G20: Bittere Bilanz

Die Rauchschwaden haben sich verzogen, doch die bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Die Bilder von Gewalt und Chaos helfen jetzt vor allem den Falschen und die wichtigen Themen gehen dabei verloren.

Die krassen und bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Und schwierige Fragen. Ist es angesichts der massiven Gewalt noch richtig, Politik und Polizei dafür zu rügen, dass sie bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht massiv eingeschränkt haben? Oder müssen Protestbewegungen nicht erst einmal viel klarer Nein zur Gewalt sagen? War es richtig, den G20-Gipfel zu begrüßen, wenn so wenig rauskam? Oder ist der G20-Beschluss zum Klima nicht doch einiges wert? Langsam ordnen sich unsere Gedanken, und wir möchten sie mit Euch teilen.

Inhaltliche Kritik verschwindet in den Hintergrund

Wie sehr gewaltsamer Protest unserem Anliegen schadet, das haben uns die letzten Tage in Hamburg noch einmal gezeigt: Die inhaltliche Kritik am G20-Gipfel verschwand völlig hinter der Debatte um gewaltsame Auseinandersetzungen. Mit Gewalt erreicht man nicht die Herzen der Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf. Wer Autos anzündet und Polizist/innen attackiert, wer marodierend alles kurz und klein schlägt und Geschäfte plündert, der sabotiert und diskreditiert das Engagement zehntausender Menschen, die ihre Kritik friedlich an der Politik der G20 äußern. Das ist anmaßend. Das ist dumm. Das ist kriminell. Und braucht eine klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein.
Die Rauchschwaden über Hamburg helfen vor allem Angela Merkel. Links von ihr legen Vermummte alles in Schutt und Asche, rechts von ihr verbreiten Autokraten Angst und Schrecken – und sie kann sich inszenieren als diejenige, die im Sturm noch Sicherheit bietet. So gewinnt man Wahlen. Für Kritik bleibt dann kein Raum: Wie katastrophal Merkels ideologische Sparpolitik für Griechenland und Co. sich auf Europa auswirkt. Wie doppelbödig ihre Klimapolitik ist, wenn sie daheim Kohlekraftwerke munter weiter laufen lässt. Wie sie Politikverdrossenheit fördert, indem sie jede politische Auseinandersetzung einschläfert.

Was sind die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt?

Wir wissen nicht, wer sich alles schwarz vermummte, und etliche waren vielleicht schlicht kriminelle Hooligans. Das ist ein Grund mehr, endlich das Geschwurbel mancher Organisatoren des Protests zu beenden, die sich vor einer klaren Distanzierung von Gewalt drücken. Es reicht nicht, wenn sich jetzt einige von “sinnloser Zerstörung” distanzieren oder von einer “Form von Militanz, die sich an sich selbst berauscht hat”. Das impliziert ja, dass es in einer parlamentarischen Demokratie sinnvolle Militanz und Zerstörung gäbe. Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus.
Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt sind aber auch woanders zu suchen: bei den politisch Verantwortlichen für den Polizeieinsatz – bei Angela Merkel, bei Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und auch bei den Grünen, die so tun, als wären sie gar nicht Teil des Senats. Viele Berichte belegen: Statt besonnen und verhältnismäßig vorzugehen, hat die Polizei schon im Vorfeld des Gipfels Auseinandersetzungen provoziert und trat immer wieder martialisch auf. Als dann die Ausschreitungen während des Gipfels eskalierten, war sie völlig überfordert. Ausgerechnet ein bekannter Hardliner, Hartmut Dudde, wurde vom rot-grünen Senat zum Einsatzleiter der Polizei ernannt. Schon mehrmals haben Gerichte Dudde Verstöße gegen geltendes Recht attestiert.

