Agrarausschuss winkt Aufhebung des Käfigverbots durch – Jetzt muss Bundesrat entscheiden

Das Gros der Legebatterien in Deutschland befindet sich in drei Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Nach der von Rot-Grün beschlossenen Legehennenverordnung müssen diese am 1. Januar 2007 artgerechten Volieren weichen. Damit stehen Gewinne der Hühnerbarone auf dem Spiel. Doch ihnen springen jetzt Ihre Landesväter zur Seite. Gemeinsam haben die Landesregierungen der drei Bundesländer einen Änderungsantrag…

Das Gros der Legebatterien in Deutschland befindet sich in drei Bundesländern: Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Nach der von Rot-Grün beschlossenen Legehennenverordnung müssen diese am 1. Januar 2007 artgerechten Volieren weichen. Damit stehen Gewinne der Hühnerbarone auf dem Spiel. Doch ihnen springen jetzt Ihre Landesväter zur Seite. Gemeinsam haben die Landesregierungen der drei Bundesländer einen Änderungsantrag in den Agrarausschuss des Bundesrat eingebracht, der das Verbot weitgehend kippt. Auf seiner gestrigen Sitzung hat der Ausschuss den Antrag jetzt durchgewunken.

Der Änderungsantrag sieht die Verschiebung des Verbots von Legebatterien auf Ende 2008 vor. Danach soll nur noch „Kleingruppenhaltung“ von Hühnern in „Kleinvolieren“ gestattet sein. Die neuen Wortkreationen beerben den Begriff des „ausgestalteten Käfigs“, der anscheinend noch zu wenig verschleiert, dass Legebatterien de facto auch nach 2008 erlaubt blieben. Die Grundfläche der „Kleinvoliere“ steigt pro Huhn um ein Drittel auf die Größe eines Aktendeckels, die Höhe lediglich um 5 cm.

Am kommenden Freitag, den 7. April müssen die Ministerpräsidenten über die Änderung der Legehennenverodnung befinden. Jetzt müssen wir Druck machen, dass sie sich der Entscheidung des Agrarausschusses verweigern und das Verbot der Käfighaltung bestehen lassen.

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Geschäftsführender Vorstand – Christoph Bautz, Jahrgang 1972, ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Nach Ende seines Studiums baute er mit die Geschäftsstelle von Attac-Deutschland auf und koordinierte die Öffentlichkeitsarbeit. Zusammen mit Felix Kolb gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung, die sich die Förderung von Kampagnen und Projekten sozialer Bewegungen zum Ziel gesetzt hat. Gemeinsam mit Günter Metzges initiierte er die Gründung von Campact und arbeitet seit 2004 als Campact-Geschäftsführer.