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	<title>Campact Blog &#187; Parteienfinanzierung</title>
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	<description>Demokratie in Aktion</description>
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		<title>Politiker zum Vorratspreis?</title>
		<link>http://blog.campact.de/2010/06/politiker-einkaufen/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2010/06/politiker-einkaufen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 16:47:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Venedey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Parteienfinanzierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Politiker zu Discountpreisen? Mit Politiker in Einkaufswagen demonstrierte Campact gegen käufliche Politik und für mehr Transparenz und Kontrolle bei den Parteifinanzen. 22.538 Unterschriften wurden an Vertreter der Bundestagsfraktionen übergeben. <a href="http://blog.campact.de/2010/06/politiker-einkaufen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Politiker/innen&#8221; sitzen mit einem Strichcode auf der Stirn in Einkaufswagen, an denen Preisschilder befestigt sind. Daneben steht ein Supermarktverkäufer im weißen Kittel und preist Politiker/innen zu Discountpreisen an. Hinter ihnen fordern Bürger/innen mit Plakaten „Politik darf nicht käuflich sein“. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion demonstrierten die Organisationen Transparency International Deutschland, Lobby Control, Mehr Demokratie und Campact gestern vor dem Reichstagsgebäude für eine Verschärfung des Parteiengesetzes. Anlass war eine Sachverständigenanhörung des Bundestagsinnenausschusses gestern nachmittag, die auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen stattfand. </p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/parteien/Unterschriftenuebergabe_001.jpg" alt="Unterschriftenübergabe" /></p>
<p>Natürlich war die Aktion satirisch überspitzt. Denn zum Glück sind nicht alle Politiker/innen käuflich, schon gar nicht zu solchen &#8220;Discountpreisen&#8221;. Doch aus den Sponsoring-Skandalen der CDU in Nordrhein-Westfalen und Sachsen und der Hotelierspende an FDP und CSU müssen endlich Konsequenzen gezogen werden! Denn sonst droht das Vertrauen vieler Menschen in unsere Demokratie und ihre Institutionen weiter zu schwinden. Als vor drei Monaten Medien die Skandale aufgedeckt hatten, zeigten sich auch einzelne Politiker/innen aus dem Regierungslager schockiert und forderten eine Verschärfung des Parteiengesetzes. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) legte sich zwar nicht fest, aber immerhin versprach sie, strengere Regeln zu &#8220;prüfen&#8221;. Doch nachdem das Thema wieder aus den Schlagzeilen verschwunden ist, droht die Reform zu versanden. Dagegen haben wir mit unserer Aktion protestiert.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/parteien/Unterschriftenuebergabe_004.jpg" alt="Unterschriftenübergabe" /></p>
<p>Nach der Politiker-Verkaufsaktion übergaben wir 22.538 Unterschriften für mehr Transparenz und eine unabhängige Kontrolle der Parteifinanzen an Vertreter der Bundestagsfraktionen. Alle Parteien waren gekommen: SPD und Grüne schickten sogar ihre parlamentarischen Geschäftsführer, Thomas Oppermann (SPD) und Volker Beck (Grüne). Auch der Bundesschatzmeister der Grünen, Dietmar Strehl kam zu der Übergabeaktion. Die Linke wurde von ihrem neuen Bundesschatzmeister Raju Sharma vertreten, der auch Mitglied im Rechtsausschuss des Bundestages ist. Von der CDU/CSU und FDP kamen die Abgeordneten Ingo Wellenreuther (CDU) und Dr. Stefan Ruppert (FDP), beide Mitglieder im Innenausschuss, um die Unterschriften entgegen zu nehmen. </p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/parteien/Unterschriftenuebergabe_005.jpg" alt="Unterschriftenübergabe" /></p>