Versammlungsfreiheit ist Grundpfeiler der Demokratie

Hinzu kommt, wie massiv das Versammlungsrecht ausgehebelt wurde, ein Grundpfeiler einer lebendigen und streitbaren Demokratie. Demos pauschal auf 38 Quadratkilometer untersagen. Der Versuch, Camps für Demonstrant/innen generell zu verbietenDas ist eines Rechtsstaats unwürdig.
Wer Trump, Putin und Erdogan, wer Autokraten und Antidemokraten zu sich einlädt, der sollte ihnen sagen: Schaut her, bei uns werden Demos nicht verboten. Hier werden friedliche Demonstranten nicht verprügelt – auch wenn wir wehrhaft gegen Gewalttäter vorgehen. Für uns sind Grundrechte das höchste Gut – und wir sind stolz darauf. Wie soll nach den Tagen von Hamburg eine Bundesregierung noch Erdogan und Putin kritisieren, wenn sie auf friedliche Demonstrant/innen einschlagen lassen. Beide werden diebische Freude an den Bildern von Hamburg haben.

Grüne und SPD sind auf Tauchstation

Leider stößt das Aushöhlen des Versammlungsrechts und das in etlichen Situationen unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei jenseits der Linkspartei auf wenig Widerspruch. Wo ist die scharfe Kritik einer Katrin Göring-Eckardt, eines Cem Özdemir oder einer Simone Peter von den Grünen, die sonst um keinen Tweet verlegen sind? Wo intervenieren Bürgerrechtler der SPD? Alle auf Tauchstation. Und Olaf Scholz kommt zum irritierend pauschalen Urteil, die Polizei habe alles richtig gemacht.

Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt: “Die Hamburger Polizei hat die Demonstranten in toto als Gegner betrachtet, die man wegschieben muss[…]; die Hamburger Polizei – gemeint ist die politische Führung und die Einsatzleitung, nicht die zwanzigtausend Einsatzkräfte – hat schon im Vorfeld allein auf paramilitärische Taktiken gesetzt. Das war, das ist so von gestern wie die Politik von Herrn Trump.” Ein so klares Statement hätte man sich auch von SPD und Grünen gewünscht.

Protestwelle: Tausende Menschen demonstrierten friedlich

Bewusst haben wir als Campact uns nicht der plakativen Botschaft “No G20” angeschlossen. Gerade in so krisenhaften Zeiten wie den jetzigen halten wir es für zentral, dass Staatschefs miteinander reden. Gleichzeitig kritisierten wir im Bündnis mit Gewerkschaften, Umwelt- und Eine-Welt-Organisationen scharf die Politik der G20, besonders beim Klimaschutz und der Handelspolitik. Mit 25.000 Menschen demonstrierten wir im Vorfeld des Gipfels und forderten eine ganz andere Politik.

Unsere Protestwelle prägte die Abendnachrichten und Schlagzeilen der großen Zeitungen. Tausende Menschen am Ufer, hunderte auf Kanus, Flößen und allem, was schwimmt, boten ein buntes und friedliches Bild des Protests. Die beeindruckende Großdemo mit 75.000 Menschen gegen G20 zum Ende des Gipfels wurde hingegen in den Medien von der Gewaltdebatte und den Bildern der Staatschefs ziemlich überdeckt.

Was kam raus beim G20, beim Klimaschutz, bei der Handelspolitik?

  • Gleichzeitig ist der G20-Beschluss viel zu wenig: Wenn Trump beim Klimaschutz die Bremse durchtritt, hätten die 18 anderen den Turbogang einlegen müssen. Gerade erst haben namhafte Klimaforscher gewarnt: Wenn die Menschheit die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen will, darf sie nur noch 600 Gigatonnen CO2 ausstoßen. Derzeit liegen wir bei jährlich 40 Gigatonnen. Sprich: Fangen wir nicht an, massiv einzusparen, haben wir bereits in 15 Jahren alles CO2 in die Atmosphäre geblasen, das die Menschheit noch ausstoßen darf. Als “Klimakanzlerin” wäre es beim G20 an Angela Merkel gewesen, mutig voranzuschreiten und den Turbogang einzulegen: indem sie endlich für Deutschland den Kohleausstieg verkündet. Doch Mut passt nicht zu Merkel.

