranken Männer und Frauen überdurchschnittlich oft an Krebs.
    Keine Erklärung dafür hat das BfS. Sauerei.

    Schule in Valladolid, Spanien, wurde einst geschlossen und alsdann die vielen nahestehenden Handysender stillgelegt, weil Kinder überdurchschnittlich häufig an Krebs erkrankten.
    Für die Erkrankung hatte die Mobilfunkmaffia keine Erklärung. Die Sauerei ist um nichts geringer.

    Solange die allgemein egoistische Einstellung von uns Menschen, eben auch der Atomkraftgegner, nicht in eine grundlegende Solidarisierung übergeht, werden auch die Atomproteste nichts bewirken können, weil sie zwar öffentlichkeitswirksam, aber trotzdem unbedeutend sind.

    Optimaler wäre es, wenn beide Strahlenkritikergruppen zusammenarbeiten würden.

    Die schon jetzt Leidtragenden des Mobilfunk mit denjenigen, die zukünftiges Leid durch Atomkraft verhindern wollen. Es könnten ja mal alle atomkraftkritische Menschen ein Zeichen setzen und nicht nur die Abschaltung der AKWs fordern, sondern ihr Handy abschalten und stilllegen. Oder wir würden mal 1 oder mehrere Wochen den Fernseher stilllegen, außer evtl Nachrichtensendungen. Um Strom zu sparen. Oder mal ein oder mehrere Wochenenden den Motor abgeschaltet lassen und nicht tanken. Da würde die Mobilfunk-und Atomlobby, die Mineralölwirtschaft und letztendlich dadurch auch die Politik vielleicht mal etwas aufwachen.

    Leider ist das unrealistisch. Denn so wie die Atomwirtschaft nicht bereit ist, die Kraftwerke abzuschalten, sind die Menschen nicht bereit auf ihr strahlendes Handy zu verzichten, um Sendemassten überflüssig zu machen. Oder auf ihr Auto.

    Auch den Politikern und genauso auch dem Bundespräsidenten ist bekannt, dass den Menschen leider ihr Hemd näher ist, als ihre Hose. Er weiß genau, dass die große Masse der Bevölkerung nicht wirklich bereit wäre, alles zu tun, um die AKWs abzuschalten.

    Was kümmern ihn da hundertausend Protestler. Oder gar unser ON-LINE-Appell. In Stuttgart hatte es ja allein schon wegen der ins Haus stehenden riesigen Bahnhofsbaustelle fünfzig bis hunderttausend Protestler gegeben. Sogar mehrmals.

    Das hat leider Maßstäbe gesetzt. Alles was darunter liegt zählt für die Politiker kaum noch. Und bei einer so LEBENSwichtigen Sache wie Laufzeitverlängerung müsste Stuttgart schon um das 10-fache überboten werden, damit die Politik beindruckt ist. Und übrigens, der jetzige Formel-1 Weltmeister Vettel lockte bereits vor längerer Zeit rd. 120.000 Fans in seine Heimatstadt Heppenheim. Nur mal um ihn und einen Rennwagen zu sehen. Da zeigt sich, was dem Volk wichtig ist.

    Und so wird der Herr Präsident auch unterzeichnen. Und ich garantiere, er kann damit besser schlafen als die vielen Elekrosmogerkrankten. Es ist eine doppelte Schande.
    Einmal dass er ein so unsägliches Gesetzt unterschreibt. Und zum anderen die Rücksichtslosigkeit bei der Nutzung der strahlenden Mobil-Kommunikation auch seitens der Atomkraftgegner.

    Das musste mal wieder raus, und zwar mit den besten Grüßen von

    John Twinkel

  2. Damit kein falscher Eindruck entsteht, ich würde dem Bundespräsidenten gesunden Menschenverstand o. dgl. absprechen, dem ist bestimmt nicht so …
    Doch irgendwelche andere Gründe könnten ihn quasi dazu führen, die Unterschrift unter das Gesetz zu tätigen, was ich,
    ehrlich gesagt, NICHT hoffe! —

  3. Wie schön wäre es, wenn Bundespräsident Wulff das Atom-gesetz – nicht – unterschreiben würde!
    Doch ich fürchte fast, er tut es, obwohl jeglicher gesunder Menschenverstand u.a. U N D über einhunderttausend berechtigte Gegenstimmen dagegen sprechen, die Unterschrift unter dieses Gesetz zu leisten …
    Was wäre wenn … dann bleibt wohl nur noch der Gang zum
    Bundesverfassungsgericht, oder?!
    Ich drücke sozusagen beide Daumen, daß es nicht so weit kommen muß … daß vorher die Vernunft und auch ethische Gesichtspunkte obsiegen, nämlich G E G E N das besagte Atomgesetz zu stimmen – durch ein NICHTleisten der Unterschrift! —