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	<title>Campact Blog &#187; Erneuerbare Energien</title>
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	<description>Demokratie in Aktion</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 14:46:48 +0000</lastBuildDate>
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		<title>2011 wurde erstmals mehr Ökostrom als Atomstrom erzeugt</title>
		<link>http://blog.campact.de/2012/01/2011-wurde-erstmals-mehr-okostrom-als-atomstrom-erzeugt/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 10:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Venedey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel (CDU)]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Atom]]></category>
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		<category><![CDATA[Steinkohle]]></category>

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		<description><![CDATA[2011 wurde in Deutschland erstmals mehr Strom aus Wind, Sonne und Wasser produziert als aus Atomkraft. Ermöglicht wurde dies durch das im Jahr 2000 von Rot-Grün beschlossene Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Doch Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) will die Solarförderung drastisch kürzen. Dabei wurde die Einspeisevergütung für Solarstrom in den letzten zweieinhalb Jahren bereits fast halbiert. <a href="http://blog.campact.de/2012/01/2011-wurde-erstmals-mehr-okostrom-als-atomstrom-erzeugt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2011 stieg der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Deutschland auf 20 Prozent. Damit überrundeten die Erneuerbaren Energien erstmals die Atomkraft (18 Prozent) und die Steinkohle (19 Prozent). Lediglich die Braunkohle trug mit 25 Prozent noch etwas mehr zur Stromversorgung bei als die Erneuerbaren Energien. Öl, Pumpspeicherkraftwerke und andere Quellen kommen, laut der Statistik des Branchenverbandes BDEW, auf einen Anteil von fünf Prozent.</p>
<p>Allein Dezember 2011 wurden 8,5 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Windkraft produziert, so viel wie noch nie in einem einzigen Monat. Auch der Boom beim Solarstrom ging trotz der Kürzungen bei der Solarförderung weiter: Die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen stieg <a href="http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/7669-7000-bis-8000-megawatt-in-einem-jahr">2011 um 7500 bis 8000 Megawattstunden</a>. Der Anteil Solarstromanteil liegt damit im Jahresdurchschnitt bei vier Prozent. Die Bundesregierung hatte für für 2011 nur einen Ausbau von 3500 Megawatt angestrebt.</p>
<p>Ermöglicht wurde der Boom bei den Erneuerbaren Energien durch das im Jahr 2000 von Rot-Grün beschlossene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). 370.000 Arbeitsplätze wurden durch die Erneuerbaren Energien geschaffen. Doch Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) legt die Axt an dieses erfolgreiche Gesetz: Der bekennende Kohlekraft-Fan will <a href="http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/10281-roesler-mehr-kohle-weniger-solarstrom">den Ausbau der Solarenergie deckeln und stattdessen den Neubau von Kohlekraftwerken subventieren</a>. Dabei wurde die Solarförderung in den letzten zweieinhalb Jahren schon fast halbiert. Und nach dem im letzten Jahr beschlossenem &#8220;atmenden Deckel&#8221; für den Solarstrom wird die Einspeisevergütung im Sommer 2011 und im Januar 2013 erneut sinken. Da die Kosten für Solarmodule stark gesunken sind, ist es durchaus vernünftig die Solarförderung maßvoll zu kürzen, damit die EEG-Umlage, die alle Stromverbraucher bezahlen müssen, nicht zu stark steigt. Doch Röslers Vorschläge pro Jahr nur eine bestimmte Maximalzahl Photovoltaikanlagen zu fördern, würde wahrscheinlich zu einem Zusammbruch des deutschen Solarmarktes führen, weil kein Hausbesitzer mehr wüsste, ob seine Anlage noch gefördert wird oder nicht.<br />
Anders als Rösler will Bundesumweltminister Röttgen (CDU) am atmenden Deckel festhalten, durch den die Solarförderung automatisch sinkt, wenn der Anteil der Solarstromes stärker wächst. Die Solarbranche hatte dieser Regelung im letzten Jahr zugestimmt. </p>
<p><strong>&#8220;Wir dürfen die solaren Märkten nicht den Chinesen überlassen&#8221;</strong><br />
