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	<title>Campact Blog &#187; Gentechnik</title>
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	<description>Demokratie in Aktion</description>
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		<title>Aigner stimmt für Gensoja in Europa</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 06:56:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Aigner]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Gentech-Pflanze]]></category>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche hat die EU-Kommission vier neue Sorten von Gentech-Soja für den Import als Futter- oder Lebensmittel zugelassen. Damit sind jetzt 44 Genkonstrukte für den Import von Pflanzen als Lebens- und Futtermittel in den EU-Staaten zugelassen. Ministerin Aigner stimmte für die Gensoja.  <a href="http://blog.campact.de/2012/01/aigner-stimmt-fur-gensoja-in-europa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hat die EU-Kommission vier neue Sorten von Gentech-Soja für den Import als Futter- oder Lebensmittel zugelassen. Damit sind jetzt 44 Genkonstrukte für den Import von Pflanzen als Lebens- und Futtermittel in den EU-Staaten zugelassen. Wie bei bisher jeder dieser Abstimmungen stimmte Deutschland für Gensoja. Landwirtschaftsministerin Aigner kümmert sich ein weiteres Mal nicht um die Interessen der Verbraucher/innen. </p>
<p>Vor einer Woche berichteten wir im Blog, dass BASF mit seiner Gentechnik-Sparte in die USA flieht (<a href="http://blog.campact.de/2012/01/gentechnik-basf-gibt-in-europa-auf/">Artikel vom 18. Januar</a>). Wir haben uns mächtig gefreut, dass dieser Gentechnikriese vor den europäischen Verbrauchern kapitulieren muss, die Genfood seit Jahren vehement ablehnen. Aber die Ausbreitung der Gentechnik auf dem Acker schreitet in anderen Ländern voran und durch die Hintertür der Futterimporte gelangt dann doch das mit Gentech-Soja gefütterte Huhn auf unseren Teller. Bleiben wir also wachsam und fordern wir von der Politik, diese Hintertüren zu schließen!</p>
<p>In welchen Lebensmitteln kann Gentechnik versteckt sein? Seit 2004 müssen alle Lebensmittel, die direkt aus Gentechnik-Pflanzen hergestellt wurden, entsprechend gekennzeichnet sein. Im Kleingedruckten steht dann „gentechnisch verändert“ oder „aus genetisch verändertem &#8230; hergestellt“. Da die Verbraucher in Europa Gentechnik im Essen ablehnen, scheuen sich die Hersteller, solche Produkte in die Läden zu bringen. Die Kennzeichnungspflicht gilt allerdings nicht für tierische Lebensmittel, zu deren Herstellung die Tiere mit Gentech-Pflanzen gefüttert wurden. So kommt es, dass die meisten Tiere in Deutschland Gentech-Soja aus Brasilien und Argentinien im Futtertrog serviert bekommen. Außerdem sind gentechnisch hergestellte Enzyme oder mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen erzeugte Zusatzstoffe beim Einkauf von verarbeiteten Lebensmitteln oder auf der Speisekarte nicht zu erkennen. Wir fordern daher eine Kennzeichnungspflicht auch für Gentechnik in Tierprodukten.</p>
<p>Warum sind die neuen Sorten von Gensoja gefährlich? Die Bt-Sojabohne produziert ein Insektengift, deren Rückstände leicht in die Nahrungskette gelangen. Die übrigen drei Sojabohnen sind gegen Spritzmittel resistent. Das heißt, der Landwirt kann in großen Mengen Pestizide ausbringen, so dass alles bis auf die Sojapflanzen abstirbt. Das führt zu einseitiger Monokultur, zu resistenten Unkräutern und neuen Pflanzenkrankheiten &#8211; eine Bedrohung für die biologische Vielfalt. Außerdem weist die Risikobewertung der Sojapflanzen durch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA erhebliche Schwächen auf. So untersuchte sie ein von verschiedenen Experten festgestelltes Risiko für das Immunsystem im Fall der insektengiftigen Sojabohne MON87701 nicht genauer.</p>
<p>Gentechnik auf den eigenen Äckern verbannen, aber durch die Hintertür wieder einführen? Das dürfen wir Frau Aigner in Brüssel nicht mehr durchgehen lassen!  </p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.testbiotech.org/efsa/newsletter" class="info">Abstimmungsergebnis Gensoja</a></li>
<li><a href="http://www.db.zs-intern.de/uploads/1326789253-GVO%20Neuzulassungen.pdf" class="info" >Brief an die Mitgliedstaaten von Friends of the Earth Europa und Testbiotech</a></li>
<li><a href="http://www.keine-gentechnik.de/wer-wie-was/lebensmittel.html" class="info" >Informationsdienst Gentechnik: Gentechnik in Lebensmitteln</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Gentechnik: BASF gibt in Europa auf!</title>
		<link>http://blog.campact.de/2012/01/gentechnik-basf-gibt-in-europa-auf/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 17:23:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Amflora]]></category>
		<category><![CDATA[BASF]]></category>
		<category><![CDATA[Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Genkartoffel]]></category>
		<category><![CDATA[Wir haben es satt]]></category>

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		<description><![CDATA[BASF gibt gegen den anhaltenden Widerstand von Bauern und Verbrauchern auf und zieht mit seiner Gentechniksparte in die USA. Jahrelang versuchte der Konzern, eine Sparte mit Gentech-Pflanzen aufzubauen, die auch in Europa Anklang finden sollte: die Genkartoffeln Amflora, Amadea und &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2012/01/gentechnik-basf-gibt-in-europa-auf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BASF gibt gegen den anhaltenden Widerstand von Bauern und Verbrauchern auf und zieht mit seiner Gentechniksparte in die USA. Jahrelang versuchte der Konzern, eine Sparte mit Gentech-Pflanzen aufzubauen, die auch in Europa Anklang finden sollte: die Genkartoffeln Amflora, Amadea und Modena. Doch Verbraucher und Bauern wollten sie nicht. Nun stampft der Konzern seine Genkartoffeln ein. Auch in den USA sollen sie keine Neuauflage bekommen. </p>