  • Beim Welthandel einigten sich die G20 immerhin auf ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus. Die Grenzen hochziehen – wie Trump es im Wahlkampf ankündigte – wäre fatal. Doch die G20 propagieren die falsche Alternative: noch mehr Handelsabkommen à la TTIP und CETA. Was wir brauchen sind Abkommen, die Konzernen Regeln verordnen. Verbraucher/innen-Rechte stärken. Umweltgesetze schützen. Arbeitnehmer-Standards ausbauen. Doch nichts gab’s. Die G20 bleiben in Hamburg auf stramm neoliberalem Kurs.

JEFTA ist das neue TTIP

Ein klares und trauriges Zeichen für diesen Kurs: In Brüssel wurde letzten Donnerstag symbolisch vor dem G20-Gipfel eine Grundsatzvereinbarung für JEFTA unterzeichnet, das EU-Handelsabkommen mit Japan. Es würde ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung umfassen. JEFTA wäre das neue TTIP: Wieder wird geheim verhandelt. Wieder gibt es eine private Paralleljustiz für Konzerne. Wieder wird das Vorsorgeprinzip, der Grundpfeiler des europäischen Verbraucherschutzes, untergraben.

G20 zeigt: Es stehen zwei große politische Auseinandersetzungen an. Das ist einmal JEFTA. Bis darüber endgültig entschieden wird, müssen wir das bislang im Geheimen verhandelte Abkommen gesamtgesellschaftlich bekannt machen. So, wie wir es schon zusammen mit unseren Partner/innen bei TTIP und CETA geschafft haben. Ein erster Erfolg: Schon 310.000 Menschen haben unseren Appell gegen das Abkommen unterzeichnet.

Die zweite dicke Entscheidung ist der Kohleausstieg. Während der Koalitionsvertrag einer neuen Bundesregierung ausgehandelt wird, findet Anfang November in Bonn der nächste Weltklimagipfel statt. Für uns eine große Chance, einer neuen Regierung den Ausstieg aus der Kohle abzuringen. Zum Auftakt des Klimagipfels planen wir zusammen mit unseren Partner/innen eine Großaktion mit vielen tausenden Menschen. Am gleichen Wochenende wollen die Aktivist/innen von EndeGelände symbolisch die Bagger im Rheinischen Kohlerevier anhalten. Wir finden: eine mutige Aktion des Zivilen Ungehorsams. Denn sie ist vorher öffentlich angekündigt und gewaltfrei. Sie weist mit einer symbolischen Regelverletzung auf einen massiven Missstand hin, da andere legale Protestformen nichts gebracht haben.

Streite mit uns für progressive Politik!

JEFTA zu stoppen, den Kohleausstieg durchzusetzen und rund um die Bundestagswahl für progressive Politik zu streiten – das werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Monaten sein. Wir setzen darauf, Dich dabei an unserer Seite zu haben.

Denn so bitter die Bilder der Gewalt in Hamburg auch waren – wir erinnern uns auch an viele andere Eindrücke. Singende und tanzende Menschen. Eine Binnenalster voller Gummiboote, Kajaks und selbst gebauten Flößen. Etliche urige Schilder und Protestbanner. Kinder, die Seifenblasen durch Hamburgs Straßen pusten und alte Freunde, die sich unverhofft auf einer gemeinsamen Demonstration treffen. Auch das sind starke Bilder – Bilder, die bleiben.

1.395 Kommentare

  • von Klaus

    Genau:
    “Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus.”

    Aber das ist falsch:
    “Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt sind aber auch woanders zu suchen: bei den politisch Verantwortlichen für den Polizeieinsatz – bei Angela Merkel, bei Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und auch bei den Grünen, …”
    Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt liegt zuerst genau bei den Gewalttätigen. Die ihre eigene Zerstörung auf Sachen und Menschen übertragen, statt sich mit Dialog zu mühen. Und in zweiter Linie bei DEN Politikern, die Gewalt mehr oder weniger rechtfertigen, weil Dialog angeblich am Ende sei.

