Aus den Augen eines Schweines: Diese Bilder lassen mich nicht mehr los

Dieses außergewöhnliche 360-Grad-Video eröffnet einen einmaligen Einblick in die Welt der Massentierhaltung – aus den Augen eines Schweines. Thomas D. von den Fantastischen Vier stellt es vor.

von  28 Kommentare

Wie mag es sich anfühlen, als Ware geboren zu werden? Nie die Sonne zu sehen, sein Leben in einer engen Zelle zu verbringen und schließlich an einem Förderband auszubluten? Dieses außergewöhnliche 360-Grad-Video eröffnet einen einmaligen Einblick in die Welt der Massentierhaltung – aus den Augen eines Schweines. Thomas D. von den Fantastischen Vier stellt es vor.

+++ Achtung: dieses Video ist wirklich schockierend. Es enthält Szenen, die möglicherweise für manche unangemessen erscheinen und ist altersbeschränkt +++

Im Rahmen unserer Kampagne gegen Megaställe muss ich mich täglich mit erschütternden Bildern und Informationen beschäftigen, doch es scheint unmöglich, das Leid der Tiere wirklich nachzuempfinden.

Das Leid der Tiere nachempfinden

Doch dieses Video der Organisation „Animal Equality“ zeigt die Perspektive eines Schweines von der Geburt im Kastenstand über das Abschneiden von Schwänzen bis zum Tod im Schlachthaus. Es lässt uns nicht nur beobachten, sondern zieht uns ins Geschehen. Es zeigt keine außergewöhnlichen Missstände, sondern den ganz normalen Alltag in der Massentierhaltung, wie ihn jedes Jahr Millionen Tiere erleben müssen. Vor ihrem Leid verschließen wir oft die Augen. Dieses Video will sie uns wieder öffnen.

Immer wieder enthüllen grausame Bilder Missstände in einzelnen Ställen. Politiker und Bauernvertreter sprechen dann oft von Einzelfällen, von unrühmlichen Ausnahmen. Was diese Äußerungen verschweigen: selbst wenn alle gesetzlichen Vorschriften befolgt werden, ist die Haltung von Tieren in Massenställen erschreckend. Ein Kastenstand von 70 mal 200 cm, in dem eine Sau nicht einmal einen Schritt zur Seite machen kann; harte Spaltböden, auf denen sich die Tiere die Knie und Hufe wundlaufen; Buchten, in denen pro Schwein nur 0,75m² vorgesehen sind.

Das Leid der Tiere hat System – umso dringlicher ist also eine politische Lösung gefordert.

Natürlich gibt es Widerstände gegen eine entschiedene Reform der Tierhaltung: sie kommen von mächtigen Agrarkonzernen, aber auch von Bauern, die ums Überleben kämpfen und von großen Einzelhändlern, die weiter billiges Fleisch verkaufen und satte Gewinne machen wollen. Und natürlich wirft die Diskussion um Tierhaltung weitere Fragen auf: nach Fleischkonsum, nach Exporten, nach Agrarsubventionen. Doch gerade deshalb dürfen wir dieser Diskussion nicht aus dem Weg gehen. Dafür kann es helfen, die Welt einmal mit den Augen eines Schweins zu sehen – und zu erfahren, welches Schicksal Millionen Tiere durchleben. Bis die Politik endlich handelt und für eine tiergerechte Haltung sorgt.

Du willst helfen, eine Diskussion über bessere Tierhaltung anzustoßen? Dann teile diesen Beitrag mit Deinen Freunden:

28 Kommentare

  • Vegetarismus ist leider auch keine Lösung. Für die Milch- und Eierproduktion geschieht noch viel entsetzlicheres Tierleid und ohne Tiertod funktioniert sie nicht. Ist Veganismus die Lösung? Leider wird Veganismus nicht die Welt retten, die ökologischen Zusammenhänge sind komplexer als „Fleischherstellung verschwendet Ressourcen“. Ich empfehle das Buch von Anita Idel „Die Kuh ist kein Klimakiller“. Auch das hier sollte man in die Diskussion einbeziehen: http://www.urgeschmack.de/verursachen-vegetarier-mehr-blutvergiessen-als-fleischesser/
    Dann geht es leider mir und vielen anderen so: Ich vertrage keine Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Eier oder Milchprodukte. Fleisch hingegen sehr gut. Nach Schweinefleisch aus Massentierhaltung merke ich aber nach Verzehr sofort einen starken Erschöpfungsanfall, also kommt bei mir nur noch Bio- und Demeterfleisch auf den Teller. Veganismus und Vegetarismus haben bei mir leider nicht funktioniert, habs lange versucht, aber davon bin ich krank geworden.

