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Rückenwind für Vielfalt

Baden-Württembergs Kultusminister hat den Unterzeichner/innen der Kampagne „Vielfalt gewinnt“ antworten lassen. Und 37 Bundestagsabgeordnete aus allen Fraktionen schließen sich unserer Forderung an. Jetzt kommt Bewegung in unsere Sache! „Minister Vielfalt“ Andreas Stoch nimmt nicht nur auf seiner Webseite Stellung, er dankt uns auch für unser Interesse am Thema und schreibt in einer Mail an Campact: […]


Baden-Württembergs Kultusminister hat den Unterzeichner/innen der Kampagne „Vielfalt gewinnt“ antworten lassen. Und 37 Bundestagsabgeordnete aus allen Fraktionen schließen sich unserer Forderung an. Jetzt kommt Bewegung in unsere Sache!

„Minister Vielfalt“ Andreas Stoch nimmt nicht nur auf seiner Webseite Stellung, er dankt uns auch für unser Interesse am Thema und schreibt in einer Mail an Campact:

Wertschätzung, Toleranz und Weltoffenheit sind die Basis für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Die Vermittlung dieser Werte nimmt angesichts der weiteren Pluralisierung von Lebensstilen einen wichtigen Stellenwert ein.
In diesem Sinne möchten wir Sie ermutigen, sich weiter in der Gesellschaft dafür einzusetzen, dass Wertschätzung und gelebtes Miteinander überall zur Selbstverständlichkeit werden.

Dass diese Wertschätzung von allen im Bundestag vertretenen Parteien gefordert wird, zeigt dieser parteiübergreifende Aufruf von 37 Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg:

Baden-Württemberg ist ein Land der Vielfalt auf dem Fundament der Grundrechte. In diesem Geiste vertreten wir als Abgeordnete unsere Wahlkreise und unser Bundesland im Deutschen Bundestag. Zu Toleranz und Weltoffenheit gehören für uns auch die Akzeptanz sexueller Vielfalt und selbstbestimmter Lebensentwürfe. Wir haben daher kein Verständnis für den Inhalt und Geist der Online-Petition „Zukunft-Verantwortung-Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens.“ Als Mitglieder des Deutschen Bundestages gehören wir verschiedenen Fraktionen an. In der Bildungspolitik vertreten wir teils gemeinsame, teils unterschiedliche Positionen. Doch parteiübergreifend sind wir der Ansicht, dass Erziehung zur Toleranz eine wichtige Aufgabe unserer Bildungseinrichtungen ist. Dazu gehört für uns selbstverständlich auch der tolerante Umgang mit sexueller Vielfalt und unterschiedlichen Lebensentwürfen. Das hat nichts mit „pädagogischer, moralischer und ideologischer Umerziehung“ zu tun, wie es in der Online-Petition heißt – sondern mit
Menschenrechten und Demokratie.

Diese überwältigend breite Unterstützung zeigt, wie sehr die Unterzeichner/innen der Petition gegen den Bildungsplan auf dem Holzweg sind. Viele von denen äußern hier in den Kommentaren im Blog oder auf Facebook Ärger. Sie fühlen sich einer falsche Ecke zugeordnet und persönlich angegriffen, wenn wir schreiben, dass rechte, homophobe Kreise gegen den Bildungsplan mobilisieren. Doch dies entspricht nun mal der Wahrheit. Deshalb ein Gedanke: Wenn Sie in einer Ecke gelandet sind, in der Sie sich nicht wohl fühlen, können Sie auch wieder hinaus laufen. Einfach umdrehen und los!

PS Wir danken allen, die unseren Aufruf „Vielfalt gewinnt!“ weiter verbreiten und unterstützen, wie zum Beispiel dem LSVD. Danke für’s Teilen! Manches bekommen wir nur durch Zufall mit. Melden Sie sich, damit wir Ihnen danken können! 🙂

Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

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53 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. „Diese überwältigend breite Unterstützung zeigt, wie sehr die Unterzeichner/innen der Petition gegen den Bildungsplan auf dem Holzweg sind.“

    Eine Dummheit bleibt eine Dummheit, egal wie wieviele sich dafür finden lassen.

