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CETA: Wallonien kämpft für uns alle

Was ist da in Brüssel los: Die Unterzeichnung von CETA wackelt, sie könnte durch Wallonien ganz gestoppt werden! Die EU-Kommission lässt nichts unversucht, um die belgische Region zum Einlenken zu bringen. Sie übt massiven Zeitdruck aus, beschwört das Ende Europas herauf, droht mit dem Entzug von Investitionen und lockt mit Fördergeldern – doch das belgische […]

Was ist da in Brüssel los: Die Unterzeichnung von CETA wackelt, sie könnte durch Wallonien ganz gestoppt werden! Die EU-Kommission lässt nichts unversucht, um die belgische Region zum Einlenken zu bringen. Sie übt massiven Zeitdruck aus, beschwört das Ende Europas herauf, droht mit dem Entzug von Investitionen und lockt mit Fördergeldern – doch das belgische Regionalparlament bleibt immer noch standhaft. Dafür wird es von den CETA-Befürwortern jetzt mit Schmähungen überhäuft. Doch immer mehr Menschen stehen auf und sagen: Wallonien spricht auch für uns. Europa will CETA nicht!

Wir wollen ein sozialeres, ökologischeres und demokratischeres Europa. Doch CETA ist ein Angriff auf eben dieses Europa: Das Abkommen soll die Balance zwischen Gesellschaft und Wirtschaft zugunsten der Konzerne verschieben. Das mutige Nein der Walloninnen und Wallonen ist also ein Dienst an der Zukunft Europas. Dafür danken wir ihnen. Und bitten sie, stark zu bleiben!

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Das belgische Wallonien begehrt gegen CETA auf. Grafik: Sascha Collet/Campact

Die Walloninnen und Wallonen sagen nicht einfach Nein. Vorausgegangen ist ein 18-monatiger umfangreicher Konsultationsprozess des Wallonischen Parlaments mit Wirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft sowie den europäischen und kanadischen Verhandler/innen. Einen Prozess in dieser Intensität hat es in keinem anderen Land Europas gegeben. Regionalregierungschef Paul Magnette kennt das Abkommen in einer Tiefe wie kaum ein anderer Regierungschef – und lässt sich daher von vagen Zusatzerklärungen bisher nicht blenden.

Für ein Ja zu CETA formulierte das wallonische Parlament hohe Hürden: Das Abkommen dürfe weder Sonderklagerechte für Konzerne enthalten noch die bäuerliche Landwirtschaft gefährden und öffentliche Dienstleistungen unter Privatisierungsdruck setzen. So entschieden hätten wir auch gerne Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel für eine Neuverhandlung von CETA kämpfen sehen. Doch ihm reichten für sein Ja zu CETA weitgehend bedeutungslose “Auslegungserklärungen”. Nur die Walloninnen und Wallonen haben bislang noch diesen Kampfgeist gegen CETA, stehen ein für eine faire und gerechte Handelspolitik – und haben die Chance, zu siegen.

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Das belgische Wallonien begehrt gegen CETA auf. Grafik: Sascha Collet/Campact

Die mögliche Absage des EU-Kanada-Gipfels wäre eine Ohrfeige für die neoliberale Handelspolitik der EU

EU-Kommission und Regierungschef versuchen, diese Politik mit aller Macht und allen Tricks durchzudrücken. Dass Ihnen das immer noch nicht gelungen ist, ist nicht nur ein Verdienst Walloniens, sondern auch von uns allen. Von 3,3 Millionen Menschen, die die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA unterzeichneten. Von Hunderttausenden, die auf den Straßen gegen die Handelsabkommen protestiert haben. Und von unzähligen lokalen Initiativen und Bündnissen auf beiden Seiten des Atlantiks. Wir sind weit gekommen. Wir halten das durch. Was auch immer passiert, wir werden CETA stoppen!

Die EU-Kommission will uns weismachen, dass Europa am Ende ist, wenn CETA scheitert

Aber das Gegenteil ist richtig: Nur wenn CETA scheitert, haben wir die Chance, endlich internationale Abkommen zu bekommen, die die Globalisierung gestalten und den Märkten soziale und ökologische Regeln setzen. Was es jetzt braucht, ist ein breiter Prozess unter Beteiligung von Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherschützern sowie entwicklungspolitischen Gruppen, an dessen Ende der Konsens über eine neue europäische Außenwirtschaftspolitik steht.

