So sozial ist die AfD

Die AfD ist eine Partei, die es allen recht machen will: Den "kleinen Leuten", den Familien und den Unternehmern. Doch dafür sind einige Forderungen der Partei erstaunlich unsozial. Für wen sich die AfD wirklich einsetzt - dieses Video klärt auf.

von  71 Kommentare

Die AfD ist eine Partei, die es allen recht machen will: Den „kleinen Leuten“, den Familien und den Unternehmern. Doch dafür sind einige Forderungen der Partei erstaunlich unsozial. Für wen sich die AfD wirklich einsetzt – dieses Video klärt auf.

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Lese hier die ausführlichen Hintergründe zu den vier AfD-Positionen aus unserem Video.

#1 – Die AfD und Steuern

Die AfD möchte das Steuerrecht vereinfachen. Klingt erstmal gut, doch was steckt dahinter? In ihrem Wahlprogramm spricht die Partei eher schwammig von einem Stufen-Modell (Quelle: Grundsatzprogramm der AfD, S. 74). In einem Interview konkretisiert Frauke Petry, der Reformvorschlag sei angelehnt an die Idee von Paul KirchhofDas von Paul Kirchhof entwickelte Modell sah seinerzeit vor, dass alle Einkommensarten nach dem gleichen Tarif besteuert werden – egal ob Löhne, Unternehmensgewinne oder Kapitalerträge. Jahreseinkommen bis 10.000 Euro sollten danach steuerfrei sein, anschließend gab es zwei Stufen à 15 und 20 Prozent. Für alle Jahreseinkommen ab 20.000 Euro sollte ein Steuersatz von 25 Prozent gelten. Dieser Prozentsatz war nach dem damaligen Kirchhof-Modell gleichzeitig auch der Spitzensteuersatz. Sämtliche Ausnahmen und Privilegien sollten nach diesem Ansatz gestrichen werden. Dazu sollten auch die Pendlerpauschale und die steuerfreien Sonn- und Feiertagszuschläge gehören.

➩ Das Kirchhof-Steuermodell im Check

Mit solch einem Stufen-modell würden Spitzenverdiener entlastet, die Schere zwischen Arm und Reich sich weiter öffnen. Hohe Einkommen würden deutlich entlastet. Wenn für die oberen Einkommen nur noch solch niedrige Steuersätze gelten, befürchten Experten massive Einnahmeausfälle für den Staat. Diese Steuerausfälle müssen finanziert werden, durch Mehrwertsteuererhöhungen, Verbrauchsteuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen, was die “kleinen Leute” stärker trifft als die Reichen. Steuerexperte Dr. Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht das Kirchhof-Modell kritisch: „Nach unseren Analysen werden die Reichen am stärksten entlastet. Und das nicht nur absolut, sondern auch relativ zum Einkommen, das heißt, die Einkommensverteilung wird ungleicher.“

Zwar sagt die AfD nicht ausdrücklich, dass das Kirchhof-Modell 1:1 umgesetzt wird und sie auch die von Kirchhof entwickelten Steuersätze favorisiert. Aber schon der prinzipielle Ansatz des Stufenmodells erweist sich als unsozial.

#2 – Keine Erbschaftssteuer für Superreiche

Die Partei schreibt in ihrem Programm, sie möchte die Erbschafts- und Vermögenssteuer abschaffen (Quelle: Grundsatzprogramm der AfD, S.75). 

➩ Worum es bei der Erbschaftssteuer geht

Bis zu 300 Milliarden Euro werden in Deutschland nach Berechnungen des DIW jährlich vererbt oder verschenkt. Die Einnahmen aus der Erbschaftssteuer, die alleine den Bundesländern zugute kommen, belaufen sich aber in 2015 auf lediglich 6,3 Milliarden Euro. Zurecht wird Omas kleines Häuschen mit großzügigen Freigrenzen von der Erbschaftssteuer befreit. Aber Superreiche und besonders Firmenerben können sich durch ein unübersichtliche Vielzahl von Ausnahmen sowie niedrige Steuersätze vor einer gerechten Besteuerung ihrer Erbschaften drücken.

Verfassungsrichter Reinhard Gaier nennt die Ausgestaltung der Steuerbefreiung für Firmenerben gar eine „Subventionierung des Großkapitals“. Deshalb fehlen in den Kassen der Länder Milliardenbeträge, um dringend nötige Investitionen in Bildung, Pflege, Straßenbau oder den öffentlichen Nahverkehr zu finanzieren. 

Geht es nach der AfD würden in Zukunft Superreiche gar keine Erbschaftssteuer mehr zahlen. Noch mehr Geld würde der öffentlichen Hand für Investitionen fehlen und die soziale Ungleichheit würde weiter verschärft. Für NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) geht es bei der Erbschaftssteuer um das Austarieren der richtigen Mitte: „Wer zig Millionen erbt, der hat Vorteile im Leben, und die Gesellschaft, die Allgemeinheit hat durchaus einen Anspruch, dass sich jemand mit einem so großen Erbe – wir reden also nicht von kleinen Handwerksbetrieben, sondern von zweistelligen Millionenbeträgen, dass sich jemand auch an der Finanzierung unseres Gemeinwesens beteiligt.“

#3 – Verlängerte Lebensarbeitszeit, Mindestlohn und Rente

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry bezieht im Interview mit Der Welt am Sonntag eine klare Position: Die Deutschen sollen länger als bisher arbeiten. Zudem müssten Rentner/innen Kürzungen hinnehmen. Dies nennt sie selbst „brutal“ – und doch führe kein Weg daran vorbei. Sie fordert stattdessen einen „innerfamiliären Zusammenhalt“, um den Sozialstaat zu entlasten.