So oder so bleibt die Lage der deutschen Solarbranche äußerst kritisch. Vor allem die Konkurrenz aus China machen der deutschen Solarindustrie zu schaffen. Unternehmen wie Q-Cells, Conergy oder Solon kämpfen ums Überleben. &#8220;Die Chinesen schmeißen immer günstigere Produkte auf den Markt und damit die deutschen Firmen aus dem Markt&#8221;, sagt Professor Eicke Weber, Leiter des ISE in Freiburg, des weltweit führenden Instituts für Solarforschung. &#8220;Die Kosten der Solarzellen sind keine Frage der Arbeitskosten. Denn die machen heute nur noch vier Prozent der Produktionskosten aus&#8221;, sagt Weber. Der Vorteil der chinesischen Solarbranche beruhe vor allem auf zinsgünstigen Staatskrediten. &#8220;Solarfabriken sollten die gleichen Hilfen bekommen wie Offshore-Windparks. Dann hat die europäische Solarindustrie eine glänzende Zukunft&#8221;, schreibt Weber in der von der Deutschen Umwelthilfe herausgegebenen Zeitschrift Zeo2. &#8220;Wir dürfen die solaren Märkte nicht den Chinesen überlassen&#8221;, meint Weber.</p>
<p>Würden Röslers Pläne Wirklichkeit werden, wäre das ein wahrer Schildbürgerstreich. Noch ist unklar wer sich <a href="http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/10322-kein-prost-auf-den-solardeckel">im Streit um die Solarförderung durchsetzen wird</a>, Kohlefreund Rösler oder Umweltminister Röttgen. Die CSU hat sich auf ihrer Klausur in Wildbad Kreuth hinter Röttgen gestellt. Wir werden die Lage weiter beobachten und gegebenenfalls kurzfristig eine Onlineaktion dazu starten. </p>
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<li><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,808535,00.html" class="" >Spiegel online: Ökostrom überholt Atomkraft</a></li>
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<li><a href="http://www.campact.de/" class="info" ></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Wir trauern um Hermann Scheer</title>
		<link>http://blog.campact.de/2010/10/wir-trauern-um-hermann-scheer/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2010/10/wir-trauern-um-hermann-scheer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 20:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Venedey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlekraft]]></category>
		<category><![CDATA[Kohlekraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Laufzeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind bestürzt und traurig über den plötzlichen Tod von Hermann Scheer. Den SPD-Politiker zeichnete aus, was wir bei vielen anderen Politikern vermissen: Er hatte eine Vision, für die er mit seiner ganzen Leidenschaft, aber auch mit Augenmaß kämpfte. Die Vision einer Welt, die ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen deckt. Scheer wird uns sehr fehlen. Aber seine Vision lebt weiter. Und wir werden nicht locker lassen, bis sie verwirklicht ist. <a href="http://blog.campact.de/2010/10/wir-trauern-um-hermann-scheer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind bestürzt und traurig über den Tod von Hermann Scheer. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Scheers Tod ist ein großer Verlust.</p>
<p>Den SPD-Politiker zeichnete aus, was wir bei vielen anderen Politikern heute vermissen: Er hatte eine Vision, für die er mit seiner ganzen Leidenschaft, aber auch mit Augenmaß kämpfte. Die Vision einer Welt, die ihren wachsenden Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stillt. </p>
<p><img src="http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2010/10/Scheer_Autor02_1417x1797px-236x300.jpg" alt="" title="Scheer_Autor02_1417x1797px" width="236" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-3628" border="0" /></p>
<p>Die Erdölvorräte gehen zur Neige, Konflikte um die knapper werdenden fossilen Ressourcen und der Klimawandel schüren die &#8220;neuen Kriege&#8221; unseres Jahrhunderts. Und die Atomenergie ist angesichts ihrer Risiken, des ungelösten Atommüllproblems und der Endlichkeit des Urans auch keine Alternative. Darum muss der gegenwärtige atomar-fossile Energiemix vollständig durch einen &#8220;solaren Energiemix&#8221; aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme abgelöst werden &#8211; das hatte Scheer weit früher als viele andere erkannt. Und dafür wurde er mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Scheer war zutiefst davon überzeugt, dass Erneuerbare Energien nicht nur das Klima retten, sondern die Welt auch friedlicher und gerechter machen können.</p>