Wir sind voller Hoffnung auf ein anderes Europa!

PS: Bisher hat kein Parlament seine Hand gehoben für CETA. Fünf Jahre wurde im Geheimen verhandelt, immer mit dem Hinweis, am Ende dürften die Parlamente mitreden. Und jetzt zeigt sich: Abnicken sollten sie es. Das ist der eigentliche Skandal – nicht die Hartnäckigkeit einer kleinen Region im Herzen Europas.

PPS: Der CETA-Krimi geht weiter. Die Versuche, das Parlament Wallonie zum Einlenken zu bewegen nehmen kein Ende. Wenn Du dich fragst ob CETA noch lebt oder schon tot ist hilft ein kurzer Blick auf diese Webseite (auf englisch): Ist CETA schon tot?

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Das belgische Wallonien begehrt gegen CETA auf. Grafik: Sascha Collet/Campact

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Autor*innen

Campact-Team

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Appelle, Aktionen und Erfolge: Darüber schreibt das Campact-Team.

Jörg Haas

Jörg Haas, Jahrgang 1961, ist Campaigner bei Campact. Nach einem Berufseinstieg in die Entwicklungszusammenarbeit in einem Regenwaldprojekt in Ecuador war er lange Jahre als Ökologiereferent für die Heinrich-Böll-Stiftung tätig. 2008 wechselte er als Programmdirektor zur European Climate Foundation. Intensives Engagement in den UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen. Ohne öffentliche Mobilisierung fehlt jedoch der Handlungsdruck - daher der Wechsel zu Campact, zuerst als Pressesprecher, nun als Campaigner.

2.459 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Ihr seit viel viel mehr, die CETA so nicht wollen. Bitte bleibt standhaft.
    Die Mehrheit der EU Bevölkerung dankt euch!

    • Vielen Dank Wallonien. Ihr habt ganze viele Menschen hinter euch. Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath. Und wer hat gewonnen – David. Also bleibt stark – auch hier kann der Kleinere gewinnen.

    • Die „Vorgänger“ haben das Wichtigste schon formuliert, dem schließe ich mich voll und ganz an.
      Danke Wallonien!!!

  2. Bereits Julius Ceasar har es gesagt:

    Horum omnium fortissimi sunt Belgae, propterea quod a cultu atque humanitate provinciae longissime absunt, minimeque ad eos mercatores saepe commeant atque ea quae ad effeminandos animos pertinent important, proximique sunt Germanis, qui trans Rhenum incolunt, quibuscum continenter bellum gerunt.

    Von diesen allen die tapfersten sind die Belgier, deswegen weil sie von
    der Lebensweise und Bildung der römischen Provinz entfernt sind, keineswegs
    bei ihnen Kaufleute häufig ein- und ausgehen und das, was zur
    Verweichlichung der Gemüter dient, einführen, und weil sie am nächsten
    benachbart den Germanen sind, die jenseits des Rheines wohnen, mit denen
    sie ununterbrochen Krieg führen.
    — Caes., De Bell. Gall. I 3.

    Merci Wallonie, de la part d’une Ame Flamend

  3. Alle Welt spricht im Zusammenhang mit CETA vom Veto der Wallonen, was ja auch gut so ist, doch was ist nun aus den gerichtlichen Auflagen für die Zustimmung der Bundesregierung geworden ? Laut Gabriel, wären alle Auflagen erfüllt, laut Frau Grimmenstein der Initiatorin der Bürgerklage in DE vor 2 Tagen aber offenbar nicht. In den Medien hört man ebenso wenig darüber wie von Frau Grimmenstein. Ist diese Aktion von der Regierung durch die Hintertür etwa abgebügelt worden ?

  4. Wallonien erinnert mich an ein kleines gallisches Dorf, was dem römischen Reich trotzt.
    Doch der wallonische Zaubertrank besteht nicht auch Kräutern sondern aus Mut zur gelebten Demokratie, Rückgrat und Einheit. Es freut mich, dass auch Brüssel (man sollte es sich auf der europäischen Zunge zergehen lassen) an der Seite der Wallonier steht und ich bedaure, dass keine andere Region, autonome Gemeinschaft und kein Bundesland zu einem solchen Schritt bereit war. Viele Menschen haben die offensichtliche Gefahr, die von CETA / TTIP und darauf aufbauenden künftigen Handelsabkommen (in dieser Form) ausgehen, erkannt. Ich hoffe, noch weitere Regionen erwachen und haben den Mut, dagegen aufzubegehren und Belgien beizustehen.
    BLEIBT STANDHAFT SETZT EUCH DURCH

