Diese 6 Punkte zeigen, dass die EU unser Leben besser macht

Ein Grund zum Meckern über die Europäische Union findet sich immer: Zu bürokratisch, bürgerfern, neoliberal und zu ineffizient sei sie. Doch hat die Gemeinschaft auch mal etwas für uns getan? Diese sechs Punkte zeigen, dass die EU unser Leben besser macht.

von  Anne Beny 51 Kommentare

#1 – Sie lässt Dich studieren, arbeiten und leben wo Du willst

Wir lernen, studieren und arbeiten über Grenzen hinweg. Schon während der Schulzeit fängt es an: Eltern schicken uns zum Schüleraustausch nach Frankreich oder England. Im Studium wagen wir uns vielleicht sogar selbst für ein Auslandssemester in eine europäische Metropole. Völlig selbstverständlich wird später noch etwas berufliche Auslandserfahrung in den Lebenslauf integriert. Selbst im Rentenalter dürfen wir uns dann niederlassen, wo wir wollen. Rente aus unserer Heimat bekommen wir trotzdem.

#2 – Du kannst reisen – einfach so

Doch es müssen nicht mal die langen Auslandsaufenthalte sein: Sonne tanken auf Mallorca, ein romantischer Trip nach Paris oder mit Freunden zu einem Fussballspiel der Champions League – kein Problem. Die Reisefreiheit in der Europäischen Union macht es möglich. Dafür brauchen wir keinen Reisepass, kein Visum und in den Mitgliedstaaten des Euroraums fällt auch der Geldwechsel weg. Dabei können wir nebenbei über 20 verschiedene Sprachen kennenlernen. Luxus!

#3 – Sie schützt Dich

Diese Reisen hat die Europäische Union nicht nur einfacher, sondern mit ihren Standards und Regulierungen auch sicherer gemacht. Eine Blacklist sorgt dafür, dass hier nur sichere Flieger in die Luft dürfen. Verspätet sich ein Flug oder fällt ganz aus, stehen den Passagieren Nahrung, Übernachtung und Entschädigung zu. Dafür hat nicht die Großzügigkeit der Airlines gesorgt, sondern die EU. Doch die Gemeinschaft schützt Dich nicht nur auf Reisen. Die Regeln zum Verbraucher- und Konsumentenschutz umfassen unter anderem Nahrung, Kosmetik, Medikamente und Einkäufe im Internet.

#4 – Sie hat dir Frieden gebracht

Die Europäische Union hat viele Fehler und Unzulänglichkeiten. Doch genau die Verflechtungen und Abhängigkeiten, die die Gemeinschaft oft träge machen, sorgen dafür, dass sie zum erfolgreichsten Friedensprojekt wurde. Ein Blick in die Geschichtsbücher oder die aktuellen Nachrichten zeigt: Das ist keine Selbstverständlichkeit!

#5 – Sie garantiert weitreichende Rechte

Die Grundrechte Charta der Union geht weit über die klassischen Bürgerrechte hinaus. Sie beinhaltet etwa auch Daten- und Verbraucherschutz, Kinderrechte, das Verbot von Folter und Sklaverei und den Schutz vor Diskriminierung. An diese einklagbaren Grundsätze müssen sich die EU-Institutionen halten.

#6 – Sie sorgt sich um Deine Umwelt

Das Verbot der klassischen Glühbirne oder die Begrenzung der Wattzahl bei Staubsaugern, hat der EU viel Spott eingebraucht. Doch diese Vorgaben sind nicht dazu gedacht, uns zu ärgern. So sollen Geräte energieeffizient Strom sparen und zum Klimaschutz beitragen. In diesem Bereich ist die EU noch immer Vorreiter. Aber auch zum Schutz der Gewässer, der Luft oder der Artenvielfalt werden auf EU-Ebene Maßnahmen ergriffen. Ab 2017 greift übrigens eine Regelung, die nicht nur Elektroschrott vermindert, sondern über die wir uns alle freuen dürften: Dann müssen die Handyhersteller einheitliche Ladegeräte bauen.

Streite mit uns für Europa

Natürlich finden wir nicht alles gut, was auf EU-Ebene entschieden wird, die unsoziale Sparpolitik, die neoliberalen Handelsabkommen oder die Abschottung der Außengrenzen. Aber nur Rumnörgeln bringt nichts – wir müssen für Veränderung streiten. Deshalb setzen wir uns ein für eine weltoffene, noch demokratischere und sozialere EU. Wir streiten für eine EU, die den Frieden sichert, die tolerant und weltoffen ist. Wir wollen eine EU, die soziale Gerechtigkeit ganz nach vorne stellt. Bist Du auch dabei?

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51 Kommentare

  • von Markus Estermeier

    Außer der einheitlichen Währung hatten wir innerhalb der europäischen Staaten doch schon alles was ein friedliches Zusammenleben ermöglichte. Erst mit der Zusammenführung der politischen EU und danach dem Brechen aller Grundlagenverträge durch die brüsseler Politbürokraten wurden 40 Jahre der friedlichen Kooperation zunichte gemacht.