    Es ist schade,
    dass die Themen des Gipfels letztlich unterbelichtet blieben. Die Protagonisten der Gewalt bei Autonomen Linken und deren politischen Sympatisanten bis in den Bundestag waren hier der Auslöser. Wenn also Medien über Gewalt statt Inhalte berichteten, war dies genau der Erfolg der Gewalttäter. Shame on you!

  • von Johannes Demmler

    Wären wir “denen da oben” etwas wert, hätten sie G20 als Videokonfernez abgehalten und beispielsweise mit den eingesparten hunderten von Millionen Euro unserer Steuergelder Sozialwohnungen gebaut. Aber die Böcke, die wir zu Gärtnern gemacht haben, wollen mal wieder ihre Macht demonstrieren: Wo immer sie sich zu versammeln gedenken, hört für uns Untertanen der Spaß auf.
    Das offizielle und durch keinerlei Fakten belegte “Narrativ” des Staatsfernsehens zu den Gewalttaten: “Linke Autonome” waren’s, und guckt mal, die sind sogar so blöd, das eigene Viertel in Klump zu hauen. Wer’s glaubt wird vielleicht nicht seelig, wählt aber im Herbst rechts. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

  • von M

    “No G20” ist falsch? Reden ist immer gut? Das klingt erst einmal gut. Aber nehmen wir einmal an, die 10 reichsten Menschen Deutschlands, Susanne Klatten, Elfriede Springer, die Familien Albrecht, die Familie Schwarz, … würden sich treffen, um über die Zukunft Deutschlands zu reden. Wäre das gut? Die 10 Reichsten sollen über uns bestimmen? Aber genau das ist G20! Die Staatsoberhäupter der 20 reichsten Länder der Welt reden über das Schicksal der gesamten Welt. Dazu haben sie kein Recht! Das geht alle Länder der Erde an. Sie sollen in der UNO reden. Alle sollen mitreden können. Deswegen: G20 ist prinzipiell falsch. Daher ist es schade, dass sich Campact “No G20” nicht angeschlossen hat.

  • von Christoph Müller

    Sehr geehrte Herren Bautz und Kolb,
    Ihrer qualifiz., differenz. Stellungnahme kann ich nur zustimmen. “Linksaußen” rechtfertigt keine Gewalt, auch wenn sich Bestimmte immer wieder dafür einen Freibrief ausstellen, zudem noch unglaublicherweise gegen Unbeteiligte/Anwohner/Geschäfte, anstatt ihren Protest konsequent u verursachergerecht direkt an Verantwortliche zu richten, sofern die Radikalen überhaupt einen konkreten, realen Sachverhalt kritisieren.
    Ein anderer, eigener Sachverhalt war die mMn wissentliche u offenbar vorsätzlich-unverantwortl. Entscheidung u Provokation gegen Anwohner, Geschäfte seitens Entscheidungsträgern, diesen Gipfel in Hamburg -u wieder a.Kosten d. Allgemeinheit- zu veranstalten. Die Zerstörung bestätigte erneutes, reales Staatsversagen.
    Absonderl. Verklärung: Pauschal-willkürliche Dogma-Propaganda mit primitiv-einseit. Schlagwort-Suggestion a la “Hemmnisse”, “Abschottung” oder (anmaßend subjektiv) “Wohlstand” seitens Export-Wirtschaft- u WTO-Lobbyisten.
    CM