    Der sexuelle Quatsch gehört nicht in die Schule. Berlin ist ein besonderes schönes Beispiel für misslungene Schulpolitik. Wir haben andere Probleme an den Schulen zum Beispiel die „chronische Unterfinanzierung“ oder das mangelnde Lehrniveau.
    Ein echtes Defizit ist zum Beispiel die mangelnde Lehre in Ökonomie. Die meisten Schüler gehen ohne auch nur bisschen Ahnung von Wirtschaft von der Schule.
    Die Universitäten und Hochschulen sind überfordert mit der „Hochschulreife“, die gar keine ist. Die angehenden Studenten bringen nicht mal Gymmasiumniveau mit sich.

    Sie können sich gerne weiterhin Ihrer „Bekenntnis“ widmen, sich diesen zu Papier gebrachten Unsinn fröhnen und gegen den Willen von Unzähligen etwas erpressen zu versuchen. Berliner Verhältnisse werde ich meinen Kindern nicht antun.

    Dieser ideologische Unsinn, der auf keiner Wissenschaftlichkeit begründet ist, gehört nicht an die Schule. Punkt. Aus. Ende.

    • „Sexueller Quatsch“ kann Leben retten. Die Infektionsraten bei sexuell übertragbaren Krankheiten sind dort am höchsten, wo Sexualität stark tabuisiert wird, über Kondome z.B. nicht geredet wird. Aufklärung muss sein. Das schulden wir unseren Kindern.

  2. Sehr geehrte Fr. Strasser,

    vielen Dank für ihr Engagement!
    Als Bisexueller und Atheist (wahrscheinlich eins der Hauptfeindbilder der meisten Kommentatoren_innen hier), kann ich mir annähernd vorstellen, was Sie im Moment ertragen müssen.
    Vielen Dank dafür, daß Sie es mit solcher Gelassenheit ertragen.

    M. Pflüger

    • Danke! Ich schreibe diese Zeilen während eines internationalen Treffens mit Schwesterorganisationen aus aller Welt. Als ich erfuhr was mein sehr geschätzter Freund und Kollege Garvin von MoveOn aus den USA an rassistischem Feedback zu hören bekommt, wurde mir klar dass auch im progressiven Spektrum noch viel zu tun ist…

    • Sehr geehrter Herr Pflüger,

      sie sollten vielleicht mal alle Kommentare lesen, vielleicht erkennen Sie dann wer sachliche Argumente einfach zensiert oder ignoriert und wer Menschen zu Feinden erklärt. Für mich und für viele Andere hier sind Menschen mit anderer sexueller Orientierung keine Feinde. Es geht darum, zu erkennen was ALLEN Menschen dient,
      um ein wirklich tragfähiges lebens- und zukunftsorientiertes FUNDAMENT für ein wirklich gutes gemeinsames Lebenzu gestalten. Leider sind sehr viele Menschen lediglich an sich selbst und IHREN Gefühlen interessiert, und übersehen dabei völlig die weitreichenden Auswirkungen für Andere. Nur nach Gefühl zu leben und sich von Emotionen versklaven zu lassen, ist auf Dauer sehr an strengend und hat mit FREIHEIT NICHTS ZU TUN. Denn das dumme dabei ist, das Gefühle unersättlich
      sind. Es geht um falsches HANDELN und NICHT um FALSCH SEIN. UNRECHT das in der Vergangenheit und sicher auch in der Zukunft geschehen wird, kann nicht mit dem gleichen UNRECHT bekämpft werden. Die VERLIERER werden WIR ALLE sein.

    • Welches sind den die negativen Auswirkungen für andere, wenn jemand einfach nur schwul oder lesbisch ist? Ich sehe keine!

    • Nach ihrer gesamten Kampange und IHREN ANTWORTEN im Blog fragen bzw. antworten SIE dies im ernst!?
      Ich kann damit lediglich das von JBi gesagte unterstreichen!!!

    • Natürlich frage ich das im ernst. Was ist Ihnen denn durch die Kampagne schlimmes geschehen? Haben Sie Kopfweh? Blähungen? Schlechte Träume?