  • von Ute Müller

    Liebe Leute,

    hier gibt es ein Manifest für die Demokratisierung Europas. Und DiEM25 hat mehr als das, nämlich auch Vorstellungen, wie man sich als Bürger dran beteiligen kann, um sie zu verwirklichen. Schaut mal:
    https://diem25.org/manifesto-lange-version/

    Ich finde, das ist eine tolle Sache – da werde ich mich gern beteiligen, und es würde mich freuen, Euch dort zu treffen!
    Viele Grüße
    Ute

  • Zweiter Teil:
    In folgenden europäischen Ländern leben die Menschen in erheblicher materieller Deprivation, Litauen 13,9 Prozent, in Lettland 16,4 Prozent, in Ungarn 19,4 Prozent, in Griechenland 22,2 Prozent, in Rumänien 22,7 Prozent und in Bulgarien 34,2 Prozent – mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Rate noch deutlich höher. In Ungarn waren im Jahr 2015 36,1 Prozent der Unter-18-Jährigen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, in Griechenland 37,8 Prozent, in Bulgarien 43,7 Prozent, in Rumänien 46,8 Prozent. Das sind Zahlen die nicht so einfach ignoriert werden können, wer glaubt Europa sei sich einig der ist auf einen Irrweg. Das sind Zahlen, die geprüft worden sind von unabhängigen Experten.
    Das ist purer Zündstoff für populistische Parteien aller Art.

  • Es gibt nicht nur Wohlstand in der EU es gibt auch Verlierer in der EU wenn Europa nicht zerfallen sollte man beide Seiten betrachten wir hier in Deutschland sind die Gewinner aber wer sind die Gewinner? Auch bei uns gibt es Verlierer. Während das „Medianeinkommen“, ein statistischer Mittelwert, in Deutschland bei 20.668 Euro im Jahr liegt, bewegt es sich etwa in Polen, Lettland und Litauen zwischen 5.000 und 6.000 Euro; in Ungarn liegt es bei monatlich fast 4.500 Euro, in Bulgarien bei rund 3.300 Euro und in Rumänien bei rund 2.250 Euro – nur wenig mehr als ein Zehntel des deutschen Werts.
    Die materielle Deprivation hält eine Menge von EU-Staaten fest im Griff, ein signifikanter Teil der Bevölkerung und das betrifft Personen, auf die mindestens vier von neun klar definierten Armutskriterien zutreffen, darunter etwa, keine Waschmaschine oder kein Telefon kaufen oder seine Wohnung nicht angemessen beheizen zu können.

    • von Markus Estermeier

      Deutschland ist Gewinner? Vordergründig betrachtet ja! Aber ein Targetsaldo von 800 Milliarden Euro sagt uns etwas ganz anderes. Firmen die in die europäischen Länder geliefert haben, haben das Geld dafür auch über die Bundesbank bekommen. Die Bundesbank wiederum hat eine nicht einbringliche Forderung an die EZB beziehungsweise an die ungedeckten Konten der anhängenden Länder. Wenn also diese Forderungen der Bundesbank abgeschrieben werden müßen, ist der deutsche Steuerzahler für den Bilanzausgleich fällig.
      Was nützen uns die dicksten Umsätze wenn die Kunden nicht bezahlen können? Da verzichtet man doch besser gleich auf das vermeintlich lukrative Geschäft. Alternativ könnte man die Ware auch direkt verschenken. Das würde zumindest den Ärger mit erfolgloser Geldeintreibung sparen.

  • von Ernst Richter

    Ich liebe Deutschland und Europa. Zumindest vieles davon. Ich sage mal ganz allgemein, was gut ist sollte ausgebaut werden und was schlecht ist verbessert, Aber zu hoffen das von irgendeinem aktuellen Abgeordneten etwas getan wird für Transparenz, Gerechtigkeit, Naturschutz, Nachhaltigkeit oder was auch immer an wichtigen Themen ansteht, ist vergebens. Jeder Politiker steckt in seinem selbstgewählten System fest und es gibt kein Entkommen. Er kann gar nichts für seine Wähler tun. Daher sollten wir aufhören zu fordern, tut dies oder tut das für uns. Tut es selber! Schließt Euch mit anderen zusammen und versucht einen Neuanfang, das System der Parteien ist nicht mehr zeitgemäß und überholt. Nach Industrie 4.0 ist es jetzt an der Zeit für Demokratie 4.0 ;o) Jetzt ist die Zeit reif, Ihr spürt es doch auch…

  • von Torsten Griese

    Gerne unterstütze ich diese Aktion.

    Es ist sehr viel an der EU zu kritisieren. Ja, sie ist in weiten Teilen undemokratisch. Ja, sie handelt überwiegend neoliberal. Aber sie hat über die Jahre hinweg etwas erreicht, das nun weiterentwickelt werden muss: Die Menschen lassen ihr nationalstaatliches Denken hinter sich und sehen sich als Europäer! Was für unglaubliche Chancen ergeben sich daraus.