➩ Was bedeuten Rentenkürzungen?

Bei den Rentnern sparen und die Altersabsicherung zur Privatangelegenheit machen? Fatal, denn schon jetzt können viele Menschen kaum von ihrer Rente leben. 15,6 Prozent der Rentner/innen in Deutschland gelten als armutsgefährdet. Der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverband Ulrich Schneider schätzt die Situation kritisch ein: „Da braucht nur mal ein Kühlschrank kaputt gehen. Aber auch für Vergnügen reicht das Geld nicht. Kein Kaffee und Kuchen, kein Theater, keine Weihnachtsgeschenke für die Enkelkinder.“

Die Pläne von Frauke Petry, die Lebensarbeitszeit zu verlängern und die Renten zu kürzen, würden viele Menschen treffen. Vor allem viele Menschen, die schon jetzt wenig Geld im Portmonee haben. Statt an den Renten zu sparen, sollte Politik und Gesellschaft Menschen im Alter unterstützen. „Es ist nicht so, als würde Deutschland wirtschaftlich zusammenbrechen, nur wenn man das Rentenniveau stabilisiert – das ist Unfug“, so Verbandschef Schneider.

Unklare Aussagen: Die AfD und der Mindestlohn

Die AfD und der Mindestlohn – ein ewiges Hin und Her. Nach dem Protest einiger Mitglieder wurde die Ablehnung des Mindestlohns aus dem AfD-Grundsatzprogramm auf Bundesebene gestrichen. Doch im Wahlprogramm der Berliner AfD taucht die Ablehnung des Mindestlohns wieder auf (Wahlprogramm AfD Berlin 2016, S.28). Steht die Partei nun zum Mindestlohn oder will sie Menschen für weniger als 8,50 Euro die Stunde arbeiten lassen? Selbst eine, die es wissen müsste, kann diese Verwirrung nicht lösen: Beatrix von Storch – AfD-Bundesvorsitzende und eine der beiden Landesvorsitzenden in Berlin. Als Journalisten bei ihr nachhaken, wie die AfD denn nun zum Mindestlohn stehe, verwickelt sich von Storch in Widersprüche. Eine eindeutige Antwort bleibt aus.

#4 – Anerkennung und Unterstützung von Familien

Die AfD schreibt in ihrem aktuellen Grundsatzprogramm, dass sie sich gegen alle Versuche wendet, Alleinerziehende als fortschrittlich oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren (Quelle: Grundsatzprogramm der AfD 2016, S.44). Damit werden „Einelternfamilien“ als nicht „normal“ an den Rand gedrängt. Sicher, es gibt auch heute Familien mit Vater, Mutter und drei Kindern. Aber die Wirklichkeit ist vielfältiger. Es gibt Alleinerziehende Mütter und Väter, Patchwork-Familien, berufstätige Mütter oder gleichgeschlechtliche Paare. Auch diese Lebenskonzepte gehören dazu.

➩ Wie geht es Alleinerziehenden in Deutschland?

Die Realität zeigt: schon heute befinden sich viele Alleinerziehende in einer prekären Situation. „Mehr als ein Drittel (35,2 Prozent) der Personen aus Alleinerziehendenhaushalten gilt als armutsgefährdet„, erklärt Christian Woltering, Referent für fachpolitische Grundsatzfragen beim Paritätischen Gesamtverband.

Im Armutsbericht 2016 des Paritätischen heißt es:

Die Hälfte aller in Armut lebenden Kinder wächst bei Alleinerziehenden auf. Bemerkenswert ist hier, dass die Armutsquote der Alleinerziehenden steigt, obwohl ihre Erwerbstätigenquote seit Jahren zunimmt. Das heißt: Arbeit schützt nicht unbedingt vor Armut.

Es ist die Aufgabe von Politik und Gesellschaft alle Familienformen anzuerkennen und gleichwertig zu fördern. Eine Benachteiligung von Alleinerziehenden, nur weil eine Partei sich auf altmodische Familienformen beruft? Das darf nicht sein.

Die AfD ist weit weg von den „kleinen Leuten“

Sozialleistungen sollen gekürzt und die Erbschaftssteuer für Superreiche abgeschafft werden. Familien, die von der klassischen Konstellation Vater-Mutter-Kind abweichen, werden gesellschaftlich an den Rand gedrängt. Sozial geht anders.

Teile diesen Beitrag, damit noch mehr über die Absichten der AfD erfahren:

71 Kommentare

  • von Illoinen

    Unsere Nachbarn machen uns doch vor. Warum nicht wie in Österreich, Holland, Schweiz oder Frankreich? Die gesetzliche Rente wurde unter Rot/Grün zerstört, und Riester macht alleine wegen der hohen zweistelligen Verwaltungskosten nur die Versicherer reich. Also für mich wäre nur eine Partei wählbar, welche die Gesetzliche Rente wieder stärkt. Trotzdem wird daran bis heute festgehalten? Sind wir Deutschen nicht lernfähig? Deutschland hat den größten Niedriglohnsektor in Europa eingeführt und ist auch noch „Stolz“ darauf. Austerität hat noch nie in der Geschichte funktioniert, auch in Deutschland unter Brüning nicht. Millionen im Elend waren die Folge. Wer danach kam wissen wir doch noch oder? Die NSDAP! Heute wird wieder Austerität gepredigt, Millionen prekär Beschäftigte sind die Folge, und wer wird heute wieder gewählt? AfD

    Warum nicht einmal die unsäglichen Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen? Warum nicht die vielen Steuerausnahmetatbestände im Steuerrecht abschaffen?