    • @ Volker 30.01.14 @ 12:53
      Ich kann das unterstreichen. Ich hege keinen Groll oder Hass gegen Personen, die ihre sexuelle Vielfalt ausleben wollen. Sollen sie doch, so wie ich mir in meine heterosexuelle Ausrichtung auch nicht reinreden lasse.
      Dieser Blog hier aber wird von der Moderatorin diktatorisch geführt. Ihr nicht genehme sachliche Beiträge, was z.B. andere sexuelle Orientierungen und deren Toleranz angeht, werden einfach nicht freigeschaltet.
      „Political correct“ ist in ihren Augen nur ihre eigene engstirnige Meinung. Alles andere muss sich schämen …

    • Ich rede Ihnen bestimmt nicht in Ihre sexuelle Ausrichtung rein. Sie interessiert mich noch nicht einmal. Und der Bildungsplan will auch keinem Jugendlichen in seine sexuelle Ausrichtung reinreden. Darum geht es ja gerade!

  3. Ich kann ja durchaus nachvollziehen, dass die ideologische „Machtergreifung“ einer Minderheit dieser zu langsam vorangeht. Doch der „Bildungsplan 2015“ ist m.E. ein Verwaltungsakt, so überflüssig wie der berühmte Kropf. Bereits im derzeit geltenden Bildungsplan des Landes B-W findet die „Schwulen- und Lesben, die Transsexuellen- und Querbewegung“ eine ausreichend große Präsentations- und Würdigungsebene,wie der Bildungsplan für die Werkrealschulen (inkl. Hauptschulen) für das Fach „Ethik“ stellvertretend für andere Schularten belegt:
    Bildungsplan Ethik
    Werkrealschule (gilt auch für Hauptschule)
    Werte und Normen
    Die Schülerinnen und Schüler
    • kennen Werte und Normen in ihrer geschichtlichen Entwicklung und aktuellen Bedeutung;
    • kennen zentrale Aspekte der Humanität wie Gerechtigkeit, Nächstenliebe, Personalität, Menschenwürde, insbesondere gegenüber dem anderen Geschlecht, der anderen ethnischen Herkunft, dem anderen Glauben, der Homosexualität sowie gegenüber Behinderten, Alten und Kranken;
    • erkennen die Entstehung moralischer Konflikte und Dilemmata in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Werten und Normen;
    • kennen verschiedene Arten der Begründung von Normen und Werten und können eigene Standpunkte und Wertentscheidungen begründen;
    • können eigene Wertentscheidungen und die anderer problematisieren;
    • können Wertspannungen wahrnehmen, aushalten und verantwortlich reduzieren;
    • können sich diszipliniert an einer Diskussion beteiligen.
    Demokratische Wertbegriffe

    Die Schülerinnen und Schüler
    • kennen die grundlegenden Werte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft;
    • reflektieren und bejahen die grundlegende Werte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft;
    • kennen und tolerieren grundlegende Wertvorstellungen anderer Kulturkreise und Religionen, die in unserer Gesellschaft präsent und verfassungsrechtlich geschützt sind;
    • kennen die Gleichwertigkeit und Gleichstellung von Mann und Frau vor dem Gesetz;
    • tolerieren und respektieren Andersartigkeit im Kontext eines demokratischen Zusammenlebens;
    • entwickeln eine ethische Haltung, die auf einer durch Normen gerechtfertigten Gewissensentscheidung und einer Einsicht in die Konsequenzen des eigenen Handelns beruht.

    Vorurteile
    Die Schülerinnen und Schüler
    • erkennen, was Vorurteile sind, warum Menschen zu Vorurteilen neigen und wie diese das Zusammenleben einengen und belasten;
    • wissen, wie Vorurteile entstehen;
    • wissen, welche Folgen Vorurteile haben;
    • können eigene und fremde Meinungs- und Verhaltensweisen kritisch überprüfen;
    • kennen Möglichkeiten der Vermaidung und Überwindung von Vorurteilen

    Inhalte:
    Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung der Andersartigkeit, Frauendiskriminierung, Rassismus

    • Der Vorwurf, es gehe Schwulen und Lesben sowie Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität um ideologische „Machtergreifung“ ist eine Diffamierung und wäre Grund genug, diesen Kommentar zu löschen. Ich lasse dieses Exemplar hier zu Demonstrationszwecken stehen.
      Die Diffamierung ist, dass der Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe dieser Menschen umgedeutet wird zu einem Angriff, gegen den sich die Mehrheit verteidigen müsse. Aus einer solchen Haltung legitimieren sich dann Aggressionen gegen Minderheiten.