    Es ist nun an der Zeit, einen Prozess der Erneuerung anzustoßen. Für mich geht es nicht darum, die alte EU mit all ihren Mängeln zusammenzuhalten. Sondern auf ihrem Grunde etwas Neues aufzubauen. Und dafür braucht es diese Initiative und noch viele andere. Wir europäischen Bürger müssen uns jetzt einsetzen für ein starkes, demokratisches Europa, das den Menschen gerecht wird und dessen Gestaltung wir nicht mehr nur Eurokraten und Lobbyisten überlassen dürfen. Wir brauchen dieses gemeinsame Europa angesichts der Nord-Süd-Konflikte, sozialer Ungleichheit, Klimawandel und politischer Spannungen.

  • von Thomas Teichmann

    Wirklich sinnvoll ist m.E. die Vorbereitung mit vielen Verbündeten (die dann auch genannt werden) einer Europa weiten Aktion für eine Europäische Verfassung mit sozialen Zielen, die eine Struktur schafft, um mit den Herausforderungen der aktuellen Krisen fertig zu werden. Als da sind: Umweltverträgliches Wirtschaften, Auflösung des Zusammenhangs von Einkommen und Leistung bei enormer Produktivität, Demokratie gegen Finanzmacht durchsetzen, friedliche internationale Beziehungen statt ausbeutende Freihandelsabkommen mit erpressbaren Regierungen in Afrika, …
    Eine präzise Aktion für ein soziales Europa, gegen die undemokratische Lobbikratie, unterstütze ich gerne.
    Diese gefährlich naive Aktion hier aber nicht.
    viele Grüße
    Thomas

  • von Thomas Teichmann

    Auch Campact wurde verdächtigt, wahlweise anti-amerikanisch oder Europa skeptisch zu sein.
    Deshalb ist diese naive „pro-Europa“-Kampagne zwar gut gemeint, aber sie ist ein willkommener Ablenker für die neoliberale Agenda. Das gilt noch stärker für die pulseofeurope, die von einer stramm neoliberalen Wirtschaftskanzlei gestartet wurde, mit genau dem Ziel, gutgläubige Mitmenschen von der Kritik an den skandalösen Projekten der EU-Kommission abzuhalten.
    Der von Deutschland ausgehenden Wirtschaftskrieg gegen die europäischen Partner, der sich auch gegen die Arbeitnehmer in Deutschland richtet, wird damit bemäntelt und beschönigt. Das widerspricht den von Campact behaupteten Prinzipien.

    • von Anne Beny

      Lieber Herr Teichmann,
      Pulse ist erstmal nicht neoliberal ausgerichtet sondern eine überparteiliche Bewegung die sich gegen den Nationalismus und für die europäische Einigung ausspricht. Ob der Gründer Wirtschaftsanwalt ist oder Bäcker, ist dabei ja erstmal egal, solange er/pulse keine neoliberale Politik vertritt. Pulse sagt, die EU muss erhalten bleiben, damit man sie verbessern kann. Viele Menschen- ob alt oder jung, bürgerlich oder links – drücken in den Demos aus, dass sie sich gegen Rechtspopulisten wie Le Pen und Wilders stellen, die eine Rückkehr zum geschlossenen Nationalstaat propagieren. Und diesen Widerstand finden wir wichtig, deshalb haben wir auf Pulse hingewiesen. Aber wir müssen einen Schritt weiter gehen. Deshalb sagt Campact ganz deutlich, dass sich die EU verändern muss und deshalb setzen wir uns in unseren Kampagnen für eine bessere EU ein, für eine EU, die demokratischer, sozialer und ökologischer ist.

      Beste Grüße
      Anne Beny

    • von Thomas Teichmann

      So naiv zu sein ist in Machtfragen nicht erlaubt. Und Politik ist die Dimension der Macht in einer Gesellschaft. Sie ignorieren hartnäckig die Argumente und Hinweise, dass pulse-of-europe keine positiven Ziele verfolgt. Außer dem wirtschaftlichen Interesse einer Kanzlei, die von CETA etc. profitieren will.
      Wenn Sie so weitermachen, werden Sie noch eine gute Europapolitikerin der Martin-Schulz-Schule.
      Traurig
      Thomas Teichmann

  • von Thomas Teichmann

    Aber schon in den siebziger Jahren wurde deutlich, dass die Sozialgesetzgebung vernachlässigt wurde. Mit dem völlig frei erfundenen Verschuldungslimit in den Maastrichter Verträgen in den neunziger Jahren wurde die Kehrtwende zum Neoliberalismus vollzogen. Mit der Einführung des Euro, was eine symbolische Aktion war, startete dann von Deutschland aus ein neoliberaler Wirtschaftskrieg durch Sozialdumping. Weder die früheren Verträge, und schon gar nicht die Lissabon-Abkommen, konnten dies verhindern.
    Als die Franzosen 2005 die vorgeschlagene unsozial geprägte Verfassung ablehnten, wurden sie in der deutschen Presse beschuldigt, Europa zu verraten. Da waren im deutschen Mainstream bereits „Europa“ und neoliberale Wirtschaftspolitik verschmolzen, und wer sich gegen die aus Brüssel und Berlin (und Amsterdam) kommenden asozialen Richtlinien und Investitionsschutzverträge stellte, wurde als schlechter Europäer in die extremistische Ecke gestellt.