  • von Realist

    Auch ich sehe so wie Ulrich Ahrens. Täglich sterben tausende Tiere in den Klauen von Raubtieren einen mehr oder weniger langsamen Tod. Das nehmen wir alles als gegeben hin. und richtig, wei hier bereits erwähnt, sind wir als „Allesfresser“ geboren. Das kann man ganz klar an unserem Gebiss erkennen. Auch unsere nächsten Verwandten die Schimpansen, holen sich immer wieder mal ein „Fleischhappen“. Natürlich ist das Alles keine Rechfertigung für das, was manchmal in Schlachthöfen passiert oder leider sehr oft in Mästereien, unabhängig davon um welche Tierart es geht. In der Tat kann so etwas nur durch den Gesetzgeber abgestellt werden, da es immer wieder Leute geben wird, die nur nach dem Preis schielen. Dazu gehört selbstverständlich auch die entsprechende Kontrolle. Letztendlich würde sich das auf den Preis niederschlagen, was mit Sicherheit positive Auswirkungen auf den Fleischkonsum hätte. Nur, die Wirtschaft ist mächtig…mächtiger als die Politik!

  • von Susanne Bartel

    Wären die Menschen bereit endlich mal etwas mehr für ihr essen zu zahlen, wäre das auch ein Anfang.
    Und ihr lieben Vegetarier: Habt Ihr schon mal überlegt wie Eure Papaja nach Deutschland kommt? Sicher ganz schonend ohne Tanker die Öl verklappen oder Flugzeuge die cerosin ohne Grenzen in die Luft hauen, das ist den Schweinen sicher egal, abernicht den vielen Tieren die dort betroffen sind. Auch Eure Taschen, Schuhe und und und: wenn die nicht gerade aus Hanf sind, sondern wie bei einer bekannten von mir aus Plastik, dann denkt bitte endlich mal nach was diese Produktion in der Tier/ Pflanzenwelt anrichtet. Aber sicher freuen sich die Delphine über riesige bunte Plastikteppiche auf dem Meer.
    Fangt an zu denken und handelt dann.

  • von Susanne Bartel

    Wenn ich den Film ansehe und die Kommentare lese, fällt mir wieder auf: wie einseitig doch berichtet und kommentiert wird. Warum gibt es immer nur diese Extreme, warum fangen die Menschen nicht endlich mal an zu denken und handeln immer alles auf der emotionalen Ebene ab?
    Der Mensch ist schon vom Gebiss her als „Allesfresser“ zu sehen, Schneidezähne, Reißzähne und
    Mahlzähne. Das legt nahe, gut gemischte Kost zu sich zu nehmen, auch tierische Produkte. Wie ich diese jedoch erwerbe, das steht auf einem anderen Blatt. Es gibt tatsächlich Bauern, die unter artgerechten Bedingungen Tiere halten und für entsprechendes Geld sind die Produkte zu erwerben.
    Um sicher zu gehen, das ich auch wirklich ein moralisch vertretbares Produkt erwerbe, muss ich mich natürlich mit meinen Einkaufsorten beschäftigten.
    Keine tierischen Produkte zu erwerben ist nicht die Lösung, die Bauern unterstützen, die ordentlich produzieren, das wäre eine kluge Entscheidung, denn dann würde dieser Bereich wachsen.

  • von Ich

    Jeder muss nur endlich mal akzeptable preise für fleisch akzeptieren dann ist eine lösung in aussicht. Discounter müssten hier zur verantwortung gezogen werden; eigentlich alles einfach wurd aber nie passieren!

  • von Alex 72

    Da geht es nicht nur mehr darum das hier nur die Arbeit getan wird sondern das auch der Mensch dafür so abgebrüht sein muß . Klar ist der Fleischkonsum gestiegen und man kann appellieren weniger zu essen aber es liegt doch an unseren Gesetzen und Politikern das Tiere egal ob zum verzehr oder nicht überhaupt so gehalten werden dürfen! Und wie lange weiß man von diesen Missstände und nichts passiert? Es wird Zeit zu handeln!

