Im Europaparlament stehen die Telefone nicht still

Zahlreiche Campact-Aktive rufen jetzt ihre Europa-Abgeordneten an. Ihre Forderung: Sagt Nein zu CETA! Denn das  EU-Kanada-Abkommen gefährdet unsere Demokratie. Berichten auch Sie von Ihren Erfahrungen.Insbesondere interessiert uns: Welche/n Abgeordnete/n haben Sie angerufen? Sind Sie durchgekommen? Mit wem haben Sie gesprochen? Welche Reaktion haben Sie vorgefunden? Beachten Sie dabei unsere "Netiquette". Auch wenn Sie verärgert sein…


Zahlreiche Campact-Aktive rufen jetzt ihre Europa-Abgeordneten an. Ihre Forderung: Sagt Nein zu CETA! Denn das  EU-Kanada-Abkommen gefährdet unsere Demokratie.

Berichten auch Sie von Ihren Erfahrungen.Insbesondere interessiert uns:

  • Welche/n Abgeordnete/n haben Sie angerufen? Sind Sie durchgekommen?
  • Mit wem haben Sie gesprochen?
  • Welche Reaktion haben Sie vorgefunden?

Beachten Sie dabei unsere „Netiquette“. Auch wenn Sie verärgert sein sollten: Beleidigungen haben in diesem Live-Blog nichts zu suchen.

91 Kommentare

  • von Dr. M. Siegel

    Liebe Mitstreiter,
    die letzten Tage haben mir gezeigt, dass unser Protest in der EU nicht angekommen ist.
    Die Argumente der Parlamentarier sind natürlich fadenscheinig, aber wir kommen nicht an ihnen vorbei. Ich mache trotzdem weiter, dann eben ohne EU.
    Gruß
    M. Siegel

  • von Christine Karsten

    sorry, dass es nicht geklappt hat bei der FDP-Abgeordneten, deren Nummer Sie in Ihrer Mail genannt haben… leider ist in den letzten 3 Tagen niemand ans Telefon gegangen und auch ein AB ist nicht angesprungen. Heute morgen habe ich es nochmal versucht (wieder in Straßburg), aber leider wieder ohne Erfolg. Ich hoffe, dass die Telefonaktion trotzdem ein Erfolg war und wir heute Abend bei den Nachrichten aufatmen können.

  • von Korbinian Grünwald

    Ich habe drei CSU Abgeordnete angerufen (Deß, Ferber, Hohlmeier). Bei keinem war ein Mitarbeiter erreichbar (wohl absichtlich). Bei Herrn Deß war es immerhin möglich auf Band zu sprechen. Aber so wie es aussieht wird es denen bereits zu viel oder Sie interessieren sich einfach nicht für ihre Wähler.

  • von Gerda Schmalenberg

    Habe soeben meinen Europaabgeordneten angerufen , er war leider nicht da , aber die Dame am Telefon wird meinen Anruf weitergeben und ist wie ich der Meinung das Ceta abgelehnt werden muß .
    Es war ein sehr nettes freundliches Gespräch .

  • von Sieglinde Andersen

    Norbert Neuser (SPD) habe ich angerufen
    Sein Mitarbeiter hat mir höflich zugehört, ich habe u.a. darauf hingewiesen, dass ein Brückenbauer in Kanade gemäß den Bestimmungen, den Staat auf Erstattung seiner Gewinnerwartungen verklagt hat und nun der Staat die dem Bauunternehmen entgangenenGewinne in Millionenhöhe zahlen muss.
    Er hat angegeben, diese Sendung zu suchen im TV und j e t z t noch dem Abgeordneten zugänglich zu machen.

  • von Petra Kurzbuch

    Ich habe versucht, Herrn Peter Jahr ans Telefon zu
    bekommen,aber Er war leider nicht anwesend.Ich
    habe dennoch seiner Sprecherin Frau Lobvogel,mein
    NEIN zu CETA,NEIN zum Freihandelsabkommen
    kund getan….traut Euch Alle anzurufen!