<p>Jetzt müssen endlich Konsequenzen aus den Skandalen gezogen werden! Immerhin zeigten sich alle Parteien offen für Veränderungen am Parteiengesetz. Sogar Bundestagspräsident Lammert (CDU) hat sich unserer Forderung angeschlossen, dass künftig nicht mehr der Bundestagspräsident, sondern ein unabhängiger Beauftragter (ähnlich dem Bundesdatenschutzbeauftragten) über die Einhaltung des Parteiengesetzes wachen soll. Offenbar hat er eingesehen, dass diese Aufgabe bei ihm selbst in keinen guten Händen ist. Zumal es ja auch gegen Lammert selbst Vorwürfe gibt, er habe bei der Finanzierung seines eigenen Wahlkampfes gegen das Parteiengesetz verstoßen. Lammerts Stellvertreter Wolfgang Thierse (SPD) soll nun die Vorwürfe überprüfen.</p>
<p>Dass der Bundestag jetzt überhaupt über eine Verschärfung des Parteiengesetzes berät ist ein Erfolg der öffentlichen Debatte, zu der wir gemeinsam mit unseren Bündnispartnern beigetragen haben. Alle die unsere Kampagne mit ihrer Unterschrift, einer Spende oder Ihrem Fördererbeitrag unterstützten, haben diesen Erfolg erst möglich gemacht! Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern werden wir die weiteren parlamentarischen Beratungen zu diesem Thema genau beobachten und wenn es nötig ist, erneut intervenieren. Denn Politik darf nicht käuflich sein! Und dagegen helfen nur mehr Transparenz und Kontrolle. Und vor allen Dingen: Kritische und wachsame Bürgerinnen und Bürger wie Sie.</p>
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<li><a class="info" href="http://www.tvb.de/newsmeldung/datum/2010/06/07/parteienfinanzierung.html">Bericht von TV-Berlin über die Aktion</a></li>
<li><a class="video" href="http://www.youtube.com/watch?v=JgTW81Wk1xc">Aktionsfilm</a></li>
<li><a class="info" href="http://www.tvb.de/newsmeldung/datum/2010/06/07/parteienfinanzierung.html">Bericht von TV-Berlin über die Aktion</a></li>
<li><a class="info" href="http://www.sueddeutsche.de/f5L38X/3381434/Transparenz-gefordert.html">Meldung der Süddeutschen Zeitung</a></li>
<li><a class="info" href="http://www.jungewelt.de/2010/06-09/043.php">Artikel aus der Jungen Welt</a></li>
<li><a class="info" href="http://www.campact.de/parteien/press/pm100607">Pressemitteilung</a></li>
<li><a class="spenden" href="https://www.campact.de/campact/spenden/donate">Spenden</a></li>
<li><a class="spenden" href="https://www.campact.de/campact/spenden/support">Werden Sie Campact-Förderer/in</a></li>
</ul>
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		<title>Lammert kapiert es nicht!</title>
		<link>http://blog.campact.de/2010/04/lammert-kapiert-es-nicht/</link>
		<comments>http://blog.campact.de/2010/04/lammert-kapiert-es-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 22:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Venedey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Parteienfinanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Appell]]></category>
		<category><![CDATA[Parteiensponsoring]]></category>
		<category><![CDATA[Parteifinanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als 30 Journalisten bundesweiter Medien waren am Donnerstag zu unserer Pressekonferenz gekommen, als wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) vorwarfen, er habe bei der Kontrolle der Parteifinanzen versagt. Nach Ansicht von Transperancy International Deutschland, LobbyControl, Mehr &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2010/04/lammert-kapiert-es-nicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 30 Journalisten bundesweiter Medien waren am Donnerstag zu unserer Pressekonferenz gekommen, als wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) vorwarfen, er habe bei der Kontrolle der Parteifinanzen versagt. Nach Ansicht von Transperancy International Deutschland, LobbyControl, Mehr Demokratie und Campact sollte deshalb zukünftig nicht mehr der Bundestagspräsident, sondern ein unabhängiger Beauftragter über die Einhaltung des Parteiengesetzes wachen. Außerdem fordern wir, dass alle Parteisponsoringverträge ab dem Jahr 2007 offen gelegt werden sollen. Für Parteispenden und das Parteisponsoring sollen die gleichen Veröffentlichungspflichten gelten und Groß-Spenden oder Sponsoring-Leistungen über 50.000 Euro jährlich pro Spender bzw. Sponsor verboten werden.</p>