  • von Thomas Teichmann

    Hallo Anne Beny,
    mich stört auch diese zur Schau getragene Naivität in dem Europa-Lob. Historisch unbedarft, und ohne klares Ziel. Ich empfinde mich selbst als Europäer, und aus diesem Empfinden schreibe ich hier:
    Die EU geht sehr wohl aus dem Bestreben hervor, Kriege durch eine gemeinsame Struktur zu verhindern. Die Schaffung eines europäischen Marktes in einer Sparte wurde als Versuch gestartet, die Verfahren einer überstaatlichen Organisation zu testen und Vertrauen zu wecken. Das ist gelungen. Und damit ist ein geschichtlich einmaliges, unglaublich wertvolles Projekt in Gang gesetzt worden, den friedlichen Interessenausgleich über Grenzen hinweg zu gestalten. Das ist ein ungeheurer Erfolg.

    • von Anne Beny

      Lieber Herr Teichmann,
      wie am Ende des Artikels beschrieben, sind auch wir gegen die unsoziale Sparpolitik, die neoliberalen Handelsabkommen oder die Abschottung der Außengrenzen. Deshalb wollen wir nicht nur für den Erhalt der EU, sondern auch für ihre Veränderung kämpfen. Wir setzen uns für eine weltoffene, demokratischere und sozialere EU ein.

      Beste Grüße
      Anne Beny

  • von Thomas Teichmann

    Hallo Anne Beny,
    ich habe mir die Mühe gemacht, die Kritik an dieser Aktion auszuformulieren, und hoffe, dass die jetzt folgenden Kommentare, die als ein ganzer Text gedacht sind, so dargestellt werden können. Es ist ein Versuch und ich hoffe auf Ihre Unterstützung.
    Viele Grüße
    Thomas Teichmann

  • von Holger

    Hier noch ein Nachtrag zu meinem Kommentar von gestern:
    http://german-foreign-policy.com/de/fulltext/59568
    Da kann man in Zahlen nachlesen, wie sehr die EU unser Leben bzw. das anderer Europäer verbessert. Nee, für dieses Europa / diese EU lohnt es sich nicht zu kämpfen.

    Und ich möchte auch daran erinnern, dass es Cecilia Malmström war, die gegenüber dem Independent herausgelassen hat, dass sie ihr Mandat nicht von den Menschen Europas erhält, nachdem sie auf den Widerstand gegen CETA/TTIP angesprochen wurde.
    http://www.independent.co.uk/voices/i-didn-t-think-ttip-could-get-any-scarier-but-then-i-spoke-to-the-eu-official-in-charge-of-it-a6690591.html

  • von Holger

    Hmmh, macht Europa unser Leben wirklich besser? Die Griechen dürften an dieser Aussage so Ihre Zweifel haben; Spanier und Portugiesen auch. Meine Tochter (Halbspanierin) durfte in
    Madrid die Auswirkungen des deutschen Spardiktates aus erster Hand erleben (ein sanierungsbedürftiges Krankenhaus, für welches die Gelder fehlen).
    Es gibt sicher gute Gründe, einen Rückfall in Nationalstaaten nicht durch die rosarote Brille zu sehen, aber so, wie die EU aktuell funktioniert, wird genau diese Tendenz verstärkt.
    Vgl. hierzu maskenfall: https://www.maskenfall.de/?p=11672

  • von Jarek Majchrzyk

    Bei Europa in jetziger Form kann man nicht die Spreu vom Weizen trennen. Das versucht zwar Anne Beny nach Kräften, aber der Versuch misslingt.

    In den 60ern des vorigen Jahrhunderts hat sich Europa, damals in Aufbruch befindend, eine Sozialcharta gegeben, die 1996 nochmals unterzeichnet wurde, aber seitdem solchem Vokabular wie „Standort“, „Wetbberwerbsfähigkeit“, „Reformen“ gewichen ist. Das Soziale hat jedoch im europäischen Geist eine Leere hinterlassen, die jetzt vom aufgeplusterten liberalen und freiheitlichen Geschwätz gefüllt wird. Damit keine Missverständnisse aufkommen – ich schätze sowohl Freiheit als auch Liberalität, hier allerdings dienen sie nur als Krücke für neoliberalen Gang nach vorne.

    Die Populisten, die jetzt die besten Chancen haben nutzen diese Leere und kommen sogar mit weitgehenden sozialen Reformen an die Macht (Polen). Die europäischen Eliten dagegen sehen Europa als eine Drei-Drittel-Gesellschaft wo der erste Drittel einfach abgeschrieben wird.

  • Ich bin eigentlich für Europa, habe in meiner Jugend auch von den Programmen zum Kennenlernen von Europa profitiert und auch später im Ausland gearbeitet. Leider ist es im Moment eher für mich schwierig, hier in Deutschland einen Einstieg zu finden. Geschichten zu meinen Erfahrungen in Frankreich: Eine Liebe in Paris, und aus den Geschichten aus dem Rheingau: Das Abitur – ein Grund zur Randale. Näheres auf meiner Homepage.

