· von und
mal gelesen · 57 Kommentare · Artikel kommentieren

50.000 haben TTIP und CETA satt

Ein buntes Fahnenmeer zum Auftakt, ein Monsanto-Monster, das durch das Regierungsviertel wütet, 50.000 Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft, viele Kostüme und Musik. Die “Wir haben es satt!”-Demonstration hat am vergangenen Samstag in Berlin ein buntes und kraftvolles Zeichen gegen TTIP und CETA gesetzt.

Das hätte Godzilla nicht besser gekonnt. Eine zum Monsanto-Monster mutierte übergroße Pestizid-Spritze zog am vergangenen Samstag durch das Berliner Regierungsviertel – begleitet von ein paar gefährlich aussehenden Genmais-Kolben. Bienen, Hasen und Schmetterlinge wurden gnadenlos niedergespritzt und überrannt.

Die Monsanto-Monster-Aktion war einer der Blickfänger der “Wir haben es satt!”-Demonstration, die am Wochenende durch Berlin zog – aber nicht der einzige: Mehr als 50.000 Menschen brachten mit vielen kreativen Kostümen, Plakaten und Aktionen ihre Forderung nach einer bäuerlichen Landwirtschaft auf die Straße. Und protestierten gegen die Handels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA, die der Agrarindustrie weiter den Weg bereiten würden.

“Wer TTIP sät, wird Gentechnik ernten!” spitzte das Fronttransparent des Campact-Blocks unsere Kritik an beiden Abkommen zu. Denn wenn TTIP und CETA kommen, könnten Monsanto und Co. die deutsche Regierung sofort auf Schadensersatz verklagen, sobald sie eine ihrer Gen-Sorten verbietet. Und das, obwohl mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland Gentechnik auf den Feldern ablehnen. Das käme einer skandalösen Aushöhlung der Demokratie gleich – und unser bislang erfolgreicher Kampf gegen die Gentechnik auf unseren Feldern wäre einfach so einkassiert.

Kein Wunder, dass 50.000 Menschen den Samstag zur bislang größten “Wir haben es satt!”-Demo gemacht haben! Organisiert wurde die Demo von BUND, Campact, Brot für die Welt, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und vielen anderen. Mit dabei waren Bäuer/innen, Umweltschützer/innen, Imker/innen, Tierschützer/innen, Verbraucher/innen und noch viele mehr – und genau das macht den Protest so stark. Die erste Großmobilisierung gegen TTIP und CETA ist geschafft. Und gleich ein toller Erfolg geworden. So kann es weitergehen. Denn eins ist sicher: Wir kommen wieder!

57 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde es manipulierend, wenn hier von „50.000 haben TTIP und CETA satt!“ gesprochen wird und sowohl im Video als auch im Artikel so getan wird, als ob die Demo in erster Linie den Freihandelsverträgen gegolten hätte. Damit stellt sich Campact vor die Masse und behauptet, alle stehen dahinter. Sicher sprechen sich auch anderere organisierende Verbände und viele Teilnehmer dagegen aus, was ich nicht verkehrt finde, doch die Grundidee ist immer noch eine „Agrarwende“ – das fehlt gänzlich im Artikel. Schade, dass campact nicht für sich selbst spricht – als Teil eines bunten Bündnisses, das ähnliche aber nicht nur gleiche Positionen aufweist.

    • Lieber Carsten Herte, Campact hatte massiv unter dem Vorzeichen des Protests gegen TTIP und CETA für diese Demonstration mobilisiert. Viele andere Trägerorganisationen wie der BUND oder die ABL sind sowohl in den Bündnissen gegen TTIP als auch im „Wir haben es satt“-Bündnis aktiv. Die Agrarwende wird auch nur möglich sein, wenn wir TTIP und CETA stoppen.

  2. War eine starke Demo mit jung und alt !
    Später ist mir ein Zweizeiler dazu eingefallen:
    „Für TTiP, CETA oder TISA
    Gibt es mit uns keine Visa!“

  3. Eure Initiative ist sehr gut. Es sollte weitaus mehr davon geben. Leider merkt der deutsche Michel nicht, wohin die Reise geht. Und wenn er es merkt, wird es zu spät sein.
    TTIP und CETA kommen – selbst wenn 2.000.000 Bürger auf die Straße gehen würden. Die regierende Kaste hat hier Narrenfreiheit. Man wird die Demokratie in Schutt und Asche legen.