<p>Lammert reagierte prompt auf unsere Kritik.  &#8220;Die Schlaumeierei, ohne Kenntnis der Unterlagen zu einem schlüssigeren Befund zu kommen als die Bundestagsverwaltung nach wochenlanger Prüfung, kommentiert sich selbst&#8221;, sagte er zu Journalisten. Ohnehin hält er sich für den falschen Adressaten der Kritik &#8211; der Gesetzgeber sei in Sachen Parteiensponsoring gefordert, nicht er.</p>
<p><strong>Der Bundestagspräsident versteckt sich hinter seinen Untergebenen</strong><br />
Es ist einfach nur erbärmlich, wenn sich der Bundestagspräsident hinter seinen Untergebenen versteckt, statt zu seinen eigenen Entscheidungen zu stehen. Denn nicht &#8220;die Bundestagsverwaltung&#8221; entscheidet nach dem <a href="http://bundesrecht.juris.de/partg/">Parteiengesetz</a>, ob ein Verstoß gegen das Gesetz vorliegt, sondern allein der Bundestagspräsident! Natürlich ist er dabei auf die Zuarbeit seiner Mitarbeiter angewiesen &#8211; aber er allein entscheidet und hat diese Entscheidungen zu verantworten. Die Bundestagsverwaltung kommt im Parteiengesetz gar nicht vor. Lammerts Reaktion zeigt zudem, dass er gar nicht begriffen hat, was der Kern unserer Kritik an seiner Amtsführung ist. Oder er sich bewusst dumm stellt.<br />
<!-- Beginn Campact Banner 300x250 --><br />
<a href="http://www.campact.de/parteien/home" target="_blank"><br />
<img src="http://www.campact.de/img/parteien/banner/parteien_rectangle_300x250.jpg" alt="Kampagne: Parteienfinanzierung reformieren" name="derrechteckige" width="300" height="250" border="0" id="derrechteckige" /></a><br />
<!-- Ende Campact-Banner 300x250 --><br />
Lammert hatte <a href="http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2010/pm_100325.html">erklärt</a>, die Sponsoringpraxis der CDU in Nordrhein-Westfalen und Sachsen habe nicht gegen das Parteiengesetz verstoßen. Dabei geht es vor allem um zwei Fragen: Waren mit bestimmten Sponsorenzahlungen unzulässige Gegenleistungen verbunden? Und standen die Sponsorenzahlungen und die jeweiligen Gegenleistungen dafür in einem &#8220;nachvollziehbar angemessenen Verhältnis&#8221; zueinander?</p>
<p>Lammert bestreitet nicht, dass die &#8220;Vermietung&#8221; der Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Sachsen, Rüttgers und Tillich (beide CDU), an Sponsoren eine unzulässige Gegenleistung wäre. Doch er folgt der Darstellung seiner Parteifreunde aus den beiden Bundesländern, solche unzulässigen Gegenleistungen seien in Wirklichkeit gar nicht erbracht worden, sondern es habe sich lediglich um &#8220;fahrlässig formulierte Werbeangebote&#8221; gehandelt. &#8220;Dass Lammert in den abstrusen Fällen von Rent-a-Ministierpräsident nur eine Frage schlechten Stils sieht, können wir nicht nachvollziehen“, sagte Elmar Wiegand von LobbyControl dazu. </p>
<p>Doch wenn tatsächlich keine unzulässigen Gegenleistungen erbracht wurden, etwa in Form exklusiver Gespräche mit Mitgliedern der beiden Landesregierungen, dann stellt sich um so mehr die Frage, ob hier Leistung und Gegenleistung noch in einem &#8220;nachvollziehbar ausgewogenen Verhältnis&#8221; zueinander stehen, wie es Lammert selbst gefordert hatte. Denn die Sponsoringzahlungen für die Parteitagsstände lagen weit über marktüblichen Standmieten, z.B. auf Messen. Ohne ein angemessenes Verhältnis von Leistung und Gegenleistung handelt es sich nicht um Sponsoringgeschäfte, sondern um verdeckte Parteispenden. Parteispenden von juristischen Personen können aber  im Gegensatz zu Sponsoringzahlungen nicht als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden und müssen derzeit ab einer Höhe von 10.000 Euro veröffentlicht werden. Sponsoringzahlungen müssen dagegen in den Rechenschaftsberichten der Parteien werden mit verschiedenen anderen Einnahmen zusammen unter dem Posten &#8220;sonstige Einnahmen&#8221; verbucht. </p>