<p>BASF-Vorstand Stefan Marcinowski erklärt die Entscheidung zum Rückzug mit dem breiten Widerstand unter Verbrauchern, Landwirten und Politik. Da er „keine Chance für eine erfolgreiche Kommerzialisierung gentechnischer Pflanzen in Europa“ sieht, zieht sich der Konzern in die USA zurück.  </p>
<p>Amflora Adé! Bürger/innen und Verbraucher/innen waren stärker als der Großkonzern &#8211; das macht Mut für weitere Veränderungen. Denn Europa ist längst nicht gentechnikfrei. Große Teile des Tierfutters in Europa ist aus importierten Genpflanzen hergestellt. Dies muss bislang nicht gekennzeichnet werden. Wir fordern die Kennzeichnungspflicht. Mit dem Bündnis &#8220;Meine Landwirtschaft&#8221; fordern wir außerdem, dass Bauern in Europa wieder vermehrt Eiweißpflanzen auf dem eigenen Acker anbauen anstatt Gentech-Soja aus Südamerika zu importieren. </p>
<p>Für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und für Bauernhöfe statt Agrarfabriken gehen am Samstag tausende Menschen in Berlin auf die Straße. Kommen Sie zur Demo! Denn Protest kann erfolgreich sein &#8211; das zeigt die Amflora. Um 11:30 Uhr geht es am Washingtonplatz vor dem Hbf los. <a href="https://www.campact.de/agrar/demo">Hier finden Sie weitere Infos zur Demo</a>. </p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1045584.html" class="video">Videobeitrag auf tagesschau.de</a></li>
<li><a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1262503" class="info" >Süddeutsche.de: BASF zieht mit Pflanzen-Gentechnik in die USA</a></li>
<li><a href="http://www.basf.com/group/pressemitteilungen/P-12-109" class="info" >Pressemitteilung von BASF</a></li>
<li><a href="https://www.campact.de/agrar/demo" class="info" >Demo am 21. Januar in Berlin</a></li>
<li><a href="https://www.campact.de/campact/spenden/donate" class="spenden" >Spenden</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Gentech-Urteil: Anbauverbot für Genmais in Frankreich wackelt</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/09/gentech-urteil-anbauverbot-fur-genmais-in-frankreich-wackelt/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2011/09/gentech-urteil-anbauverbot-fur-genmais-in-frankreich-wackelt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 15:51:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Anbauverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[Genmais]]></category>
		<category><![CDATA[GVO]]></category>
		<category><![CDATA[MON810]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich nach dem erfreulichen Honig-Urteil trug Monsanto gestern einen Etappensieg vor dem Europäischen Gerichtshof davon: der Gerichtshof urteilte, dass das französische Verbot des Genmais MON810 auf falscher rechtlicher Basis gestellt sei.  <a href="http://blog.campact.de/2011/09/gentech-urteil-anbauverbot-fur-genmais-in-frankreich-wackelt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich nach dem erfreulichen <a href="(http://blog.campact.de/2011/09/honig-urteil-aigner-will-sicherheitsabstande-prufen/">Honig-Urteil</a> trug Monsanto gestern einen Etappensieg vor dem Europäischen Gerichtshof davon: der Gerichtshof urteilte, dass das französische Verbot des Genmais MON810 auf falscher rechtlicher Basis gestellt sei. </p>
<p>Kein Grund zur Panik allerdings: Die französische Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet kündigte sofort an, dass Frankreich den Formfehler beheben und ein neues Verbot beantragen werde. Dabei kann sich Frankreich das Vorgehen bei Deutschland abgucken. Deutschland hat 2009 den Genmais auf Grundlage der Schutzklausel in der neuen Verordnung von 2003 verboten. Hierzulande ist das Gentechnikverbot also nicht gefährdet. Und auch in Frankreich muss nur rechtlich nachgebessert werden.</p>
<p>Der Anbau von Genmais MON 810 des US-Konzerns Monsanto ist in der EU grundsätzlich als Futtermittel für den Anbau erlaubt. Doch in Österreich, Deutschland, Frankreich, Ungarn, Griechenland und Luxemburg gibt es nationale Anbauverbote. Neben der Stärke-Kartoffel Amflora ist Monsantos MON810 die einzige in der EU erlaubte Genpflanze, die angebaut werden darf. Weit mehr Genkonstrukte sind in der EU in importierten Futtermitteln erlaubt. </p>
<p>Der Genmais MON810 produziert ein Gift gegen Schädlinge. Dass die Evolution die Gentechnik einholen kann, zeigt die Erfahrung in den USA, wo der Genmais seit Jahren auf den Feldern steht. Dort haben Maisschädlinge nun eine Resistenz gegen das Bt-Gift entwickelt und fressen sich genüsslich durch die Plantagen (<a href="http://www.activistpost.com/2011/08/monsanto-gm-corn-in-peril-beetle.html">Bericht</a>). Ein Beweis dafür, dass nicht die gentechnisch veränderte Monokultur die Lösung für eine ertragreiche Landwirtschaft sein kann. Wir brauchen hingegen eine ökologisch-nachhaltige Landwirtschaft, die mit wechselnden Fruchtfolgen und Naturschutzflächen auf natürlichem Wege die massenhafte Ausbreitung von Schädlingen verhindert.</p>
<p>Das gestern gesprochene Urteil gegen Frankreich zeigt insgesamt keinen Richtungswechsel in der EU-Politik an. Im Gegenteil ist die EU gerade dabei, die Möglichkeiten nationaler Anbauverbote auszuweiten. Ein Sprecher der Kommission betonte deshalb auch im Zuge des Urteils, dass Verbote zukünftig nicht mehr allein mit wissenschaftlich belegten Risiken für die Umwelt und Gesundheit gerechtfertigt werden müssten. Einen entsprechenden Entwurf bestätigte im Juli das Europäische Parlament mit großer Mehrheit (<a href="http://blog.campact.de/2011/07/eu-parlament-entscheidet-staaten-sollen-anbau-von-genpflanzen-verbieten-konnen/">Blogbeitrag</a>). Über 66.000 Campact-Aktive hatten dafür an ihre Europa-Abgeordneten appelliert.</p>