  4. Verehrenswerter Herr Vize-Kanzler Wolfgang Gabriel!
    Als einer der obersten Volks-Vertreter wollen Sie „Etwas für das gemeine Volk“ tun, was für Sie nützlich ist für freien Welthandel, Amerika, Europa, die Bundesrepublik, also auch die Deutschen. Die aber blockieren, „reich und hysterisch“, ein Werk, das vertraglich abgeschlossen werden könnte. Wie Australien es mit einem Werk, wie das uns angebotene tat, vertrauensvoll und so reich, daß lange Verkehrswege stets in bester Ordnung sind ebenso wie Häfen, kleinste und große Flugplätze, wo Ausbildung von der Uni bis zum persönlichen Unterricht eines Kindes auf einer abgeschiedenen Farm gewährleistet ist, genau wie das Gesundheitswesen von Spitzenkliniken bis zum Notarzt, der ein Unfallopfer in der Wüste nach kurzem Flug erreicht. Der Gesundheit der Bevölkerung wird größte Beachtung geschenkt. Der schlimmste Schaden geht vom Rauchen aus. Um den von Zigarettenschachteln ausgehenden Anreiz zu verhindern, wurde vom Parlament ein Gesetz verabschiedet, das von ihnen alles außer sachlichen Hinweisen verbot. Sofort belegte Philipp Morris Australien mit einer Strafe von mehr als 6 Milliarden Dollar wegen des Verstoßes gegen das Gesetz zur Sicherung von Investitionen aus den von Australien unterschriebenen Handelsvertrag. Die Australier mußten erkennen, daß sie mit Unterzeichnung ihre Souveränität aufgegeben und sich amerikanischen Konzernen ausgeliefert hatten. Ist es Hysterie, Herr Vizekanzler, wenn sich gegen die Deutschen gegen dies Schicksal wehren? Wo sehen Sie deren Reichtum, Herr Volksvertreter, der Sie ihr Volk beschimpfen, statt auf es zu hören, in seinem Sinne zu handeln, zu wessen Nutzen handeln Sie, wenn Sie ihm unbedingt Australiens Schicksal aufdrängen möchten, in geheimen Sitzungen darüber verhandeln?!

  5. Pingback: 50.000 Menschen waren sich in Berlin einig: WIR HABEN TTIP SATT! | Demokratie erhalten! – Gegen TTIP, TISA und CETA!

  6. ich war zum Glück auf der Demo und kann nur bestätigen, dass es eine ziemlich große und sehr positive Demo war! Das tut so gut, so viele optimistische und engagierte Leute zu sehen! Und an alle die nicht da waren: Die Anreise lohnt sich und das Dabeisein erfrischt ungemein!

    Der nächste Aktionstag gegen TTIP ist am 18. April 2015:
    http://www.muenster-gegen-ttip.de/globaler-aktionstag-gegen-ttip-2015/

  7. Campackt und TTIP, 50.000 demonstrieren dagegen.
    1,3 Millionen Menschen haben die Petition unterzeichnet?

    Davos Donnerstag, 22.01.2015
    Bundeskanzlerin für Abkommen mit den USA
    Merkel wirbt für TTIP und Reformen

    War etwas anderes zu erwarten?
    Wer sind wir Demonstranten?
    Was erlauben wir uns?
    Müssen wir unsere Mutti so aufregen?
    Ist das Ignoranz des Volkes oder haben wir nichts begriffen?
    Es kommt auf den Tisch was Mutti will!!!
    §1 Mutti hat Recht.
    §2 Hat Mutti mal nicht Recht, tritt §1 in Kraft.
    Alles klar?

    Übrigens verehrtes Campackt Team: Charlie Hebdo war höchstwahrscheinlich ein Fake.
    Jedenfalls ist dem Polizisten weder ins Bein noch in den Kopf geschossen worden.
    Das heißt nicht, dass ich etwas beschönigen will.
    Schaut You Tube und bildet euch eure Meinung!

