TTIP: Gefahren werden in Deutschland unterschätzt

Es bewegt sich etwas! Der mit dem Albrecht-Nobel-Gedächtnispreis ausgezeichnete US-amerikansiche Wirtschaftswissenschaftler Joseph E. Stiglitz fand in einem Interview mit der Wirtschafts-Woche eindeutige Worte gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP. Seit Jahren schon setzen wir uns entschieden gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA ein. Allein in Deutschland konnten wir gemeinsam mit anderen Organisationen für die selbstorganisierte Europäische…

von  32 Kommentare

Es bewegt sich etwas! Der mit dem Albrecht-Nobel-Gedächtnispreis ausgezeichnete US-amerikansiche Wirtschaftswissenschaftler Joseph E. Stiglitz fand in einem Interview mit der Wirtschafts-Woche eindeutige Worte gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP.

J. Stiglitz äußert sich zu TTIP

Seit Jahren schon setzen wir uns entschieden gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA ein. Allein in Deutschland konnten wir gemeinsam mit anderen Organisationen für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative 1,6 Millionen Unterschriften sammeln. Und das völlig zu recht: Denn nach allem was wir wissen, gefährdet TTIP nicht nur unsere Rechte und Standards in Bereichen wie Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz. Der Konzern-Deal ist darüber hinaus eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Demokratie.

Dass genau diese Warnung nun auch von einem hochangesehenden und ausgezeichneten Wirtschaftswissenschaftler aus den USA kommt, ist eine große Chance für uns, die kritische Debatte über TTIP und CETA abermals kräftig in Gang zu bringen.

32 Kommentare

  • Wenn man sieht wieviele diese Seite mit Facebook und Google weitergeleitet haben, ist dies nicht berauschend.
    Ich muss gestehen, ich habe weder Facebook,Twitter oder Google benutzt um diese Wichtige Info weiterzuleiten, ich habe stattdessen per e-mail meinen Bekanntenkreis mitgeteilt das auf „blog.campact“ eine wichtige Botschaft zu finden ist.
    Da ich ein sehr kritischer und objektiver Beobachter bin, Themen auch kritisch bewerte steht ausser Frage, sage ich euch nehmt diese Botschaft vergrößert es auf die Größe der Werbetafel die es überall im Land gibt, und lasst dies dann plakatieren, das bringt zusätzlichen Werbeerfolg gegen TTIP.
    Und dann werden die anderen Mainstream Medien nicht mehr umhinkommen, dieses Thema Stiefmütterlich zu behandeln, auch die Politikdarsteller werden dann sich nicht mehr verstecken können, Sie werden dann genötigt sein öffentlich Stellung zu beziehen.

    • von Maritta Strasser

      Vielen Dank dafür! Der Beitrag hat auf Facebook 3,7 Millionen Menschen erreicht. :-)

  • von Beaudo

    Alfred Nobel!
    Der Ausverkauf des Verbraucherschutzes und der Verbraucherrechte mit Wissen der politischen „Eliten“!
    Gute Nacht Deutschland!

  • von Peter Greenlax

    Wunderbar, nun also über Facebook. Als ob Facebook nicht ein ähnliches Gefährdungspotential hat, für die Freiheit und Selbstbestimmtheit jeder einzelnen Person. Und das betrifft schon lange nicht mehr nur Facebook Nutzer, weil Facebook den Inhalt der Nachrichten auswertet und wer da alles über wen redet, schaut mal in des Spiegel, liebe Facebooknutzer.

    Das Kapital greift nach der Macht, wie weiland der Adel, wird es bald nur noch eine Scheindemokratie geben und wer muckt wird systematisch ausgegrenzt, nicht nur auf Facebook, auch im Arbeitsleben und im perönlichen Umfeld hat das Folgen. Die ausgewerteten Daten wird einer immer größer und mächtiger werden Gruppe gegen Entgeld zur Verfügung gestellt. Das wird keine Entwicklung in kleinen Schritten, aber Sie ist das Endziel. Und gegen die dann herrschende Macht zu arbeiten, wird viele Opfer kosten, Armut, Einsamkeit, schlechte Gesundheitsfürsorge, keine Versicherung, etc.. So macht man sich die Menschen gefügig.

  • von Jürgen Gent

    Wo soviel für den Verbraucher im Verborgenen bleibt muss sich unser Parlament
    vor der Unterzeichnung aufbäumen und schärfstens protestieren!

  • von Möncke

    TTIP ist ein Verbrechen an unserer Gesellschaft durch den sicheren Verlust vieler vorhandener und künftiger Standards. Aus diesem Grunde werden wir auch nicht informiert, wie die Einzelheiten und die Auswirkungen von TTIP aussehen. Ein einziger Skandal !!