<p>Hermann Scheer gehörte neben seinem Parteifreund Dietmar Schütz und den Grünen-Abgeordneten Michaele Huestedt und Hans-Josef Fell zu den Eltern des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes (EEG), das am 1. April 2000 in Kraft trat. Das EEG legte die Grundlage für den den gewaltigen Boom der erneuerbaren Energien in den vergangenen zehn Jahren, der nun durch die schwarz-gelbe Atompolitik abgewürgt zu werden droht. Im Jahr 2000 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Deutschland nur vier Prozent, heute sind es bereits 17 Prozent. Mehr als 340.000 Menschen sind heute in Deutschland in der Erneuerbaren-Energien-Branche beschäftigt. Das sind elfmal mehr als in der Atomindustrie &#8211; dort arbeiten nur rund 30.000 Menschen. 72 Millionen Tonnen Treibhausgase jährlich werden zur Zeit durch die erneuerbaren Energien vermieden. Das EEG diente nahezu 50 Staaten als Vorbild für ähnliche Fördersysteme.</p>
<p>Viele Jahre setzte sich Scheer auch hartnäckig für die Gründung einer Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) ein. Am 26. Januar 2009 war es in Bonn endlich soweit. Mittlerweile sind der Agentur 136 Länder mit zusammen mehr als vier Milliarden Einwohnern beigetreten. Diese Erfolge sind umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Scheer hohe politische Ämter verwehrt blieben. Es gibt wohl nur wenige einfache Bundestagsabgeordnete, die so viel bewegt haben wie Hermann Scheer.  Und es gibt auch nur wenige Politiker, deren Bücher so lesenswert sind. Ich selbst habe viel aus den Büchern &#8220;Sonnenstrategie&#8221;, &#8220;Solare Weltwirtschaft&#8221; und &#8220;Energieautonomie&#8221; gelernt. Wenige Tage vor seinem Tod erschien sein letztes Buch: &#8220;Der energet(h)ische Imperativ&#8221;.</p>
<p>Als uns die Nachricht vom plötzlichen Tod Hermann Scheer erreicht, laufen im Campact-Team die Vorbereitungen für die nächsten Protestaktionen gegen den schwarz-gelben Atomdeal und den geplanten Castor-Transport nach Gorleben auf Hochtouren. Auf Hermann Scheer konnte sich die Anti-Atom-Bewegung immer verlassen. Er wird uns sehr fehlen. Doch seine Vision einer zu 100 Prozent Erneuerbaren Energiezukunft lebt weiter. Und wir werden nicht locker lassen, bis sie verwirklicht ist. Das versprechen wir Ihnen, lieber Hermann Scheer!</p>
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<li><a href="http://www.campact.de/atom2/sn8/signer" class="aktion">Unterzeichnen Sie unseren Online-Appell &#8220;Merkels Atompläne stoppen!&#8221;</a></li>
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<li><a href="http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=1342&#038;Itemid=19" class="info" >Hermann Scheers neuestes Buch &#8220;Der energet(h)ische Imperativ&#8221;</li>
<li><a href="http://www.energyautonomy.org/" class="info">Zum Film &#8220;Die 4.Revolution. Energy Autonomy&#8221;</a></li>
<li><a href="http://klimaretter.info/politik/hintergrund/7091-hermann-scheer-ist-tot" class="dok" >Nachruf von Klimaretter.info</a></li>
<li><a href="http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/hermann-scheer-ist-tot/" class="dok" >Nachruf von Peter Unfried in der taz: &#8220;Größer als die Beatles&#8221;</a></li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Atom und Kohle statt Sonne: Ist das Röttgens Weg in eine erneuerbare Zukunft?</title>
		<link>http://blog.campact.de/2010/01/atom-und-kohle-statt-sonne-ist-das-rottgens-weg-in-eine-erneuerbare-zukunft/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ferdinand Dürr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Energiekonzept]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Kohle]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen gab Bundesumweltminister Norbert Röttgen seine Pläne bekannt, die Vergütung für Solarstrom massiv zu senken. Mit dem angekündigten Ausstieg aus dem Atomausstieg und der Unterstützung für den Neubau von Kohlekraftwerken macht die Bundesregierung Politik für die Großen der &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2010/01/atom-und-kohle-statt-sonne-ist-das-rottgens-weg-in-eine-erneuerbare-zukunft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="luki">
<p>Vor wenigen Tagen gab Bundesumweltminister Norbert Röttgen seine Pläne bekannt, die Vergütung für Solarstrom massiv zu senken. Mit dem angekündigten Ausstieg aus dem Atomausstieg und der Unterstützung für den Neubau von Kohlekraftwerken macht die Bundesregierung Politik für die Großen der Energiebranche &#8211; und riskiert dabei eine ganze Wachstumsbranche.</p>