  • von Dr.Wilfried Wiebecke

    Gerade das G20 Treffen zeigt, dass der Klimaschaden der Globalisierung http://sciencev2.orf.at/stories/1746284/index.html von 2014 25% der Treibhausgase ignoriert wird. Auch werden die weiteren Freihandelsabkommen nicht auf ihren Ausstoß von Treibhausgasen untersucht ? Wenn Europa, das immer wieder so lautstark von Menschenrechten gesprochen hat, nicht lauter Industriefriedhöfe haben will, wo Nationalismus entsteht und gleichzeitig etwas für die Welt tun möchte, so wären doch Zölle, die dem Nichtbeachten der Menschenrechte , und dem Ökologischen Schaden proportional wären eine gute Lösung ? Dem Klima wäre durch eine Transportbremse, bei weniger Warentranporten geholfen, der Klein und Mittelindustrie Europas wäre das Öko und Lohndumping aus Fernost nicht so ein Problem, das immer wieder Arbeitlose erzeugt und den Menschen und der Natur in Fernost wäre geholfen, da menschlich erzeugte und ökologische Produkte ja eben sowohl den Menschen dort, als auch der Natur dort helfen würden?

  • von M

    Ich bin enttäuscht über diese unkritische Mainstream-Bewertung der G20-Proteste. Die inhaltliche Kritik verschwindet hinter den Gewalttaten? Erinnert ihr euch an die Stop-TTIP-Demo vor zwei Jahren in Berlin? Die größte Demo seit Jahrzehnten; keine Gewaltttaten. Also wurde dann die inhaltliche Kritik öffentlich diskutiert? Nein. Am Tag der Demo ein paar Berichte; schon am nächsten Tag nichts mehr. Und genauso wäre es bei G20 gewesen. Die Gewalttaten sind nicht schuld daran, dass nicht über die Inhalte diskutiert wird. Das wird so oder so nicht. Sie sind nur eins der möglichen Mittel der Wirtschaft und des Staates , Kritik zu unterdrücken.

    Hier http://www.taz.de/!5427920/ zitiert die taz: “Die Polizei provoziert die Bilder, die sie braucht, um ihre Verbote der letzten Tage zu rechtfertigen.“ Wenn Staat und Polizei Gewalt wollen, dann bekommen sie sie. Entweder durch Provokationen oder falls nötig durch den Einsatz von agent provocateur.

  • von Kohler

    Es stellt sich die Frage, warum es der Polizei nicht gelingt, Gewalttäter zu isolieren und der Verfolgung durch die Justiz zu überstellen. Bleibt zu hoffen, dass es wirklich nur Fehler sind, die hier gemacht wurden – und kein gewolltes politisches Kalkül.
    Was kommt danach? Die Konzentration bei Campact auf zentrale Themen wie JEFTA ist wichtig und richtig.
    Gut auch die Abfrage der von den Unterstützern gewollten Schwerpunkte.
    Aber seid vorsichtig bei Kohle- und Atomausstieg. Zum einen muss der Strom irgendwo herkommen. Zum anderen bringt ein einseitiger Ausstieg wenig, wenn die Nachbarländer munter weiter auf Kohle und vor allem auf Atomenergie setzen. Hier fehlt mir die Konzentration auf die Förderung von Alternativen. Wobei diese ebenfalls nicht im nationalen Alleingang gemacht werden können. Dafür scheint in unseren Breiten die Sonne zu wenig/schwach und stehen die Windspargel zu oft still. Europäisch-Afrikanische Lösungen müssen her. Sonnenstrom aus Nordafrika, Windparks auf See

  • kurz gesagt: Ein hervorragender Text, den ich voll unterschreibe!
    Gertrud aus MÜnchen (Österreicherin, 77)

  • von jörg unger

    …ich bin kein Fachmann, nur ein kritischer Beobachter. Die zunehmende Brutalität auf dem G20, aber auch in noch nicht so brutalem Ausmaß am Rande von Fußballspielen sind meiner Meinung nach darauf zurückzuführen, daß “die Menschen” nicht Wirklich im Mittelpunkt stehen, wie auch der Sport – es geht nur! um Kapital und dessen Erhalt. Die Schaffung von Arbeitsplätzen sind in einer immer mehr automatisierenden Wirtschaft Nebensache!
    Die Wahren Gefährder sitzen an der Macht in Berlin unter Vorsitz von Frau Merkel! Siehe hierzu auch einen Artikel des einem. OB von München Christian Ude in der SZ 149 – “Wir schaffen daß” – wenn ein „Wir“ ohne Unterstützung des „Wir“ propagiert wird, wird es zur Lüge!