  • von W. Bergmann

    Ich habe soeben mit dem Straßburger Büro der Abgeordneten Frau Krehl gesprochen. Eine Mitarbeiterin fragte mich nach den Gründen, weshalb ich die Bitte um Ablehnung von CETA äußere. Ich nannte die Schiedsgerichte, die Umweltstandards und den Verbraucherschutz. Auf alle Punkte meinte die Mitarbeiterin, diese seien entweder nicht mehr im Abkommen enthalten (Schiedsgerichte) oder die europäischen Standards seien nunmehr im Abkommen verankert und ob ich überhaupt das Abkommen – alle 1500 Seiten – gelesen hätte. Die Mitarbeiterin schien ein wenig genervt, versprach aber die Nachricht weiter zu leiten. Ich bin gespannt, wie die Abstimmung ausgehen wird.

  • von Thomas Janisch

    Habe gerade im Büro „meines“ EU-Abgeordneten Markus Ferber (CSU) angerufen, durfte ihn aber natürlich nicht selbst sprechen. Die Mitarbeiterin teilte mir mit, dass er für CETA stimmen wird und dass dies auch über seine Kommunikationskanäle (facebook, …) erkennbar wäre. Ich bat sie, ihm dennoch meine Bedenken bzw. meine Bitte, gegen CETA zu stimmen, auzurichten. Darauf erklärte sie mir sinngemäß, dass Hr. Ferber bereits sich festgelegt hätte. Gerne könne sie mir auch Hr. Ferbers Argumente nochmal per Email zukommen lassen. Mir kam dies vor, als wollte sie mich „abwimmeln“ und meine Meinung wohl keine Bedeutung hätte. Worauf ich betonte, dass er auch mich im EU-Parlament verträte, (außerdem würde er mich auch persönlich kennen, da wir im selben Ort aufwuchsen und aus gemeinsamen Tagen in der Jugendarbeit dort). Ich bat sie nochmals ihm meine ablehnende Haltung gegen CETA vorzutragen, was sie mir dann auch zusicherte. Was soll sie auch anderes sagen???

  • von geeorg heirich

    Wenn Zoll gezahlt wird gibt es auch einen Empfänger. Das klärt die Positionen. Aber die Vielzahl und die Macht der Lobbyisten verschieben die Verhältnisse. Da kann ich mir mit kleinen Spenden mein Recht nicht erkaufen. Leider. Man könnte nach Mexiko blicken um zu lernen.

  • von Christoph Oechsle

    Hallo
    Ich habe das Büro des CDU Abgeordneten A. Schwab in Freiburg angerufen. Er selbst war nicht erreichbar, da aktuell in Strassburg. Die Büroangestellte hat mein Anliegen aufgenommen, versprochen es weiterzuleiten und meinen Namen notiert. Sonst keine Reaktion.

  • von geeorg heirich

    Bei einem ähnlichen Abkommen zwischen USA und Mexiko konnte man beobachten was geschah. Die Mexikaner sagten sie wünschten sich Arbeit, die bekamen sie. Sie durften als Zulieferer für die US Autoindustrie tätig werden. Allerdings wurde nur ein Zehntel von dem gezahlt was bisher in den USA gezahlt wurde. In den USA gingen Arbeitsplätze verloren, in Mexiko kamen die Arbeiter mit ihrem Lohn nicht aus, nur die Autoindustrie machte Gewinn. Auf der anderen Seite lieferten die großen Farmen Lebensmittel nach Mexiko zu Preisen die die dortigen kleinen Bauern in den Ruin trieb. Als der Staat seinen kleinen Bauern helfen wollte, wurde sofort mit riesigen Strafen gedroht. Daher habe ich Angst, weil ich befürchte, dass es Lobbyisten gelingt unseren Abgeordneten Sand in die Augen zu streuen.
    Aus diesen Gründen werde ich keine Partei wählen die für diese Verträge ist.

  • von Ina M

    Hallo zusammen,
    Habe eben mit Herrn Schachtner, Wahlkreisbüro von Manfred Weber, gesprochen.
    Seine freundliche Reaktion:“ ich geb es gern weiter.“
    Mein Herz hat gepocht, aber es tat nicht weh – und jetzt tut es gut ;-)
    Also: Nur Mut!