  • von R.Debus

    Liebes campact Team,
    leider kann ich Euren offenen Brief nicht unterzeichnen, da die EU durch und durch neoliberal ausgerichtet ist. Ich persönlich sehe für mich eher mehr Nachteile als Vorteile in der jetzigen Situation. Reisen, im Ausland studieren konnte man vorher auch. Warum ist man ein Populist wenn man berechtigte Kritik übt?
    Viele Grüße
    Rüdiger Debus
    (Wo sind die vorherigen Komentare geblieben?)

    • von Ana Moreno

      Hallo Rüdiger Debus, ganz ihrer Meinung. Die EU knebelt uns durch CETA und macht einfach weiter mit ihrem Kurs, der die Menschen unter den Konzernen stellt. Da läuft Campact in eine ganz falsche Richtung. Nein Danke.

  • von Gerhard Junge

    Endlich an die Fluchtursachen gehen.
    Ich freue mich, dass es wieder eine pro-europäische Öffentlichkeit gibt. Aber mit Beschwörung von bereits Erreichtem ist es nicht getan. Der Worte sind genug gewechselt, nun lasst uns endlich Taten sehen. Alle Parteien und Regierungen schreiben sich die Bekämpfung von Fluchtursachen auf die Fahnen, damit meinen sie meistens die Balkan- und Mittelmeer-Schleppermafia. Die wirklichen Fluchtursachen sind:
    Vernichtung von Arbeitsplätzen und lokalen Märkten in der „dritten Welt“ durch Lieferung von EU-subventionierten Lebensmitteln, durch den Export von Altkleidern und Giftmüll, durch EU-Fischerei vor den afrikanischen Küsten, durch Waffenexporte.
    Ich will kein Europa, das ein Synonym für Ausbeutung ist.
    Europa soll für die Sicherung von Frieden und Menschenrechten stehen, aber nicht nur als Lippenbekenntnis.

  • von R.Debus

    Die EU wurde gegründet als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), also nur aus Wirtschaftlichen Gesichtspunkten heraus. Die Versprechen seit Einführung des Euro sind nicht eingehalten worden. Wohlstand für einige ja, für alle nein. Der Grund­pfei­ler, eine einheitliche Fiskalpolitik einzuführen ist das größte Hindernis für eine wirkliche Einheit. Die noch 28 Mitgliedsstaaten verfolgen ihre eigenen Interessen und suchen nur ihren Vorteil. Unfähig eine eigene Position gegenüber den USA zu formulieren, ist die EU nun ein großes Protektorat anstatt 28 keinerer. Was habe ich persönlich von der EU? Seit ca. 20 Jahren keine vernüftige Einkommenssteigerung. Ich verliere Aufträge gegenüber osteuropäischen Anbieteren, da die Mitarbeiter mit rund 18.-€ immer noch zu teuer sind. Reisen und studieren war auch vor der EU möglich, man hat halt Geld umgetauscht, fertig! Nach wie vor gilt studieren im EU Ausland geht nur wenn Papi genug Geld bereithält. Welche Grundrechte meint Ihr?

  • von Frank Ropen

    Na dann reise und studiere mal, wenn du oder deine Eltern aufgrund von Niedriglöhnen nicht genug Geld haben, weil in der EU erst mal die Wettbewerbsfähigkeit zählt statt der Mensch.
    Frag mal die Griechen was die EU Ihnen gebracht hat. Armut und Verzweiflung und bei den Flüchtlingen lässt man sie auch im Stich.
    Sparzwang, Jugendarbeitslosigkeit und Hauptsache Ministeuern für Unternehmen.
    Danke EU

    • von Anne Beny

      Lieber Frank Ropen,
      Für die Dumpinglöhne in Deutschland ist die deutsche Bundesregierung verantwortlich, die EU hat hier gar keine Kompetenz. Auch die schlechten Regelungen für Leiharbeiter sind auf die Bundesregierung zurückzuführen. Die EU hat in den Bereichen, wo sie Politik machen darf, die Höchstarbeitszeit begrenzt, Standards für die Sicherheit am Arbeitsplatz gesetzt und war Vorreiterin für die arbeitsrechtliche Gleichstellung von Frauen. Viele Sachen laufen nicht gut, aber nicht immer ist die EU daran schuld.

    • von Frank Ropen

      D.h. also die EU hat keine Kompetenz dafür zu sorgen, dass ihre Bürger vernünftig entlohnt werden, wie nutzlos. Und gegen Steuerdumping über Luxemburg, Niederlande und Irland wird effektiv nichts getan unter tatkräftiger Mithilfe Deutschlands.
      Und die Punkte Griechenland und Flüchtlinge?
      Hier ist sehr wohl die EU verantwortlich und zeigt das im Falle eine Falles Wirtschaft immer über dem Menschen steht.
      Mit Waffen aus der EU (Deutschland) werden in der Welt Kriege geführt, dann werden die Hilfszahlungen für die Flüchtlingslager gekürzt und wenn die Menschen dann in ein sicheres Land fliehen, zahlt man lieber Unsummen, um sie in anderen Ländern fest und aus der EU fernzuhalten. In Ländern, die nicht gerade für die Einhaltung von Menschenrechten bekannt sind.