    Würde gerne eure Antwort dazu bekommen, danke.

  8. Danke an alle, die dabei waren! Das Gemeinschaftsgefühl auf der Demonstration war einfach unvergleichlich! Lara bringt es tatsächlich auf den Punkt: Kein TTIP oder CETA mit uns! Wenn doch nur mehr junge. engagierte Leute sich ein Beispiel an ihr nehmen würden..

  9. Falls TTIP und CETA je beschlossen würden – was ich eigentlich nicht glaube – wäre ich bestimmt nicht der einzige, der Verfassungsklage einreichen würde. Unser Grundgesetz wäre dann doch ausgehebelt. Aber dass nun auch noch unser Bundes-Gauck für die Freihandelsabkommen „trommelt“, ist echt schockierend. Er sollte doch unser Grundgesetz kennen und verteidigen……

  10. Bravo! Leider konnte ich nicht dabei sein.
    Ein beruhigendes Gefühl, wenn sich so eine Menge engagiert! Hut ab!

  11. Super, vielen Dank, leider konnte ich nicht dazu kommen. Hoffe, es klappt beim naechsten Mal.
    Ich schreibe immer wieder an die Politiker der CDU und SPD.,,,,

  12. Wow, super Video zu ner großartigen Demo. Freue mich über die gehaltvollen Statements von eurer Mitarbeiterin. Für diese ausgezeichnete Personalpolitik beantrage ich gleich mal eine Fördermitgliedschaft.

  13. Ganz toll,
    was Sie und andere Organisationen auf die Beine gebracht haben!
    Leider konnte ich nicht dabei sein …

  14. Statt eines eigenen Kommentars einmal den Kommentar aus der „Schweriner Volkszeitung“. Schön wär’s, wenn die Presse überall so reagieren würde.
    ……………………………..
    Kommentar:
    19. Januar 2015

    Deutschland braucht TTIP nicht

    Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt
    Max-Stefan Koslik, Stellvertretender Chefredakteur svz

    Demonstration gegen Massentierhaltung, Gentechnik und Freihandelsabkommen

    Gegen Massentierhaltung, Gentechnik und das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA sind am Wochenende Tausende Menschen in Berlin auf die Straße gegangen. Nach Darstellung der Veranstalter waren es 50 000 Teilnehmer, die Polizei spricht von weniger

    Die gute Botschaft ist: Viel, viel mehr Menschen gehen auf die Straße, wenn es um eine gesunde und ökologische Landwirtschaft fernab von Gen-Pflanzen und Massentierhaltung geht, als gegen die sogenannte „Islamisierung des Abendlandes“ mobilisiert werden können. Nur ist das Echo – auch das öffentliche – auf die Pegida-Bewegung wesentlich größer, was die Abendland-Retter viel mächtiger und wichtiger macht, als sie es vielleicht sind.

    Zurück zum Thema: Die Agrarpolitik in Deutschland steht vor einer Reform. In Zeiten, in denen mehr als ausreichend Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Eier usw. in den Supermärkten angeboten werden, darf und muss nach der Qualität und nach den Herstellungsprozessen gefragt werden. Auch das ist die Botschaft der 50 000, unter denen viele Bauern waren. Denn fairer Handel, artgerechte Haltung von Nutztieren, gerechte Preise – das ist für die Bauern existenzsichernd. Die Frage nach gesunden Lebensmitteln und fairem Handel stellt sich um so mehr in Zeiten, wo über das USA-Handelsabkommen TTIP verhandelt wird, das bäuerlichen Betrieben hier und weltweit die Existenzgrundlage zu entziehen droht. Inzwischen kommen dazu auch aus der Bundesregierung nachdenkliche Stimmen. Regionale Kreisläufe werden weiter zerstört. Gleichzeitig wollen Verbraucher an der Fleischtheke am liebsten wissen, woher die Roulade, das Schnitzel kommt. Beides geht nicht zusammen.
    Deutschland braucht TTIP nicht.

