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Edward Snowden klopft an Deine Tür – machst Du auf?

Am Jahrestag seiner Enthüllungen, am 6. Juni, zeigen Menschen aus ganz Deutschland: Bei uns ist Snowden willkommen.

Stell Dir vor, es klingelt bei Dir Zuhause. Du öffnest und vor Deiner Tür steht ein schmächtiger Mann, Anfang 30. Er sagt: „Ich bin Edward Snowden. Könnte ich hereinkommen?“ Er ist müde und du kannst nur erahnen, was er im letzten Jahr alles durchgemacht haben muss. Würdest Du Snowden für eine Nacht ein Bett oder eine Couch anbieten? Ja? Dann zeige dies mit einem Schild an Deiner Tür – am Freitag in einer Woche, am 6. Juni 2014, dem Jahrestag der Enthüllung des NSA-Abhörskandals. Mit unserer Aktion machen wir gemeinsam den politisch Verantwortlichen in Berlin klar: Wir Bürger/innen im Land wollen Snowden aufnehmen und lehnen ab, dass die Regierung ihm Schutz verwehrt.

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Dies ist unser Plan: Am Jahrestag hängen an zehntausenden Türen und Briefkästen überall im Land Schilder und Aufkleber mit dem Slogan „Ein Bett für Snowden“ – als Signal des Dankes und der Solidarität.

Die Zeit drängt! Bereits Ende Juli läuft das Asyl von Edward Snowden in Russland aus. Snowden könnte in Deutschland aussagen – wozu er bereit ist. Sein deutscher Anwalt erklärte, Voraussetzung sei „sicheres Geleit, ein sicherer Aufenthalt und die Zusicherung, ihn nicht auszuliefern“. Das Innenministerium kann eine Aufenthaltserlaubnis erteilen, wenn die Bundesregierung will (§22 Aufenthaltsgesetz). Edward Snowden klopft an unserer Tür – machst Du auf?

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PS Am Donnerstag den 5. Juni werden wir in vielen Städten in Deutschland ein Bett für Edward Snowden aufstellen und auch wieder vor dem Untersuchungsausschuss stehen.

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Autor*innen

Katharina Nocun ist studierte Ökonomin und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der technologischen Revolution auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in der digitalen Bürgerrechtsbewegung für eine lebenswerte vernetzte Welt. Sie war 2013 Politische Geschäftsführerin und Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland und arbeitete als Referentin und Campaignerin u.a. für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Campact e.V. und Wikimedia Deutschland e.V.. Katharina Nocun ist Botschafterin für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Mitglied im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und bloggt regelmäßig unter www.kattascha.de. Folge Katharina auf Twitter: @kattascha Alle Beiträge

19 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Das Duell bei n-tv 3.6.2014
    Patrick Sensburg, CDU, Vorsitzender des NSA Untersuchungsausschusses……..

    Wenn ich diesen höre, vergeht mir alles.
    Es macht mich SPRACHLOS!!!!!!!
    Untersuchungsausschuss NSA…..eine Augsburger Puppenkiste!
    Dieser läßt sich von Geldern der Bürger aushalten!

    Bei dem ist ein Mordopfer der Täter/in, da er dem Mörder/in im Wege stand!

    Prof. Dr. Patrick Sensburg, CDU/CSU/Hochschulprofessor FHÖV, Münster…. er form Menschen…GEISTG!

    „IM NAMEN“ der Kirche wurden schon immer die größten Verbrechen begangen!

  2. Was für eine verkommene Welt?
    Obama der DROHNENKILLER mit dem FRIEDENSNOBELPREIS und Edward Snowden der Verbrecher.

    • Schwarz-Gelb(d) Allergiker
      Antworten
      03.06.14 @ 17:57
      Korrektur:
      Was für eine verkommene Welt!
      Obama der DROHNENKILLER mit dem FRIEDENSNOBELPREIS und Edward Snowden als Verbrecher.

  3. Leider nutzt unsere Bereitschaft Edward Snooden nicht viel, solange die deutsche Bundeskanzlerin zu ihrem “ persönlichen“ Freund Obama hält. Für mich ist so ein Verhalten nicht nachvollziehbar,
    denn durch die NSA wurden deutsche Gesetze und unsere Persönlichkeitsrechte einfach ausgehebelt.