<p><strong>Wie viel kostet ein &#8220;Grüß Gott&#8221;?</strong><br />
Was aber &#8220;angemessene&#8221; Gegenleistungen für Sponsoringzahlungen sind, dafür hat der Bundestagspräsident Lammert bis heute keine nachvollziehbaren Maßstäbe entwickelt. Dieser Vorwurf trifft selbstverständlich genauso seinen Vorgänger Wolfgang Thierse (SPD) &#8211; auch ihm war dieses Eisen zu heiß. &#8220;Was kostet ein &#8220;Grüß Gott&#8221;?&#8221;, so brachte Jochen Bäumel von Transparency International das Problem auf den Punkt. Der nordrhein-westfälische CDU-Politiker Lammert hat seinen eigenen CDU-Landesverband freigesprochen, obwohl er gar keine transparenten Kriterien für die Angemessenheit von Gegenleistungen für Sponsoringzahlungen hat. Das ist unser Hauptvorwurf an Lammert. Sein einziger Maßstab scheint zu sein, ob sie sich im &#8220;Rahmen des Üblichen&#8221; bewegen. Die rechtswidrige Praxis der Vergangenheit rechtfertigt also die rechtswidrige Praxis der Gegenwart!</p>
<p>Dabei wird über die schwierige Abgrenzung zwischen Parteispenden und Parteisponsoring schon seit Jahren in Fachkreisen diskutiert. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Wenn ein Sponsor z.B. einen Sportler sponsert, dann erhofft er sich davon, dass das positive Image des Sportlers auf seine Firma oder sein Produkt abfärbt. Das nennt man Imagetransfer. Die Steuerrechtlerin Johnna Hey schrieb bereits im Jahr 2005 in einem Aufsatz dazu: „Bereits bezüglich der Eignung des Parteiensponsorings zur Erzielung eines positiven Imagetransfers bestehen angesichts des in der Bevölkerung eher negativen Images der großen Volksparteien Zweifel. (&#8230;) Parteiensponsoring ist nicht geeignet, einen allgemeinen positiven Werbeeffekt für Unternehmen zu erzielen.“ (Quelle: Professor Dr. Johanna Hey, Düsseldorf, 2005: Parteiensponsoring im Steuerrecht &#8211; Lassen sich die Abzugsgrenzen zu §10 Abs. 2 EStG umgehen?, in: Der Betrieb, Heft 26/27, S. 1406).</p>
<p>Nach der Rechts-Auffassung von Transperancy International, LobbyControl, Mehr Demokratie und Campact sind alle Sponsoringzahlungen die beispielsweise über marktübliche Standmieten hinausgehen als Parteispenden anzusehen. Demnach wurden große Teile der Sponsoring-Einnahmen von mutmaßlich allen im Bundestag vertretenen Parteien jahrelang falsch verbucht. Und der Bundestagspräsident &#8211; Lammert genauso wie Thierse- hat diesen Verstoß gegen das Parteiengesetz jahrelang ignoriert, obwohl er Strafzahlungen dagegen hätte verhängen müssen! Darum fordern wir, dass alle Partei-Sponsoringverträge, die seit 2007 abgeschlossen wurden, jetzt veröffentlicht werden.</p>
<p>Lammert leugnet seine Verantwortung will alles auf &#8220;den Gesetzgeber&#8221; abwälzen. Doch bei einem großen Teil der Sponsoring-Einnahmen handelt es sich wahrscheinlich um verdeckte Parteispenden, die schon nach der heutigen Rechtslage Strafzahlungen zur Folge haben müssten! Dies nicht konsequent geahndet zu haben, darin besteht das zentrale Versagen von Lammert! Wir fordern zwar auch darüber hinaus eine Verschärfung des Parteiengesetzes, aber solange die Parteien so lasch kontrolliert werden bringt das alles nichts! Natürlich ist es nicht der Bundestagspräsident, der machtpolitisch über die Verschärfung des Parteiengesetzes entscheidet. Darum ist unser <a href="http://www.campact.de/parteien/sn1/signer">Online-Appell</a> auch an die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag gerichtet und nicht an Lammert. Trotzdem sollte sich der Bundestagspräsident nicht kleiner machen, als er ist. Wenn er sich bei den Fraktionen hartnäckiger und vehementer für eine Reform des Parteiengesetzes einsetzen würde, bliebe das bestimmt nicht ohne Wirkung.</p>
<p><strong>Lammert unterstützt unsere Forderung nach unabhängiger Kontrolle</strong><br />