    • Danke, Herr Koslik, eine super-Einschätzung
      – der Demo gegen CETA und TTIP
      – der Aufmerksamkeit für solche Ereignisse durch die „großen“ Medien, die alle so frei sein wollen
      – der …GIDA-Bewegung.

  15. Vielen Dank, dass Ihr hier so zahlreich für die Demokratie und für eine naturnahe Landwirtschaft demonstriert habt. Leider konnte ich nicht kommen.

    Ich komme aber gerne zu weiteren Demons die sich gegen antidemokratische Abkommen richten, wie CETA TTIP und TISA.

    Ich möchte alle anständigen Politiker dazu ermutigen sich gegen CETA TTIP und TISA und Ähnliches zu erheben. Leisten Sie denjenigen die unser Demokratie abschaffen wollen keinen Beistand. Ihr seid allein dem Willen der Bürger verpflichtet als Volksvertreter.
    Wir wollen keine Diktatur der Konzerne und Käuflichkeit der Politik.

  16. Danke an alle, die stellvertretend für mich an dieser Demo teilgenommen haben. Leider kann ich (63) da nicht mehr so mitmachen, wie ich will. Die dominanten Parteien in unserem Land scheren sich immer weniger um das, was sie uns gestern noch versprochen haben, was uns zunehmend besorgt und wachsam machen muss. Mangels angeblicher Alternativen werden sie dennoch immer wieder gewählt, wodurch sie sich in ihrer Bevormundungsstrategie bestätigt wähnen. Diejenigen, die sich deswegen von ihnen abwenden, werden dann sehr schnell in die Demokratie feindliche Ecke gestellt, dabei steht es mit dem Demokratie Verständnis innerhalb der Volksvertretergruppe auch nicht gerade zum Besten. Da wird zuviel einfach durchgewunken, weil man ja in der Partei Geschlossenheit zurschau stellen muss und um seinen Listenplatz bei der nächsten Wahl fürchtet.

  17. Für mich mehr Reinfall als Erfolg
    Ich fand zwar die Stimmung auf der Demo gut, aber das echte, eigentliche Problem TTIP kam in der Berichterstattung nicht rüber. Im Gegenteil: Eine Freundin, die nachfragte, was denn das für eine Demo war, wo wir da mitgemacht hätten, hat sehr schön zusammengefasst, was sie in den Medien dazu gefunden hat:
    Am Rande der Grünen Woche protestierten etwa 20.000 Landwirte mit 80 Traktoren für eine bäuerliche Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung. […Bla bla bla… Zeile 54…] unter anderem sprachen sich die Demonstranten gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA aus, da sie durch dieses die ökologische Landwirtschaft gefährdet sehen.
    Die USA sind der wichtigste Exportpartner für Milchprodukte aus Brandenburg. Landwirtschaftsminister Schmidt betonte, der Abbau der Exportbeschränkungen sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Den Demonstranten riet er zu mehr Augenmaß.

    [Vergleiche ZEIT-online = oberster Google-Treffer zur Demo]
    KEIN EINZIGES WORT überPRIVATE SCHIEDSGERICHTE
    KEIN EINZIGES WORT über4,7 Milliarden Schadenersatzforderung wegen Atomausstieg seitens Vattenfall / EON
    NICHTS über Die Tatsache, dass laut TTIP im Streitfall der Profit der Großkonzerne ÜBER Verbraucher- und Umweltschutzgesetze gestellt wird.
    Alles in Allem: Ein paar Ökos verursachen einen Verkehrsstau für Ökolandwirtschaft.

    Deshalb bin ich dafür Demonstrationen gegen TTIP auch entkoppelt vom Thema Öko-Landwirtschaft durchzuführen. Z.B. vor die Vattenfallzentrale, vor die Vertretung der Europäischen Kommission oder vor eine der infrage kommenden TTIP Kanzleien. Sonst kommt das Thema nie in seiner tatsächlichen Tragweite beim Normalbürger an. Die Frage, ob die Presse das Thema aus versehen oder absichtlich nicht in seiner vollen Tragweite kommuniziert, lasse ich mal im Raum stehen.