  5. Ich bin entsetzt über die Reaktionen auf die wallonische Haltung : sie werden verspottet ( “ haben es noch nicht verstanden “ ) , unter fragwürdigen moralischen Druck gesetzt ( “ gefährden das Bild Europas in der Welt “ ) und als Hemmschuh für den kometenhaften Aufstieg des europäischen Handels gesehen. Und was tun sie ? Sie nutzen ein demokratisches Recht !!!! Die Diskussionen und Auseinandersetzungen hätten jedem Land gut zu Gesicht gestanden, welches sich rühmt, eine weit entwickelte Demokratie erarbeitet zu haben, Mir wird angst und bange, wenn ich erlebe, wie deutsche Politiker sich über das Geschehen äußern und wie respektlos sie durch die Bank mit Menschen umgehen, die ein Grundrecht ausüben !
    Ich wünsche uns Europäern, das es immer mehr und öfters Wallonen gibt.

  6. Wallonien, bleibt stark und öffnet die Tür für ein wahrhaftiges, faires und demokratisches Europa. Die Deutungshoheit der Werte, die Europa ausmachen sollen, liegt in den Händen der Bürger Europas. WIr sollten dies nicht dieser Politiker Clique überlassen.
    Wir sind viele und wir schaffen das.

  7. Liebe Wallonier, vielen – vielen Dank.
    Ihr habt uns gerettet. Nun wissen die Politiker das Spiel wird mit den EU Bürger schwieriger.
    Was soll man von dem Verräter und Jammerlappen (SPD) noch erwarten?
    Ich war SPD Wähler aber bei einem solchen Verrat werde ich NIE mehr SPD wählen.

    Danke Ihr Walloner euch haben wir viel zu verdanken.

    P. Müller Deutschland

  8. Mein Dank an die Wallonen und den restlichen belgischen Widerstand! Was Ihr tut, ist richtig und im Interesse der Mehrheit aller Europäerinnen und Europäer. Ihr zeigt, wie man einen rationalen Diskurs führt und sich nicht einschüchtern lässt von konstruierten Sachzwängen. Weiter so!

  9. Wallonien darf jetzt nicht einknicken !
    Unsere EU-Paralamentarier sind Marionetten de Grosskonzerne sie ignorieren die Sorgen und Wünsche der Menschen.
    CETA wurde genauso geheim verhandelt – wie TTIP – und geheim verhandelete Verträge gehen immer zu Lasten der Menschen.
    NEIN zu CETA – Wallonien bleib stark- unsere Volksvertreter sind nicht mehr wählbar !

  10. Liebe Wallonier ,
    alles was hier gesagt wurde,spricht mir aus tiefster Seele!!!
    Ich danke euch aus tiefsten Herzen, das ihr das durchsetzt was die deutsche Bevölkerung nicht kann,weil gegen den Willen des Volkes entschieden wird.
    BITTE BITTE bleibt hart.VIELEN VIELEN DANK !!!

  11. Wahrscheinlich ist die Zeit zu knapp, aber man müsste mit vollen Bussen nach Wallonien fahren und den Wallonen damit den Rücken stärken und zeigen, dass sie nicht allein mit ihrem „Nein“ zu CETA stehen.

  12. Es ist bewundernswert, wie standhaft die Wallonen sind! Sie kämpfen für ihre Freiheit, und sie kämpfen auch für unsere Freiheit und Demokratie.
    Wie kann campact den Wallonen mitteilen, dass viele andere Europäer hinter ihnen stehen und ebenfalls so denken wie sie, nur ihre gewählten Volksvertreter haben Angst, sich gegen schwächelnde und von Konzernen beeinflusste Vorsitzende, durchzusetzen und deshalb verraten sie lieber ihre Mitmenschen, denen sie ihren Posten verdanken.

  13. Danke an die Bürger in Belgien und besonders an Wallonien
    Es lebe die Demokratie!
    Bewundernswert!

    DANKE!

    Nur die Sache, die man aufgibt ist schon verloren .

