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Über 80.000 gelbe Karten an den RWE-Aufsichtsrat / Übergabe-Aktionen

„Kein Atomkraftwerk im bulgarischen Erdbebengebiet Belene!“ Über 10.000 Bürgerinnen und Bürger haben innerhalb von drei Tagen auf unserer Internetseite gelbe Protest-Postkarten an den RWE-Aufsichtsrat verfasst. Die Forderung: Stoppen Sie RWE-Chef Jürgen Grossmann, der durchsetzen möchte, dass RWE zwei hoch riskanten Atomreaktoren in einem bulgarischen Erdbebengebiet mitfinanziert. Am morgigen Sonntag trifft sich der Aufsichtsrat zu einer Sondersitzung: Grossmann möchte das Atom-Projekt dann durchdrücken. Der Rat kann aber ebenso unserer Forderung folgen – und die RWE-Beteiligung ablehnen.

Postkarte

Postkarte an Dortmunds Oberbürgermeister und RWE-Aufsichtsrat Langemeyer. Foto: arbeiterfotografie.com

Für jede/n Teilnehmer/in haben wir acht Protest-Postkarten verschickt: An jene acht Aufsichtsratmitglieder, bei denen nach Einschätzung von Experten die Möglichkeit besteht, dass sie sich in dem Gremium gegen das Atom-Projekt stark machen. Und die wir mit unserem Protest besonders gut unter Druck setzen können, da sie auf die Unterstützung durch die Bürger/innen angewiesen sind (Übersicht). So gingen die Karten beispielsweise an die Oberbürgermeister von Dortmund, Mühlheim an der Ruhr und Essen. Ihnen könnte eine Pro-Atom-Haltung nächstes Frühjahr im nordrhein-westfälischen Kommunalwahlkampf um die Ohren fliegen.

Uebergabe

Postkarten-Übergabe in Dortmund: ein Referent des Oberbürgermeisters nimmt die über 10.000 Karten entgegen. Foto: arbeiterfotografie.com

Gestern haben wir jeweils 10.000 Protestpostkarten im Rahmen von Mahnwachen, die unser Kampagnenpartner Urgewald und die Organisation Heim-statt Tschernobyl rund um die Rathäuser von Dortmund und Mühlheim an der Ruhr veranstaltet haben, persönlich bei den dortigen Oberbürgermeistern und RWE-Aufsichtsräten Dr. Gerhard Langemeyer und Dagmar Mühlenfeld abgegeben. Die taz erwähnte die Aktionen gestern in einem Artikel über Belene. Die große Masse der Tausenden Postkarten fiel auf. In Mühlheim musste der persönliche Referent von Frau Mühlenfeld extra einen Handkarren besorgen, um die Karten ins Zimmer der Oberbürgermeisterin bringen zu können.

Auch die restlichen 60.000 Postkarten ließen wir am Freitag an die sechs weiteren Aufsichtsratmitglieder zustellen. Zudem fanden auch vor dem Rathaus in Essen sowie vor der Zentrale der Allianz, dem größten deutschen Einzelaktionär (Dr. Paul Achleitner sitzt für die Allianz im Vorstand; auch ihn erreichten gestern 10.000 gelbe Protestpostkarten) Protest-Aktionen statt.

Dortmund Aktion

Heffa Schücking von unserem Kampagnenpartner Urgewald bei der Postkarten-Übergabe. Foto: arbeiterfotografie.com

Nun heißt es abwarten: Wie entscheidet der RWE-Aufsichtsrat morgen? Lehnt er das Atom-Projekt ab – oder lässt er den RWE-Chef gewähren? Sollte das Vorhaben morgen nicht begraben werden, werden wir weiter massiven Druck auf den Energiekonzern ausüben!

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