Diese Bank zerstört den Regenwald

Indonesiens Regenwälder brennen für neue Palmöl-Plantagen. Die Brandrodungen setzen riesige Mengen des Klimakillers Kohlenstoff frei. Mitfinanziert wird dies von der Deutschen Bank. Schon nächste Woche treffen sich Großaktionär/innen und Finanzpresse zur Hauptversammlung in Frankfurt. Das ist unsere Chance, die Bank zu stoppen.

Durch den Regenwald hallen verzweifelte Schreie der Orang-Utans

Dichter Qualm dringt aus dem Boden, Rauchwolken schrauben sich in den Himmel, durch den Wald hallen verzweifelte Schreie der Orang-Utans: Der Regenwald in Indonesien brennt. Denn Unternehmen brauchen Platz für neue Palmöl-Plantagen – Öl für unsere Kosmetik, unser Essen und für billigen Sprit. Mit den Waldbränden drohen nicht nur Orang-Utans auszusterben. Zudem entstehen Unmengen Klimagase: An manchen Tagen setzt Indonesien mehr Kohlenstoff frei als die USA.

Mitfinanziert wird diese Brandrodung indonesischer Regenwälder von der Deutschen Bank. Das wollen wir ändern: Im Februar hat der Branchenriese HSBC-Bank die Finanzierung solcher Palmöl-Unternehmen beendet. Wenn wir das große Brennen öffentlich machen, muss die Deutsche Bank nachziehen. Nach all den Skandalen der letzten Jahre kann das Kreditinstitut vor allem eines nicht gebrauchen: schlechte Presse.

Mit Kettensäge und in Orang-Utan-Kostüm

Schon nächste Woche treffen sich die Aktionär/innen der Bank in der Frankfurter Festhalle. Wenn am 18. Mai Großaktionär/innen und Finanzpresse zur Hauptversammlung eintreffen, sind wir dabei: mit einer riesigen Kettensäge und in Orang-Utan-Kostümen. Wenn bis dahin 100.000 Menschen unseren Appell unterzeichnet haben, halten wir eine Rede und überreichen Deutsche Bank-Chef John Cryan den Appell. Das Rederecht haben wir bereits – jetzt fehlt nur noch Deine Unterschrift!

Die Deutsche Bank ist tief verstrickt in die Regenwaldzerstörung. Sie finanziert die beiden Firmen Noble Group und First Pacific/Indofood, die Regenwälder für Palmölplantagen zerstören. Zwar hat die Bank sich selbst Umweltregeln für die Kreditvergabe auferlegt, doch die sind so lax, dass die Zerstörung von Regenwäldern und Torfmooren nicht ausgeschlossen wird. Dabei sind die meterdicken Torfböden einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher weltweit. Wir fordern, dass die Bank ihre Geschäfte mit diesen Firmen beendet und ihre Regeln für die Kreditvergabe verschärft.
Die Vergangenheit hat gezeigt: Banken reagieren sehr sensibel auf öffentliche Kritik. Vor kurzem haben knapp 300.000 Menschen unseren Appell an die Bayerische Landesbank unterzeichnet, Trump keinen Kredit für seine klimaschädliche Mega-Pipeline zu geben. Mit Erfolg! Auf ähnliche Weise konnte die Umweltorganisation Greenpeace die HSBC-Bank dazu bewegen, zerstörerische Palmöl-Geschäfte zu beenden.

Brandstiftern das Geld entziehen

Einen neuen Skandal kann die Deutsche Bank nicht gebrauchen. Mit Deiner Unterstützung können wir die Deutsche Bank überzeugen, die Finanzierung zu beenden. Wenn zwei der größten Banken der Welt den Urwald-Brandstiftern das Geld entziehen, kann daraus ein neuer Standard für die gesamte Branche werden. Hilf mit und unterzeichne unseren Appell.

PS: Das Wort “Orang-Utan” bedeutet im Indonesischen “Waldmensch“. Der extrem intelligente Affe kennt jeden Baum seines über 300 Hektar großen Reviers. Er weiß genau, wann und wo welche Früchte reif sind. Doch sein Lebensraum schrumpft dramatisch, weil Konzerne den indonesischen Regenwald roden – mitfinanziert von der Deutschen Bank. Rette die Orang-Utans vor dem Aussterben!

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Veröffentlicht von Gerald Neubauer

Campaigner – Gerald Neubauer, Jahrgang 1975, ist seit über zwanzig Jahren aktiv in Protestbewegungen. Er organisierte gewaltfreie Aktionen gegen Castortransporte und war einer der Gründungsstifter der Bewegungsstiftung. Nach einem Studium der Politik, Philosophie und Soziologie arbeitete er im Sonderforschungsbereich Staatlichkeit im Wandel zum Thema internationaler Verrechtlichung. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit zivilem Ungehorsam in der internationalen Politik. Von 2012-2014 arbeitete Gerald als Campaigner für Greenpeace zum Thema Kohleausstieg.

Veröffentlicht von Lisa Lehmann