Das Versagen des Bundestagspräsidenten bei der Kontrolle der Parteifinanzen beweist, dass bei ihm diese Aufgabe nicht in den richtigen Händen ist. Das sieht übrigens auch Lammert selber so. Er habe die eigene Zuständigkeit &#8220;immer für eine unglückliche Regelung gehalten&#8221;, sagte er verschiedenen Medien. Sie setze den Bundestagspräsidenten &#8220;dem Verdacht der Befangenheit gegenüber den Parteifreunden oder der jeweiligen politischen Konkurrrenz aus&#8221;. Dies habe er schon bei seinem Amtsantritt 2005 gesagt und sich damals mehr &#8220;Unterstützung erhofft&#8221;. Zumindest in diesem Punkt kann der Bundestagspräsident mit unserer Unterstützung rechnen. Auch mit Ihrer? Haben Sie schon unseren Aufruf gegen eine käufliche Politik unterschrieben? Unterschreiben Sie jetzt, denn ohne öffentlichen Druck werden die Parteien einfach so weiter machen wie bisher, wenn die NRW-Wahl vorüber ist. In der nächsten Sitzungswoche (19. bis 23. April) wollen wir die Unterschriften öffentlich an die Fraktionsvorsitzenden übergeben.</p>
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<li><a href="http://www.campact.de/parteien/sn1/signer" class="aktion">Appell an die Fraktionsvorsitzenden unterzeichnen: Politik darf nicht käuflich sein! Mehr Transparenz bei den Parteifinanzen</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/parteien/help/recommend" class="aktion" >Aktion an Freunde und Bekannte weiterempfehlen</a></li>
<li><a href="https://www.campact.de/parteien/spenden/donate" class="spenden" >Spenden  Sie für unsere Kampagne gegen eine käufliche Politik</a></li>
<li><a href="http://www.campact.de/parteien/info/5min" class="info" >5-Minuten-Info zum Thema &#8220;Mehr Transparenz bei den Parteifinanzen&#8221;</li>
<li><a href="http://www.campact.de/parteien/help/banner" class="aktion" >Werben Sie mit Bannern auf ihrer Homepage für die Kampagne</li>
<li><a href="http://www.campact.de/parteien/press/pm100408" class="info" >Pressemitteilung: Alle Sponsoringverträge ab 2007 offen legen!</li>
<li><a href="http://blog.campact.de/2010/03/ohne-druck-andert-sich-nichts/" class="info" >Blogbeitrag: Ohne Druck ändert sich nichts!</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Ohne Druck ändert sich nichts</title>
		<link>http://blog.campact.de/2010/03/ohne-druck-andert-sich-nichts/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 10:51:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yves Venedey</dc:creator>
				<category><![CDATA[Parteienfinanzierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus allen Parteien gibt es mittlerweile Vorschläge für eine Verschärfung des Parteiengesetzes. Doch besonders Teile von CDU/CSU und FDP scheinen darauf zu setzen, dass das Thema bald wieder aus den Schlagzeilen verschwindet, ohne dass sich etwas grundlegend geändert hat. Schon &#8230; <a href="http://blog.campact.de/2010/03/ohne-druck-andert-sich-nichts/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus allen Parteien gibt es mittlerweile Vorschläge für eine Verschärfung des Parteiengesetzes. Doch besonders Teile von CDU/CSU und FDP scheinen darauf zu setzen, dass das Thema bald wieder aus den Schlagzeilen verschwindet, ohne dass sich etwas grundlegend geändert hat. Schon in der Vergangenheit wurden die Regeln für die Parteienfinanzierung immer nur dann verschärft, wenn der  öffentliche Druck so stark war, dass sich die Bundestagsmehrheit dem nicht entziehen konnte.</p>
<p>Die Sponsoring-Skandale der CDU in Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben die Diskussion über eine Reform des Parteiengesetzes neu angefacht. SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte wiederholt, die Staatsanwaltschaft müsse gegen Rüttgers und Tillich ermitteln und der Bundestagspräsident müsse Geldstrafen gegen die CDU verhängen.  Gabriel regte an, alle Parteien sollten künftig auf Parteitags-Sponsoring verzichten. &#8220;Parteitage müssen ja nicht mit Sponsoren-Unterstützung zu Hochämtern stilisiert werden&#8221;, sagte Gabriel. &#8220;Unsere Altvorderen haben kluge Beschlüsse gefasst und einfachere Parteitage gemacht.&#8221; Man darf gespannt sein, ob die SPD auf ihrem nächsten Bundesparteitag auf Sponsoren verzichtet.</p>