  14. Super, sie bleiben immer noch standhaft. Die Wallonier haben Rückgrat. Liebe Wallonier ihr kämpft für uns mit. Neueste Nachricht: Die EU hat die Bedingungen des Bundesverfassungsgericht nicht akzeptiert laut den Anwälten der Verfassungsklage.
    Das ist doch der Hammer. Darum muss Wallonien weiter konsequent bleiben.
    CETA muss scheitern.
    Danke an Euch Wallonier. Ihr seid unsere Hoffnung.

  15. Ich will lediglich wissen, ob es das Kriterium gibt, oder ob es richtiger Weise festgeschrieben ist,
    daß es dieses Kriterium keinesfalls gibt, es lautet:
    „““schädlich für die Wirtschaft“““
    bzw findet man die Formulierung im Internet:
    „““dass jede Regulierung auf „mögliche Effekte für den Handel“ überprüft werden sollte“““
    —–
    Ist es ausgeschlossen, daß der Staat, also der kleine Steuerzahler so wie in Mexico verklagt wird,
    und wegen Gesundheitschutz für die eigene Bevölkerung Strafzahlungen leisten muss???
    http://wolf-im-freihandelspelz.tumblr.com/post/68825270998/mexiko-zahlt-schadensersatz-wegen

  16. Liebe Wallonier,

    wir danken Euch für Eueren Einsatz. Ich hoffe Ihr werdet, sofern der Vertrag geschlossen werden sollte, dafür sorgen, dass wir den Anfängen einer Parallel-Justiz Einhalt gebieten. Unser Wirtschaftsminister war ja nicht in der Lage dazu, was sich wohl bei den nächsten Wahlen ausdrücken wird. Sollte er sich als Kanzlerkandidaten aufstellen, so ist das dann wohl nur der Form geschuldet, ohne Hoffnung auf ein Mandat für diese Partei.

    Manfred Blum

  17. Vielen, vielen Dank, liebe Wallonen und liebe Belgier!
    Bitte bleibt stark und beugt Euch nicht der Macht der Konzerne.
    Ihr habt richtig gewählt – doch wer richtig wählt muss auch die Rache der Konzerne und ihrer Kumpels, der oberen Politiker aushalten. Auch dafür wünschen wir Euch viel Kraft.
    Wir werden deshalb unseren nächsten Urlaub bei Euch verbringen.
    Danke

  18. Ich zolle allen Wallonenen meinen höchsten Respekt nd danke Euch.Das ist wirkliche Demokratie!
    Ihr seid da einzige Land in der EU, das wahrhaft für uns alle in Europa gegen das CETA-Abkommen kämpft.
    Habt Dank und bleibt stark!
    Ingrid

  19. Ich danke den Wallonen ganz herzlich!!!

    Nebenbei, – Ich bin froh hier einen Komentar hinterlaasen zu können, ohne
    bei Facebook zu sein.
    Musste leider lange suchen!

  20. Andy schreibt:

    Gibt es eine Seite, auf der man den Walloniern ganz offiziell (so, dass sie es auf jeden Fall mitbekommen) seinen Dank ausdrücken kann?
    Das würde ich nämlich sehr gerne.

    Dieses wäre auch mir ein Festessen. Diese wenigen Leute kämpfen für uns alle. Wir werden ja leider nicht gefragt.

  21. Finde ich total klasse!!! Freut mich wirklich
    ,da ich schon fast damit abgeschlossen hatte. Aber da kann man sehen Wunder gibt es doch noch! Klasse!!!

  22. Hans

    Dank an die Wallonier. Bleibt stark und erhaltet die Demokratie.
    Damit unser Volk auch mal zur Besinnung kommt und der Volksmeinung mehr Stärke gibt.
    Haltet durch. Danke

  23. – Mitteilung für Campact-Organisation –

    Wo sind meinen zwei letzten Kommentare gelandet?
    Der zweite von mir geschriebener Kommentar, war der Nummer 1859. Zu diese Nummer steht der vorherige von meinen zwei geschriebenen jetzt.
    Ich bitte um eine Antwort.
    MfG
    Alex

  24. Dear Wallonia,

    keep on figthing for your/our rights!
    I´m proud on you, stay strong. Don´t go any step back. It´s a shame to me that you are the last frontline for europe´s people between us and the cruel side of kapitalism.

    Ride on!!!