  • von Rainer

    Ich kann Daniela nur zustimmen.

  • von Besorgter Bürger

    Da kann ich leider nur voll und ganz zustimmen!

  • von Oma Heidi

    Guten Tag ,
    warum haben Sie meinen Beitrag nicht
    von gestern gesendet ??
    So seid Ihr auch nicht besser – und Demokratie und GG ?
    Und werde auch nicht mehr unterschreiben.
    Also keine Mails mehr an mich.

  • von Eugen

    Und was ist dann Wahlwerbung? Herrjeh !

  • von Stauntbauklötze

    Erbschaftssteuer: die Einkommen wurde schon mal versteuert? Stimmt. Vom Erblasser A. Als er das Einkommen einnahm. Nun vererbt A das von ihm bereits versteuerte Vermögen an B. Für B sind das dann neue Einkünfte. Und die werden nun von B versteuert. So wie die Löhne der Arbeitnehmer jeden Monat. Und wenn B einst zum Erblasser wird und an C vererbt, hat C wieder neues Einkommen, das wieder neu versteuert wird. Ist jetzt nicht so kompliziert…
    Kann mir auch nicht vorstellen, dass Erben großer Vermögen gleich Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen müssen, bloß weil sie, wie Millionen Erwerbstätige auch, ihre Einkünfte versteuern.

  • von Oma Heidi

    Guten Tag,
    die AfD – natürlich KEINE Option für mich !
    Der heimliche Slogan ( oder auch nicht ) dieser AfD –
    Wenn Du nicht für mich bist ;
    bist Du gegen mich … usw.
    Das hatten wir alles schon mal !
    Alles vergessen ?
    Landen wir dann alle in Gefängnissen, weil wir nicht für
    diese Partei sind ?
    Traurig, was am Ende eines Lebens übrig bleibt.
    Trotzdem im Übrigen hilft das derzeit jetzige Deutschland
    auch nicht bei Rente, Krankheit, Patientenverfügung usw. usw. usw. !
    Regierende machen mit einem Volk, was SIE wollen ; leider –

  • von Paul Lebisch

    Paul Kirchhof beim Bund der Steuerzahler (siehe Link), leider nicht in 5 Minuten erklärt aber dafür auch nicht einfach (einfach ist auch ein Synonym für einfältig). Bitte erstmal verstehen und dann bewerten. Leider schreiben sich die von mir favorisierten Parteien nicht Kirchhof auf die Fahnen.

    https://www.youtube.com/watch?v=kYPF4GuOluI

  • von Ingrid

    Was die geforderte „Abschaffung der Erbschafts- und Vermögenssteuer“ betrifft:
    1. es gibt in Deutschland keine Vermögenssteuer; man kann sie also auch schwerlich abschaffen.
    2. eine Abschaffung der Erbschaftssteuer wäre – wenn das denn wirklich angedacht ist – nicht akzeptabel. Die Erbschaftssteuer muss bleiben – gern auch mit Erleichterungen für Betriebsvermögen, sofern sichergestellt ist, dass der Betrieb fortgeführt wird.

    Verlängerung der Lebensarbeitszeit:
    es ist den Politikern auch in anderen Parteien seit langem klar, dass man bei steigender Lebenserwartung die Lebensarbeitszeit verlängern oder die Renten kürzen muss. Einen anderen Weg gibt es nicht. Das ist also kein eigentliches AfD-Thema, sondern – leider – eher eine Frage der Grundrechenarten.
    Es sei denn, man sorgt dafür, dass die Alterspyramide sich umdreht. Das tut sie aber nur durch wirksame Förderung von Geburten plus geregelte Einwanderung von Fachkräften in den Arbeitsmarkt.

  • von Ingrid

    Wirklich bitter ist das Kirchhof-Steuermodell nur für eine Gruppe von Menschen: die Steuerberater. Sie leben von der extremen Komplexität des deutschen Steuersystems.

    Diejenigen, die viel Geld für gute Steuerberater haben, zahlen den Spitzensteuersatz oft nur in der Theorie und rechnen sich über diverse Finessen und Steuerausnahmen arm.
    Eine Steuervereinfachung, bei der man nicht jeder Quatsch von der Steuer abgesetzt werden kann, im Gegenzug aber der nominale Steuersatz entsprechend sinkt, ist die wesentlich übersichtlichere und bessere Lösung.
    Die Tatsache, dass Ihr den Leuten das Gegenteil einreden wollt, ohne zu differenzieren und wichtige Eckpfosten für das Kirchhof-Modell einzuschlagen, zeigt, dass Ihr vom Thema null Ahnung habt.

    Mit den besten Grüßen
    von einer regelmäßigen Campact-Förderin

  • von Gerry

    Was an dem pauschalen 25% Einkommenssteuer ist bitte ungerecht?
    20000 Einkommen = 5000 Steuern 50000 Einkommen = 12.500 Steuern
    Wer mehr verdient zahlt auch mehr. Ich verstehe Ihre Argumentation nicht. Sicher kann man bei geringen Einkommen diese wie bisher auch aufstocken. Aber wer mehr verdient sollte doch nicht dadurch bestraft werden nun auch noch mehr Steuern zu zahlen nur weil er eben eine gehobene Stellung hat und sich diese auch erarbeitet hat. Das jetzige progressieve Steuersystem ist 100 mal ungerechter.
    Genauso die Erbschaftssteuer. Ich bitte Sie, jedes Einkommen wurde bereits versteuert. Warum muss dieses nun noch einmal versteuert werden. Hier bedient sich der Staat und zwar ziemlich ungeniert. Sie können mir ja mal versuchen zu erklären was sie daran völlig in Ordnung finden.
    Kommen Sie mir aber bitte nicht mit der sozialen Verantwortungskeule. Die soziale Verantwortung wurde bereits bei der ersten Versteuerung des Einkommens wahrgenommen.

