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So war der Flashmob-Endspurt: Über 50 Aktive in Bielefeld

Der Wahlkampfendspurt wurde auch zum Flashmob-Endspurt: Beim Wahlkampfabschluss der CDU mit Merkel und Rüttgers in Bielefeld waren so viele Aktive, dass die Verbände nicht ausgereicht haben – Etwa 50 Leute waren für den letzten von insgesamt acht Flashmobs im NRW-Wahlkampf gekommen. Es gab keine Taschenkontrollen wir bei den FDP-Veranstaltungen der letzten Tage.

Foto: Robert B. Fishman

Die Aktiven standen gut sichtbar links von der Bühne, genau neben dem für CDU-Mitglieder abgesperrten mittleren Bereich. Diesmal schwenkte ein Teilnehmer seine Mütze als Startsignal, dann wurden die Verbände für etwa 3 Minuten in die Luft gehalten. Die Pressefotografen drehten sich um und schossen drauflos; Eine Teilnehmerin berichtete, von ihr seien ungefähr hundert Fotos geschossen worden, so gut sichtbar waren die Aktiven während der Aktion.

Flashmob Bilefeld

Foto: Robert B. Fishman

Vielleicht war es bewusst so gewählt: Angela Merkel sprach das Thema Gesundheitspolitik in den ersten 30 Minuten nicht an, erst zwei Minuten nachdem die Verbände wiederweggepackt waren, kam sie auf die Finanzierung des Gesundheitssystems zu sprechen. Neben dem Kopfpauschalen-Flashmob waren – wie schon in Wuppertal – etliche weitere ProtestiererInnen da: Begriffe wie „Wachstum“ und „Wohlstand“ führten zu ironischen Jubelstürmen.

Flashmob Bielefeld

Foto: Robert B. Fishman

Bei der Nachbesprechung bedauerten Viele, dass nun – am Ende der Flashmob-Reihe – die PolitikerInnen schon gut vorbereitet auf die Aktion recht souverän reagieren konnten und der Überraschungseffekt dahin war. Das ist sicher richtig. Es zeigt aber auch, dass unsere Flashmobs Wirkung gezeigt haben: Die FDP reagierte mit dem Versuch, die TeilnehmerInnen einzuschüchtern und zu verhindern, dass sie in den Saal kamen. Und die CDU versuchte uns zu ignorieren. Aber die Bilder, die wir produziert haben wirken. Die Kopfpauschalen-Diskussion konnte im NRW-Wahlkampf nicht unter den Teppich gekehrt werden! Nochmal vielen Dank all jenen, die an den acht Flashmobs teilgenommen haben!

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Christine Borchers, Jahrgang 1977, hat Geschichtswissenschaften und Germanistik an der Universität Bremen studiert. Sie engagiert sich seit Jahren in verschiedenen politischen Bewegungen. Einen Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit legt sie auf antirassistische und antifaschistische Themen.

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