  4. Um wirkliche Gleichstellung der Geschlechter (Gender Mainstreaming) zu erreichen, müssen Homosexuellen- und Lesbenverbände nicht nur Adoptionsrecht fordern sondern vielmehr auch das Recht auf Befruchtungs-, Gebähr- und Stillfähigkeit bei Männern, und das Recht auf Zeugungsfähigkeit bei Lesben. Dann könnten Homosexuelle und Lesben endlich auch auf natürlichem Wege Kinder bekommen. Man könnte dieses vielleicht durch die Gentechnik möglich machen. Man sollte die riesigen Millionenbeträge, die für Gender Mainstreaming ausgegeben werden (GM hat diese diskriminierenden Tatsachen noch nicht einmal thematisiert!), stattdessen in solche gezielte Genforschung stecken (die könnte man dann auch in „Genderforschung“ umbennen). Dann könnte man wahrscheinlich auch dahin kommen Menschen zu schaffen, die zweigeschlechtlich sind (gibt es ja auch in der Tierwelt). So hätte man die Möglichkeit Sex mit sich selber zu haben und kann dadurch die vielen Beziehungsprobleme umgehen. Das wäre auch eine hervorragende Lösung in Bezug auf die Zunahme von beziehungsunfähigen Kindern und Jugendlichen. Ich finde es übrigens auch sehr diskriminierend dass Männer bis heute immer noch nicht lesbisch sein können und dürfen! Wie Sie sehen gibt es immer noch sehr viel Ungleichheit und ich bin scheinbar der Einzige, der diese Mißstände anprangert und dann werden Sie meine Kommentare wahrscheinlich auch noch löschen, was ich eben auch wieder extrem ungerecht finde. Ich weiß noch nicht an wen ich mich dann wenden kann.

    • Sie haben eine blühende Fantasie. Ich kenne viele Schwule und Lesben, aber keinen der oder die diese Wünsche an technische Wunder hätte. Die lesbischen Mütter, die ich kenne haben auf anderem Wege ihre Kinder bekommen.

  5. Zur sexuellen Vielfalt:
    Ich habe ein paar Homosexuelle in meiner Teenager- und Jugendzeit kennengelernt und weiß wie sie leben und kann mich sehr gut daran erinnern wie sie versucht haben mich auch zu „gewinnen“ oder sollte ich besser sagen „benutzen“. Ich weiß wie geschickt das gemacht wird und weiß dass es vor allem um Sex geht (Ich war und bin nicht homosexuell). Ich war damals z.T. ganz sicher etwas „homophob“, bin es jetzt nicht mehr, obwohl Sie mich wahrscheinlich jetzt so bezeichnen werden und ich bin gespannt wie lange dieser Kommentar hier bleiben wird. Sie können mich auch einfach als Lügner bezeichnen, aber sie können nicht meine Erlebnisse auslöschen.
    Es gibt sehr viele Wissenschaftliche Studien in verschiedenen Ländern zu homosexuellen Lebensweisen, die erschreckende Entwicklungen aufzeigen wie z.B. http://www.muenchner-aidshilfe.de/index.php?ord=welt-aids-tag&dat=statistik [„Im Jahr 2012 haben sich geschätzt etwa 3.400 Menschen mit HIV infiziert. Darunter sind circa 2.500 (74%) Männer, die Sex mit Männern haben.], http://www.cdc.gov/hiv/pdf/statistics_surveillance_Adolescents.pdf (noch höhere Anteile von HIV in den USA bei Männern, die Sex mit Männern haben.), http://www.aerzteblatt.de/archiv/66998/Studie-Gefaehrdung-der-Jungen, und es gibt etliche mehr die wahrscheinlich auch als „homophobe Statistiken“ abgewiesen werden.
    Bis noch vor wenigen Jahrzehnten wurden Homosexuellen- und Pädophilenverbände fast immer zusammen genannt und aufgeführt. Bei den Priesterskandalen und an der Odenwaldschule wurden vor allem Jungen von Homosexuellen missbraucht (siehe http://hodenwald.de/presse.php), aber unsere Gesellschaft und die Medien sind an solchen Stellen scheinbar dement! Ich kenne persönlich Strände in Indien und Sri Lanka an denen vor allem ältere Homosexuelle (auch viele aus Deutschland) Jungen „mieten“ (ich habe sehr viele Jahre in Indien gelebt und erfuhr das von den Bewohnern und aus der dortigen Presse).

