Homosexualität enttabuisieren: So kämpft ein Mann gegen Homophobie an Schulen

"Schwuchtel, Homo, schwule Sau" – das sind noch immer gängige Beschimpfungen auf Schulhöfen. Und ein Schlag für homosexuelle Jugendliche. Der Pädagoge Timo Becker hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern. Wie zeigt dieses Video.

Coming-Out, Sex und Familienplanung

Er selbst habe sich während seiner Schulzeit nicht getraut, über seine Homosexualität zu sprechen, erzählt Timo Becker. Diesen Mut fasste er erst, als er mit 19 nach Frankfurt kam. Heute besucht er mit seinem kabarettistischen Programm „Homologie“ Schulen in ganz Deutschland, um Schüler/Innen zum Nachdenken anzuregen. Dabei merkt er, dass Homosexualität auf dem Schulhof vor allem mit Schimpfworten in Verbindung gebracht werden. Alles, was nicht gut ist, ist häufig eben „schwul“.

Aus diesem Grund spricht er auf als Kunstfigur Malte Anders über sein Coming-Out, Sex, Familienplanung sowie Homosexualität unter Tieren. Anonym und auf kleinen Zetteln notiert, können die Jugendlichen anschließend Fragen stellen. Dabei will er eins klar machen: Homosexualität ist völlig normal.

Die Ehe für alle könnte schon Realität sein

Genau deshalb ist es längst überfällig, die Ehe für alle in Deutschland zu erlauben. Mehr als 20 Länder weltweit haben sie eingeführt. Es wird Zeit, dass die deutsche Regierung endlich nachzieht. Doch die Gleichstellung scheitert am Widerstand der Regierungsparteien. Die CDU/CSU lehnt die Öffnung der Ehe inklusive Adoptionsrecht grundsätzlich ab. Die SPD verspricht die Ehe für alle in der kommenden Legislaturperiode. Was sie dabei gern verschweigt: Die Gleichstellung homosexueller Paare könnte längst Wirklichkeit sein. 28 Mal wurde allein im Rechtsausschuss über einen Gesetzentwurf beraten. Eine endgültige Abstimmung wurde von CDU/CSU und SPD aber immer wieder vertagt – obwohl 83 Prozent der Deutschen die Ehe für alle befürwortet.

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Veröffentlicht von Anne Beny