    • von Frei Antiropen

      wie erleichternd, dass eure Kommentare zahlreich wie kritisch folen auf die Aufzählung von Vorteilen der EU aus unverantwortlich naiver und die soziale Realität ignorierender Perspektive!
      Und so einer Organisation hatte ich Geld überwiesen, um die Demonstrationen für einen fairen Handel in der Welt (gegen TTIP) zu unterstützen.

    • von Anne Beny

      Liebe/r Frei Antiropen,
      vielen Dank für ihre Unterstützung.

      Neben aller Kritik an den Handelsabkommen oder der unsozialen Sparpolitik bringt die EU uns viel Gutes – nur wird das häufig vergessen. Auch wenn wir nicht mit allen Entscheidungen einverstanden sind, die auf EU-Ebene getroffen werden, wollen wir mit der Kampagne die öffentliche Debatte beeinflussen und die Menschen dazu motivieren, sich für eine andere EU einzusetzen. Wir sind für ein vereintes, weltoffenes und friedliches Europa und setzen uns ein für eine weltoffene, noch demokratischere und sozialere EU.

      Mit freundlichen Grüßen
      Anne Beny

    • von Innocent

      So ist es – leider werden hier wohl 90% der EU kritischen Kommentare „weg moderiert“ so wie auch meine.
      Sonst sehe der Kommentarthread hier noch deutlich anders aus …
      Schade das Campact meint Kritiker nicht oder nur zum kleinen Teil zu veröffentlichen – es gab schon andere Beiträge hier, da sahen es auch fast alle anders als Campact – da fragt man sich, wer sie finanziert…

    • von Anne Beny

      Liebe/r Innocent,

      Campact finanziert sich über Spenden aus dem Kreise der Campact-Aktiven und regelmäßige Beiträge der Campact-Förderinnen und -Förderer – also von Menschen wie „Du und ich“.
      Uns ist wichtig, unabhängig zu sein und zu bleiben. Staatliche Mittel oder Parteispenden kommen für die Kampagnenarbeit von Campact nicht in Frage. Weitere Infos findest du in unserern Transparenzberichten: https://www.campact.de/campact/ueber-campact/finanzen/

      Beste Grüße
      Anne Beny

  • von Marco Fonzi Cruciani

    Die obengenannten Punkte sind schon lange Realität in die verschiedensten Verfassungen der Mitgliedstaaten.

    • von Anne Beny

      Lieber Marco,

      Natürlich sind die klassischen Bürgerrechte wie Rede-, Meinungs- oder Versammlungsfreiheit in den meisten Verfassungen der EU-Mitglieder festgeschrieben. Die Grundrechte Charta der EU orientiert sich an diesen Verfassungen, geht aber noch darüber hinaus. Hier finden sich Verbraucherschutz, Datenschutz, ein Recht auf gute Verwaltung, Kinderrechte, Rechte von Menschen mit Behinderungen oder älteren Menschen. Zudem wurden wurden viele soziale Rechte in der Charta festgehalten, die in der Verfassung Deutschlands nicht zu finden sind.

      Aber auch wir sind natürlich nicht mit allem einverstanden, was auf EU-Ebene entschieden wird. Deshalb setzen wir uns für eine weltoffene, noch demokratischere und sozialere EU ein.

  • Die Zinsen die es nicht mehr gibt habt ihr vergessen.Reisen konnte man auch vor der EU über all hin.Wieviel deutsche verdienen ihr Lebensunterhalt außer halb von Deutschland. Wieviel kommen nach Deutschland(Billigarbeiter aus Osteuropa)Schüleraustausch gab es auch schon vor der EU.Frieden sehe ich eher fragwürdig.Klimaschutz,Warum immer nur Deutschland kümmert euch mal um Asien.In den Südländern war noch nie was los,wird auch trotz Dragi und seiner Geldverschwendung auch nie was werden.Deutschland war auch vor der EU des öfteren Exportweltmeister,nicht immer aber immer ziemlich oben mit dabei.Wenn irgendwo ein Schild auftaucht diese Projekt wird gefördert aus EU Mitteln,könnten wir mit leichtigkeit selber bezahlen mit den Beiträgen die wie an die EU leisten.Ich hör jetzt mal lieber auf,könnte aber noch mehr.

  • von H.J. Weissbach

    Reisen und im Ausland studieren und ein paar Liter Wein oder Zigarren mitbringen konnte man schon früher, nur war dafür weniger Geld vorhanden. Aber an den 21 % Arbeitslosen in Eurooa unter 25 Jahre (in Griechenland 44 %) und an den Migrationsproblemen hat sie nichts geändert. Sie hat nicht zuletzt wegen vorschnellen Beitrittszusagen an ost-
    und südosteuropäische Länder ein enormes Sozialgefälle innerhalb der EU geschaffen und einen kaputten Balkan hinterlassen und wir leben wieder im kalten Krieg mit Russland. Ach ja: und die Kernenergie wurde durch die Römischen Verträge massiv subventioniert. Und die verfrühte Euro-Einführung… Ich sage nicht, dass man jetzt austreten kann und soll, aber man muss den Schaden der letzten 10 Jahre mit ihrem überehrgeizigen technokratischen Politikstil erst einmal nüchtern begutachten, bevor man sich entschließt, so weiter zu machen.