    Beste Grüße

    • von Stephanie

      Was genau versuchen Sie hier an Tatsachen zu verdrehen? Alleinerziehende haben es zu schwer den Spagat zwischen Arbeit und guter Erziehung zu schaffen und die Kinder zudem wirtschaftlich gut zu stellen. Es soll also das Konzept Familie wieder attraktiver sein. Das finde ich äußerst vernünftig. Denn bei uns Deutschen steht Familie schon längst nicht mehr an erster Stelle-sollte sie aber!

    • von Rainer

      Das kann ich so Unterschreiben. Theoretisch liegt der Spitzensteuersatz heute höher, aber die Top-Verdiener zahlen nach dem jetzigem Recht meist gar keine Eink.-Steuer, sind „Angestellte ihrer eigenen Firma und zahlen sich selbst nur ein geringes Gehalt.

      Erbschaftssteuer: Das Einkommen wurde bereits versteuert, jedesmal wenn das Vermögen weiter vererbt (großes Vermögen) wird wird es erneut Versteuert!? (vom Opa an den/die> Sohn/Tochter> Enkel/in…) und jedes mal kassiert der „Staat“?

  • von Schilling

    Fakten gegen Angstmacher, danke dafür! Hoffen wir gemeinsam, daß es noch genug Menschen gibt, die lieber selber denken als Populisten einfach nachzuplappern.

    • von Gerda

      Dazu muss man erst mal wissen was Populisten sind ?

  • von Hannah

    Gutes Video, aber beim Punkt zu den Familien hätte man nicht nur alleinerziehende Eltern sondern auch Regenbogenfamilien ansprechen können!

  • von Ch. Kraetge

    das kurze Video sagt alles über diese Partei, Ihr Leute seid wachsam seid wachsam, kann man
    da nur sagen

  • von Florian

    Sehr geehrter Herr Hartmann,
    eigentlich sollte jeder mitbekommen, dass die Welt enorm inovativ ist und insofern die „wenigen „jungen““ ein vielfaches produktiver sind als die vorherige Generation und es daher auch kein Problem sein sollte ein paar mehr alte zu unterstützen. Das Problem entsteht erst dadurch, dass die wachsende Produktivität immer wieder von einer kleinen Minderheit abgeschöpft wird. Schon heute ist über 50% allen Einkommens das LEISTUNGSLOSE Einkommen, der Besitzenden. Nun wird oft behauptet, dass diese sich diesen Besitz ja auch verdiehnt haben. Das mag für den einzelnen zutreffen, statistisch gesehen werden aber 95% des Besitzes durch Rendite aus Besitz erworben, insofern ohne irgend eine Arbeit, die der Gesellschaft zugute kommt. Den sich unendlich auftürmenden staatlichen und privaten Schulden steht ein sich gleichermassen unendlich auftürmendes Vermögen gegenüber, das ständig nach Zins und Rendiete schreit und exponential wächst. Leistungsgesellschaft? Von wegen!

  • von Hafenmauer

    Hallo,
    ich habe den Verdacht, daß Ihr die Gegenkommentare zu diesem Blog mit Absicht grammatikalisch verunstaltet habt, denn so schlecht können selbst AfD-Wähler der deutschen Sprache nicht mächtig sein…

    • von Christopher Link

      Hallo, selbstverständlich bearbeiten wir Kommentare nicht redaktionell! Viele Grüße!

    • von Matthias

      … aber Ihr zensiert! Mein 2teiliger sachlicher Kommentar zur Steuer wurde nicht veröffentlicht. Ihr verhindert damit den austausch der Argumente.

      Traurig
      Matthias

    • von Christopher Link

      Hallo Matthias,

      auf diesen Beitrag gibt es nach wie vor sehr viele Kommentare. Wir versuchen, möglichst alle zu veröffentlichen und stellen uns der Debatte. Unsachliche, beleidigende oder destruktive Kommentare können und wollen wir aber nicht veröffentlichen. Deshalb behalten wir uns die Löschung in Einzelfällen vor.

      Viele Grüße!

  • von lux11

    das problem hier sind die renten und pensionskassen und nicht das länger arbeiten und oder später in rente gehen . die gesammten renten und pensionskassen sollten reformiert werden und zusammengeführt werden .

  • von Cornelius

    Das wohl komplizierteste Steuermodell der Welt für besser als jedes einfache Stufenmodell zu halten und dann auch noch dessen Vorteilhaftigkeit für Normalverdiener zu postulieren, finde ich keck. Man sieht wieder: Nur wir Deutschen wissen wie´s geht, alle anderen, die von unserer Weisheit abweichen, sind Idioten, z.B. wohl die Mehrzahl unserer Nachbarländer. Woher kenne ich dieses sich für besser dünken als alle anderen nur? Daß die AfD von dieser Verherrlichung des bundesdeutschen Ist-Zustandes abweicht, finde ich prinzipiell sympatisch. Die konkrete Ausgestaltung und Anwendung und dann die Wirkung für verschiedene Steuerzahler einfach mit böse abzukanzeln, ist jetzt und hier nichts weiter als versuchtes Denkverbot und Wahlkampf. Letzterer wird wie immer auch zur Verteidigung von Pfründen geführt. Vielleicht von denen und für die, die bisher trotz größter Einnahmen praktisch keine Steuern zahlen?