<p>Monsanto gewinnt zwar das Urteil gegen Frankreich, sodass es sein Genmais-Verbot nun erneuern muss. In Europa sind Monsanto, Syngenta und Co. aber weiterhin auf dem absteigenden Ast. Nur die überwältigende Ablehnung der Mehrheit der europäischen Bürger macht dies möglich. Bleiben wir also dran! </p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.agrarheute.com/frankreich-mon810" class="info" >Artikel Agrar heute</a></li>
<li><a href="http://www.taz.de/Lebensmittelsicherheit-in-der-EU/!77755/" class="info">Artikel Taz</a></li>
</ul>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Honig-Urteil: Aigner will Sicherheitsabstände prüfen</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/09/honig-urteil-aigner-will-sicherheitsabstande-prufen/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2011/09/honig-urteil-aigner-will-sicherheitsabstande-prufen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 13:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
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		<category><![CDATA[Europäischer Gerichtshof]]></category>
		<category><![CDATA[Genmais]]></category>
		<category><![CDATA[Genpflanze]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsabstand]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Honig-Urteil des Europäischen Gerichtshofs kündigte Landwirtschatfsministerin Aigner an, die Sicherheitsabstände für den Anbau von Gentech-Pflanzen in Deutschland zu prüfen. Das Urteil soll in die anstehende Novelle des Gentechnikgesetzes fließen. <a href="http://blog.campact.de/2011/09/honig-urteil-aigner-will-sicherheitsabstande-prufen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Honig-Urteil des Europäischen Gerichtshofs kündigte Landwirtschatfsministerin Aigner an, die Sicherheitsabstände für den Anbau von Gentech-Pflanzen in Deutschland zu prüfen. Das Urteil soll in die anstehende Novelle des Gentechnikgesetzes fließen. </p>
<p>Bisher gelten 150m Sicherheitsabstand zu Feldern mit konventionellem und 300m zu Ökolandbau. Dass diese Abstände nicht ausreichen, da Bienen die Pollen von Mais- und Rapspflanzen über Kilometer hinweg transportieren, ist längst bekannt. Genau aus diesem Grund klagte auch der Augsburger Imker Karl Heinz Bablok, als er in seinem Honig gentechnisch veränderte Pollen aus der nahen Bayrischen Versuchsanstalt für Landwirtschaft in seinem Honig nachweisen konnte und sich gezwungen sah, seine gesamte Ernte zu vernichten.</p>
<p>Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist klar: Honig, der mit gentechnisch veränderten Pollen verunreinigt wurde, ist nicht verkehrsfähig. Auch die europäische Anbauzulassung des Genmais MON810 reicht hier nicht aus. Der Pollen selbst muss als Lebensmittel zugelassen werden. Das ist eine große Schlappe für Monsanto und die Agrarlobby und ein Denkzettel an Frau Aigner. </p>
<p>Die Landwirtschaftsministerin muss den Schutz von Honig in das neu zu regelnde Gentechnikgesetz aufnehmen. Die Sicherheitsabstände müssen auf mindestens 1 km angehoben werden und ein weit größerer Abstand zu Bienenstöcken muss festgelegt werden. Vor wenigen Monaten kündigte Aigner an, die Regelung der Abstände stärker den Bundesländern überlassen zu wollen. Doch es braucht bundesweite Mindestabstände, die die Länder  höchstens nach oben hin für den stärkeren Schutz ihrer Bauern und Imker erhöhen können. </p>
<p>Mit dem Urteil haben die Imker endlich die Möglichkeit, Schadensersatz zu fordern, wenn ihre Ernte aufgrund von Genpflanzen in Flugweite ihrer Bienen gefährdet ist. Das ist ein herber Rückschlag für die Gentechniklobby in Deutschland. Denn jeder Hobbyimker wird klagen können, wenn in seiner Nähe ein Freilandversuchsfeld liegt. Bisher gibt es hierzulande aufgrund des breiten Protests gegen die unkontrollierbaren Pflanzen nur auf ca. 13 Hektar Gentechnik-Versuchsfelder. Auf einem 15-Hektar-Feld in Mecklenburg-Vorpommern wird die Gen-Kartoffel Amflora angebaut. Das ist die einzige bisher in Deutschland zugelassene Genpflanze. Sie wird für die industrielle Stärkeproduktion genutzt und ist nicht gerade ein Verkaufsschlager. Das Honig-Urteil kann jeden Anbauversuch in Zukunft vereiteln und ist damit eine wirksame Waffe im Kampf gegen die Agro-Gentechnik.</p>
<p>Außerdem bestätigt das Urteil die Regelung der Nulltoleranz von in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen. Denn hier heißt es: ist die Menge an Gentech-Pollen auch noch so klein, ohne Zulassung gilt das Verbot. Die EU-Kommission sowie Lobbygruppen der Agrarindustrie versuchen seit Jahren, die geltende Nulltoleranz aufzuweichen. Zuletzt erfolgreich für importierte Futtermittel &#8211; unser Appell dagegen stieß im Februar trotz über 77.000 Unterzeichner/innen bei Frau Aigner auf taube Ohren (<a href="http://blog.campact.de/2011/02/brussel-schafft-die-nulltoleranz-ab/">Blogbericht</a> ). Eine Initiative im Bundesrat, die die Nulltoleranz von Gentechnik im Saatgut aufheben wollte, konnte ein breiter Protest glücklicherweise zu Fall bringen (<a href="http://blog.campact.de/2011/03/erfolg-bundesrat-stoppt-gentechnik-im-saatgut/">Blogbericht</a>). Doch in Brüssel sägt die Lobby schon wieder an der Nulltoleranz für Saatgut und Lebensmittel. Das Honig-Urteil kommt ihnen dabei gehörig in die Quere.</p>
<p>Frau Aigner will nun mit den Ländern ein einheitliches Vorgehen für Konsequenzen des Urteils für den Handel abstimmen. Da aber keine Gesundheitsgefahr bestünde, bräuchten Honiggläser aus Ländern mit verbreitetem Gentechnikanbau wie Argentinien oder China nicht sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Das Thema steht nächste Woche bei der Verbraucherschutzministerkonferenz auf der Tagesordnung. Wir erwarten von Frau Aigner rasche Nachbesserungen im Gentechnikgesetz.</p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik.html" class="info">Mehr Infos</a></li>
