Wie ein Rohrreiniger in unsere Körper kommt

Glyphosat war ursprünglich als chemischer Rohrreiniger gedacht, heute ist es der meist verwendete Unkrautvernichter auf den Feldern weltweit. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gar kein Problem. Doch bei kritischen Wissenschaftlern klingt das ganz anders. Warum ihre Warnungen ungehört bleiben, zeigt diese Dokumentation

von  18 Kommentare
Glyphosat war ursprünglich als chemischer Rohrreiniger gedacht, heute ist es der meist verwendete Unkrautvernichter auf den Feldern weltweit. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gar kein Problem. Doch bei kritischen Wissenschaftlern klingt das ganz anders. Warum ihre Warnungen ungehört bleiben, zeigt diese Dokumentation:

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Der ist so toll, der Wirkstoff!

„Der ist so toll, der Wirkstoff! Macht Spaß!“, schwärmt ein Vertreter der Industrie im Video. Wie toll er wirklich ist, macht der Film klar: Tiere, die mit Glyphosat behandeltem Mais, Soja, oder auch Getreide gefüttert wurden, sterben zum Teil qualvoll oder werden mit furchtbaren Missbildungen geboren. Felder werden nach jahrelangem Einsatz des Unkrautkillers unfruchtbar und die Pflanzen in ihrer genetischen Struktur geschädigt. Laut aktuellen Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Glyphosat wahrscheinlich krebserregend. Wir nehmen das Totalherbizid täglich über unsere Lebensmittel auf. Selbst in Muttermilch lässt es sich nachweisen. Damit muss Schluss sein!

Agrarminister Schmidt muss handeln

Die EU-Kommission entscheidet schon im nächsten Jahr über die Wieder-Zulassung von Glyphosat für weitere 10 Jahre. Jetzt muss Agrarminister Christian Schmidt dafür sorgen, dass die EU den Unkrautvernichter von Monsanto und Co. verbietet. Doch bisher weigert er sich, unserer Gesundheit Vorrang vor den Interessen von Monsanto und Co. einzuräumen.

18 Kommentare

  • von Schemberger

    ich will es nicht
    ich will das ganze nicht

  • von Ute Fischer

    Ich kann es nicht verstehen, das Krebserregende Pflanzenschutzmittel in unsere Nahrungskette kommen dürfen. Dieses Zeug muß verboten und vernichtet werden. Egal ob man Veganer oder nicht, unsere Tiere und unsere Umwelt wird mit diesen Chemischen Keulen verseucht und die Schädlinge vermehren sich trotzdem!!!!!

  • von Elisabeth G.

    Wenn angeblich nicht genügend neutrale Studien zur Verfügung stehen, sollte eine Entscheidung zur sicheren Seite erfolgen, d.h. hier zum Schutz der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze, sollte eine Ablehnung der Zulassung von Glyphosat erfolgen. Es ist ein Unding, wenn Entscheidungen von Zulassungsinstanzen und Ministern sich wesentlich auf Untersuchungen der Firmen, die an den Produkten verdienen wollen, stützen.

  • von Gayen

    Vorschlag: Umbenennung des „Bundesinstituts für Risikobewertung“ in „Bundesinstitut für Risikoverharmlosung“. Wenn das Institut aus Bundesmitteln sprich unseren Steuern finanziert wird, sollte man erwarten können, dass im Interesse der Sicherheit (hier Gesundheit) der Bürger Empfehlungen eher zum Schutz der Bürger als zum Nutzen der globalen Großunternehmen gegeben werden.
    Ein kleiner Exkurs: Als „sicher“ wird etwas bezeichnet, wenn das damit verbundene Risiko (= Schadensausmaß multipliziert mit der Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadensereignisses) ein vorzugebendes Grenzrisiko unterschreitet. Es wird jedoch im allgemeinen für die Bürger nicht offengelegt, wie das Grenzrisiko festgelegt wird und das mögliche Schadensausmaß bezogen auf Mensch, Tier, Umwelt und Langzeitauswirkungen aussieht und auch nicht wie hoch die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit ist. Studien, die dazu von neutralen Stellen erstellt werden, scheinen vielfach nicht von Interesse zu sein.

  • von Andi

    Von einem erfolgreichen „Umdenken“ sind wir nur leider noch weit entfernt, denn nicht nur die großen Konzerne schauen aufs Geld, bisher auch noch die meisten unserer Verbraucher, bzw. weltweit gesehen gibt es einfach zu viele Menschen die anders wie wir Europäer nur sehr wenig Geld für Lebensmittel übrig haben.