<p><img src="http://www.campact.de/img/parteien/pk2_430.jpg" alt="Pressekonferenz Kampagnen-Start"></p>
<p>Grünen-Fraktionschefin Renate Künast forderte wie Transparency International Deutschland, LobbyControl, Mehr Demokratie und Campact, &#8220;Einnahmen aus Sponsoring müssen genauso wie direkte Parteienspenden zeitnah und regelmäßig veröffentlicht werden&#8221;. Das gelte auch für Einnahmen aus der Vermietung von Ständen an Unternehmen auf Parteitagen. &#8220;Es ist das Recht der Öffentlichkeit zu erfahren, welches Geld woher fließt.&#8221; Finanzämter müssten beim Sponsoring zudem sorgfältig prüfen, ob es sich wirklich um Werbeausgaben handele, die steuerlich absetzbar seien, sagte Künast in der Süddeutschen Zeitung. Großspenden an Parteien von über 100.000 Euro wollen Bündnis 90/Die Grünen verbieten.</p>
<p>Die Linke fordert ein generelles Verbot von Partei-Sponsoring und Parteispenden juristischer Personen (GmbHs, Aktiengesellschaften, Verbände, Vereine). Spenden natürlicher juristischer Personen will die Linke auf 25.000 Euro jährlich beschränken. In einer Email an Campact schreibt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Halina Wawzyniak: &#8220;Das Geflecht aus Macht, Geld und Privilegien schadet nicht nur dem Ansehen der Demokratie, sondern zerstört sie.&#8221;</p>
<p>Ein Verbot von Parteispenden juristischer Personen, wie es die Linke fordert, haben auch wir mit unseren Kooperationspartnern diskutiert. Wir teilen jedoch die Einschätzung der Experten von Transparency International und LobbyControl, dass ein Verbot von Spenden juristischer Personen lediglich dazu führen würde, dass sich das Geld andere Wege suchen würde. Konzerne und Lobbyverbände würden dann einfach nicht mehr direkt an Parteien, sondern an Wählerinitiativen oder Organisationen spenden, die direkt oder indirekt Wahlkampf für eine Partei oder einen Kandidaten machen. &#8220;Dadurch würde alles nur noch undurchsichtiger und schwerer zu kontrollieren&#8221;, erklärte LobbyControl-Geschäftsführerin Heidi Klein auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Transparency International Deutschland, LobbyControl und Campact.</p>
<p>Die Gefahr ist groß, dass die Sponsoring-Skandale am Ende genauso folgenlos bleiben wie der Skandal um die Mövenpick-Spende an FDP und CSU. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte zwar in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau, man müsse eine Verschärfung des Parteiengesetzes prüfen, festlegen wollte sie sich aber nicht. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) plädierte zwar dafür, Sponsoring-Regeln in das Parteiengesetz aufzunehmen, empfahl aber zugleich, das Thema aus dem Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen herauszuhalten. Das offenbart ein seltsames Demokratieverständnis des Bundestagspräsidenten: Die Wähler/innen sollen die Haltung der Parteien zu einer Reform des Parteiengesetzes nicht bei ihrer Wahlentscheidung berücksichtigen können. Kein Wunder &#8211; Lammert gehört der NRW-CDU an. Doch wenn bis zur Wahl in Nordrhein-Westfalen bei der Reform des Parteiengesetzes nichts voran geht, wird wahrscheinlich gar nichts passieren. Bis zum nächsten Skandal.</p>
<p>Nur wenn der Druck aus der Bevölkerung stark genug ist, wird es zu mehr Transparenz bei den Parteifinanzen kommen. Nur so kann es gelingen, den Einfluss von Konzernen und Lobbyverbänden auf die Politik zu verringern. Unterschreiben Sie deshalb jetzt unseren Online-Appell für eine unabhängige Politik und empfehlen Sie unsere Aktion Freunden, Bekannten und Kolleginnen und Kollegen weiter.</p>
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