    • Vielen Dank für Ihre Einschätzung! Ich sehe das eher so: Der Widerstand gegen TTIP wächst. Für die erste große Mobilisierung ein schöner Erfolg. Und wir fangen ja gerade erst an :-)

  18. Für mich mehr Reinfall als Erfolg
    Ich fand zwar die Stimmung auf der Demo gut, aber das echte, eigentliche Problem TTIP kam in der Berichterstattung nicht rüber. Im Gegenteil: Eine Freundin, die nachfragte, was denn das für eine Demo war, wo wir da mitgemacht hätten, hat sehr schön zusammengefasst, was sie in den Medien dazu gefunden hat:
    Am Rande der Grünen Woche protestierten etwa 20.000 Landwirte mit 80 Traktoren für eine bäuerliche Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung. […Bla bla bla… Zeile 54…] unter anderem sprachen sich die Demonstranten gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA aus, da sie durch dieses die ökologische Landwirtschaft gefährdet sehen.
    Die USA sind der wichtigste Exportpartner für Milchprodukte aus Brandenburg. Landwirtschaftsminister Schmidt betonte, der Abbau der Exportbeschränkungen sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region. Den Demonstranten riet er zu mehr Augenmaß.

    [Vergleiche ]
    KEIN EINZIGES WORT überPRIVATE SCHIEDSGERICHTE
    KEIN EINZIGES WORT über4,7 Milliarden Schadenersatzforderung wegen Atomausstieg seitens Vattenfall / EON
    NICHTS über Die Tatsache, dass laut TTIP im Streitfall der Profit der Großkonzerne ÜBER Verbraucher- und Umweltschutzgesetze gestellt wird.
    Alles in Allem: Ein paar Ökos verursachen einen Verkehrsstau für Ökolandwirtschaft.

    Deshalb bin ich dafür Demonstrationen gegen TTIP auch entkoppelt vom Thema Öko-Landwirtschaft durchzuführen. Z.B. vor die Vattenfallzentrale, vor die Vertretung der Europäischen Kommission oder vor eine der infrage kommenden TTIP Kanzleien. Sonst kommt das Thema nie in seiner tatsächlichen Tragweite beim Normalbürger an. Die Frage, ob die Presse das Thema aus versehen oder absichtlich nicht in seiner vollen Tragweite kommuniziert, lasse ich mal im Raum stehen.

    • Danke, Herr Koslik, von der “Schweriner Volkszeitung”, eine super-Einschätzung
      – der Demo gegen CETA und TTIP
      – der Aufmerksamkeit für solche Ereignisse durch die „großen“ Medien, die alle so frei sein wollen
      – der …GIDA-Bewegung.

      Ich fand es klasse, dabei gewesen zu sein, auch wenn meinem Rücken das Laufen auf Straßenpflaster nicht mehr so gut bekommt. Die Vielfalt der Ideen im kilometerlangen Zug gegen Missachtung von Lebewesen und Umweltzerstörung, die umspannenden Kommentare zu Beginn von der Bühne am Potsdamer Platz machten diese Demo für mich zu einer Kampfansage an einen rücksichtslosen, geldgierigen Kapitalismus! Darüber war in den Nachrichten nichts zu hören oder zu lesen. Was CETA, TTIP und TISA gemeinsam haben – ich hatte das Glück, nahe an der Bühne zwischen den U-Bahn-Schächten am Potsdamer Platz zu stehen und hören zu können – wurde mehrfach kommentiert, ist ihr undemokratischer Charakter, der die Großen noch größer und die Verbraucher zu unwissenden Konsumenten machen soll, die nichts mehr ändern können – einfach fies, das Gegenteil von Zukunft.
      Für meine Enkel wünsche ich mir internationale Abkommen, die bereits in der Verhandlungsphase jedem, der es wissen möchte, zugänglich sind und zum gegenseitigen Vorteil und unter Beachtung von ökonomischem, ökologischem und sozialem Fortschritt geschlossen werden, wie es 1991! in Rio de Janeiro als „Agenda21“ einst so großartig auf den Weg gebracht wurde. „Global denken – lokal handeln“. Das 21. Jahrhundert hat begonnen. Erinnern wir uns dieser gewaltigen Ideen…
      Noch viele solcher Demos möchte ich erleben. Wie Herr Gries vorschlägt, vor der EU-Kommission, vor der Vattenfall-Zentrale, europaweit. Diese Art Freihandelsabkommen braucht niemand.
      Dank an BUND, Campact und die vielen Verbände und Vereine, die dies möglich mach(t)en durch ihren gemeinsamen Willen und ihre Koordination.