    • Es macht keinem Menschen Vergnügen, zurückgewiesen zu werden. Ganz bestimmt nicht jungen Menschen in der Pubertät. Jeder von uns hat peinliche Erinnerungen dieser Art: Da wurde ein Mensch begehrt, nach langem ringen traute man sich, und dann kam die Abfuhr.
      Die Infektion mit HIV lässt sich durch den Gebrauch von Kondomen vermeiden. Die Infektionsraten sind dort am höchsten, wo eine offene Aufklärung über Sexualität am wenigsten möglich ist und/oder die sexuelle Selbstbestimmung am wenigsten kulturell verankert ist.
      Insofern ist der Bildungsplan auch eine Chance, die Infektionsraten in Deutschland noch weiter zu senken.

  6. Vielleicht solten die „Normalen“ den homosexuellen Menschen mal zuhören. Was diese denken und fühlen. Dann brauchen Sie keine dubiosen „Studien“ mehr im Internet zu suchen, sondern haben die Information aus erster Hand. Allerdings ist es (vermutlich) wahrscheinlich, dass diese konträr zu Ihrer Argumentation läuft.

    • Recht hat mit Gesetzen zu tun, nicht mit Gerechtigkeit. Alle Menschen erleben mehr oder weniger Ausgrenzung. Greift eine Maßnahme in die Intimsphäre ein, wird ein letztlich unantastbarer Bereich privater Lebensgestaltung betroffen.[6] Die Intimsphäre ist dem staatlichen Zugriff verschlossen. Eine Abwägung nach Maßgabe des Verhältnismäßigkeitsprinzips findet nicht statt. Der Gesetzesvorbehalt aus Art. 2 Abs. 2 GG gilt wegen der engen Verknüpfung mit Art. 1 Abs. 1 GG nicht. Das Persönlichkeitsrecht dient dem Schutz …..
      Weiterhin schützt das Allgemeine Persönlichkeitsrecht die Intimsphäre.
      Der Schutz der Intimsphäre resultiert ebenfalls aus Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG (vgl. BVerfG, Beschluss vom 16. Juli 1969, Az. 1 BvL 19/63 – Mikrozensus; BVerfG, Urteil vom 15. Dezember 1983, Az. 1 BvR 209, 269, 362, 420, 440, 484/83, – Volkszählung).
      Die Intimsphäre schützt die innere Gedanken- und Gefühlswelt und den Sexualbereich. Außerdem werden Teile der Intimsphäre im Grundgesetz durch das Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit abgedeckt. Die Intimsphäre ist dem staatlichen Zugriff grundsätzlich verschlossen(BVerfG, Beschluss vom 4. Februar 2009, Az. 2 BvR 455/08).

    • Sie haben diesen Kommentar als Antwort auf einen anderen Kommentar eingesendet, gehen jedoch mit keinem Wort auf dessen Inhalt ein. So bleibt dieser Text völlig Zusammenhanglos und damit auch sinnlos.