<li><a href="http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2011-09/cp110079de.pdf" class="info" >Pressemitteilung des Europäischen Gerichtshofs</a></li>
</ul>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>EU-Parlament entscheidet: Staaten sollen Anbau von Genpflanzen verbieten können</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/07/eu-parlament-entscheidet-staaten-sollen-anbau-von-genpflanzen-verbieten-konnen/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2011/07/eu-parlament-entscheidet-staaten-sollen-anbau-von-genpflanzen-verbieten-konnen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 13:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Anbauverbot]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[genmaipuliert]]></category>
		<category><![CDATA[gentechnisch verändert]]></category>
		<category><![CDATA[GVO]]></category>
		<category><![CDATA[national]]></category>
		<category><![CDATA[verbieten]]></category>
		<category><![CDATA[Verbote möglich machen]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute mittag hat das EU-Parlament mit großer Mehrheit für eine deutliche Ausweitung der Möglichkeiten der Mitgliedsstaaten der EU gestimmt, den Anbau auch zugelassener Gentechnikpflanzen auf ihrem Hoheitsgebiet zu verbieten. Ein großer Erfolg! <a href="http://blog.campact.de/2011/07/eu-parlament-entscheidet-staaten-sollen-anbau-von-genpflanzen-verbieten-konnen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein großer Erfolg für alle Länder, die Gentechnik weiterhin von den Äckern verbannen wollen: Heute mittag hat das EU-Parlament mit großer Mehrheit für eine deutliche Ausweitung der Möglichkeiten der Mitgliedsstaaten der EU gestimmt, den Anbau auch zugelassener Gentechnikpflanzen auf ihrem Hoheitsgebiet zu verbieten. </p>
<p>Die Europaabgeordneten nahmen wesentliche <a href="http://www.europarl.europa.eu/meetdocs/2009_2014/documents/envi/pr/855/855067/855067de.pdf">Änderungsvorschläge der liberalen Abgeordneten Corinne Lepage im Umweltausschuss</a> zu dem ursprünglichen Vorschlag der Europäischen Kommission an. Dazu gehören vor allem die Änderung der Rechtsgrundlage: Der Anbau von GVOs soll künftig auf Grundlage der Umweltgesetzgebung der EU und nicht mehr der Binnenmarktgesetzgebung erfolgen. Eine detaillierte Liste der möglichen Verbotsgründe schließt sowohl Umweltrisiken als auch schädliche volkswirtschaftliche Folgen (soziökonomische Gründe) eines GVO-Anbaus mit ein. Zudem fordert das Parlament die Kommission und den Rat auf, sich für verbindliche Koexistenz- und Haftungsregeln beim GVO-Anbau einzusetzen und die überfällige Reform des zentralen europäischen Zulassungsverfahrens voranzutreiben.</p>
<p>So könnten Mitgliedsstaaten die zunächst zentral von der EU erteilte Zulassung des Anbaus von GVOs für ihr jeweiliges Hoheitsgebiet ganz oder teilweise außer Kraft setzen. Bisher ist dies nur eingeschränkt und zeitlich begrenzt unter Berufung auf „neue wissenschaftliche Erkenntnisse“ über Gefahren für Gesundheit und Umwelt möglich. </p>
<p>Damit haben auch Abgeordnete der liberalen und konservativen Fraktionen für die zentralen Punkte des Berichts des Umweltausschusses gestimmt, so wie es über 66.000 Menschen in unserem Appell von ihnen forderten. Die Gentechnik-Industrie war hingegen bei den Abgeordeten Sturm gelaufen, weil sie befürchtet, dass er das endgültige Ende der Agro-Gentechnik in Europa einläuten könnte. Noch vor wenigen Tagen wollten die Fraktionen der Konservativen und Liberalen nur einem sehr verwässerten Vorschlag zustimmen. Eine Mehrheit konnten sie aber nur für einen Änderungsantrag der liberalen Fraktion gewinnen, der geringe Verschlechterungen gegenüber des Berichts des Umweltausschusses vorsieht, seine zentralen Punkte aber beibehält.</p>
<p>Wenn der Vorschlag des Parlamentes jetzt in die Tat umgesetzt wird, bedeutet dies vor allen Dingen, dass künftig jede Regierung in Europa selbst für einen möglichen Anbau von Gentechnik in ihrem Lande gerade stehen muss und die Verantwortung nicht mehr auf Brüssel schieben kann. Wenn sie den Anbau auf  ihrem Territorium nicht untersagt, muss sie dies gegenüber ihren Wählerinnen und Wählern unmittelbar vertreten.</p>
<p>Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss sich allerdings der Ministerrat der Regierungen darüber einigen. Danach wird sich das Parlament in zweiter Lesung damit befassen. Im Ministerrat hatten einige Regierungen rechtliche Bedenken gegen den Vorschlag vorgebracht, andere wollten grundsätzlich keine nationalen Regelungen zulassen. Letztere Gruppe wird von Deutschland angeführt. Wir werden also beobachten, wie sich die Bundesregierung im Ministerrat verhält und den öffentlichen Druck auf sie lenken, wenn Deutschland sich in dieser Frage als Blockiererland im Rat erweisen sollte. Außerdem werden wir weiterhin einfordern, dass das europäische Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen reformiert wird. Die Möglichkeit nationaler Anbauverbote darf nicht zu einer laxen Zulassungspraxis führen.</p>
<p>Doch erst einmal freuen wir uns über den politischen Erfolg! Vielen Dank an alle, die den Appell unterstützt haben und an die Menschen, die zusätzlich bei ihren Europaabgeordneten von CDU/CSU und FDP per Brief und Telefon nachgehakt haben.</p>
<p>Die SPD hat inzwischen einen <a href="http://www.campact.de/img/gentec/sn9/antrag_spd.pdf">Antrag</a> in den Bundestag eingebracht, in dem sie die Bundesregierung auffordert, den Vorschlag des EU-Parlaments für erleichterte Anbauverbote zu unterstützen und weitere Maßnahmen zu ergreifen um Verbraucherinteressen im Gentechnikrecht zu verankern (<a href="http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,57593,00.pdf">Pressemitteilung der SPD</a>). </p>
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<ul class="themenblock_list">