  • von Peter Silie

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    selbst wenn es Misstände gibt die an-und ausgesprochen gehören, um sich echten Lösungen nicht zu verwehren und die AfD dieses vielleicht, allerdings auf eine sehr plumpe und populistische Art, auch tut, was andere Parteien aus idiologischen Gründen oder einfach nur, weil unschöne Wahrheiten Wählerstimmen kosten, gerne verschweigen, ist diese Partei eine in sich so wenig homogene, eine sich nur über die Flüchtlinge einig und groß gewordene,
    lose, aus machthungrigen, vor allem aber aus amateurhaften Individualisten, welche jetzt ihre Chance wittern auch etwas vom etablierten, priviligierten, finanziell hochatraktiven Kuchen abzubekommen, bestehende Egomanenpartei, die es unmöglich schaffen kann, mit ihren einfachen Wahrheiten, Deutschland in eine fortschrittliche, nachhaltige, friedliche Zukunft zu führen. Gesellschaftlischen, sozialen Zusammenhalt wird diese Partei auf jeden Fall nicht fördern.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Peter Silie

  • von Dom

    Das die AFD unwählbar ist, steht außer Frage, das Problem ist und da lasst auch ihr den Wähler alleine, welche der Parteien ist den überhaupt noch wählbar?
    Viele die die AFD wählen sind Protestwähler, Egal wer hier in Berlin den Mund aufmacht, ob Senat oder Bundestag, es kommt doch nur noch Müll raus und am Ende verlieren 90% der Bürger.
    Geht zur Wahl, macht eure Stimme Ungültig, damit sie nicht gezählt wird aber bitte keine Extremisten.

    • von Linos

      Geh zur Wahl und wähle dann eben die Tierschutzpartei oder ähnl. Auch dass ist/wird sichtbar – hat dann aber eher ‚gültige‘ Effekte.

  • von Elke Dornath

    Hallo Josef,
    Es entspricht voll und ganz dem Klientel dieser Partei, sich weder Programm dieser Partei noch das Video von Campact anzusehen, aber mit diskutieren. gerade die sozial Schwachen wählen entgegen ihren eigenen Interessen AfD ohne irgendwelche Kenntnis der Materie.

  • von Tine

    Liebe Lara,
    vielen Dank für den Film, den ich gerne teilen wollte. Leider hat mich Facebook nicht gelassen.
    Vielleicht können Sie die Sperrung aufheben lassen ?
    Beste Grüße
    Tine K.

  • von Isabell

    Zu Pkt 4:
    Auch ich habe mir das Programm mal angesehen. Der Punkt 6.6 ist überschrieben mit „Alleinerziehende unterstützen. Familien stärken“. Darunter dann: „Die Alternative für Deutschland will die finanziellen Belastungen Alleinerziehender korregieren“ Was ist daran so falsch zu verstehen.

    Weiter heißt es:
    „Wir wenden uns entschieden gegen Versuche von Organisationen, Medien und Politik, Einelternfamilien als fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren. Der Staat sollte stattdessen das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kindern durch finanzielle und andere Hilfen in Krisensituationen stärken.“

    Was ich dagegen nicht finden kann ist der Passus, daß „damit „Einelternfamilien“ als nicht „normal“ an den Rand gedrängt werden.“ Das ist ja auch antikes schwarz/weis-Denken. Nur weil man zu etwas nicht „Ja“ sagt bedeutet das nicht zugleich ein „Nein“. Alle Formen sollten doch gleichberechtigt sein.

  • von Isabell

    Also zumindest bei 2 Punkten möchte ich hier mal kräftig widersprechen:

    zu Pkt 1:
    Fassen wir die Sache doch mal klar ins Auge: Die sogenannten Reichen schmälern doch jetzt eh schon Ihre Steuerlast durch aller möglichen Schlupflöcher bei denen Ihnen noch Banken und Steuerberater tatkräftig Unterstützung leisten. Da wird mal die eine oder andere größere Transaktion am Fiskus ins Ausland verlagert (was ich strengstens verdamme), der zweite Ferari als Dienstwagen angeschafft und steuerlich als Aufwand abgeschrieben, der Flug nach Mallorca zum Zweitwohnsitz als Betriebskosten abgerechnet oder die Löhne für das Personal für die Yacht am Mittelmeer als Personalkosten steuerreduzierend aufgeführt. All diese und noch viele viel spitzfindigere Schlufplöcher fielen weg.

    Zweiter Punkt folgt. Das Kommentarfeld ist nur leider zu kurz.

  • von Sarah

    Ihr Beitrag ist lohnenswert und gut recherchiert. Vielen Dank! Wir sollten von einer Partei absehen, die viel Mundpropaganda betreibt und letztlich einmal „an der Macht“ extemere Schritte der sozialen Ausgrenzung gehen wird… Und ebenfalls in bequemen Sesseln sitzen..

  • von Marcus

    Jetzt bitte noch Videos zu anderen Parteien, da gibt es auch genug zu kritisieren.

    • von Besorgter Bürger

      Richtig, wo sind denn die über die anderen „etablierten“ Partein?

  • von Trevor Davies

    Wie man merkt, AfD wahler sind unbelehrbar, und Vernunft resistent. Hinter der sogenannten Wutbürger steckt nur Wut ohne Hirn .