  25. Chers Walloniens,

    Merci pour votre courage et votre force! Nous sommes fiers de vous, les vrais europeens, ceux qui veulent preserver les vrais valeurs europeennes acquises durant des centaines d´annees! Restez forts, ne vous laissez pas decourager!

    Merci,

    Henriette

  26. Meinen riesigen Dank und Respekt an Wallonien, bitte nicht weichklopfen lassen! Wir setzen unsere Hoffnung auf Euch. Leider treten unsere deutschen Politiker unsere berechtigten Einwände mit Füßen.
    Durch Lobbyismus wurde und wird uns viel Schädliches zugemutet. Man denke z. B. nur an über 100 Jahre Asbest. Auch hier waren die Wirtschaftsinteressen (Lobbyismus) die Ursache dafür, dass das Verbot jahrzehntelang unterblieb. Und so wurde mehr und mehr davon produziert und verbaut und die Gefahr potenzierte sich. Wir werden diese Gefährdung der unserer Gesundheit nun nie mehr los. Das Gleiche wird wieder passieren, z. B. mit Fracking und Trinkwasser, um nur einen von den vielen schädlichen Punkten – bis zur Außerkraftsetzung unserer Rechtsprechung durch Schiedsgerichte – zu nennen, die uns mit CETA und TTIP übergestülpt werden sollen.
    Bitte bleibt bei Eurer Entscheidung!

  27. Danke Wallonien!
    Nicht einschüchtern lassen. Nach CETA würden nur noch mehr rein finanziellen Interessen regieren. Was wir brauchen ist mehr weltweite Soziale Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard und mehr Betriebswirtschaft nach der normativen Lehre. Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen, nicht der Mensch der Wirtschaft. Nicht reine Gewinnmaximierung um jeden Preis sondern ein angemessener Gewinn sollte Ziel sein. CETA ist ein Abkommen, das einmal mehr gewissenlosen Spekulanten Tür und Tor öffnen würde. Allein ausgeübter Druck auf gewissenhafte wallonische Abgeordnete zeigt das wahre Gesicht der Befürworter. Wann beginnt endlich der Wandel in den Köpfen unserer Eliten? Vielleicht läge ein möglicher Ansatz bei unseren Hochschulen? Vielleicht müssten dort vermittelte Werte von manchen Lehrstühlen grundsätzlich und generell hinterfragt werden? Ich glaube, das Denken unserer zukünftigen Eliten wird auch sehr von den Hochschulen mitgeprägt, an denen diese Eliten ausgebildet werden.

  28. Liefern wir unsere Demokratie nicht den Lobbyisten aus, den ewigen skrupelosen Gierhälsen, die nur eines kennen: Macht, Einfluß und persönlichen Gewinn. Wallonier! knickt nicht ein! Stand up and fight for your rights! Brüskiert die Polit-Marionetten und deren Puppenspieler…

  29. Liebe Wallonen,
    meine Hoffnung ruht auf Euch. Bitte bleibt stark und lasst Euch nicht umstimmen. Auch ich bin gegen CETA, nur ich werde nicht gefragt! So ist Demografie in Deutschland!

  30. CHAPEAU!!!!! So sollten 100 Walonien in der EU sein!!!!! Il faudrei avoir CENT Walonie en Europe

  31. Liebe Wallonen, bleibt stark,die Demokratie ist nicht verhandelbar, Millionen Menschen werden euch danken.

  32. Danke Wallonen, bitte haltet durch, ich bitte Euch für mich , meine Familie (Kinder und bereits Enkelkinder)verkauft sie nicht. Ich bin an ihrer Zukunft in einem sozialen und demokratischen Europa interessiert und nicht an einem „Lobbykonstrukt“. Und schafft die Justiz nicht ab (Paralleljustiz), auch sie macht Fehler, ist aber auch ein Pfeiler der Demokratie. Und dies gilt für alle Bereiche der Gesellschaft, die von CETA „verunstaltet „werden.(bedrohte Arbeitsplätze, Klagerechte der Konzerne,Gefährdung des Sozialstaates und der Daseinsvorsorge, Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Vorsorgeprinzip,usw. usw) Insgesamt die Gefährdung der Demokratie. Also bitte, bitte laßt euch nicht umstimmen, schreibt demokratische Geschichte, Millionen Menschen werden es euch danken.