<li><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/nationale-anbauverbote/" class="info" >taz: Nationale Anbauverbote</a></li>
<li><a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=55&#038;tx_ttnews[tt_news]=114913&#038;tx_ttnews[backPid]=23&#038;cHash=cc331f3ed0bee45f0a281cb12fd949af" class="info" >Greepeace Magazin: EU-Staaten sollen Anbau von Genpflanzen verbieten dürfen</a></li>
<li><a href="http://www.europarl.europa.eu/de/pressroom/content/20110705IPR23305/html/GVO-Mitgliedstaaten-sollen-Anbau-einschr%C3%A4nken-oder-verbieten-d%C3%BCrfen" class="info" >Pressemitteilung EU-Parlament</a></li>
</ul>
</div>
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		<title>Gentechnik: Schwarz-gelb will nationalen Anbauverboten die Zähne ziehen</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/06/gentechnik-schwarz-gelb-will-nationalen-anbauverboten-die-zahne-ziehen/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 14:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Anbauverbote]]></category>
		<category><![CDATA[EU Zulassungen]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[genmaipuliert]]></category>
		<category><![CDATA[Genmais]]></category>
		<category><![CDATA[gentechniksch verändert]]></category>
		<category><![CDATA[Verbote möglich machen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die für Gentechnikfragen führende SPD-Abgeordnete Dagmar Roth-Berendt bestätigte, die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament stünden voll hinter dem Vorschlag des Umweltausschusses für mehr Möglichkeiten nationaler Anbauverbote. Konservative und Liberale wollen die parlamentarische Mehrheit derzeit hinter einen deutlich verwässerten Vorschlag bringen. <a href="http://blog.campact.de/2011/06/gentechnik-schwarz-gelb-will-nationalen-anbauverboten-die-zahne-ziehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den deutschen Europaabgeordneten der CDU/CSU und FDP gehen im Moment Briefe, E-Mails und Anrufe ein. Schon über 55.000 Bürger/innen sowie Bio-, Umwelt- und Bauernverbände fordern von den Abgeordneten, im EU-Parlament für mehr Möglichkeiten nationaler Anbauverbote von Gentech-Pflanzen zu stimmen. Denn es besteht die Gefahr, dass diese Fraktionen erweiterte Verbotsmöglichkeiten für die Mitgliedsstaaten ablehnen. Die Staaten haben derzeit nur wenige rechtliche Möglichkeiten, ihre Bürger/innen und die Umwelt im Falle von Neuzulassungen von Genkonstrukten vor genmanipulierten Pflanzen zu schützen. 17 Genkonstrukte stehen derzeit kurz vor der (Wieder-) Zulassung durch die EU, davon sind vier zum Anbau vorgesehen. </p>
<p>14 Organisationen forderten die EU-Abgeordneten in einem <a href="http://www.saveourseeds.org/fileadmin/files/SOS/Sonstiges/MEP_Brief.pdf">Brief</a> auf, für den Bericht des Umweltausschusses zu stimmen, der ein solides rechtliches Fundament für nationales Handeln schaffen würde. Verbotsgründe können demnach sozioökonomische Aspekte aber auch Umweltrisiken und wissenschaftliche Unsicherheiten sein. Außerdem fordert der Umweltausschuss dazu auf, die Mängel der bisherigen EU-Zulassungsverfahren zu beheben. </p>
<p>Als Reaktion auf den Brief schrieb die für Gentechnikfragen führende <a href="http://www.saveourseeds.org/fileadmin/files/SOS/EU-Dokumente/Antwort%20Roth-Behrendt%20GVO%20Save%20our%20seeds.pdf">SPD-Abgeordnete Dagmar Roth-Berendt</a> zurück, dass die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament voll hinter dem Vorschlag des Umweltausschusses stehen. Konservative und Liberale wollen die parlamentarische Mehrheit derzeit hinter einen deutlich verwässerten Vorschlag bringen. Sie haben im Vorfeld der Abstimmung entsprechende Anträge eingebracht. In einer <a href="http://www.campact.de/img/gentec/sn9/pm_liese.pdf">Pressemitteilung </a>äußert sich hierzu der CDU-Abgeordnete und Koordinator der europäischen Christdemokraten im Umweltausschuss des EU-Parlaments, Peter Liese (CDU). Das EU-Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sei streng und detailliert. Als Verbotsgründe sollten nur besondere regionale Gründe gelten.</p>
<p>Sie können unser Anliegen unterstützen, indem Sie diesen oder einen ähnlichen Brief an das jeweilige Wahlkreisbüro der CDU-/CSU und FPD-Abgeordneten schicken (Vorlage Brief). Haken Sie gern auch telefonisch nach (<a href="http://www.europarl.europa.eu/members/public/geoSearch/search.do?country=DE&#038;language=DE).">Liste der deutschen Abgeordneten im EU-Parlament</a>).<br />
Am 5. Juli findet im Europaparlament die <a href="http://www.europarl.europa.eu/activities/plenary/home.do;jsessionid=7C3E226132881EE9B550EB4A3687B5EA.node2?language=DE&#038;date=20110630&#038;tab=NEXT&#038;subTab=20110705">Aussprache über nationale Anbauverbote</a> statt. Die Abstimmung wird entweder gleich im Anschluss, oder erst am darauf folgenden Tag erfolgen. Über das Ergebnis werden wir zeitnah berichten.</p>
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<li><a href="http://www.campact.de/gentec/sn9/signer" class="aktion">Unterzeichnen Sie an die Abgeordneten!</a></li>
<li><a href="http://blogs.taz.de/saveourseeds/2011/07/01/gentechnik-tango/" class="info" >Tazblog: Verbieten oder verbiegen? Ein Gentechniktango im Europaparlament</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/gentec/info/5min8" class="info" >5-Min-Info</a></li>
<li><a href="https://www.campact.de/campact/spenden/donate" class="spenden" >Spenden</a></li>
</ul>