  7. Eigentlich wollte ich ja keinen Kommentar mehr dazu abgeben, aber da ich grade bei dem Lesen wieder auf dieses Thema gestoßen bin, möchte ich kurze zwei Auszüge aus dem Bolg „Kritische Wissenschaft – critical science“, dem Beitrag „Diskriminierung: Ursache von Suizid oder psychischer Erkrankung bei Homosexuellen?“ hier posten und natürlich den Link zum Gesamttext zur Verfügung stellen. Bei dem Blog handelt es sich um einen Blog, welcher sich kritisch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Metohdik der Wissenschaft auseinandersetzt.
    —————————————————–
    „Massenhafte Homophobie lässt sich derzeit also nur dadurch konstruieren, dass man alle möglichen als nicht politisch korrekt geltenden Äußerungen als Indikatoren für Homophobie auslegt, wie dies z.B. in der Gegenpetition zur Petition zum baden-württembergischen Bildungsplan 2015 zum Ausdruck kommt.“
    ——————————————————
    „Dementsprechend können sich Interventionspläne wie sie z.B. im baden-württembergischen Bildungsplan 2015 formuliert sind, aber bereits im Jahr 1989 von Gibson vorgeschlagen wurden, und wie sie seitdem immer wieder unkritisch übernommen und wiederholt werden, nicht auf irgendwelche Tatsachen berufen, sondern basieren auf Spekulationen über Sachverhalte und teilweise auf Behauptungen über Sachverhalte, die bereits widerlegt sind, oder schlicht auf ideologisch oder materialistisch motivierten Anliegen, für die empirisch belegbare Sachverhalte schlicht keine Rolle spielen.“

    Der Link zum vollständigen Beitrag:
    http://sciencefiles.org/2014/01/23/diskriminierung-ursache-von-suizid-oder-psychischer-erkrankung-bei-homosexuellen/

    Soweit, so schlecht zu dieser Petition und dessen Begründung, sowie der verbissene Kampf um Toleranz, welcher dann zur eigenen Intoleranz führt und eine offene Sichtweise auf Fakten verhindert. Leider auch einen beherzten und wahrscheinlich gut gemeinten Einsatz für Minderheiten zu einem emotionalen und von Halbwahrheiten, Behauptungen und ideologischen Leitbildern geprägten Feuerwerk entgleiten lässt.

    • Das mit den Halbwahrheiten trifft auf den genannten Blog sicher nicht zu. Der ist einfach nur ganz falsch.

    • Nun, Ihre Antwort können Sie doch auch mit Sicherheit begründen. Wäre schön eine Erläuterung zu Ihrer Behauptung in Ihrer Antwort (24.01.2014 @ 22:48) zu bekommen.

    • Jetzt reicht es mir aber. Unsere Darstellung basiert darauf, dass wir die wissenschaftliche Literatur zum Thema Homosexuelle, Diskriminierung und Suizid analysiert haben. Worauf basiert Ihre Behauptung? Auf Ihrer Intuition? Ich erwarte, dass Sie Ihre Behauptung durch die entsprechenden wissenschaftlichen Quellen belegen oder – weil die nicht möglich ist – zugeben, dass bei Ihnen schlicht der Wunsch, dass Homosexuelle doch in jedem Fall diskriminiert werden und sich häufiger umbringen, die Mutter des Gedankens ist.

  8. Bei dieser ganzen Diskussion geht es leider gar nicht darum, einmal zu hinterleuchten, warum Baden-Württemberg innerhalb so kurzer Zeit jedweden in der Qualität führenden Status verloren hat. Diese Bildungspolitik in Händen der SPD seit dem Regierungswechsel ist eine einzige Katastrophe. Baden-Württemberg war einmal das Land der Dichter, Denker und Philosophen und wo steht es heute? Diesen ganzen Sachverhalt nach vorne zu stellen, das wäre angesagt und nicht eine Petition, die sich z.T. von selbst versteht und zum anderen Teil zwar diskutiert werden muß, aber eben nicht im Wortsinne die Welt bewegend ist. Denn sie ist und bleibt nur eine Detailfrage und ist deshalb schlicht viel unwichtiger, als eine hoffentlich wiederkehrende, gute, typisch baden-württembergische Bildungspolitik im Ganzen.

    Ich habe deshalb in dieser Sache zum ersten Mal Campact nicht unterstützt.
    Runwalt Salzer

  9. Wollte nur kurz meine Hochachtung ausdrücken, Frau Strasser, mit welcher Geduld Sie Menschen antworten, die – zum Teil anonym – Ihnen heftige Sachen an den Kopf werfen. Chapeau!

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