  • von Lore Weber

    Ich habe das Abgeordnetenbüro in Brüssel angerufen und mit dem Assistenten von der SPD-Abgeordneten Frau Ulrike Rodust gesprochen. Das Gespräch verlief freundlich. Der Assistent gab vor, Frau Rodust über mein Anliegen zu benachrichtigen. Der von Campact vorgefasste Text zu CETA war sehr hilfreich.
    Darüber hinaus wies ich noch auf die Wahlversprechen der SPD-Kandidaten Gabriel, Schulz und Steinmeier hin, die übereinstimmend in Funk und Presse verlauten lassen, sich schwerpunktmäßig um die Mängel in der Sozialversorgung des Volkes zu kümmern, als deren Vertreter sie gewählt sind.

  • von A. Eckert

    Hallo, ich habe heute mit dem Brüsseler Büro von Herrn Brok telefoniert. Herr Brok hatte persönlich keine Zeit, deshalb habe ich mit Herrn Dirk Berger gesprochen und meine Bedenken vorgetragen mit der Bitte, sie Herrn Brok weiterzuleiten, was er gerne tun werde, so seine Aussagen.

    • Ich kenne Herrn Brok persönlich. Wir saßen auf einem Podium zu TTIP u.CETA nebeneinander. Herrn Brok anzusprechen ist absolut hoffnungslos. Er hat wenig Ahnung von den Inhalten, ist aber trotzdem unbeirrt ein Befürworter aller Freihandelsabkommen, also auch TiSA.
      Er hört nicht auf sachliche Argumente, auch nicht bezügl.des Negativbeispiels NAFTA (USA – Kanada – Mexiko)
      Ich bin der Aufforderung, ihn anzurufen, aus diesen Gründen nicht nachgekommen.

    • Manchmal lohnt es sich jemanden anzurufen, um einfach eine Botschaft abzusenden

    • Und wenn man im Vorfeld weiß, dass die Botschaft abgelehnt wird? Verarschen kann man sich selbst, sagt der Volksmund. Politiker heute verstehen sich ausschließlich als „Jobverschaffer“ – mehr sind sie nicht (Utilitarismus pur, von deutschen Politikern höchstpersönlich eingeleitet). Brok verspricht sich von CETA Jobs – Ende des Gesprächs.
      Bei dem Horizont kann man allmählich intellektuell einpacken. Die Welt geht eh unter (weiß doch jeder, der denkt).
      PS: 2° werden wir auch nicht schaffen. Wat soll’s.

  • Ich habe mich heute Nachmittag überwunden, eine Abgeordnete anzurufen – zum ersten Mal in meinem Leben! – und erreichte in Brüssel das Büro von Ulrike Müller.
    Sie ist (in meinem Wahlkeis) Vertreterin der Freien Wähler und hat sich der Fraktion der Liberalen im europ. Parlament angeschlossen (ich sollte jemanden von der FDP anrufen). Sie selbst war natürlich nicht zu sprechen, aber ihre Assistentin hat mich freundlich aber kühl angehört. Ich bat sie der Abgeordneten auszurichten, dass ich sehr besorgt sei wegen CETA (und nannte konkrete Gründe) und dass ich sie dringend bitte, CETA abzulehnen. Erst als ich fragte, wie denn das mit den Schiedsgerichten jetzt geregelt werden solle, verwies sie mich auf Frau Müllers Website, weil sie keine Zeit hätte zum Diskutieren. Aber sie versprach, meine Botschaft auszurichten. – Nunja,mehr war wohl nicht zu erwarten! Danke für Eure Initiative und die gründliche Vorbereitung und das leicht zu hantierende Programm.
    Gerhard Breidenstein (Traunstein)

  • von Edith Steffen

    Ich habe soeben unserem saarländischen Europaabgeordneten Jo Leinen eine E-Mail geschrieben und ihn gebeten, morgen gegen CETA zu stimmen und mir evtl auch zu antworten. Telefonisch bin ich leider nur beim AB gelandet.