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		<title>Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut!</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/03/erfolg-bundesrat-stoppt-gentechnik-im-saatgut/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 14:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gentechnikfreie Bewegung kann heute feiern: Durch den massiven Protest der letzten zwei Wochen konnten wir erreichen, dass eine große Mehrheit der Bundesländer im Bundesrat gegen die Aufweichung der Saatgutreinheit gestimmt hat. <a href="http://blog.campact.de/2011/03/erfolg-bundesrat-stoppt-gentechnik-im-saatgut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gentechnikfreie Bewegung kann heute feiern: Durch den massiven Protest der letzten zwei Wochen konnten wir erreichen, dass eine große Mehrheit der Bundesländer im Bundesrat gegen die Aufweichung der Saatgutreinheit gestimmt hat. Dabei war die Lage vor zwei Wochen erschreckend. Im Agrarausschuss des Bundesrats hatten zehn der sechzehn Bundesländer für Gentechnik im Saatgut gestimmt bei nur zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Dieses Verhältnis hat sich  radikal umgekehrt. Eine eindeutige Mehrheit lehnte heute den Antrag aus dem Agrarausschuss in diesem Punkt ab. Ein voller Erfolg für uns, denn es ist nicht üblich, dass sich die Ministerpräsidenten gegen das Votum ihrer Agrarminister stellen.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/pU811iO8iKQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Heute morgen hatten sich rund 100 Aktive vor dem Bundesrat versammelt. Mit Trillerpfeiffen und Schildern waren sie für den Schutz des Saatguts angetreten. Zu unserer Versammlung hatten wir im Vorfeld alle Ministerpräsidenten eingeladen, denen wir die Unterschriften noch nicht bei den vorangegangenen Aktionen überreicht hatten. Es kamen gleich vier Landesvertreter/innen, die uns ihre Stimme gegen Gentechnik im Saatgut versprachen: Kurt Beck (SPD Rheinland-Pfalz), Johannes Remmel (Die Grünen Nordrhein-Westfalen), Monika Helbig (SPD Berlin) und Michael Boddenberg (CDU Hessen). Die Bundesländer, die den Antrag für die Aufweichung der Saatgutreinheit über den Agrarausschuss eingebracht hatten, schickten leider keinen Vertreter zu uns vor die Tür. Also stellten wir das Verhalten der Ministerpräsidenten Mappus (CDU Baden-Württemberg), McAllister (CDU Niedersachsen) und Carstensen (CDU Schleswig-Holstein)  auf der Bühne dar. Die Schauspieler mit den Masken der genannten Politiker animierten einen Gentechnik-Laboranten, kontaminiertes Saatgut auszustreuen. Aber die Demonstranten stellten sich schütztend vor einen Behälter mit sauberem Saatgut und verhinderten die Durchmischung mit der Gensaat.</p>
<p><object width="400" height="300"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626168018665%2Fshow%2Fwith%2F5537224358%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626168018665%2Fwith%2F5537224358%2F&#038;set_id=72157626168018665&#038;jump_to=5537224358"></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626168018665%2Fshow%2Fwith%2F5537224358%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626168018665%2Fwith%2F5537224358%2F&#038;set_id=72157626168018665&#038;jump_to=5537224358" width="400" height="300"></embed></object></p>
<p>Zum Abschluss unserer Aktion gegen Gentechnik im Saatgut ist eines klar: Ein spontanes, kraftvolles Engagement kann große Wellen schlagen. Über 65.000 Menschen appellierten in den vergangenen neun Tagen an ihre Ministerpräsidenten, in sechs Bundesländern fanden sich kurzfristig Aktive, die Kundgebungen und Übergaben der Unterschriften organisierten. 42 Organisationen und Unternehmen stellten sich mit einem Appell hinter den Schutz der Saatgutreinheit ohne Wenn und Aber. Als Resultet wurde in den Staatskanzleien der Länder erst abgewiegelt &#8211; und dann neu verhandelt; nicht zuletzt, weil auch SPD und Grüne in den von ihren mitregierten Ländern darauf pochten. Das Ergebnis unseres Protestes kann sich sehen lassen! Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben.</p>
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		<title>Erfolg: Bremen gegen Gentechnik im Saatgut</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/03/erfolg-bremen-gegen-gentechnik-im-saatgut/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 13:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen wird am Freitag im Bundesrat gegen den Antrag dreier Bundesländer zu gentechnischen Verunreinigungen in Saatgut stimmen. Das sagte uns der Sprecher des Bremer Senats Hermann Kleen bei der Übergabe von über 700 Unterschriften Bremer Bürger/innen. <a href="http://blog.campact.de/2011/03/erfolg-bremen-gegen-gentechnik-im-saatgut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen wird am Freitag im Bundesrat gegen den Antrag dreier Bundesländer zu gentechnischen Verunreinigungen in Saatgut stimmen. Das sagte uns der Sprecher des Bremer Senats Hermann Kleen bei der Übergabe von über 700 Unterschriften Bremer Bürger/innen. Ein großer Erfolg: jetzt muss nur noch das rot-rote Berlin die Position seines Vertreters im Agrarausschuss des Bundesrats korrigieren, schon dann käme der Antrag am Freitag nicht durch den Bundesrat!</p>
<p>Etwa 20 Bremer Gentechnik-Aktivisten hatten sich heute vormittag vor dem Bremer Rathaus versammelt &#8211; trotz der kurzfristigen Verschiebung des Termins auf die Senatssitzung und trotz der erschütternden Ereignisse um die Atomkatastrophe in Japan. Direkt auf den Rathaustreppen streuten zwei als Gentechnik-Laboranten verkleidete Aktivisten Gensaat aus und kontaminierten damit einen Behälter mit Maissaat. Ein als Bürgermeister Böhrnsen verkleideter Aktivist klopfte ihnen väterlich auf die Schultern. Doch die Leute mit Schildern und Sprechchören stellten sich schützend vor das gentechnikfreie Saatgut. </p>
<p><object width="450" height="338"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626146186749%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626146186749%2F&#038;set_id=72157626146186749&#038;jump_to="></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626146186749%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fcampact%2Fsets%2F72157626146186749%2F&#038;set_id=72157626146186749&#038;jump_to=" width="450" height="338"></embed></object></p>