    • von Anne Beny

      Liebe/r H.J. Weissbach,
      natürlich konnte man auch vorm Bestehen der EU reisen. Doch heute ist es innerhalb der EU-Grenzen mit wesentlich weniger Aufwand möglich. Man benötigt etwa keinen Reisepass oder kann in den Ländern des Euroraums einfach mit dem Euro bezahlen. Außerdem haben wir die Freiheit, überall in Europa zu leben ohne Visa und große Anstrengung. Das bedeutet nicht, alles gut zu finden, was auf EU-Ebene entschieden wird. Wir finden, dass die EU sich verändern muss: Wir setzen uns ein für eine weltoffene, noch demokratischere und sozialere EU.
      Beste Grüße
      Anne Beny

    • von Frank Ropen

      Überall in Europa zu leben ohne Visa und große Anstrengung. Ist wieder eine Sache des Geldes, wer arbeitslos ist, hat diese Freiheit nicht mehr so einfach. Dann wird plötzlich doch wieder nach Nationalität unterschieden (Bsp.: Kindergeld)

  • von Ronald Graf

    Ich unterschreibe gewiß nicht. Die EU ist mir zu wirtschaftsfreundlich und zu verbraucherfeindlich, außerdem verwässert sie auf der einen Seite strenge deutsche Regulierungen (Glyphosat käme bei uns nie durch), auf der anderen Seite drückt sie uns Vorschriften auf, die auf dem Mist einzelner, einflussreicher Protagonisten gewachsen sind und die keinerlei Nutzen haben außer der Profilierung denjenigen (Waffenrecht). Nein danke!

    • von Anne Beny

      In vielen unserer anderen Kampagnen kritisieren wir bestimmte EU-Politiken hart, da wird kein Politiker und keine Politikerin auf die Idee kommen, mit uns sei ein “weiter so” zu machen.

      Für uns ist nicht “die EU” an allem Übel schuld, sondern falsche Mehrheiten. Außerdem hat die EU nicht nur Übles hervorgebracht sondern den Menschen auch viele gute Dinge beschert wie Reisefreiheit, die Grundrechtecharta, Verbraucherschutzstandards etc.

      Wir können aber nur für eine bessere Politik streiten, wenn die EU nicht von den Rechten zerstört wird. Deshalb wollen wir mit dieser Kampagne ein Zeichen setzen: Die EU verändern, um sie zu erhalten.
      Beste Grüße
      Anne Beny

    • von Frank Ropen

      Die EU wird von EU-Bürokraten zerstört, die Rechten teilen sich nur das Aas.
      Haben die Rechten CETA, TISA, TTIP verhandelt? Haben die Rechten den Südländern unsinnige Sparmaßnahmen aufgezwungen?
      Und was die Grundrechtecharta wert ist, kann man in Griechenland und bei den Flüchtlingen sehen.

  • von Jana Kowalski

    Die EU schuetzt dich? Sie will die Quecksilberwerte fuer Seefisch massiv erhoehen. Was ist mit der Kennzeichnungspflicht fuer Lebensmittel? Die EU tut lieber das was die Konzerne wollen, anstatt die Verbraucher umfassend zu schuetzen! Ich koennte viele andere Beispiele bringen!
    Wenn die EU so friedliebend ist, warum wird dann massiv gegen Russland aufgeruestet??? Soll ein Krieg gegen Russland auf EU-Gebiet stattfinden???
    EU fuer die Umwelt? Warum wird dann das Monsanto-Bayer Produkt GLYPHOSAT nicht einfach fuer immer verboten? Kann man dem Litauischen EU-Kommissar nicht klar machen das Monsanto-Bayer Produkte auch fuer ihn schaedlich sind???
    Warum will die EU TTIP/CETA und andere Vertraege? Das geht doch voll am EU-Buerger vorbei!
    Es ist mir schon oft aufgefallen; ihr von Campact seit sehr blauaeugig!

    • von Anne Beny

      Liebe Jana Kowalski,

      die vielen falschen Entscheidungen der letzten Jahre laufen der europäischen Idee zuwider und lassen uns frustriert zurück.

      Aber aufgeben bringt nichts: Mit der Kampagne wollen wir zeigen, dass wir für eine bessere Politik streiten, aber gleichzeitig die EU erhalten wollen. Denn ein Rückkehr in Nationalstaaten bringt uns noch viel weniger, wenn wir eine soziale und ökologische Politik durchsetzen wollen. Neben aller Kritik an den Handelsabkommen oder der unsozialen Sparpolitik bringt die EU uns nämlich auf viel Gutes – nur wird das häufig vergessen. Die Freiheit, überall in Europa zu leben ohne Visa und großen Aufwand. Die EU hat es geschafft, dass sich die Staaten nicht mehr gegenseitig die Köpfe einschlagen, sondern am Verhandlungstisch gemeinsame Lösungen suchen. Wir wollen mit der Kampagne die öffentliche Debatte beeinflussen und die Menschen dazu motivieren, sich für eine andere EU einzusetzen.
      Beste Grüße
      Anne Beny

  • von Bless

    Ich bin entsetzt. Glaubt Ihr eigentlich selbst, was Ihr hier von Euch gebt?