  • das Vorsorgeprinzip und unser ganzer Verbraucherschutz wird aus den angeln gehoben…bitte dagegen stimmen!

  • von K. Krause

    Sehr geehrte Damen und Herren, Neoklassik und Neoliberalismus sind dazu da, um die Kompromissbereitschaft der Vermögenden abzusenken. Das sage ich Ihnen als Konservativer mit Blick für soziale Vernunft. „Europa“ wird verkommen neoliberal dominiert. Wenn z.B. etwa 50% der deutschen Bevölkerung quasi kein oder kaum Vermögen haben, obwohl sie arbeiten oder arbeiten wollen, dann zeugt dies von der Dummheit derer dafür Verantwortlichen, die laut behaupten, sie wollten Freiheit und eine florierende Wirtschaft erhalten. Die Folge sind sozialer Unfrieden und ein Erstarken der s.g. Rechten Populisten. CETA und s.g. Freihandel (was für eine Worthülse der Mächtigen) sind Ausdruck eines menschenverachtenden neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftsbildes. Menschen werden einander entfermdet, ebenfalls von der Natur. Stopp sofort, stopp dem neoliberalen Gedankengut. Freiheit ist nicht, alles herstellen und verkaufen zu können, was man möchte.

    • von Dagmar Albrecht

      Danke für diesen differenzierten Beitrag. Ich stimme in allem zu, nur missfällt mir der Begriff Dummheit. Ich vermute, es liegt nicht an daran, sondern an der Unwissenheit der Verantwortlichen. Ein feiner, aber wesentlicher Unterschied. Echtes Verständnis des Wirtschafts- und Finanzwesens ( Felber, Eisenhuth und vermutlich viele andere ) begreift diese Systeme als menschengemacht, d.h. nicht mechanisch. Die Menschenverachtung, von der Sie sprechen, ergibt sich aus dem Zusammenspiel mechanischer Wirtschaftsvorstellungen mit dem Bild des Menschen als egoistisches Wesen usw. Wobei die Bekämpfung dieser angeblich egoistischen Natur dann leider erst zu ihrem wirklichen Erscheinen und Erstarken führt. Es braucht eben nicht nur den denkenden, sondern auch den fühlenden und besonders den mitfühlenden Menschen, um zu begreifen und sinngemäß zu handeln.

  • von H.J.Lommer

    Guten Abend.

    Ich kann mich im Augenblick nicht aktiv beteiligen, nach 3 Herz OP und einem neuerlichen Herzinfarkt fällt es mir nicht leicht, mich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen.

    Sobald es mir besser geht, bin ich wieder dabei.

    Bitte um Verständnis.
    Grüße

  • von Dorit Kittel

    Bin vielleicht schon ganz schön spät, habe trotzdem meine Abgeordnete Frau Iris Hoffmann angerufen und – leider – nur auf den AB sprechen können. Vielleicht wird ja tatsächlich – wie versprochen – zurückgerufen. Würde mich aber sehr wundern…

  • von Petra Wiese-Kähler

    Ich habe das Berliner Büro von Frau Kaufmann (SPD) angerufen (in Brüssel habe ich niemanden erreicht) und ihrem Mitarbeiter meine Bitte vorgetragen, morgen gegen CETA zu stimmen. Er hat sich meinen Namen notiert und sich bereit erklärt, mein Anliegen per E-Mail an Frau Kaufmann weiter zu leiten.

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Veröffentlicht von Jörg Haas

Jörg Haas, Jahrgang 1961, ist Campaigner bei Campact. Nach einem Berufseinstieg in die Entwicklungszusammenarbeit in einem Regenwaldprojekt in Ecuador war er lange Jahre als Ökologiereferent für die Heinrich-Böll-Stiftung tätig. 2008 wechselte er als Programmdirektor zur European Climate Foundation. Intensives Engagement in den UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen. Ohne öffentliche Mobilisierung fehlt jedoch der Handlungsdruck - daher der Wechsel zu Campact, zuerst als Pressesprecher, nun als Campaigner.