<p>Kurz darauf versicherte uns der Senatssprecher, Böhrnsen wird im Bundesrat gegen Gentechnik stimmen. Den Antrag, die Saatgutreinheit aufzuweichen, hatten die CDU-geführten Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg in den Agrarausschuss des Bundesrats eingebracht. Für den Antrag stimmten zehn Bundesländer, darunter Bremens Senator für Wirtschaft und Häfen Martin Günthner von der SPD. Hätten die Verbände nicht Druck in der Senatskanzlei gemacht, hätten die Grünen nicht intern protestiert und hätten sich nicht über 700 Bremer Bürger/innen in den vergangenen sechs Tagen per Mail an den Bürgermeister gewandt, dann hätte Bremen seine Position wohl nicht revidiert. Wir freuen uns über diesen Erfolg!</p>
<p>Kontamination mit Gentechnik muss strikt verboten bleiben. Denn im Saatgut ist Gentechnik besonders gefährlich. Wenn eine gentechnische Verunreinigung von &#8220;nur&#8221; 0,1 % zugelassen wird, bedeutet es, dass ein Stück Gemüse zu 100 % Gentechnik auf dem Teller liegt, wenn dieses zufällig aus einem unter die Saat gemischten Gentec-Samen gewachsen ist. Auf einem Hektar Land könnten bei einer Verunreinigung von nur 0,1% etwa 4.000 Gentechnik-Weizenpflanzen stehen oder 700 Gentechnik-Rapspflanzen, ohne dass der Bauer oder der Verbraucher irgendetwas davon mitbekämen. Diese Pollen dieser Genpflanzen könnten sich unkontrolliert ausbreiten und sie würden sich in verwandte Pflanzen auskreuzen. </p>
<p>Aus diesen Gründen darf Gentechnik-verunreinigtes Saatgut nicht auf den Markt kommen. Dafür braucht es strengere Kontrollen. Bisher kontrollieren nur die Bundesländer stichprobenartig. Wir fordern zusätzlich verpflichtende Tests für Saatguterzeuger: Wer Saatgut in Verkehr bringt, muss dokumentieren, dass das Saatgut getestet wurde und keine GVO enthält.</p>
<p>Bis zur Abstimmung der Ministerpräsidenten am Freitag werden wir nicht locker lassen. Deshalb demonstrieren Menschen in den kommenden Tagen auch in anderen Bundesländern. Am Donnerstag finden Aktionen in Hamburg, Stuttgart und Schwerin statt. Am Freitag werden wir vor dem Bundesrat in Berlin stehen, wenn über die Zukunft des Saatguts abgestimmt wird.<br />
Gemeinsam werden wir das Recht der Verbraucher auf gesundes Essen ohne Gentechnik verteidigen und der Gentechnik nicht das Feld überlassen! </p>
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<li><a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Politik/341508/Bremer+protestieren+gegen+Gentechnik++.html" class="info" >Artikel und Film zur Aktion im Weserkurier</li>
<li><a href="http://www.campact.de/gentec/bl1/bula" class="aktion">Unterzeichnen Sie an Ihren Ministerpräsidenten!</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/gentec/saatgut/aktionstag" class="info" >Übersicht über die Aktionen</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/gentec/info/5min7" class="info" >Hintergrund-Info</a></li>
<li><a href="https://www.campact.de/gentec/spenden/donate" class="spenden" >Spenden</a></li>
</ul>
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		<title>Brüssel schafft die Nulltoleranz ab!</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/02/brussel-schafft-die-nulltoleranz-ab/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2011/02/brussel-schafft-die-nulltoleranz-ab/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 16:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.campact.de/?p=4246</guid>
		<description><![CDATA[Eine Niederlage für alle, die auf Frau Aigners Einsatz gegen Gentechnik in der EU gehofft hatten: Heute nachmittag hat die EU die Nulltoleranz für illegale Gentechnik im Futtermittel abgeschafft. <a href="http://blog.campact.de/2011/02/brussel-schafft-die-nulltoleranz-ab/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Niederlage für alle, die auf Frau Aigners Einsatz gegen Gentechnik in der EU gehofft hatten: Heute nachmittag hat das Kommitte für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit den Vorschlag der EU-Kommission angenommen, künftig Futtermittel in die EU einzuführen, die mit bis zu einer Promille mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ohne Zulassung in der EU kontaminiert sind. Schließlich war die Futtermittellobby erfolgreich, die seit Jahren darauf pocht, ihre Transportwege nicht gentechnikfrei halten zu müssen. Frau Aigner hat das Versprechen ihrer Partei, für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik einzutreten, in Brüssel missachtet. Die Verbaucher/innen, denen sie nach dem Dioxin-Skandal strenge Vorgaben für die Futtermittelindustrie versprach, hat sie herbe enttäuscht.</p>
<p>Am Ende sorgten nur noch Frankreich und Ungarn für kosmetische Änderungen im Kommissionsvorschlag: die GVO ohne Zulassung in der EU müssen zumindest in einem Drittland zugelassen und in der EU auf Gesundheitsgefahren hin geprüft worden sein. Ein Antrag auf Zulassung in der EU muss zumindest gestellt worden sein. Das betrifft allein über hundert Genpflanzen. Die Verunreinigung bis zu einer Promille gilt aber auch für Genpflanzen, deren Zulassung in der EU abgelaufen sind. </p>
<p>Insgesamt schafft das Ende der Nulltoleranz den rechtlichen und poltischen Rahmen für die EU, weitere Grenzwerte für Verunreinigungen mit Gentechnik einzuführen. Lebensmittel stehen als erstes auf dem Wunschzettel der Gentechniklobby, diese können wie die Futtermittel schon heute mit in der EU zugelassenen GVO bis zu 0,9 Prozent verunreinigt sein. Ausdehnen möchte die Lobby dies auf nicht zugelassene GVO. Danach kommt das Saatgut, für das bisher strikt die Nulltoleranz gilt. Eine Verunreinigung von Maissaat von nur einer Promille würde dazu führen, dass über 100 Genmaispflanzen pro Hektar auf dem Acker stehen könnten, ohne dass Bauern oder Verbraucher davon wissen. Die Nulltoleranz für Lebensmittel und Saatgut darf nicht angetastet werden! </p>
