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70 Prozent der Wähler von Union und FDP sagen: Pro-Atomkurs schadet CDU und FDP bei der Bundestagswahl

Mehrheit der Wählerinnen von Union und FDP ist für den Atomausstieg / Auch 7 Wochen nach dem Störfall in Krümmel Mehrheit gegen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke

Jeweils 70 Prozent der Wähler von CDU/CSU und FDP glauben, dass die Pläne, den Atomausstieg aufzukündigen, Union und FDP bei der Bundestagswahl am 27. September „eher schaden“ werde. In der gesamten Bevölkerung nehmen dies 65 Prozent an. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag von Campact.

In der Meinungsumfrage sprach sich eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger gegen längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke aus. Auch die Mehrheit der Wähler von CDU/CSU und FDP ist für den Atomausstieg. Knapp ein Viertel der FDP-Wähler und 14 Prozent der Anhänger von CDU/CSU sind sogar der Ansicht, Deutschland solle schneller als bisher geplant aus der Atomkraft aussteigen. Weitere 41 Prozent der Unionswähler und 30 Prozent der FDP-Anhänger plädieren dafür, dass Deutschland wie vereinbart bis 2021 aus der Atomkraft aussteigt.

CDU/CSU und FDP vermeiden es derzeit wo sie nur können, sich öffentlich zu ihren Plänen zu bekennen, nach der Wahl den Atomausstieg aufzukündigen. Die neuen Umfragewerte belegen warum: Ihre Wähler stehen beim Thema Atomenergie nicht hinter ihnen! Merkel und Westerwelle sollten auf ihre eigenen Wähler hören: Der Atomausstieg muss konsequent fortgesetzt werden!

Die ohnehin schwache Zustimmung zur Atomkraft nimmt rasant ab, wenn Menschen in ihrem Umfeld mit den Folgen der Technologie konfrontiert werden. 89 Prozent der Bundesbürger würden Bau und Betrieb eines Endlagers für hoch-radioaktive Abfälle in Ihrer Nachbarschaft „eher ablehnen“, nur zehn Prozent würden dies „eher befürworten“. Die Vorstellung, Atommüll in der eigenen Nachbarschaft zu lagern, entsetzt offenbar selbst Atomkraft-Befürworter. Solange niemand den strahlenden Müll haben will, verbieten sich Pläne über längere Laufzeit für Atomreaktoren, da sie die Müllmengen weiter wachsen lassen.

Für die Emnid-Umfrage wurden vom 17. bis 19. August 2009 1001 Bürger telefonisch befragt.

Die kompletten Ergebnisse zu allen drei Fragen können Sie hier als PDF-Dateien herunterladen:

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