    • Stimmt. TTIP zu verhindern, erfordert unsere ganze Kraft.

    • Ja,richtig..sehe ich fast genauso.Ich hoffe nur, lieber Alexander Gries, Sie(als Mensch mit dieser Meinung hier) sind authentisch! ? Manche Dinge kommen mir zeitweise etwas seltsam vor. Daher hoffe ich sehr, mich zu täuschen &es wäre schön, weiteres v. Dir/Ihnen zu lesen. Mfg, Diyane D. Ka :)

  19. ….wir sind mündige Bürger und die EU Politiker sollen uns, den Verbraucher, fragen und uns endlich in die Verhandlungen einbeziehen und uns auch letztlich abstimmen lassen!!!

  20. Weiter so,so schaffen wir es CETE und TIPP zu verhindern.
    Ich habe schon viele demo mitgem acht aber Berlin am 17.1.15 war das größte,
    gute Vorbereitung,ruhige und besondere sachliches verhalten der Teilnemer,weiter
    sowir biegen das Ding um!!!!!

  21. Um TTIP zu verhindern muss man Merkel stürzen. Das sehe ich nicht. TTIP kommt mit allem Drum und Dran so sicher wie das Amen in der Kirche.

  22. Trotz einiger gelenkschmerzen haben ich mit meiner Tochter die über 5 stündige Demo mit Begeisterung über eure so phantasievollen Aktionen gegen TTIP/CETA in Berlin begleitet.
    Meine wenigen spenden an euch sind wirklich sehr sinnvoll und kreativ umgesetzt. ich hoffe, eure Aktionsformen sporne noch Millionen Menschen an, mit auf die Straße zu gehen um die Poltik in Berlin zu verändern.
    TTIP, CETA, TISA oder WTO, Zentralbanken, IWF, BIZ, EU-.(kommissare), TRIP-Abkommen sind alles Institutionen die über keine demokratische Legitimation verfügen und sich nicht demokratisch kontrollieren lassen, die Parlamente werden (bzw sind bereits ) zu Scheininstitutionen mutiert. Nur durch masenhaften Druck läßt sich die globale Kapital-Dominanz
    aufbrechen. In diesemn Sinne weiterhin Erfolg für das aktive Eintreten einer besseren Gesellschaft.
    Frieseninitiative
    Alexander Mahlmannn

  23. Es ist sehr zu begrüßen, dass das Chlorhuhn nicht mehr als Zugpferd;-) eingesetzt wird und statt dessen wichtigere Aspekte in den Vordergrund gestellt werden. Ich sehe darin einen maßgeblichen Grund für den erzielten Erfolg.

  24. Leider konnte ich an der Demo nicht teilnehmen.
    Aber in Gedanken war ich bei den 50.000 dabei.
    Sie haben der Politik gezeigt, dass sie mit uns
    rechnen müssen.
    Campact wünsche ich weiterhin viel Erfolg und viele
    neue Mitglieder!

  25. Die Demo war klasse; Dank an die Organisatoren und die „Mitläufer“! Aber warum nennt ihr die dritte Gefahr -TISA, das Dienstleistungsabkommen – nicht auch? Es gibt doch schon Kampagnen dagegen. Viele Grüße Jens

    • Vielen Dank!

      Was TISA angeht: Gemach, gemach, wir arbeiten dran :-) Aber gegen ein Abkommen dieser Größenordnung ist es mit einem Schnellschuss nicht getan.

  26. „Sozial ist, was Arbeit schaft“!
    So hört man die „Sozial“- „Demokraten“. Ich empfinde es als eine Unverschämtheit, daß diese Leute- an der Spitze der Gabriel- die Wörter `sozial` und `Demokratie` überhaupt noch in den Mund nehmen. Die sind doch längst zu einer Diktatur gewechselt: Die bestimmen (und füllen gleich mal ihre Taschen) und wir müssen gehorchen (uns ausbeuten und krank machen lassen). So ein früher Tod ist doch praktisch; spart er dem Staat doch viel Rente!!!