    • von Peter

      Das ist genau der Punkt. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass die Grünen von Anfang ihres Wirkens diese Zustände angeprangert haben. Allerdings ist es nur möglich diese Situation auf Bundesebene zu ändern. Als sie mit in der Regierung vertreten waren hat die SPD nicht mitgemacht.

    • von Karin

      Gerade die Grünen, was haben die bisher getan. Nichts.

    • von amil

      stimmt, die grünen machen rein gar nichts, obwohl sie bisher fast jede bundeskanzlerin gestellt haben. sarkasmus off.

  • von Isabelle

    Hallo, die Wahrheit grausam! Leider ist es nur ein kleiner Ausschnitt all der Ungerechtigkeiten die es auf der Welt gibt, welches häufig durch unseren Konsum gefördert wird, ohne dass wir es direkt bemerken! Ich finde das Video gut, aber das Ende gefällt mir nicht wirklich. Der Mensch isst schon seit vielen Jahren Fleisch und es ist fest in unser Kultur verankert, was nicht heißt das wir das nicht ändern können, aber es muss ja nicht gleich gar kein Fleisch sein! ich hab auch schon an vielen Höfen Schweine glücklich Leben sehen, einfach angemessen..mit Auslauf und natürlicher Mutter-Kind-Beziehung. Ich fände das Video deutlich besser gelungen, würde es am Ende auf diese alternative Tierhaltung hinweisen und auch sagen das es nicht darum geht von heute auf morgen komplett auf Fleisch zu verzichten, sondern einfach bewusst Fleisch einzukaufen (Motto: mehr zahlen – weniger konsumieren)! So sind es wieder nur die nervigen Vegetarier/Veganer, die einem des Braten vermiesen wollen..

  • von Bärbel Carnehl

    Ich finde es ganz Schlimm was haben wir nur für Politiker die sollten das der Merkel und den anderen auf den Schreibtisch packen die leben da doch drann vorbei

    • von Katrin Beushausen

      Liebe Bärbel,
      es gibt zum Glück auch zahlreiche Politikerinnen und Politiker, die sich gegen Massentierhaltung einsetzen, aktuell etwa Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). So wie wir ihren Gesetzesentwurf gegen Megaställe mit einem Appell unterstützen, wollen wir in der Politik jenen den Rücken stärken, die für eine Agrarwende und eine artgerechte Tierhaltung kämpfen.

  • von G.Zimpel

    Man kann das nicht mehr sehen,warum wird diese Art der Tierhaltung nicht endlich abgeschafft. Ich bin froh das ich kein Fleisch esse, mir würde alles hochkommen bei dem Gedanken was für ein (kein) Leben so ein Tier hatte

  • von Kistler Sofija

    @Ich habe Flesch schön lange gestrichen und bin darüber sehr froh.Aber ganz glcklich bin ich nicht ,weil andere das tun.

  • von lenni

    wie sie mit den tieren umgehen, so gehen sie auch mit ihren mitmenschen um!

  • von Ich

    Schönes Video, vieleicht mal ein Video einer Wildsau zeigen. 1m Schnee, 3Tage nichts zu fressen, ein hungriges Rudel Wölfe im nacken.

  • von Rosi

    darum bin ich vor 25 Jahren Vegetarier und dann Veganer geworden. Die Produkte jedes Masttieres können nicht gesund und schmackhaft sein. Personen, die dies verursachen, die Geld damit verdienen, nur weil die Industrie und der Verbraucher es so billig wie möglich haben wollen, sind nicht zu verstehen. Der Konsument ist schuldig, er will billig.Egal ob er krank und fett wird, dafür gibt es dann das Rezept vom Arzt für Tabletten. Die Pharmaindustrie mästet die Tiere und mach den Menschen krank, verdient doppelt.

  • von Julia humer

    Wer erlaubt den mensch das er so mit tieren umgehen darf.
    Es müsste einmal umgekehrt sein.