    • von Besorgter Bürger

      Was für ein Schwachsinnskommentar, ehrlich! Ich könnte jetzt auch wieder mit einer Pauschalisierung antworten, mache ich aber nicht.

  • von Angelika Oetken

    Dass die Lobby der Versicherungsfuzzis in Wirklichkeit hinter der „Alternative für Deutschland“ steckt, war doch schon klar, als in dem, was „Wahlprogramm“ neben der erwarteten Polemik der Vorschlag auftauchte, die gesetzlichen Unfallkassen durch private Versicherungen zu ersetzen. Dann heuert man noch ein paar routinierte BorderlinerInnen aus der evangelikalen Ecke an, die es verstehen, Menschen zu verunsichern und die Gesellschaft zu spalten und schon läuft das Geschäft wie geschmiert. Der Erfolg der AfD zeigt, dass es viel zu viele Leute in unserem Land zu geben scheint, denen es zu gut geht. Nörgler und Jammerlappen gibt es überall. Genauso wie Leute, die stolz auf ihre Dummheit sind, weil ihnen gar nichts Anderes übrig bleibt. Es bringt nichts, sich von denen verunsichern zu lassen. Und noch weniger, auf den Zug aufzuspringen, um sich bei potentiellen WählerInnen anzubiedern, wie es aktuell der Horscht tut.

    AfD: ein Feldversuch…“wie stabil ist unsere Demokratie“.

  • von Max

    Warum wurde bei Jörg nicht überprüft, ob er von dem Steuerrecht profitieren könnte? Er könnte wohl und wäre damit nicht allein.

    Ich verstehe es so, dass die AfD grundsätzlich Familien steuerrechtlich unterstützen will und das ist ein grundrichtiger Ansatz. Sie haben auch mehrfach gesagt, dass sie Alleinerziehende nicht benachteiligen wollen. Sie wollen bloss das Erziehungsmodell der Alleinerziehenden in der gesellschaftlichen Wahrnehmung nicht über das einer Familie mit Mutter UND Vater stellen. Das finde ich grundsätzlich nicht verwerflich.

    Die Erbschaftssteuer ist eine doppelte Besteuerung. Auf alles, was vererbt wird, hat der Scheidende schon einmal Steuer gezahlt. Woher nimmt der Staat das Recht, nur weil Jemand stirbt, noch einmal zu zu greifen? Für viele Mittelständler ein existenzbedrohender Zustand.

  • von Detlev Hirsch

    So sind aber alle Politiker: Kohl hat früher behauptet, dass sich die deutsche Einigung von allein finanziert und Merkel heute, dass durch das Türkei-Abkommen der Flüchtlingsstrom gestoppt sei, obwohl es vorsieht, dass für jeden Flüchtling (aus Griechenland), den die Türkei aufnimmt ein Syrer in die EU geschickt wird (und da mit Ausnahme Portugals die übrigen EU-Staaten niemanden mehr aufnehmen, bedeutet EU = Deutschland).

    Ich bin auch sehr, sehr skeptisch bei der AfD. Aber Merkel einzige Antwort auf die Flüchtlingskrise ist nicht vielversprechend, sondern eine leere Phrase: „Wir schaffen das“.

  • von Sandhop

    Die AfD thematisch auseinander zu nehmen ist einfach, die wollen nicht regieren, sie sind aktuell noch nur eine Protestpartei. Ich fand es gut über die AfD aufzuklären, muss aber auch sagen das es mir jetzt langsam zu viel wird, vor allem da es oft NUR um Meinungsbildung (nicht AfD wählen) geht, also einseitige und oberflächliche Betrachtungen. Ich würde mir mal wünschen das jemand analysiert wogegen die Menschen protestieren.

    Ich persönlich wollte morgen in MV eine der alten Parteien wählen, auch wenn es mich nervt das die Regierung ihre Bürger wie Kinder behandelt und sich überwiegend für die Wirtschaft (Lobby) einsetzt, anstatt etwas gegen die soziale Schere (arm und reich) zu tun.
    Aber es geht ja um die Landespolitik.
    Vorher wollte ich aber nochmal den Wahlomat ansehen (mich schnell grob informieren), wobei ich dann feststellen musste das WEGEN SPD und CDU dieser für MV nicht eingeführt wurde. Das stinkt mir richtig. AfD aus PROTEST, nicht aus INHALT? Oder wie ändert man was?

  • von haexchen

    Macht doch Eure Beiträge wieder ausdruckbar …. es ist zum Kotzen, dass selbst die linken Strukturen sich heute ausschliesslich auf Facebook und Co, verlassen.
    Danke.

    • von Lara Dovifat

      Hallo Haexchen,

      du kannst den Beitrag jeder Zeit ausdrucken. Alle Informationen über unsere Kampagnen und Aktionen findest du nach wie vor immer zu erst bei uns im blog.campact.de sowie auf unserer Website: campact.de
      Auch Menschen ohne Facebook, Twitter und Co. können Teil von Campact sein, an unseren Petitionen und Offline-Aktionen teilnehmen. Am besten informiert wirst du über den Campact-Newsletter via Email.

      Mit besten Grüße,
      Lara, Campact-Team

    • von Frank

      Meinen Sie wirklich das die „etablierten“ es besser machen werden? Wohl kaum. Denn sie sind nur die Diener der Hochfinanz und den multinationalen Konzernen.

      Die schöne neue Welt lässt grüßen.

      Merkt denn keiner das wir hier alle nur gegeneinander ausgepielt werden? Damit sie ihre Agennda durch bekommen???