  • von annettetimans

    Könntet Ihr nicht das Zitat in den Zusammenhang der Rede/ des Interviews von Stieglitz stellen? Ich finde es nicht gut, wenn man zitiert und der Kontext bleibt außen vor.

    • von Maritta Strasser

      Damit würden wir das Urheberrecht des Verlags verletzen, der das Interview veröffentlicht hat. Leider.

  • von Reinhard Schabbon

    Es wäre eine Petition an den Bundestag angebracht oder ein Schreiben an jeden einzelnen Bundestagsabgeordneten etwa folgenden Inhalts:
    Die den TTIP-Lesesaal betreffenden Bedingungen und Verhaltensregeln sind so grotesk und für die Bundestagsabgeordneten so demütigend, dass mich sehr wundert, dass noch nicht dagegen protestiert oder eine Klage beim Bundesverfassungsgericht erwogen wird.
    Als MdB würde ich die Einsichtnahme aus Protest verweigern. Dann würde ich versuchen, Gleichgesinnte zu gewinnen. Mit denen gemeinsam würde ich beim Bundestagspräsidenten wegen Diskriminierung der Abgeordneten protestieren.
    Ich würde es begrüßen, wenn Campact eine Kampagne daraus machen würde.

    • von Maritta Strasser

      Die Bundestagsabgeordneten können und müssen selbst für ihre Rechte kämpfen. Wir kämpfen weiter gegen TTIP und CETA.

  • von Nennstiel Dieter

    Wir also die Verbraucher müssen äußerst wachsam sein,gegen diese Machenschaften der angeblichen Vorteile des Freihandelsabkommens TTIP. Dieter Nennstiel

  • von Jo

    Liebe Freunde, der gute Mann und Namens-Stifter für den Preis für Herrn Stiglitz hieß ALFRED Nobel.

  • von Marina

    TTIP, CETA oder TISA … oder was auch immer aus Amerika kommen mag, ich bin inzwischen s o kritisch gegenüber amerikanischer Politik und Wirtschaft eingestellt.
    Die so genannte SUPER (?) macht USA glaubt doch tatsächlich, sie pfeift – und der Rest der Welt tanzt nach ihrer Pfeife?!
    Ich habe schließlich meinen eigenen Kopf und den Verstand gebrauche ich natürlich selbst und nach Möglichkeit optimal, zum Selber-Denken brauche ich wirklich keine Vordenker oder Vorentscheider! Und dann nicke ich wohl nur noch ab … ? Ich bin doch keine Befehlsempfängerin!
    Ich habe meinen freien Entscheidungswillen, von dem ich wie selbstverständlich Gebrauch machen werde.
    So müssten z.B. die Abgeordneten auch denken und lassen die Wirtschaftslobbyisten eiskalt abblitzen … Das wäre doch mal eine Maßnahme seitens der Abgeordneten gegenüber diesen Lobbyisten, die NUR die ureigenen Interessen der Wirtschaft im Auge haben.
    Nur Mut zum gewaltfreien Widerstand …

    • von Maritta Strasser

      TTIP, CETA und TISA kommen nicht aus den USA, sie kommen aus den USA, Kanada und Brüssel. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Europäische Kommission und die kanadische Regierung (zumindest die alte, inzwischen abgewählte die CETA verhandelt hat) keinen Deut besser sind als die US-Regierung. Sie alle arbeiten gemeinsam an Wunschprojekten globaler Großkonzerne. Es geht nicht um Geopolitik, es geht um eine Politik die globalen Konzernen mehr Macht gibt.

  • von Göran Stockholmer

    Hallo liebe Leute, hiesst der Herr Nobel nicht Alfred? Oder handelt es sich hier um jemand anderes?
    Gruß Göran

  • von Renate Steffens

    Kurz vor Weihnachten 2015 hatte der Europaabgeordneten Marc Tarabella Einblick in einen TTIP-Rapport des amerikanischen Landwirtschaftsministers. Aus ihm geht hervor, dass der europäische Landwirtschaftssektor der große Verlierer wäre und die Europäer insgesamt negative Auswirkungen zu spüren bekämen. So würde z.B. die Abschaffung der Zölle den USA 5,5 Milliarden $ einbringen, der EU lediglich 800 Millionen….Es ergäbe sich ein „astronomisches Ungleichgewicht“ und die europäische Landwirtschaft würde durch diese neue Konkurrenz zerstört. In dem amerikanischen Text heißt es wörtlich „Die Europäer haben durch eine Unterzeichnung nicht viel zu gewinnen“.
    In einem zweiten Szenario wird allerdings vermerkt, dass die USA dann nichts zu gewinnen hätten, wenn der europäische Verbraucher Qualität und Gesundheit für wichtiger hält und auf lokale Produkte zurückgreift.
    Marc Tarabella hat daher das Europaparlament aufgefordert, die Verhandlungen sofort zu stoppen.

