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Schatten über dem Auswärtigen Amt

Bewölkt bis sonnig über dem Auswärtigen Amt: Unser blauer Container steht – pardon – hängt in Position, Kuh Veronika gibt ein klares Statement für faire Milch und Ilse Aigners alter ego macht sich fein für den Außenwirtschaftstag.

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Drinnen diskutieren heute Vertreter der Ernährungswirtschaft, Politik und Verwaltung darüber, mit welchen Mitteln der Kampf um Weltmarktanteile deutscher Lebensmittelkonzerne geführt werden kann. „Fit for global business“, so das reichlich zynische Motto der Veranstaltung.

Dabei sollte aber nicht jedes Mittel recht sein: Von der im Januar in der EU wiedereingeführten Exportsubvention für Milch profitieren nur Lebensmittelkonzerne und Großmolkereien. In armen Ländern schürt sie jedoch das Hungerproblem. Denn lokale Milchbauern können nicht mithalten, wenn Europas Milchprodukte die Märkte überschwemmen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will die Subventioen jetzt sogar noch erhöhen.

Mehr als 32.000 Menschen haben den Appell an Aigner und Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul unterschrieben und fordern einen Stopp von Exportsubventionen in Europa und eine Ausrichtung der Milchproduktion am Bedarf – ohne Überschüsse, die zu Dumpingpreisen exportiert werden.

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32.000 Unterschriften gegen Subventionen, die zu Dumpingpreisen führen: Der große blaue Container steht symbolisch für die Exportsubventionen in Milliardenhöhe und wirft bedrohliche Schatten über den Milchkannen der kleinen Bauern. Die Forderung nach fairer Milch droht von den symbolischen Milch-Exportsubventionen regelrecht erdrückt zu werden.

Gegen elf werden wir den Appell gegen das Milch-Dumping an Staatssekretär Gerd Müller übergeben – stellvertretend für Ministerin Aigner. Die hat heute nämlich leider keine Zeit für uns.

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