  • von Joasef Renger

    Da ich bereits bemerkt habe, wessen Geist dieses Video ist, habe ich mir es gar nicht erst angesehen. Ihr habt doch noch viel weniger zu bieten! Die etablierten Parteien und dazu gehört auch ihre, brauchen endlich mal Gegenwind und ich hoffe, dass sie ihn zu den Wahlen bekommen. Trotz der Hetze in den Medien! Aber denen glauben die meisten Menschen ehe nicht mehr. Ja, da habt ihr wohl schlechte Karten. Werdet wohl ein paar hoch bezahlte Jobs und einzigartige Privilegien in der Regierung und im Parlament aufgeben müssen…
    Ich bemitleide euch garantiert nicht!

    • von Lara Dovifat

      Hallo Josef,

      schade, dass du dir das Video nicht angesehen hast und daher falsche Schlüsse ziehst. Ich verstehe einige Punkte in deinem Kommentar nicht. Welche Hetze meinst du? In unserem Video beschäftigen wir uns mit Zitaten aus dem AfD-Grundsatzprogramm, sowie Aussagen von Spitzenpolitikern der Partei. Alle Angaben sind mit Seitenzahlen versehen, damit du sie nachschlagen und nachlesen kannst. Darüber hinaus sind wir auch nicht „die Medien“, sondern eine politische Bürgerbewegung mit der mehr als 1.9 Millionen Menschen für progressive Politik streiten. Mehr zu unseren Grundsätzen und Zielen findest du hier: https://www.campact.de/campact/
      Was meinst du mit „hoch bezahlte Jobs und einzigartige Privilegien in der Regierung und ihm Parlament aufgeben“? Wir sind keine Partei, weder an der Regierung beteiligt, noch sitzen wir in einem Parlament. Finanziert werden wir doch unzählige Kleinspenden von Privatpersonen. Wer spendet, für welche Kampagnen das Geld ausgegeben wird und wie viele Menschen bei Campact arbeiten erfährst du in unserem aktuellen Transparenzbericht: https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/07/160726_Campact_Transparenzbericht2015.pdf

      Vielleicht schaust du dir beim nächsten Mal doch das Video an, liest den Artikel und schaust auf welcher Seite du dich befindest, bevor du deinen Kommentar hinterlässt.
      Bei Rückfragen stehen wir dir gerne zur Verfügung.

      Liebe Grüße
      Lara, Campact-Team

    • von lux11

      tja aber da sieht man doch welches bidungsniveau die klassischen afd wähler haben . 8. klasse grundschulabschluss . und wenn ich nur diesen kommentar lese kann ich nur noch mit dem kopf schütteln und muss feststellen das die deutsche bildungspolitik der letzten 20-25 jahre komplett versagt hat ,wenn sowas dabei raukommt .

    • von Alexander

      Campact ist KEINE(!!) Partei. Die AFD aber schon, und wenn Sie nicht zu den Reichen bei uns im Land gehören, sollten Sie in Ihrem Interesse lesen, was die AFD wirklich will.

    • von Sari

      Nichts wissen macht Nichts…

    • von Christian

      Das nimmt Ihnen doch eh keiner ab, dass Sie das Video nicht angeschaut hast. Wichtig ist nur, ob Sie die Botschaft verstanden haben.
      Viel Erfolg und bis Samstag,
      Christian

  • Auch wir haben uns überlegt, für wen es sich lohnt, AfD zu wählen:https://youtu.be/xdoZWM8H29c

  • von Fritz Katz

    Vermutlich sind die meisten Wähler dieser Partei des Lesens nicht kundig. Ihnen reicht Bild und Stammtisch. Trotzdem ein fundierter Beitrag!

    • von Isabell

      … und wenn jemand nicht meiner Meinung ist dann ist der eben doof!

      Man, man man und Kopf schütteln

  • von DOCHYDE

    ist das alles ??

  • von Caphalor

    Das derzeit real existierende und größer werdende“Präkariat“ wurde durch die etablierten Parteien geschaffen. Wenn niemand dagegen aufbegehrt, wird es immer schlimmer.
    Also ruhig mal Protestwähler sein.

    • von Lara Dovifat

      Hallo Caphalor,
      Die Partei macht Klientelpolitik für die Superreichen und sollte daher insbesondere für das Prekariat keine Alternative sein. Darüber hinaus hetzt sie gegen Geflüchtete und grenzt Minderheiten aus. Mit völkisch-nationalistischen Aussagen, provozierenden Kommentaren und untragbaren Forderungen wie nach Lagern aus Bauholz für Geflüchtete (u.a hier zu finden: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/rechtspopulismus-afd-politiker-will-fluechtlinge-in-spaerlich-besiedelten-landstrichen-bringen-a-1093318.html) sollte die Partei auch für Protestwähler nicht in Frage kommen. Das Prekariat wird nicht kleiner, noch wird den Menschen geholfen, die schon heute von den Sozialleistungen kaum leben können, wenn sie eine Partei mit streng neoliberaler Ausrichtung wählen.
      Liebe Grüße
      Lara

    • von Chris

      Werte Frau Dovifat,

      Wenn die etablierten Parteien ihrer Pflicht mal nachgekommen wären, die vielen Wahlversprechen bzgl. Sicherheit, Ehrlichkeit, Rechtstaatlichkeit einzuhalten, wäre die Afd nie soweit gekommen. Daher müssen wir uns doch zu allererst an die Altparteien wenden, damit die Wähler keinen Grund haben, rechts zu wählen, meinen Sie nicht?
      Tatsächlich können wir uns ein einfaches Nur-Weiter-So des Sozialstaats gar nicht unbegrenzt leisten. Ausserdem ist die fortgesetzte Abhängigkeit von staatlichen Transferzahlungen nicht zielführend bzw verstärkt den Abhängigkeitskreislauf nur noch.