  27. Das Video hat mir sehr, sehr gut gefallen.
    Leider konnte auch ich wegen des weiten Anfahrtsweges nicht teilnehmen, jedoch ist es ja wichtig, dass man sich tagtäglich engagiert, das sozusagen z.B. beim Einkaufen schon mit dazu gehört.
    Mich als Künstler freut es, dass das Magazin „Kultur Politik“ (das Mitgliederblatt des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler) in seiner Ausgabe 4/Dezember 2014 sehr ausführlich und kritisch die beiden Abkommen vor allem in Bezug auf das Urheberrecht geistiger und künstlerischer Schöpfung durchleuchtet hat.
    Leider muss ich immer wieder feststellen, dass ein großer Anteil des Kollegenkreises politisch ziemlich uninteressiert bzw. resigniert sind.
    Dem Thema TTIP und CETA soviel Platz einzuräumen zeigt jedoch, dass jede Berufssparte davon betroffen ist und Politik nur geändert werden kann, wenn wir auch selbst aktiv werden.

    Beste Grüße
    Isolde Nagel

  28. Hallo Campaigner,

    der tolle Erfolg in Berlin stellt mich sehr zufrieden. Es wäre aber falsch, nun zu glauben, dass die „Schlacht“ gewonnen ist. Ich sehe in der Abschlussberatung der CETA eine große Gefahr hinsichtlich der TTIP-Beratungen. Aus diesem Grunde sollte verstärkt gegen das Vorhaben von Sigmar Gabriel und seinen Anhängern opponiert werden; denn CETA ist das Sprungbrett zur TTIP.

    Gruß Franz-Werner Dröge

  29. War eine beeindruckende Veranstaltung. Weiter so! Es müssen noch mehr Bürger
    auf die Straße! Gesunde Ernährung und gerechte Verteilung – das betrifft alle!

    Danke allen Organisatoren

    Wir bleiben dabei

  30. ich schließe mich Herrn Wiese an und danke euch für eure Arbeit
    macht weiter so

  31. Pingback: Occupy – “Wir müssen neue Wege gehen” | politropolis • das onlinemagazin

  32. Die wachsende Beunruhigung über die CETA- und TTIP-Verhandlungen der Europäischen Kommission kommt hoffentlich zur rechten Zeit, die Menschen in Deutschland auch kritischer zu machen gegenüber der Politik der SPD-CDU/CSU-Koalition; jetzt gilt es, den global werdenden Umweltschäden, die Folge auch unserer maßlosen Freihandelspolitik sind, kräftig entgegenzutreten, bevor wir durch diese Wirtschafts-Abkommen politisch gelähmt werden.

  33. Ein großes DANKESCHÖN an alle, die in Berlin die Straße mit Ihren schönen kreativen Verkleidungen füllten. Ich wäre auch gerne dabei gewesen, freue mich aber um so mehr über den Film.

    Wir bleiben dran, jeder an seinem Platz und an der Stelle, wo er ist…
    Und wenn es soweit ist, fliegen wir wie die Bienen an die richtige Stelle, um kundzutun, dass wir unsere Heimat mit all seinen Geschöpfen erhalten wollen und die Großindustrien stoppen!!

    Herzliche Grüße!

  34. Danke für diese Kampagne und ihre engagierte Durchführung. Lasst uns einen langen Atem haben gegen die Natur- und damit Lebensgrundlagen zerstörende Agrarwirtschaft.
    Bitte alle Teilnehmer und Leser beim täglichen Einkauf und Verbrauch entsprechende Zeichen zu setzen.