<p>Nun kann das europäische Parlament in den kommenden drei Monaten Einspruch gegen die verabschiedete Verordnung erheben, womit aufgrund der konservativen Mehrheit nicht zu rechnen ist. Deutschland ist danach verpflichtet, die EU-Verordnung umzusetzen. Doch ein Grenzwert muss nicht dazu führen, dass man ihn ausreizt! Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, alles dafür zu tun, dass Futtermittelimporte nach Deutschland nicht mit GVO verunreinigt werden.</p>
<p>Wir danken allen über 77.000 Menschen für ihren kraftvollen Protest und werden auch das nächste Mal für Aktionen sorgen, wenn die Interessen der Gentechniklobby die Politik bestimmen.</p>
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<li><a href="<br />
http://www.fr-online.de/fr-online/wirtschaft/gentechnik-partikel-im-futter-werden-toleriert-/-/1472780/7369842/-/index.html" class="info">Artikel FR</a></li>
</ul>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.campact.de/2011/02/brussel-schafft-die-nulltoleranz-ab/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>52</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Appell zur Nulltoleranz geht an Frau Aigner</title>
		<link>http://blog.campact.de/2011/02/appell-zur-nulltoleranz-geht-an-frau-aigner/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2011/02/appell-zur-nulltoleranz-geht-an-frau-aigner/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 11:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Goltz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gentechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Aigner]]></category>
		<category><![CDATA[Biofach]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nulltoleranz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.campact.de/?p=4238</guid>
		<description><![CDATA[Überraschung, Frau Aigner! Bei ihrem heutigen Rundgang über die Biofach-Messe in Nürnberg überreichte unser Kooperationspartner, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Ministerin unseren Appell. <a href="http://blog.campact.de/2011/02/appell-zur-nulltoleranz-geht-an-frau-aigner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Überraschung, Frau Aigner! Bei ihrem heutigen Rundgang über die Biofach-Messe in Nürnberg überreichte unser Kooperationspartner, der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Ministerin unseren Appell. Erwartet hatte sie wohl ein freundliches Lobbygespräch hinter vorgehaltener Hand. Doch sie bekam die öffentliche Ablehnung gegen Gentechnik im Tierfutter vorgelegt: die Unterschrift von über 40.000 Bürger/innen in nur drei Tagen hinterließen ihren Eindruck auf dem überraschten Gesicht der Ministerin. </p>
<p><a href="http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2011/02/aigner.jpg"><img src="http://blog.campact.de/wp-content/uploads/2011/02/aigner-300x200.jpg" alt="Übergabe des Appells an Frau Aigner" title="aigner" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-4243" /></a></p>
<p>Geht es um die Abschaffung der Nulltoleranz für Gentechnik im Tierfutter, versucht Frau Aigner jede öffentliche Äußerung zu vermeiden – und dennoch ihr Ja in Brüssel zu geben. Am kommenden Dienstag wird darüber entschieden, ob in Zukunft Bestandteile in der EU illegaler Genpflanzen im Tierfutter eingeführt werden dürfen. Über Eier, Milch oder Fleisch würde die Gentechnik auch auf unseren Tellern landen. Auch wenn es sich dabei nur um Spuren handelt, diese Genpflanzen stellen ein besonderes Risiko dar, weil sie nirgends auf der Welt geprüft sein müssen. Eine Einfuhr illegaler Genpflanzen erlauben nicht einmal die gentechnikfreundlichen Vereinigten Staaten.</p>
<p>Wir lassen Frau Aigner nicht damit durchkommen, dass sie sich um die Verantwortung gegenüber ihren Wähler/innen herum drückt. Nicht nur, dass 87 Prozent der Deutschen keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller haben will, auch die CSU schließt sich dieser Meinung an. Im letzten Beschluss des CSU-Parteivorstandes zum Thema Landwirtschaft vom am 18. Mai 2009 heißt es:<br />
&#8220;Weder Landwirte noch Verbraucher wollen, dass bei uns genveränderte Pflanzen angebaut werden. Auch ist bisher kein Nutzen der derzeit zugelassenen genveränderten Pflanzen erkennbar&#8230; Wir wollen zudem die Kontrolle von Importen in die EU weiter ausbauen.&#8221;<br />
Die Kontrolle von Genimporten ausbauen heißt wohl nicht, einen Schwellenwert einzuführen, unter dem illegale Genpflanzen einfach toleriert werden. Kontrollen ausbauen heißt vielmehr, sich neben mehr und schärferen Kontrollen auf eine EU-weit einheitliche Art der Probenahme zu verständigen. Genau das tut die geplante Verordnung der EU-Kommission nicht. Sie macht ein Geschenk an die Futtermittelindustrie, die ihre Transportwege damit nicht mehr sauber halten muss.</p>
<p>Frau Aigner, machen Sie den Mund auf! Am Montag konfrontieren wir die Ministerin noch einmal mit ihrer Verantwortung gegenüber den Wähler/innen, wenn im Lokalteil der Süddeutschen Zeitung in ihrem Wahlkreis südlich von München unser Appell erscheint. Vielen Dank an die zahlreichen Spender/innen, die diese Anzeige ermöglichen. Verbraucher/innen und Wähler/innen erwarten von Frau Aigner, dem Vorschlag der Kommission am Dienstag nicht zuzustimmen. Deutschlands Stimme gegen Gentechnik ist nicht zuletzt das Zünglein an der Waage. Mit einem Nein wird nach den jetzigen Verhältnissen keine qualifizierte Mehrheit zustande kommen. Erhöhen Sie daher den Druck auf unsere Vertreterin in Brüssel. Unterzeichnen Sie bis Dienstag unseren Appell und leiten Sie ihn an Freunde und Bekannte weiter!</p>
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<li><a href="http://www.campact.de/gentec/sn8/signer" class="aktion">Unterzeichen Sie!</a></li>
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