    • von lux11

      protestwähler…???????….und sorry ich definiere arm als jemanden der nichts zu essen hat und kein dach über den kopf beides ist hier in deutschland wohl kaum der fall . in berlin stehen einem hartz4 empfänger ca 850€ zur verfühgung incl . maximal gezahlter miete . willst du armut sehen , fahr nach polen oder ungarn oder rumänien , die menschen sind arm aber nicht die deutschen . und nur aus protest eine rechtpopulistische partei zu wählen ist arm , arm im geist

    • von Florian

      Doch wie wird das Präkariat geschaffen und was für Massnahmen wären notwendig, um es abzubauen. Einfach blind Protestwählen bringt nichts. Alles was die AfD vor hat, wird das Präkariat verstärken. Ludwig Erhard ein Recht konservativer Geist hat gesagt, dass die Wirtschaft eine „breitgefächerte Massenkaufkraft“ braucht, um zu funktionieren, denn wer soll die Dienstleistung und Waren kaufen, wenn nicht die breite Bevölkerung. Die Spekulationsgeschäfte der Reichen helfen nicht dem realwirtschaftlichem Handel. Insofern ist Umverteilung ein Muss! Vielleicht Kommunisten wählen oder die Linken, oder wenn Protest an der ganzen Parteienlandschaft, dann „Die Partei“, die führen zumindest die populistische Verlogeheit der Parteien vor. Die AfD macht leider die genaue gleiche Klientelpolitik im Sinne der Besitzenden, wie die anderen etablierten Parteien (CDU,CSU, SPD, Grüne), nur angereichert mit ein wenig Fremdenhass und Rumhacken auf Randgruppen und Sozial schwachen.

  • Liebe Frau Dovifat,

    Ich kann Ihre Aufregung über die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und die Kürzungen der Renten nicht verstehen. Die notwändingkeit dazu ergibt sich nicht aus Boswilligkeit oder Ideologie, sondern aus Demographie. Wir wenigen „jungen“ können nicht beliebig viel Rentenbeiträge and die ältere Generation zahlen. Aktuell liegt der Beitrag bei happigen 18% uns soll weiter bis 24% steigen, wenn nicht o.G. Maßnahmen getroffen werden.

    Für Menschen die Ihren Beruf nicht mehr ausüben können ist Frühverrentung nicht die Einzige Lösung. Berufsunfähigkeits Versicherungen sind genauf dafür gedacht. Für Büroangestellte, Kaufleute, etc. ist Arbeiten bis 67 durchaus möglich. Machen wir uns nichts vor, wir „jungen“ werden in jedem Fall so lange arbeiten müssen!

    Beste Grüße

    • von Chris

      eine richtige Kritik zur Kritik am AFD-Programm, tatsächlich können wir uns ein einfaches Nur-Weiter-So des Sozialstaats gar nicht unbegrenzt leisten. Ausserdem ist die fortgesetzte Abhängigkeit von staatlichen Transferzahlungen nicht zielführend bzw verstärkt den Abhängigkeitskreislauf nur noch.
      Wenn die etablierten Parteien ihrer Pflicht mal nachgekommen wären, die vielen Wahlversprechen bzgl. Sicherheit, Ehrlichkeit, Rechtstaatlichkeit einzuhalten, wäre die Afd nie soweit gekommen. Daher müssen wir uns doch zu allererst an die Altparteien wenden, damit die Wähler keinen Grund haben, rechts zu wählen, meinen Sie nicht?

    • von Kai Berliner

      Herr Hartmann eine Reformierung der Rente könnte das problem ganz einfach lösen, jeder deutsche Staatsbürger zahlt den selben Prozentsatz in eine und die selbe Rentenkasse ein und nicht jedes Klientel in ihre eigene. Dann brauch niemand in Altersarmut leben und ewig Arbeiten.

      Mit freundlichem Gruß ein Junger!

    • von lux11

      lach ..du glaubst immer noch die demographilüge ….???? es sterben immer noch mehr menschen in deutschland als geboren werden also kann die demographie wie sie uns immer weiss gemacht wird nicht stimmen . die anzahl der rentner ist seit jahrzehnten kontinuierlich in etwa gleich hoch . kannst du alles auf den seiten des statistischen bundesamtes nachlesen . das problem sind hier die renten und pensionskassen .

    • von Sandra

      Hallo Herr Hartmann, eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann sich nicht jeder leisten. Die kann gut und gerne mal 200-300 Euro im Monat kosten, wenn tatsächlich eine Summe bei rumkommen soll, die einem weiterhilft im Falle aller Fälle. Ausserdem zahlt sie nicht, wenn man schon mal beim Arzt war wegen einem ähnlichen Fall wegen dem man berufsunfähig wird, und es war ja nun schon fast jeder mal beim Arzt…Die Notwendigkeit länger zu arbeiten für noch weniger Rente besteht nicht unbedingt….Man könnte Transaktionssteuer einführen, Kapitalertragssteuerschlupflöcher stopfen, die Schlupflöcher bei Millionenerbschaftssteuern ebenso. Warum nicht mehr umverteilen statt die Erwerbstätigen, die ihre 1500-2000 Euro im Monat verdienen und eh nix zusätzlich sparen können und eh von ihrer Rente kaum leben können, noch mehr schröpfen! Reichtum verpflichtet, steht jedenfalls im Grundgesetz…..

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