    Zudem ist es fraglich ob der Hunger der steigenden Weltbevölkerung chemiefrei und naturnah produziert werden kann. Der Flächenanspruch biologischer Landwirtschaft ist leider eben doch um ein vielfaches größer.
    Ich bin sicher kein Fan von Glyphosphat, aber auch hier gibt es mehrere Facetten die leider zum Teil unbeachtet bleiben.

    • von Martina

      Das stimmt, man könnte das Flächenproblem allerdings wesentlich effizienter lösen, wenn der Konszum an Fleisch (Massenviehaltung) zurück ginge und damit wieder Felder für Nahrungsmittel für den Menschen und nicht fürs Vieh frei würden. ;-)

  • von VB

    Das ist ja alles schön und gut, ABER: So lange die Verbraucher nicht bereit sind MEHR Geld auszugeben, bringt das Schreien naturnaher und chemiefreier Landwirtschaft nichts.
    Die Nachfrage bestimmt den Preis, zu viele wollen BILLIG.
    Das ist meiner Meinung nach das Problem.

    • von hannes

      Billig darf jedoch keinesfalls gesundheitsschädlich heissen !

    • von Ronald

      Dieses Argument, dass die Verbraucher nicht bereit sind mehr zu zahlen höre ich immer wieder. Es ist aus meiner Sicht falsch. Alleiniger Grund für die niedrigen Preise ist ein Überangebot von Lebensmitteln und der damit verbundene Kampf um Marktanteile. Wir sollten uns als Verbraucher dafür nicht die Schuld in die Schuhe schieben lassen. Wenn das Überangebot bereinigt werden würde wären wir auch mit anderen Preisen konfrontiert. Und müssten sie bezahlen. Ein wertschätzender Umgang mit Lebensmitteln könnte eine positive Folge sein.

  • von Rieckmann, Christoph

    Info:
    BfR und EFSA sagen, für den Verbraucher keine Gefahr.
    IARC schaffte es nicht Glyphosat trotz kombinierter Wirkung mit Zusatzstoffen, als „1“=krebserregend einzustufen.
    Googelt mal was noch unter 1 und 2A bei der IARC aufgeführt ist, dann könnt ihr relativieren!
    Kein Züchter,einschließlich meines Lehrhofes,berichtete von ähnlichen Missbildungen, oder Durchfallproblemen!
    Der Bericht ist tendenziös und unsachlich, teils falsch und Séralini wurde nicht von der BfR oder Konzernen runter gemacht, sondern von den meisten Wissenschaftlern! Seine Testratten mit 100%GMO Mais lebten z.B.länger als die Kontrollgruppe!
    Biolandwirtschaft ist nicht die Zukunft, sie ist nur anders, wer sie ohne Chemie will, hat sich nie mit dem Periodensystem beschäftigt.
    https://krautreporter.de/103–der-fall-seralini

    Zu GMOs
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/100_milliarden_tiere_fressen_gentechnik_futter

    Bin nur Landwirt, erhalte keine Gelder mache es ohne Druck!

    • von Kritischer Beobachter

      Herr Rieckmann, finden Sie die Einschätzung von der WHO auch tendenziös und unsachlich???
      Wie lange verwenden Sie selbst Glyphosat o.ä. und in welchen Mengen/Bereichen?

    • von Roland Gößwein

      Sehr geehrter Herr Riekmann,

      was tun Sie wenn Ihre Felder, Ihr eigener Grund und Boden, unfruchtbar geworden sind?

      MfG

      Gößwein

  • von Christian Koberg

    unsere Zukunft sichert nur chemiefreie und naturnahe Landwirtschaft.
    Umdenken ist hier ebenso wichtig, wie beim Klimawandel!
    CK

  • von xcornix

    Solange der Profit stimmt gehen Konzerne über Leichen .
    Für diesen Zweck fälscht man auch gerne Studien und bedroht die Menschen die diese Schweinereien öffendlich machen .

    • von Labi

      Studien werden von den Konzernen bezahlt ergo haben sie das Urheberrecht über diese Studie wenn etwas darin vorkommt was einem Konzern nicht gefällt wird es einfach verworfen oder verschwiegen . Forscher die den Bericht verfassen unterschreiben eine Verschwiegenheits-Klausel.

      Schöne Welt in der wir leben

  • von Familie Ebert

    Glyphosat dient dazu um nicht gewünschte Mikroorganismen zu töten. Wir bestehen auch aus solchen Mikroorganismen… Billiglebensmittel (Fleisch, Soja usw.) führen zu einem leisen Sterben
    des Planeten, mit Missbildung und Unfruchtbarkeit ( und Sterben der Artenvielfalt) fängt es an. Die Franzosen haben das bereits erkannt…

  • von Uto

    Macht euch keine Sorgen der EFSA-Experte hat’s gegessen! Kann ein Rohrreiniger auch zum Rohrkrepierer werden?

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