  • von Gerhardt Maul

    Was der sozialdemokratische Vizekanzler Gabriel auf Geheiß der Industrielobby hier treibt, ist der Gipfel verfehlter Politik, die diese Partei letztendlich in den Ruin treibt!

  • von Lars

    Der gute Herr Nobel hieß Alfred, nicht Albrecht!

  • von BerCla

    TTIP ist das Teufels Tribunal by Imperialistic Power.

    Mit diesem Werk wird die Demokratie Schachmatt gesetzt.
    Alle Macht geht vom Volke aus – demokratische Prinzipien sind ausgeschaltet. Unerklärlich das Abgeordnete Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben müssen und schon fast auf den Knien bettelnd um Einsichten in das Teufelswerk zu erhalten.

    Wenn das Ding durchgeht geht mein Vertrauen in die Demokratie verloren – aber das ist dann ja auch egal, den dann haben wir ja praktisch eh Faschismus.

  • von Werni Ostpreusse

    Warum aggieren nicht der DGB oder IGM zu diesem elememtaren Thema ?
    Das müsste doch jede gesunde Gewerkschaft auf die Palme treiben !

    Wie sieht es mit gezielten Streik-Aktionen aus, bis hin zum Generalstreik?

    • von Maritta Strasser

      Der DGB und die Mitgliedsgewerkschaft IG Metall engagieren sich gegen TTIP und CETA. So haben beide Gewerkschaften die große Demo am 10.10.2015 mitgetragen und mit mobilisiert. Von den Gewerkschaften wurden zum Beispiel sehr viele Busse gestellt, mit denen viele Leute nach Berlin kommen konnten.

  • von Peter F.

    Der mit dem Albrecht-Nobel-Gedächtnispreis […]

    Albrecht Nobel heisst immer noch Alfred Nobel (!) ;-)

  • von Uto

    Das kann doch einen Vize nicht erschüttern! Ganz freundlich wird er die Amis füttern dem sind alle Warnsignale völlig egal! Die Hauptsache ist doch Grills und Konsorten machen 0,5% Gewinn!

    • von Maritta Strasser

      Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wer Grills ist. Aber bei TTIP geht es nicht darum „die Amis zu füttern“. 99% von denen haben nichts davon. Aber das reiche 1% der US-Amerikaner ebenso wie der Kontinentaleuropäer gewinnt Macht und Geld auf Kosten der 99%. Es ist auf beiden Seiten des Atlantiks genau dasselbe.

  • von Hellmuth

    Hallo ich hätte da eine Idee,
    könnten wir nicht ein Crowdfounding anstossen wir sammeln Geld für das veröffentliche der geheimen TTIP Dokumente.
    Das macht mir so viel Angst dass ich glatt einen Monatslohn dafür geben würde.

    Ist sowas legal machbar?

    • von bla
    • von Alfredo

      Warum soll man für Verfassungsmäßig garantierte Rechte bezahlen?
      Die gewählten Abgeordneten sollen gefälligst den Willen ihrer Wähler umsetzen.
      Die derzeitige Regierung ist doch nur ein Erfüllungsgehilfe des amerikanischen Großkapitals…

    • von Maritta Strasser

      Ich finde man kann und sollte „amerikanisch“ aus Ihrem Satz streichen. Das Großkapital von heute ist global.

    • von David Bruchmann

      Legal im Sinne der Vorschriften für den Leseraum, der speziell für die TTIP-Dokumente eingerichtet wurde sicherlich nicht. Hier bräuchte es einen oder mehrere „Whistleblower“ die eine Möglichkeit finden, die Dokumente zu kopieren oder fotografieren und dann der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.
      Fraglich ist jedoch, ob die Vorschriften für den Leseraum selbst überhaupt legal sind und ob ein Verstoss gegen diese auch einen Verstoss gegen das Gesetz darstellt.
      Und selbst wenn ein Verstoss gegen das Gesetz vorliegen würde, würde sich die Frage stellen, ob nicht möglicherweise eine Amnesty für die Täter erwirkt werden könnte, unter dem Hintergrund daß das Volk bewußt unwissend gelassen werden soll, was prinzipiell dem Grundgedanken der Demokratie widerspricht.
      Also, wir brauchen mutige Abgeordnete, die bereit sind im Leseraum Kopf und Kragen zu riskieren.

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