  • von Mathias Marquardt

    Eure Bilanz liegt voll im medialen Konsens. Glaubt Ihr wirklich ohne Gewalt wäre die Kritik gehört und diskutiert worden? Mit Sicherheit nicht. Das haben schon viele andere Demos gezeigt. Ich möchte die Gewalt nicht gutheißen, aber die Form in der Ihr Euch hier davon distanziert nimmt ein Ausmaß an, da würde Euch sogar Gabriel zustimmen und mitdemonstrieren. Aber auch er ist Teil des Problems !!
    Ich glaube das die Kritik an den G20 sehr wohl bei allen angekommen ist, die Menschen sind schlauer und können differenzieren. Das die Politik das ganze instrumentaslisiert um ihre eigenen Ziele durchzusetzen ist ja wohl klar. Das ist nichts neues und wäre sowieso passiert: verschärfung der Sicherheitsgesetze, ablenken von rechter Gewalt: Brennende Autos sind nicht mit brennenden Asylunterkünften zu vergleichen!
    Ausserdem lese ich hier nichts über die nicht-legitimierte Gewalt der G20: z.B. das schon wieder soviele Menschen im Mittelmehr ertrinken uvm.
    Wir kämpfen zusammen -nur unterschiedlich!

  • von Alena Wagnerová

    Das “Ergebnis” des G20:
    1. Die Eskalation der Gewalt im Schanzeviertel macht es möglich, den Widerstand gegen die neoliberale Politik von G20 zu diffamieren, den großen friedlichen Protest von cca 150.000 Menschen als etwas Nebensächliches darzustellen. Die ganze Aufmerksamkeit der Medien und der Politik konzentriert sich auf die extremistischen Chaoten.
    2.Die kleine Gruppe Extremlinken mit ihrer Akzeptanz der Gewalt – ein Eigentor, Stärkung von Frau Merkel, Gleisetzung der linken Politik mit Gewalt. Es fehlt eine klare Ablehnung der Gewalt in dem “linken” Milieu.
    3. Und niemand spricht von der Machtpolitik, die einige der G20 Gästen repräsentieren (Erdogan, Trump) die auch mit Gewalt ausgeübt wird, die man aber bloß als Kolaterarschaden bezeichnet.

  • von eiviehj

    Habt ihr schon einmal daran gedacht, dass alles schön “inszeniert” wurde? Umsonst haben sich die Medien und die von uns bezahlten Journalisten nicht auf die “Exzesse” gestürzt. Merkel hat durch diesen Schachzug unliebsame Konkurrenz vor den Wahlen ausgebotet, wieder einmal. Und “Kollateralschäden” interessieren nicht wie schon bei Anschlägen oder ähnlichen Demos. Außerdem hat sich ja die Machtelite gut mit unseren Steuergeldern abschotten und amüsieren können.
    Zum Thema Klimaschutz. Die halbe Welt lacht über unser Land, über die Klimapolitik der Merkelregierung.
    Nur zum Anstoß: Wie oft scheint die Sonne nicht, wie oft stehen die Windräder still oder pendeln vor sch hin? Woher bekommt ihr dann den Strom her? Wenn die Subventionen, die wir alle durch das Stromgeld bezahlen müssen, wegfallen würden, dann würden ganz viele “Investoren” Pleite gehen und Insolvenz anmelden. Und wir bleiben auf dem ganzen Schrott sitzen, von dem noch keiner weiß, wie er entsorgt werden kann.

  • von Herbert Faltynek

    Darf ich bitten eine Antwort bekommen, warum meine Kommentare von kurz vor und nach Mitternacht 13./14.7. nicht veröffentlicht wurden?
    Da war nichts ehrenrühriges drinnen, bloß die Vermutung, daß der schwarze Block mittlerweile als von Profis organisierte Gewalttruppe agiert. Ein paar originale Chaosdemonstranten mögen auch dabei gewesen sein.
    Wirkt Eure Zensur bereits im Vorfeld des noch nicht gültigen Netzwerkgesetzes? Na gute Nacht!