<p>&#8220;Fast vollständig&#8221; muss die Energieversorgung im Jahr 2050 mit erneuerbaren Energien gedeckt werden, sagte Umweltminister Röttgen im Bundestag &#8211; nicht nur im Strombereich, sondern auch beim Heizen und im Verkehr. Dabei hat er sich viel vorgenommen, um beim Klimaschutz endlich voranzukommen. &#8211; Doch während Röttgen schöne Worte sagt, sieht seine Politik bisher ganz anders aus.</p>
<p>Mit dem Energiekonzept, das die Bundesregierung im Herbst vorstellen und beschließen will, soll der Weg in ein erneuerbares Zeitalter festgelegt werden. Doch spätestens seit letzter Woche ist klar, dass die Überlegungen für das Konzept erst einmal in eine völlig falsche Richtung gehen: Hatte Röttgen schon im Dezember, pikanterweise auf dem Klimagipfel in Kopenhagen, seine Unterstützung für den Neubau von Kohlekraftwerken angekündigt, wackelt jetzt auch die Abschaltung der Atomreaktoren Neckarwestheim und Biblis A. Die soll erst einmal um ein paar Monate verschoben werden, anschließend können die Laufzeiten per Gesetz ganz offiziell verlängert werden. Beides ist an sich schon fatal für den Ausbau der Erneuerbaren.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/fliegendes_akw_2_450_bearb.jpg" class="mitte" alt="Vorfahrt für Erneuerbare - statt Kohle und Atom" /></p>
<p>Während Atom- und Kohlepolitik keine große Überraschung darstellen, legt sich die Bundesregierung jetzt auch noch mit einer der wenigen Wachstumsbranchen zu Zeiten der Wirtschaftskrise an: Die massive Senkung der Vergütung für Solarstrom könnte nicht nur den angestrebten Ausbau der erneuerbaren Energien gefährden, sondern auch tausende Arbeitsplätze kosten. Obwohl die Herstellung von Solarmodulen in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden ist, droht eine Senkung der Förderung für Photovoltaikanlagen um 35 bis 45 Prozent binnen nur eines Jahres das Wachstum einer ganzen Branche abzuwürgen &#8211; und bis zu 50.000 Stellen zu kosten.</p>
<p>Zwar will Umweltminister Röttgen die Ausbauziele für Strom aus Sonnenenergie anheben, um in den nächsten zehn Jahren den Anteil an Sonnenstrom auf das Fünffache zu steigern. Doch scheint er dabei den falschen Weg zu gehen: Die radikalen und schnellen Einschnitte &#8211; die Förderung für Dachanlagen soll schon Anfang April reduziert werden, für Freiflächenanlagen zur zweiten Jahreshälfte &#8211; würden die Branche massiv belasten, insbesondere die Mittelständler. Denn es wären eben nicht die großen Herstellerfirmen von Solarmodulen, die unter den Einschnitten leiden müssten, denn die können im Zweifelsfall die Produktion an andere, günstigere Standorte verlagern. Die Einschnitte würden die kleinen, innovativen Unternehmen treffen, die versuchen, mit neuen Ideen auf dem Markt Fuß zu fassen. Und gerade sie sind es, die technologische Entwicklungen voranbringen.</p>
<p>Darüber hinaus würden all diejenigen unter einer plötzlichen Streichung der Vergütungen leiden, die auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen sind: spezialisierte Planungsbüros, Installateure und Handwerker wie Elektriker und Dachdecker. Denn für sie ist es wichtig, planen zu können, wann sich für die Menschen die Investition in eine Solaranlage lohnt. Die Unsicherheit und das Hin und Her stellen für sie das Problem dar, denn sie können nicht darauf bauen, dass sie ihr gerade neu angestelltes Personal weiter beschäftigen können. Sie müssen sich jetzt überarbeiten, um bereits geplante Anlagen rechtzeitig vor der Absenkung der Vergütung ans Netz zu bekommen. Gerade diese Planungssicherheit war es, die den durchschlagenden, internationalen Erfolg des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) ausmacht. Doch mit der geplanten Anpassung der Solarvergütung an das Wachstum des Marktes, würde gerade diese Sicherheit wegfallen.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/eeberlin2_web.jpg" class="mitte" alt="Vorfahrt für Erneuerbare - statt Kohle und Atom" /></p>
<p>Im Großen und Ganzen betrachtet baut die Bundesregierung zwar auf die Erneuerbaren als Zukunftsvision, doch wenn es an die konkrete Politik geht, macht sie eine Politik für die großen Energiekonzerne: Die sind es, die Atomkraftwerke betreiben und einen beachtlichen Teil der neuen Kohlekraftwerke planen. An der kleinteiligen, dezentralen Stromversorgung über Solaranlagen sind sie dagegen weder beteiligt noch interessiert &#8211; obwohl diese doch angeblich so überhöhte Renditen verspricht.</p>
