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Krautbuster: Open Source, die schmeckt und inspiriert

Es ist ein besonderer Tag: Campact ist am 11. Mai nicht nur zum Austausch mit anderen Non-Profit-Organisationen zur re:campaign, dem Kongress für Online Kampagnen, nach Berlin gekommen. Wir sind mit unserer brandneuen Software „Krautbuster“ vor Ort. Einer Software, mit der Vereine, Initiativen und Verbände ganz einfach selbst Online Kampagnen starten können.

Einem Blogger von „Banane der Woche“ verleitet der Besuch des Krautbuster-Standes bei der re:campaign zu folgenden Worten:

So wie sich das OpenSourceProjekt ausdrückt, spricht es eine klare Sprache.
So wie sich das OpenSourceProjekt antastet, fühlts sich gut an.
So wie sich das OpenSourceProjekt reinigt, riecht es sauber.
So wie sich das OpenSourceProjekt serviert, schmeckts sicher interessant.

Fest steht: Der Kautbuster-Stand zieht die Blicke auf sich. Trichter, Wasserhahn, Rohre – alles sorgfältig gesägt, lackiert und im 3D-Look an den Ausstellungswänden angebracht. Huch, der Hahn lässt sich sogar aufdrehen. Das Campact-Team freut sich sehr über den Kommentar von Daniel Kruse, Veranstalter der re:campaign auf Twitter unter dem Namen @dkomm: „Der ziemlich geniale Stand von krautbuster.org / @campact bei der #rc12“, mit dem er ein Foto der Ausstellungswand veröffentlicht.

Innerhalb etwas mehr als einer Woche hat die Agentur Zitrusblau Unmögliches möglich gemacht: Martin Keune und sein Team haben Nächte durchgearbeitet, als es auf die Zielgerade zu ging. Die Agentur hat als Projektpartner unentgeltlich die Öffentlichkeitsarbeit für die neue Kampagnen-Software übernommen. Von Martin und seinem Team stammt nicht nur der rumpelige, rockige Name, sondern auch die stylische Webseite www.krautbuster.org, der Messestand und der Flyer.

Wie kommt es aber zu dem Namen „Krautbuster“? Eine spielerisch augenzwinkernde Verdeutschung des englischen Wort Crowd (Menschenmenge), ein selbstironischer Hinweis auf die deutsche Herkunft der Software. Buster (der Jäger), einigen noch aus dem 80er-Film Ghostbusters bekannt, signalisiert Schnelligkeit und Zielgenauigkeit. Der von Zitrusblau vorgeschlagene Name gefiel uns im Campact-Team sofort.

Auf der re:campaign erklärt Günter Metzges Interessierten, was Krautbuster ist und wie die Software funktioniert. Dafür nutzt er die Messewand, indem er mit den Leuten die Stationen und Testimonials von Unterstützer/innen der Software – Digitale Gesellschaft e.V., Mehr Demokratie e.V. oder Oxfam Deutschland e.V. etc. – folgt.

David Lehmann, Entwickler und Geschäftsführer der Softwareschmiede Voxelbrain

Am Stand steht unter anderem der Entwickler der Software und Geschäftsführer der Berliner Softwareschmiede Voxelbrain David Lehmann Rede und Antwort. Auch er legte mit seinen Mitarbeitern einen Endspurt hin, der sich gewaschen hatte. Ganz ausgerichtet auf das eine Ziel: Die Fertigstellung der Software, die alles kann, was eine Organisation in ständiger „Feuerwehrbereitschaft“ wie Campact mit einem Verteiler von über 600.000 Aktiven braucht.

Campact hat Krautbuster aus der Praxis für die Praxis entwickeln lassen. Zwei Jahre hat es insgesamt gebraucht. Je mehr die Software konnte, desto größer wurden auch die Anforderungen. Campact hat Krautbuster für den eigenen Gebrauch entwickeln lassen. Aber es war von Anfang klar: Krautbuster soll allen zur Verfügung stehen als Open Source. Das bedeutet, Krautbuster muß kompatibel mit anderen Content Management Systemen wie Typo3, WordPress oder Drupal sein und mit anderen Mitglieder-Management-Systemen wie Move oder CiviCRM etc.

Foto: Joerg Farys/Die Projektoren

Der Andrang der NGOs ist enorm. Aus mehreren Gesprächen kommt heraus: Es gibt bislang noch keine andere Kampagnen-Software, die das alles bieten kann, was Krautbuster mitbringt. Schon gar nicht als Open Source. Bei Krautbuster ist der Quellcode verfügbar und kann nach Belieben verändert werden.

Andere Entwickler sind besonders von dem hohen Anspruch in Punkto Datenschutz verblüfft, unter dem Krautbuster entstanden ist. „Politische Daten sind sensible Daten“, meint David Lehmann auf eine Frage in einer Themen-Session. „Das Online Kampagnen Tool wurde daher zusätzlich einer externen Datenschutz-Prüfung unterzogen. Außerdem werden immer nur so viele Daten gespeichert, wie für den Schritt notwendig ist und die User sehen alle Daten, die von ihnen dort gespeichert sind und pflegen sie selbst.“

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. es ist wirklich heiß, vllt könnt ihr das noch korrigieren :D

  2. Heiss, einfach nur heiss Leute :)
    Bin sehr gespannt, wie euer neues „Baby“ sich entwickelt!
    Bleibt erstmal nur die Frage: Krautbuster? What the…Wie kamt ihr denn auf _den_ Namen? Okay, er ist sticky, weil ausgefallen und auf jeden Fall besser als c3k, aber…irgendwie… :)
    Viel Erfolg & hoffentlich bis bald!