  35. Danke an das Campackt Team für die Campagne. Gratuliere zur Umsetzung. Ich war überwältigt was ihr auf die Beine gestellt habt. Ihr müsst unbedingt dran bleiben, weil Herr Gabriel danach immer noch sehr abwertend über das Ziel der Demonstration gesprochen hat. Er lässt jedenfalls weiter verhandeln. Ihn scheint es nach wie vor nicht zu berühren, setzt sich auf seinen bequemen Hintern, macht den Aufgeregten wenn er gefragt wird und behandelt uns wie seine Tölpel. Dabei scheint nicht zu wissen, das z.B. der genmanipulierte Mais in Amerika und in Brasilien von resistenten Würmern aufgefressen und zerstört wird. Er weiß scheinbar nicht dass es in der Zwischenzeit Superweeds- Das Unkraut aus der Hölle von Monsanto gibt. Bitte, bitte sagt es ihm immer wieder und rechtzeitig diesem irren Ignoranten. Zeigt ihm Youtube (Superweeds). Alles läuft ab wie in einem Horrorfilm.
    Eure Initiative hat mir Mut gemacht, dass da noch was geht. Bitte bleibt dran, schaut selbst bei Youtube „Superweeds“ und macht krach so gut ihr könnt. Ich bin bei der nächsten Demo wieder dabei. Wenn alles schief geht wird Gabriel sagen, er war bei den Verhandlungen nicht dabei, das hat der wirre Kommissar „Karel de Gucht“ aus der EU ausgeheckt. Es scheint, als wenn alle Regierungen der nationalen Staaten Europas die nationalen Narren nach Brüssel geschickt zu haben, damit wir sie los sind. Aber es ist wie bei der Gentechnik: Auf einmal ist alles rundherum Resistent. Und die meisten Irren da regulieren, wie sie gerade lustig sind. Und das ist die größte Gefahr überhaupt. Die Alle tanzen nach der Pfeife einer selbsternannten Elite. Laut den Bilderberger und deren Strategie darf die Weltbevölkerung nicht größer als 500 Millionen Menschen sein, schaut dazu „Die Bilderberger, Eine globale Versklavung“. Dann versteht man unter anderem die Genstrategen. Verehrtes Campackt-Team, weckt soviel auf wie ihr nur könnt.
    Ihr seit unsere Elite ihr seid die Chance für eine halbe Milliarde Europäer!
    Nochmals vielen Dank

    • Vielen Dank für das Lob! Das motiviert! Möglich gemacht haben das aber die vielen Campact-Aktiven – ohne sie wäre das alles nicht möglich :-)

  36. Ein sehr gutes Beispiel für die Auswirkungen von TTIP war am 05.01. auf Phönixs zu sehen.
    In der Dokumentation „Wem gehört das Wasser“ wurde dem Zuschauer mit erschreckender Deutlichkeit vor Augen geführt, wie viel Einfluss der normale Bürger noch gegen Konzerne wie Nestlè usw. geltend machen kann. Diese Doku sollte als Anschauungsunterricht für jeden Wahlberechtigten gelten, um einen noch stärkeren Widerstand gegen TTIP zu erzeugen.

  37. Wunderbar! Ich war schon verzagt, dass aller Protest vergebens sei! Nun habe ich wieder Hoffnung!

  38. Tolle Aktion! Aber weiter in dieser Sache aktiv bleiben!

  39. Liebe Leute,
    ich kann zwar nicht mehr mitlaufen, aber Danke für euer Engagement und ich freue mich über diesen beachtlichen Erfolg. LG Petra

  40. Schließe mich natürlich dem Dank an die Organisatoren und die Teilnehmer der Demo an.
    Konnte mich aber – wie viele andere Satthaber auch – der Demo in Berlin wegen der weiten Anreise nicht anschließen!
    Schon lange frage ich mich, warum es immer nur e i n e zentrale Demo zu einem Anlass geben muss?
    Viele (vielleicht sechs bis zehn) Demos könnten zum gleichen Motto g l e i c h zeitig und über die ganze Republik verteilt stattfinden. Die Bewegung ist doch stark genug dazu !!
    Also liebe Campaigner…! …..

  41. Weiter so! Lasst Sie nicht mit TTIP und CETA durchkommen.

  42. Dank an alle Campaigner für die tolle Vorbereitung zu der Demo und gelungene Arbeit gegen CETA, TTIP und andere ausstehende Verträge.
    Macht weiter so.

  43. Pingback: [Campact] 50.000 haben TTIP und CETA satt | netzlesen.de