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Glückstadt reiht sich ein!


Video: Robin Palme

Trotz Nieselregen und grauem Himmel sind die GlückstädterInnen neugierig an diesem Dienstag morgen. Was die vier Rad-Fahrer/innen mit den rot-gelben Anti-Atom-Fahnen an der großen Kastanie gegenüber vom Marktplatz wohl vorhaben?


Foto: Therese Koppe

„Ach so, Menschenkette am Samstag“, lukt ein älterer Herr unter seinem Regenschirm hervor. Na klar kommen wir. Er und seine Frau waren damals in Brokdorf schon mit dabei. Das nur wenige Kilometer von Glückstadt entfernte Atomkraftwerk wurde als eines der letzten AKWs in der Bundesrepublik gebaut – begleitet von massiven Protesten der Bevölkerung.

Als der Kampf verloren und das AKW gebaut war, gibt der erfahrene Aktivist zu, sei er lange Jahre enttäuscht gewesen – er könne ja ohnehin nichts ausrichten, dachte er. „Aber jetzt ist sieht das wieder anderes aus“ schöpft er neue Hoffnung.


Foto: Therese Koppe

Und tatsächlich wird der Glückstädter am Samstag um 13:30 Uhr sicherlich nicht alleine am Marktplatz stehen dem zentralen Treffpunkt für Glückstadt. Es haben sich schon mehr als 50 Busse angemeldet. Die Atomkraftgenger reisen aus dem ganzen Bundesgebiet an und werden dann vom Marktplatz ausgehend auf die Sammelpunkte am Deich verteilt – so dass pünktlich um 14:30 Uhr die Kette stehen wird.

So setzen die Anreisenden zusammen mit den Glückstädter/innen ein kraftvolles Signal: Nicht nur für das endgültige Abschalten der zwei benachbarten AKWs, sondern für den bundesweiten Atomausstieg.


Foto: Therese Koppe

Noch bis 15 Uhr macht die Anti-Atom-Radtour Halt an der Kastanie in Glückstadt. Heute abend wird nach Elmshorn weitergeradelt. Morgen mittag ab 12 Uhr mobilisiert die Radtour Menschen in Pinneberg, sich am Samstag in die Kette einzureihen.

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