  • von Ulrich Baum

    Bei allen Problemen, die es in der EU gibt, ist sie m.E. Ein Erfolgsmodell.

  • von Hans-Jörg Mendrzyk

    Allein schon die Tatsache das die EU dazu beigetragen hat, und nach wie vor dazu beiträgt, das es in Europa Frieden gibt rechtfertigt ihre Existenz. Alles andere was noch suboptimal läuft lässt sich doch ändern, wenn wir es wollen.

    • von Scheibe

      Das stimmt nicht! Frieden gibt es nur weil die EU Führung der Industrie alle Wünsche erfüllt. So müssen sie sich diese nicht auf andere Art erfüllen.

  • von Heiko Sembdner

    Danke, Europa! #DiEM25 #END_TINA

  • von Erwin

    Welche ein Egoismus und auf welche Kosten? Natürlich bin ich zu 100% für Europa,aber EU und Europa ist nicht dasselbe.Wer zu Hause zufrieden ist, braucht kein Trip egal wo hin.Mit unserer Unzufriedenheit fahren wir den ganzen Planeten an die Wand.Was will man uns immer einreden und warum lassen wir uns jeden Blödsinn einreden,wenn es noch so qualifiziert rüberkommt.Wovor flüchten wir eigentlich?Wenn wir das rausgefunden haben und abgestellt haben, dann brauchen wir nicht mehr zu flüchten und glücklich und zufrieden zu Hause leben.Meinen alten Diesel darf ich nicht mehr fahren,was nützt mir da Europa? Aber fliegen darf ich und so viel Diesel kann ich nicht verfahren, wie eim Fliegen verheizt wird.Egal wie, ich sehe nur Egoismus,aber mir wäre ein Europa ohne Egoismus lieber, dann funktioniert vieles von alleine.“Weltoffenheit“ bedeutet für mich, wenn jeder offen in seinem eigenen Land leben kann und nicht wenn ich reisen kann wie ich will um mein Ego zu befriedigen.

  • von Marki

    Diese ganzen punkte die hier aufgezählt sind hätten wir auch ohne eu. Selten so an schwachsinn gelesen. Die glühbirne wurde ausgemerzt. Jetz haben wir soarlamoen mit quecksilber. O wie gesund . Und die landen im müll. Nur ein beispiel für den grenzenlosen eu schwachsinn.

  • von KlausM

    Keine wirkliche Demokratie, Korruption, Grundrechte, die mit Füßen getreten werden (EU-verordnete Überwachung allerorten), Ersparnisse, die dank EU wertlos werden, Förderung von Krieg im Ausland, Verbote und Bevormundungen, soziale Ausbeutung. Es mag ein paar positive Sachen in der Gegenwart geben, aber da ist auch nicht sicher, ob wir das nicht ohne das EU-Bürokratiemonster geschafft hätten. Aber selbst wenn sie das Verdienst der EU wären, wiegen sie die Probleme einfach nicht auf. Und die EU zeigt keine Regung, an den Kernproblemen auch nur einen Deut zu ändern. Die EU ist für die Wirtschaft gegründet worden und nicht für die Bürger. Viele Vorteile haben wir nur, weil es auch der Wirtschaft hilft, oder, um uns bei Laune zu halten. Wer glaubt, mit irgendwelchen Aufrufen irgendetwas jenseits von Lippenbekenntnissen zu bewegen, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert. Entschuldigung, daß ich das so deutlich ausdrücken muß.

    • von Anne Beny

      Lieber KlausM,
      die EU-Kommission beschäftigt aktuell etwa 33.000 Mitarbeiter – bei etwa einer halben Million Einwohnern in der EU. Zum Vergleich: Die Verwaltung Hamburgs beschäftigt rund 70.000 Menschen. Von einem Bürokratiemonster kann man hier kaum sprechen. Natürlich sind auch wir nicht mit allem einverstanden, was auf EU-Ebene entschieden wird. Auch wir finden, dass die EU sich verändern muss. Deshalb setzen uns ein für eine weltoffene, noch demokratischere und sozialere EU ein.

    • von Karl Rimpel

      Ich bezweifele,das hier von Quantitäten die Rede ist.
      Die monstrosität des Apparates leitet sich eher von Qualitäten ab.
      Hierzu sei die wunderbare Polemik von Hans Magnus Enzensberger in „Sanftes Monster Brüssel-oder die Entmündigung Europas“ zur Lektüre empfohlen.
      Vergleiche zu IWF und OECD drängen sich auf.

      Und den Umstand,das heute jeder zu jeder Zeit mit hochsubventioniertem Kerosin überall hinfliegen kann um dort mit einer privat organisierten Einheitswährung
      zu bezahlen die in vielen Mitgliedstaaten zu erheblichen,politischen Spielraumverlusten geführt hat halte ich für kein gutes Argument zugunsten der EU.
      MfG
      K.

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Veröffentlicht von Anne Beny