<p>Will Bundesumweltminister Röttgen tatsächlich erreichen, dass bis 2020 fünf bis sechs Prozent des Stroms mit Solaranlagen produziert werden, darf er das dynamische Wachstum der Solarbranche nicht ausbremsen. Eine stetige Reduktion der Förderung ist sinnvoll und wichtig, um Preissenkungen zu erreichen. Aber es wäre fatal, jetzt in einem übereilten Schritt die gesamte Entwicklung im Solarbereich zu gefährden. Er sollte sich mehr Zeit lassen und die Anpassung der Solarvergütung an die gesunkenen Modulpreise über mehrere Jahre verteilen, anstatt jetzt das Kind mit dem Bade auszuschütten.</p>
<p>Mit unserem <a href="http://www.campact.de/enb/sn1/signer">Appell von Beschäftigten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien</a> fordern wir von der Politik, auf eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und auf neue Kohlekraftwerke zu verzichten. Arbeiten Sie in dem Bereich oder kennen Sie Menschen aus der Branche?</p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.campact.de/enb/sn1/signer" class="aktion">Appell der Beschäftigten aus den Erneuerbaren Energien unterzeichnen</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/enb/help/recommend" class="aktion">Kolleg/innen und Bekannte informieren</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Energie in Bürgerhand: Beginn einer Revolution am Energiemarkt</title>
		<link>http://blog.campact.de/2009/08/energie-in-burgerhand-beginn-einer-revolution-am-energiemarkt/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2009/08/energie-in-burgerhand-beginn-einer-revolution-am-energiemarkt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Schnatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der auf Atom- und Kohlestrom setzende Konzern E.on verkauft sein Tochterunternehmen Thüga, den fünftgrößen Energiekonzern der Bundesrepublik. Gestern einigte man sich auf einen Preis von 2,9 Milliarden Euro. Eon zieht sich damit im großen Stil aus Stadtwerken zurück. Für die &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2009/08/energie-in-burgerhand-beginn-einer-revolution-am-energiemarkt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="luki">
<p>Der auf Atom- und Kohlestrom setzende Konzern E.on verkauft sein Tochterunternehmen Thüga, den fünftgrößen Energiekonzern der Bundesrepublik. Gestern einigte man sich auf einen Preis von 2,9 Milliarden Euro.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/atom2/akw_stachel.jpg" class="links" alt="Das Ende der Atomenergie"></p>
<p>Eon zieht sich damit im großen Stil aus Stadtwerken zurück. Für die  Käufer ergibt sich im Gegenzug eine gute Möglichkeit, ein neues Schwergewicht zu schaffen. Die Käufer sind keine Markt-Riesen, sondern zwei Konsortien aus 50 Stadtwerken. Sie kaufen sich mit der Thüga ein Stück Selbstbestimmung zurück. Und sie wollen den Energiemarkt umgestalten: Weg von Kohle und Atom, hin zu einem echten Zubau Erneuerbarer Energien.</p>
<p>Die Thüga soll  &#8220;ein Meilenstein für die Kommunalwirtschaft und für die ökologische Energiewende&#8221; sein, so Vorstandschef Radensleben, der die Verhandlungen des Kom9 Konsortiums geführt hatte, im dem 46 kleine und mittlere kommunlae Versorungsunternehmen gebündelt sind. Die Kom9 werden 37,75 Prozent der Thüga übernehmen.</p>
<p>Die Freiburg-Schönauer Genossenschaft <a href="http://www.energie-in-buergerhand.de/">Energie in Bürgerhand (EIB)</a> sieht nun gute Chancen, im Nachgang indirekt in die Thüga mit einzusteigen. Die Bürger gehen davon aus, Ende August 20 Millionen Euro zusammenzuhaben. Dann könnten sie indirekt doch noch in die Thüga miteinsteien. Den Verkauf der Thüga an das Konsortium aus Stadtwerken feiern sie schon heute als Erfolg für eine zukunftsfähige, klimafreundliche Energiewende ohne Atom- und Kohlestrom in Bürgerhand.</p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/fuenfte-kraft-am-strommarkt/" class="info" target="_blank">taz-Artikel: Fünfte Kraft am Strommarkt</a></li>
<li><a href="http://www.energie-in-buergerhand.de/Eine-sichere-Investi.5.0.html" class="aktion" target="_blank">In &#8220;Energie in Bürgerhand&#8221; investieren</a></li>
</ul>
</div>
</div>
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			<wfw:commentRss>http://blog.campact.de/2009/08/energie-in-burgerhand-beginn-einer-revolution-am-energiemarkt/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Präzedenzfall: Konkurrenz zwischen Kohlekraft und Erneuerbaren könnte 800 Stellen kosten</title>
		<link>http://blog.campact.de/2009/07/prazedenzfall-konkurrenz-zwischen-kohlekraft-und-erneuerbaren-konnte-800-stellen-kosten/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2009/07/prazedenzfall-konkurrenz-zwischen-kohlekraft-und-erneuerbaren-konnte-800-stellen-kosten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ferdinand Dürr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.campact.de/?p=1115</guid>