  33. Danke Wallonien. Der Druck auf Euch muss groß. Viele sind aber mit Euch.
    Wie ein Gutachten der London School of Economics über NAFTA (2013) zeigt, ist dieses Un-Freihandelsabkommen etwas Schädliches für GB (und andere Länder).
    Dirk Müller: Viel schlimmer als erwartet!
    Sahra Wagenknecht: TTIP bedeutet nicht Freihandel, sondern Sonderrechte für Konzerne
    Prof. Max Otte: TTIP ist die völlige Entmachtung der Politik!
    Harald Schumann: Steuerflucht der transnationalen Konzernen, die sich Steuersätze von ca. 1% ergaunern. Hier erhebt eine Diktatur der Wirtschaftselite ihr Haupt, die wir nicht zulassen dürfen.
    (TTIP entspricht CETA entspricht NAFTA im Wesentlichen.)
    Liebe Grüße

  34. Danke Wallonien, haltet durch, Millionen Menschen in Europa unterstützen euch, es ist für mich z.Zt. wunderbar zu sehen, dass man dem Lobbyismus auch widerstehen kann.Europa muß demokratisch und sozial sein, oder es wird gar nicht sein.Ich habe mich in letzter Zeit mit vielen Menschen der SPD Basis unterhalten , die fast ausschließlich gegen CETA waren, was die Haltung Gabriels zur Farce macht. Mir ist keine Verbraucherschutzorganisation, keine NGO, keine Gewerkschaft, nicht die Vertretung mittelständischer Betriebe, Kirchen usw. usw bekannt, die dieses „Konstrukt“ des personifizierten Lobbyismus für gut hält. Das permanente Kungeln zwischen großen Konzernen und Politik nimmt wirklich inzwischen widerliche Formen an. Und die Menschen tragen die Folgen.Nicht Wallonien nimmt Europa in Geiselhaft, sondern das besorgen gewissenlose Politiker gegenüber ihren Wählern.Es ist an uns allen, diesem zu widerstehen. Also bitte, bitte laßt euch nicht umstimmen.Ihr schreibt demokratische Geschichte.

  35. verehrte Wallonier, bleibt stark gegen die Politiker, die uns durch unterlassene Informationen über die hinterlistigen Teilbereiche der Verträge z.B private Schiedsgerichte, die die Konzerne zu Ihrem Vorteil benutzen können und werden, hinters Licht führen wollen.
    Hartmut Lürbke24.10.2016

  36. Super Wallonier, bitte bleibt standhaft und haltet durch. Es ist schön zu sehen, dass in Belgien die Politiker noch auf ihre Wähler hören. Wenn man bedenkt, dass letztes Jahr im Oktober 250.000 Menschen in Berlin gegen CETA und TTip demonstriert haben und noch im September Demonstrationen in 7 großen deutschen Städten waren und das unseren Volksvertretern anscheinend immer noch am A…. llerwertesten vorbeigeht, dann sage ich Hut ab vor der Wallonie. Bitte haltet durch, es ist ja traurig, das unsere gewählten Volksvertreter mehr daran interessiert sind die großen Konzerne zu unterstützen statt dem Wählerwillen zu folgen. Ich hoffe, die Wähler haben ein gutes Gedächtnis, die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

  37. Von 3,3 Millionen Menschen, die die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA unterzeichneten, von Hunderttausenden, die auf den Straßen gegen die Handelsabkommen protestierten und den unzähligen lokalen Initiativen und Bündnissen auf beiden Seiten des Atlantiks höre ich selten – und von einem 18-monatigen umfangreichen Konsultationsprozeß des Wallonischen Parlaments mit Wirtschaft, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft hatte ich bis heute nichts gehört.
    Aber daß Europa sich „lächerlich“ mache, zu „scheitern“ drohe, ein kleines „Regionalparlament“ nun ganz Europa „als Geisel“ nehme – davon hörte ich heute sehr viel. Ob meine Unkenntnis nur an mir liegt?
    Was wissen wir voneinander? Worüber wird wann wie warum und zu welchem Zweck berichtet?
    Spätestens bei dem Wort „Geisel“ mußte ich an Griechenland denken, in dem mit dem Tag der Wahl von Alexis Tsipras von einem Tag auf den anderen das „Chaos“ und die Armut ausbrach – bis er den Privatisierungen zustimmte.
    Danke, Wallonien!

  38. Hallo wallonier
    Ihr seid super. Bitte gebt nicht auf. Wir schaffen das nicht ohne euch.
    Danke Angelika

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