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Angeblich bedroht die Erbschaftssteuer Arbeitsplätze und Mittelstand. Als die Journalisten von Report Mainz nachfragen, stellt sich heraus, alles nur heiße Luft. Tatsächlich gilt bei der Erbschaftssteuer: Je größer das Erbe, desto geringer die Besteuerung. Warum das zutiefst ungerecht ist, erklärt dieses Video.

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Report Mainz hat sich bei reichen Firmen-Erben erkundigt: Wer müsste eigentlich Erbschaftssteuer zahlen? Keiner. Denn die Regelung ist so ungerecht, dass millionenschwere Firmen-Erben einfach steuerfrei bleiben. Macht dann null Euro fürs Gemeinwesen.

Schon am 8. September wird die Erbschaftssteuer neu verhandelt

Unsere Chance für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Je mehr Menschen protestieren, desto eher können wir Politiker/innen bei Aktionen überzeugen, das Gesetz besser zu machen.

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Autor*innen

Lynn Gogolin-Grünberg ist Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin und hat außerdem Publizistik studiert. Sie war für das ZDF journalistisch tätig. Bei Mehr Demokratie arbeitete sie als Redakteurin und Pressesprecherin. Im Anschluss ging sie als Campaignerin zum BUND. Seit 2016 ist sie für Campact tätig. Alle Beiträge

6 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Man sollte nicht alle über einen Kamm scheren. Die die nur Geldvermögen erben um es zu verprassen, die sollte man schon zur Kasse bitten. Diejenigen, die zB eine Firma und entsprechendes Kapital dazu vererbt bekommen und die Firma weiterführen, sollen von mir aus alles behalten dürfen.

  2. Ich bin – ähnlich wie Warren Buffett und George Soros – für eine 100%-ige Erbschaftssteuer mit einem gewissen Freibetrag. Jeder, der fleißig oder genial ist, soll sein Geld machen können, aber warum soll jemand als Erbe ohne Fleiß oder Genialität reich geboren werden ? Geld ist immerhin Macht, und die sollte nicht endlos in Clans von Generation zu Generation weitergereicht werden. Genauso, wie es sinnvoll für das Gemeinwesen war, die vererbte Macht des Adles und die der Kirche abzuschaffen, ist es auch sinnvoll das Vererben großer Vermögen zu verhindern.
    Man könnte für jede Person einen lebenslang gültigen Freibetrag für Erbschaft und Schenkung im Gegenwert eines Einfamilienhauses einführen – also vielleicht 500 000,- EUR. Dann müsste ein Milliardär 2 000 Leute finden, denen er jeweils 500 000,- EUR vermacht. Wir hätten bald eine wunderbar gleichmäßige Verteilung des Wohlstandes. Und wenn er keine 2 000 Leute findet, geht der Rest halt an den Fiskus und es werden Schulen davon gebaut.

  3. Die ErbschaftSteuer gehört entweder ganz abgeschafft , oder für alle gelten. Und zwar für jedem zu dem gleichen Prozentsatz, unbeachtet der Person oder des Vermögens . Diese ungleiche Behandlung von Normalbürgern und Reichen ist nicht tragbar. Alle Menschen in dieser Republik sind gleich. vor Staat und Gesetz

  4. Falls jemand sein ganzes Leben gearbeitet hat, aber nicht das Glück hatte viel zu verdienen, bekommt die „Grundsicherung im Alter“. Aber ehe man diese bekommt MUSS mman sein ganzes Vermögen das man sich fürs Alter gespart hat (bis auf einen kümmerlichen Rest) „verwerten“! Auch Riester und Rührupp Renten in die man vielleicht Jahrzehnte eingezahlt hat, werden mit der Grundsicherung verrechnet.

    Wenn man Millionen erbt, ohne auch dafür je einen Finger krumm gemacht zu haben, muss nichts davon abgeben.

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