		<description><![CDATA[Auf einer Diskussionsrunde zum Kohlekraftwerk in Dörpen verkündet Windkraftanlagenhersteller Enercon, dass sich eine Investition im Emsland nur lohnt, wenn keine Kohlekraftwerke gebaut werden. Während in Dörpen 200 Arbeitsplätze entstehen könnten, wären 1.000 in Gefahr. Dass eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2009/07/prazedenzfall-konkurrenz-zwischen-kohlekraft-und-erneuerbaren-konnte-800-stellen-kosten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="luki">
<p>Auf einer Diskussionsrunde zum Kohlekraftwerk in Dörpen verkündet Windkraftanlagenhersteller Enercon, dass sich eine Investition im Emsland nur lohnt, wenn keine Kohlekraftwerke gebaut werden. Während in Dörpen 200 Arbeitsplätze entstehen könnten, wären 1.000 in Gefahr.</p>
<p>Dass eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und der Neubau von Kohlekraftwerken eine Konkurrenz zum Ausbau der Erneuerbaren Energien darstellen, ist keine Neuigkeit: Schon jetzt kommt es an windreichen Tagen im Stromnetz zu einer Überproduktion, wenn so genannte Grundlastkraftwerke &#8211; zentrale, unflexible Großkraftwerke &#8211; nicht heruntergeregelt werden. Bisher gibt es aber wegen des Erneuerbare Energiengesetzes (EEG) einen Vorrang für sauberen Strom aus regenerativen Quellen, so dass immer häufiger Kohle- und Atommeiler ihre Leistung drosseln müssen.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/foto/eeberlin2_web.jpg" class="mitte" alt="Grundlast zerstört Erneuerbare" /></p>
<p>Bisher hat jedoch der Ausbau der Erneuerbaren nicht sonderlich unter den zentralen Kraftwerken gelitten, denn es gab immer genügend flexible Kraftwerke etwa auf Gasbasis, die ihre Leistung an die schwankende Produktion aus Sonne und Wind anpassen konnten. Doch mit dem wachsenden Anteil an Erneuerbaren Energien im Stromnetz entsteht eine echte Konkurrenz zwischen zentralen, flexiblen Großkraftwerken und dezentralen, wetterabhängigen Erneuerbaren. Diese Konkurrenz schlägt inzwischen auch auf das Wachstum der Branche der Erneuerbaren durch, die sich sonst von der derzeitigen Wirtschaftskrise unbeeindruckt gezeigt haben.</p>
<p>Am gestrigen Donnerstag gab Aloys Wobben, Eigentümer und Geschäftsführer von Enercon, einem der weltweit sieben größten Hersteller für Windkraftanlagen, bekannt, dass sein Unternehmen auf eine Produktionsanlage für Rotorblätter im emsländischen Haren verzichten müsse, wenn in Dörpen ein Kohlekraftwerk gebaut werde. Damit hat die Konkurrenz zwischen Großkraftwerken und Erneuerbaren einen ersten Präzedenzfall auf dem Arbeitsmarkt: Werden weiter klimaschädliche Kohlekraftwerke gebaut und bleiben gefährliche Atomkraftwerke länger am Netz, droht das Wachstumspotential von über 220.000 Arbeitplätzen unter die Räder zu kommen.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/foto/eeberlin3_web.jpg" class="mitte" alt="Campact-Aktive" /></p>
<p>Im Emsland geht es nun darum, ob sich ein Windkraftanlagenhersteller ansiedelt, der 1.000 Stellen schaffen würde, oder ein Kohlekraftwerk mit 200 Arbeitsplätzen. Den Energiekonzernen fällt diese Abwägung leicht: Sie können einen zentralen Strommarkt besser kontrollieren und ihre Produktionsweise erhalten &#8211; die dezentralen Erneuerbaren sind schwerer unter einen Hut zu bekommen und versprechen daher weniger Rendite.</p>
<p>Bleibt die Frage, wie sich die Emsländer/innen entscheiden: Derzeit bereitet der Dörpener Gemeinderat einen Bebauungsplan vor, der dem Kohlekraftwerk den Weg ebenen würde. Das Hauptargument ist immer gewesen, dass es um die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen gehe. Diese Abwägung muss nun wohl einer neuen Prüfung unterworfen werden. Am einfachsten ginge das, wenn der Gemeinderat die Menschen vor Ort befragen würde, anstatt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden &#8211; wie immer mehr Menschen in Dörpen es derzeit verlangen.</p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.campact.de/klima/mc1/mc" class="aktion">Deutschland schreibt Dörpen</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/enb/home" class="aktion">Appell von Beschäftigten aus der Branche der Erneuerbaren Energien</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/img/presse/pm090724.pdf" target="_blank" class="dok">Pressemitteilung zur Ankündigung von Enercon</a></li>
</ul>