  • von Dieter Gasteier

    Aus diesem Grund verzichte ich nun schon über 6–Jahre auf jegliches Fleisch bez. jegliche Wurst von Tieren. Grund war ein gezeigter Viehtransport im TV. Man ist weder gesünder noch kränker wenn man vegetarisch lebt. Aber in meinen Augen ist es ein Verbrechen gegen die Kreatur, diese Art der Masttierhaltungen durch den Fleischkonsum zu unterstützen.

  • von Karin Müller - Kubatz

    Kein kommentar!

  • von von Zitzewitz Iris

    Wie grausam sind Menschen. Leider wächst der Fleischkonsum . Wenn ich in die Einkaufswägen sehe wird mir ganz schlecht.Unmengen Fleisch- und Wurstberge.
    Ich esse schon lange kein Fleisch und keine Wurst mehr. Werde auch satt mit Gemüse ,
    Obst und Salat. Versuche oft mit meinen Freundinnen darüber zu sprechen, aber ernte kein Verständnis. Sehr traurig!!

  • von Vera Schober

    Geld regiert die Welt .
    Traurig wie mit Lebewesen umgegangen wird .Ich hab es mir nicht angesehen …Das ertrag ich nicht.
    Warum wird kein anderes Tierschutzgesetz geschaffen?.Schlafen die alle ?oder woran liegt das.
    Ich esse nur Fleisch vom Bauern wo ich weiß wie die Tiere gehalten werden .
    DENN JEDES LEBEWESEN HAT DAS RECHT AUF EIN MENSCHENWÜRDIGES DASEIN

  • Es muss mehr so was gezeigt werden damit die Menschen das sehen ,solange man es nicht sieht denkt man nicht darüber nach

  • von Kurt-Udo Stretz

    Die Gemeinheit von Gewinnmaximierern die sich so an Mitgeschöpfen vergreifen ist wohl kaum zu überbieten

  • von Martine Burg

    Tiere sind Lebewesen… die mit Respekt behandelt werden sollen.

  • von Ulrich Ahrens

    Ihre Darstellung ist leider sehr plakativ und einseitig. Sie unterstellen damit allen Aufsicht führenden Amtstierärzten auf den Schlachthöfen, auch auf denen Vieh aus ökologischer Erzeugung geschlachtet wird, sich an kriminellen Handlungen gegen das Tierschutzgesetz zu beteiligen. Die Tötung der Tiere erfolgt mit vorheriger CO2-Begasung oder elektrischer Betäubung. Wie grausam die langwierige Tötung eines Beutetieres in der freien Wildbahn
    durch ein Wolfsrudel ist, stellen Sie nicht dar. Das Beutetier wird einer langen ausgiebigen Hetzjagd ausgesetzt, der Puls des Tieres jagt in die Höhe, der Panikstress muß unvorstellbar sein bis dann vielleicht nach Stunden der erlösende Biss in die Kehle bei vollem Bewußtsein erfolgt, die anderen Rudelgenossen sich bei lebendigem Leibe ein Stück aus der Beute reißen und es noch minutenlang dauert, bis es sein Leben ausgehaucht hat. Vielleicht sollten Sie diese mörderische Art der Tötung von Wildtieren mal in Ihre Betrachtung mit einbeziehen.

    • von Katrin Beushausen

      Lieber Herr Ahrens,
      im Gegensatz zu Wölfen sind wir Menschen doch in der Lage, unser Handeln zu reflektieren und dafür Verantwortung zu übernehmen. Wir haben diesen Anspruch auch im Tierschutzgesetz formuliert: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“ (§1). Untersuchungen zeigen jedoch, dass es bei der Betäubung im Schlachthaus zu hohen Fehlerquoten kommt, so dass regelmäßig Tiere bei Bewusstsein sind, wenn sie geschlachtet werden. Dies ist vor allem dem Druck geschuldet, viele Tiere in kürzester Zeit zu schlachten. Alternativen zur industriellen Schlachtung, etwa kleine Bioschlachtereien, Weideschuss oder mobile Schlachtboxen, erfordern Zeit und Einsatz – Ressourcen, an denen es in der Massentierhaltung mangelt.

  • von Sabine Feld

    Bitte beenden sie die grausame massentierhaltung und alles was dazu gehört!!!Auch Tiere haben ein Recht zu leben!!!

Kommentare sind geschlossen.