  4. Ich versuche immer wieder Aufkleber oder Schild zu bestellen, aber die Links funktionieren nicht, meine e-mails an campact werden nicht gesendet und die Kontaktadresse funktioniert auch nicht
    Vielleicht bin ich nicht die Einzige, der das passiert?

    • Ich habe auch vor einigen Tagen einen Aufkleber bestellt. Hoffe er kommt noch. Die TTIP-Türhänger brauchten auch etwas länger. Ich habe zwar nur eine bescheidene Wohnung, doch solche HELDEN wie Edward Snowden sind bei mir „Herzlich Willkommen“. Ich fürchte allerdings auch um seine Sicherheit in diesem Land, bei einer solchen unterwürfigen REGIERUG wie die unsere vor allem dieser Scheinheiligen. Sie bauen doch schon seit KOHL an ein EUROPÄISCHES WIRTSCHAFTS-und POLITIK System alla AMERIKA. Und auch das Überwachungssystem wird schon seit langen mit Hilfe von Handys, Netzwerke, Mautsysteme, Google Glass usw. nach und nach ausgebaut.

  5. Liebe Katharina Nocun, lieber Christoph Bautz,

    vielen Dank für Ihre E-Mail. Ich freue mich ehrlich, daß es so viele Menschen gibt, die zu dem Edward Snowden positiv eingestellt sind. Ich bin es auch. Obwohl ich ihn persönlich genauso wenig kenne, wie die anderen Bürger dieses Landes. Snowden, wollen wir nicht vergessen, ist ein US-amerikanischer Patriot, der sein Land und zum größten Teil auch die Politik dieses Landes liebt und achtet, mit der wir in Deutschland nicht immer einverstanden sind.
    Er hat durch seine „Arbeit“, von der wir nicht wissen, gegen wen diese gerichtet war, erfahren, daß die US-Geheimdienste, speziell der NSA die Gesetze der USA verletzen und ein weltweites irriges Überwachungssystem errichtet haben. Dieses konnte er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Wir wissen aber nicht, wie er ansonsten zu der Politik seines Landes steht. Ist er mit den Überfällen der USA auf Afghanistan, Irak, und dem Mitwirken in Syrien und Lybien einverstanden.
    Bezüglich Ihrer Frage, natürlich würde ich Snowden in meinen vier Wänden Aysyl gewähren. Ohne Wenn und ohne Aber. Einschränkend muß ich bedenken geben, bei mir wäre er genausowenig wie bei vielen hunderttausend anderen Deutschen, die ihn aufnehmen würden, keinesfalls vor deutschen und US-Häschern sicher.
    Edward Snowden ist in – keinem – Land der EU sicher. Dessen müssen Sie sich gewärtig sein. Die US-Sicherheitsdienste holen Snowden aus jedem Land der EU heraus. So oder so. In Deutschland ginge das ganz einfach durch tatkräftige Beihilfe oder vorsätzliches Wegsehen der deutschen Sicherheitsbehörden. Dessen können Sie sehr sicher sein.
    Auch in Südamerika ist er nicht sicher. Die USA setzen sich doch über jegliche Regelungen des Völkerrechts hinweg. Mr. President Obama hat es in seiner letzten Rede vor den Militärabsolventen nicht einmal sehr verdeckt so ausgedrückt.
    Also langer Rede kurzer Sinn. Edward Snowden ist nur in Rußland halbwegs sicher. Nur da und in China werden sich die USA es sich mehrfach überlegen, sich solch eine Operation zu erlauben, diesem Menschen etwas anzutun.

    Sollte er es wirklich wagen, selbst mit einer Sicherheitszusage der deutschen Bundesregierung die Russische Föderation per Flieger via BRD zu verlassen, käme er höchstwahrscheinlich nie hier an. Spätestens über der Ukraine bekäme der Pilot dieser Verkehrsmaschine die Aufforderung den beiden freundlichen F 16-Piloten wegen eines technischen Defekts zu einem im Nato-Raum liegenden Militärflugplatzes zu folgen, wo Herr Snowden freundlich gebeten wird, doch in ein Flugzeug in Richtung USA umzusteigen. „Freiwillig“, natürlich hat er sich während des Flugs zu dieser Kursänderung entschieden.
    Nach der Behebung dieses technischen Defekts darf die Verkehrsmaschine ihren Flug fortsetzen.

    Also stellen Sie bitte diese sehr gut gemeinte, aber weltfremde Aktion ein. Sie hilft dem Edward nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Frank

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