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		<title>Keine Stromlücke trotz stillstehender Atomkraftwerke</title>
		<link>http://blog.campact.de/2009/07/keine-stromlucke-trotz-stillstehender-atomkraftwerke/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Schnatz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der aktuelle Ausfall zahlreicher Atomkraftwerke zeigt, was die Atomlobby nicht zugeben will: Ohne Atomstrom geht&#8217;s auch und das sogar günstiger. Stell Dir vor, es gibt Atomkraftwerke, aber keinen Atomstrom. Der Slogan beschreibt die derzeitige Lage. Durch die Notabschaltung des AKW &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2009/07/keine-stromlucke-trotz-stillstehender-atomkraftwerke/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Der aktuelle Ausfall zahlreicher Atomkraftwerke zeigt, was die Atomlobby nicht zugeben will: Ohne Atomstrom geht&#8217;s auch und das sogar günstiger.</p>
<p>Stell Dir vor, es gibt Atomkraftwerke, aber keinen Atomstrom. Der Slogan beschreibt die derzeitige Lage. Durch die Notabschaltung des AKW Krümmel am letzten Wochenende sowie durch Wartungsarbeiten an zahlreichen anderen AKWs, fließt so wenig Atomstrom wie noch nie zuvor aus den Steckdosen der Bundesrepublik. Entgegen den Märchen der Atomlobby hat dies keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. Und auch die Strompreise steigen nicht an. Im Gegenteil. Die taz berichtet, dass der Strompreis der letzten Tage relativ niedrig ist. Ein Dossier des Bundesumweltministeriums (BMU) bekräftigt diese Beobachtung. Es zeigt sogar auf, dass unser Strom teurer werden kann, wenn es längere Laufzeiten für Atommeiler gibt. Das Dossier kommt zu dem Schluss, dass durch das Abschalten der Atomkraftwerke ein positiver Anreiz für den Ausbau der Erneuerbaren stattfinden wird.</p>
<p>Na also, es geht auch ohne Atomkraft und zwar besser, billiger und zukunftsfähiger. Wenn wir auf unflexible Atom- und neue Kohlekraftwerke verzichten, dann können wir unsere Zukunft mit Energie aus Erneuerbaren gestalten.</p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/strommarkt-laeuft-trotz-kruemmel/" target="_blank" class="info">Zum TAZ Artikel</a></li>
<li><a href="http://www.bmu.de/dossier_ee_und_atomenergie/content/44550.php" target="_blank" class="info">Dossier des BMU</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/enb/sn1/signer" class="aktion">Appell von Menschen aus der Erneuerbaren Energien-Branche</a></li>
</ul>
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		<title>Aktion und Pressekonferenz: Atomkraft blockiert Erneuerbare</title>
		<link>http://blog.campact.de/2009/07/aktion-und-pressekonferenz-atomkraft-blockiert-erneuerbare/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Bautz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollten heute beim Deutschen Atomforum die Sektkorken knallen und die Gläser klirren. Denn die Lobbyorganisation der Atomkonzerne wird 50. Am Abend wird Frau Merkel zur Feierlichkeit erwartet und den Lobbyisten wahrscheinlich das versprechen, wofür sie seit Jahren streiten: den &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2009/07/aktion-und-pressekonferenz-atomkraft-blockiert-erneuerbare/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Eigentlich sollten heute beim Deutschen Atomforum die Sektkorken knallen und die Gläser klirren. Denn die Lobbyorganisation der Atomkonzerne wird 50. Am Abend wird Frau Merkel zur Feierlichkeit erwartet und den Lobbyisten wahrscheinlich das versprechen, wofür sie seit Jahren streiten: den Ausstieg aus dem Atomausstieg.</p>
<p>Doch statt zu feiern, stehen sie oben im ersten Stock ihrer Berliner Dependance irritiert an den Fenstern. Zwei ihrer Kollegen, mit Hüten aus Atommeiler und Kühlturm, haben sich mit Flex und Vorschlaghammer bewaffnet über eine Solaranlage hergemacht. Die Funken fliegen, die Solarzellen bersten unter den Hammerschlägen. Und Frau Merkel steht daneben und klatscht begeistert in die Hände.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/foto/eeberlin2_web.jpg" class="mitte" alt="Atomkraft zerstört Erneuerbare" /></p>
<p>Mit unserer provokanten Aktion wollen wir die zweite Achillesferse der Atomlobby – neben der ungelösten Endlagerfrage – offen legen: Die entstehende Konkurrenzsituation zwischen einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Kippt der Atomausstieg, werden die Energiekonzerne alles tun, um sich die lästige Konkurrenz der Erneuerbaren Energien vom Leib zu halten, um nicht auf ihrem Kohle- und Atomstrom sitzen zu bleiben. Das atemberaubende Wachstum der Regenerativen droht abgewürgt zu werden – und damit geraten zehntausende Arbeitsplätze in Gefahr (mehr dazu in unserer <a href="http://www.campact.de/enb/info/5min" target="_blank">5-Minuten-Info</a>).</p>
