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Aktion: Mehr Wind für Bayern – Wir lassen nicht locker!

Das mag sich Horst Seehofer anders vorgestellt haben: Bei der Ankunft in Schwabach (bei Nürnberg) zum Kommunalkongress der CSU-Landtagsfraktion erwartete ihn – wie schon in der Woche zuvor in Würzburg – die lautstarke Forderung „Mehr Wind für Bayern“. Solange Seehofer es ablehnt unseren Energiewende-Appell mit über 215.000 Unterschriften entgegenzunehmen, werden wir überall dort erscheinen, wo […]


Das mag sich Horst Seehofer anders vorgestellt haben: Bei der Ankunft in Schwabach (bei Nürnberg) zum Kommunalkongress der CSU-Landtagsfraktion erwartete ihn – wie schon in der Woche zuvor in Würzburg – die lautstarke Forderung „Mehr Wind für Bayern“. Solange Seehofer es ablehnt unseren Energiewende-Appell mit über 215.000 Unterschriften entgegenzunehmen, werden wir überall dort erscheinen, wo der Ministerpräsident öffentlich auftritt und unsere Position klarstellen: Sonne und Wind statt Kohle und Atom!

Der Protest war unübersehbar und unüberhörbar: Über 100 Campact-Aktive aus Mittelfranken waren vor Ort um Seehofers „Gegen Alles“-Politik Paroli zu bieten. Unsere Seehofer-Double kämpfte symbolisch mit Schwert und Schild gegen Windrad und Strommast. Konsequent zu Ende gedacht führt ihn diese alles ablehnende Position zurück zur Atomkraft. Der Ausstieg aus der Atomkraft wäre so in Gefahr.

Mehr Bilder findest Du auf dem flickr-Account von Campact.

Auch wenn den Franken eine gewisse Rivalität gegenüber Bayern nachgesagt wird: Mit der Ablehnung von Seehofers „Gegen Alles“-Position stehen die fränkischen Campact-Aktiven nicht alleine da. Seehofer macht Energiepolitik gegen die gesamte bayerische Bevölkerung. Noch nicht einmal jeder achte Bayer unterstützt seinen Kurs, Windkraft und Netzausbau gleichzeitig zu verhindern. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Campact kam gerade zu diesen Ergebnissen (Lesen Sie hier Näheres zur Umfrage).

Nach unseren Protesten in Würzburg am letzten Samstag und Schwabach heute, werden wir auch am kommenden Montag wieder in Franken aktiv. In Würzburg und Erlangen „verfolgen“ wir am Montag Sigmar Gabriel um gegen das Absägen der Energiewende zu protestieren.

Sei es bei Sigmar Gabriel (Bundeswirtschaftsminister) oder den Ministerpräsident/innen Horst Seehofer (Bayern), Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Hannelore Kraft (Nordrhein-Westfalen): Wir werden nicht locker lassen, bis wir diesen Politiker/innen unseren Energiewende-Appell überreichen können. Beteiligt Euch an unserer Politiker/innen-Verfolgung. Schickt uns Euch bekannte Informationen über Termine der vier Politiker/innen per Mail an verfolgung@campact.de. Wir versuchen dann mit einer Aktion vor Ort zu sein.

PS: Auch wenn wir derzeit viele Aktionen in Franken machen: Die Campact-Farben entsprechen nur zufällig den fränkischen Landesfarben. Aus Campact-Sicht wird die Energiewende nicht ausschließlich in Franken ausgefochten, aber eben auch dort – mit dem beeindruckenden Engagement von zahlreichen Campact-Aktiven vor Ort.

Verfasser: Philip Bedall, Oliver Moldenhauer

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Autor*innen

Oliver Moldenhauer

Campaigner - Jahrgang 1970, Physiker (1996-2000 Mitarbeiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.) Seit 1988 ehrenamtlich und seit 2001 vollzeit politisch aktiv. Mitgründer von Attac, langjähriger Campaigner für bezahlbare Medikamente bei Ärzte ohne Grenzen, für die er auch in einem AIDS-Projekt in Swasiland gearbeitet hat. Seit 1.1.2014 als Energiewende-Campaigner bei Campact

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