Palmöl: Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Natur

Die Gier nach Fett wächst: Ob in Brot, Duschgel oder Putzmittel - Palmöl ist ein Alleskönner. Die Nachfrage steigt ungebremst. Wer den Preis zahlt, zeigt dieses Video.

Brot, Duschgel oder Putzmittel? Im Supermarkt enthält eins von zehn Produkten Palmöl. Pro Jahr werden rund 60 Millionen Tonnen Palmöl verbraucht. Mehr als 80 Prozent stammen aus Indonesien und Malaysia. Die Sendung „WELTjournal“ hat sich mit den Hintergründen befasst: Alle Fakten stammen aus diesem Beitrag. 

Das billige Fett ist ein Milliardengeschäft: In Malaysia werden umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro pro Jahr mit Palmöl erwirtschaftet. Anfang 2012 legte Felda, ein malaysischer Palmöl-Hersteller, nach Facebook den zweitgrößten Börsengang aufs Parkett.

Fast-Food und Bio-Sprit

Das Geschäft mit Palmöl lohnt sich. Allein in der Fast-Food-Nation USA werden pro Jahr zehn Milliarden Tonnen Öle und Fette verarbeitet. Doch nicht nur die Lebensmittelindustrie interessiert sich für Palmöl. Für Ölproduzenten ist das Pflanzenfett die perfekte Bio-Alternative. Unter dem Namen E10 landet das Pflanzenfett in unseren Autotanks.

Palmöl: Den Preis zahlt die Natur

Die Nachfrage wächst und Unternehmen brauchen mehr Platz für ihre Palmöl-Plantagen. Den Preis zahlt die Natur: In Malaysia und Indonesien werden Regenwälder zerstört, Orang-Utans vertrieben, Torfböden verbrannt.

Diese Bank zerstört den Regenwald

Die Deutsche Bank ist tief verstrickt in die Regenwaldzerstörung. Sie finanziert die beiden Firmen Noble Group und First Pacific/Indofood, die Regenwälder für Palmölplantagen zerstören. Wir fordern von der Deutschen Bank, dass sie alle Geschäftsbeziehungen zu Firmen beendet, die zur Zerstörung der Urwälder in Indonesien beitragen. Hilf mit und unterzeichne unseren Appell:

Du hast schon unterzeichnet? Dann teile dieses Video mit Deinen Freundinnen und Freunden:

8 Kommentare

  • Vielen Dank für diesen Artikel. Das mit dem Palmöl-Einsatz wird immer schlimmer. Vielen Dank dass ihr euch dieser Problematik annehmt.

    Grüße
    Niels

  • von Ines Borzutzki

    Das dümmste Lebewesen auf der Erde ist der Mensch, durch seine provitgier macht er alles kaputt.

  • von Nicola Bohle

    Unterschreiben ist einfach. Wir Konsumenten müssen diese Produkte im Regal stehen lassen.

  • von Oberwinkler

    Warum stoppt oder verbietet die EU den Import von Palmöl nicht ? Schließlich und endlich geht es um die Natur und unser Leben das auf dem Spiel steht ! Die EU verbietet ja sonst alles was für den Menschen nützlich wäre ! Wahrscheinlich geht es wieder um grosse Geldsummen die da auf Kosten der Umwelt kassiert werden !

  • von Jaschi

    In Malaysia wurden lt. dem Bericht 15 Milliarden! Euro umgesetzt. Im Text darunter steht 15 Millionen. Ein gängiger Fehler um den Faktor 1000. Bitte auf solche solche „Zahlendreher“ achten ;-) ansonsten wie immer wertvolle Arbeit. DANKE Campact!

    • von Lisa Lehmann

      Danke Jaschi :) Das ändern wir natürlich gleich ab! Sehr aufmerksam! LG Lisa

  • von Helmut Hollen
  • von Rose weber

    Schade das man nur mit WhatsApp teilen kann….ich ,meine familie und Freunde nutzen Telegramm!

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Vera Kuchler

Redakteurin Newsletter/Online – Vera Kuchler, Jahrgang 1988, studierte Sozialwissenschaften und Soziologie mit Fokus auf Sozialpsychologie und „Arbeit und Geschlecht“ in Marburg und Frankfurt. Nach Stationen in der Öffentlichkeitsarbeit und der Programm- und Kulturarbeit absolvierte sie ein Volontariat beim „Journal Frankfurt“ und arbeitete danach als Online-Redakteurin. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte: nachhaltiger Konsum, Geschlechtergerechtigkeit sowie soziale Ungerechtigkeit. Bei Campact ist sie seit April 2017.