<p>Seit morgens um 7.30 Uhr haben wir gesägt und geschraubt und eine Solaranlage vor der Niederlassung des Atomforums errichtet. Pünktlich um 10.00 Uhr steht alles. Bei den Solarpanels handelt es sich natürlich nicht um funktionstüchtige Module – sie wurden von einer Solarfirma als fehlerhaft ausgemustert und uns kostenlos zur Verfügung gestellt.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/foto/eeberlin3_web.jpg" class="mitte" alt="Campact-Aktive" /></p>
<p>Etwa 50 Campact-Aktive sind erschienen, beginnen Schilder &#8220;Jobkiller Atomkraft!&#8221; und &#8220;Atomkraft blockiert Erneuerbare!&#8221; den am Fenster stehenden Atomlobbyisten entgegenzuhalten. Bald tauchen die ersten Pressefotografen auf und warten ungeduldig darauf, Bilder in den Kasten zu bekommen. Doch noch erläutern Gerd Rosenkranz von der Deutschen Umwelthilfe und Ursula Sladek von den Energiewerken Schönau unsere Forderungen.</p>
<p>Um 10.30 Uhr heult dann die Flex auf und einer unserer beiden Lobbyisten beginnt erste Löcher in die Solarpanels zu schlagen. Die Fotografen begeistern sich so für das Bild, dass der eine oder andere doch gefährlich nah an die fliegenden Funken heranrückt.</p>
<p>Doch die Zeit drängt. Für 11.00 Uhr haben wir zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe zur Pressekonferenz geladen. Dort wollen wir einen Appell präsentieren, mit dem Beschäftigte und Unternehmer aus der Branche der Erneuerbaren Energien von der Politik verlangen, nach der Bundestagswahl am Atomausstieg festzuhalten und auf den Bau zusätzlicher Kohlekraftwerke zu verzichten.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/foto/eeberlin4_web.jpg" class="mitte" alt="Appell" /></p>
<p>Das Ziel des Appells: Die 280.000 Menschen zu erreichen und politisch zu aktivieren, die in der Branche der Erneuerbaren Energien arbeiten. Denn nichts ist für CDU/CSU und FDP vor der Bundestagswahl unangenehmer als der tausendfach erhobene Vorwurf, dass sie mit der Aufkündigung des Atomausstiegs zehntausende Arbeitsplätze gefährden würden.</p>
<p>Träger des Appells sind neben Campact die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sowie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Dachverband der Unternehmen in der grünen Branche. Zudem haben wir eine ganze Reihe bekannter Persönlichkeiten aus der Branche der Erneuerbaren Energien als Erstunterzeichner/innen unseres Appells gewinnen können, u.a. Alfred Ritter, Paradigma / Ritter Solar, Dietmar Schütz, BEE-Präsident, Ursula Sladek, Energiewerke Schönau (EWS), Franz Alt, Sonnenseite, Gero Lücking, LichtBlick, Fred Jung, juwi Holding AG, Andreas Wagner, Wagner &amp; Co Solartechnik und Günter Weinberger, Solar-Fabrik AG.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/enb/foto/eeberlin6_web.jpg" class="mitte" alt="Pressekonferenz" /></p>
<p>Zwei von ihnen sitzen mit uns auf dem Podium der Pressekonferenz und erläutern ihre Beweggründe, den Appell zu unterzeichnen: Ursula Sladek von den Ökostromern der Energiewerke Schönau (EWS) und Dörte Heimann von dem Start-Up-Solarunternehmen juwi, das 1996 gegründet wurde, 1998 den ersten Beschäftigten einstellte und mittlerweile über 600 Menschen Arbeit bietet.</p>
<p>&#8220;Atomkraft blockiert Erneuerbare!&#8221; &#8211; diese Botschaft haben wir heute setzen können. Doch wir werden sie noch häufig wiederholen müssen, bis sie in der breiten Öffentlichkeit und vielleicht auch irgendwann einmal bei den verbohrten Lobbyisten des Atomforums ankommt.</p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.campact.de/enb/sn1/signer" target="_blank" class="aktion">Appell unterzeichnen</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/enb/help/recommend" target="_blank" class="aktion">Aktion weiterempfehlen</a></li>
<li><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/atomkraftgegner-ziehen-in-wahlkampf/" target="_blank" class="info">Artikel in der taz</a></li>
<li><a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/art271,2837400" target="_blank" class="info">Artikel im Tagesspiegel</a></li>
<li><a href="http://www.wir-klimaretter.de/content/view/3261/256/" target="_blank" class="info">Bericht bei wir-klimaretter.de</a></li>
</ul>
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