  • von schneider klaus

    Die “Wirtschaft” war noch nie fair und ist es heute nur zu einem verschwindent winzigen teil. Sie ist in der weise, wie sie ausgeführt wird, beschädigent gegenüber lebewesen und landschaft. aber sehr viele menschen und alle die in den “wohlstandsländern” sind nutznieser dieser wirtschaft, deshalb haben wir alle dreck am stecken. das unbehagen, in form eines schlechten gewissens, im kapitalismus wird uns vielleicht zu einer faireren und nicht mehr gierigskrupellosen “wirtschaftsform” antreiben. let’s go!

  • von Mechtild

    Ich bin aus Erfahrung der Überzeugung das Demos nichts bringen, ob 100 oder 100000 friedlich demonstrieren ist völlig schnurz, das kostet nur Kraft und Zeit, die kann man sinnvoller verbringen. Gewalt war auch noch nie eine Lösung. Medien gehören Konzernen, da kann man nichts neutrales erwarten, man muss sich schon alles selbst anschauen, um sich eine Meinung zu bilden. Um Machtmissbrauch und Kriege zu verhindern, habe ich beschlossen so wenig Geld zu verdienen, dass es grad zum Leben reicht, möglichst wenig Steuern und Abgaben leisten, damit nicht soviel Gewalt damit auf der Welt verbreitet wird, um unseren Luxus zu halten. Wer sein Luxusleben mit Auto, Urlaub shoppen braucht, sollte sich nicht künstlich aufregen, das hat nun mal seinen Preis. Wer sensibel ist, nicht verdrängt was eigentlich offensichtlich ist, kann nicht mehr mitmachen, wird krank oder aggressiv.

    • von ralf antrack

      Danke, Mechthild! Danke, danke und nochmals danke! Ich bin noch nicht ganz so weit wie Du, weiß aber, dank Krebs, dass nur die Rückkehr zu unseren Wurzeln, weg von den Psychopathen des Konsumterrors, die Menschheit überleben lässt! Wenn es nicht gelingt, das Ziel “Geld” endlich wieder durch das Ziel “Leben” zu ersetzen, nützt uns selbst der Klimaschutz nichts mehr!Die Frage ist nur: wie? Ich wüßte zwar eine Lösung! Die hat leider einen fast unüberwindlichen Störfaktor: psychisch kranke Menschen, die leider sehr oft, mittlerweile zu oft, in führende Positionen gelangen! Wenn, dann wird es ein sehr, sehr langer Weg!

  • von Heike Müller

    Die Reichen werden immer reicher. Die Armen werden immer ärmer. Diese G20-Treffen ändern daran nichts. Wichtige Beschlüsse werden nicht gefaßt. Ich selber würde kein Auto anzünden. Aber ehrlich. Was sind einpaar angezündete Autos im Vergleich zu den Aktionen der G20-Staaten?

  • von Hans - Otto Kloos

    Besonnenheit und Verhältnismäßigkeit sind kulturelle Leistungen, die dafür förderlich sind. Diese Disziplin sollten wir einfordern von unseren Polizeiführern, unseren Politikern, den Meinungsfüh-rern in den Medien und allen, die mit Menschen zu tun haben.
    Und wenn jetzt so vieles unterzugehen droht angesichts der vordergründigen Bilder, dann müssen wir alle dranbleiben: uns einsetzen für Menschenrechte, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Vielfalt des Lebens. Dafür schätze ich Campact.

  • von Hans - Otto Kloos

    Natürlich sind auch die Wähler wichtige Entscheider. Es ist aber eine Illusion zu glauben, dass die überwiegen-de Mehrheit der Wähler bereit und in der Lage wäre, hoch komplexe Fragestellungen der Politik und Wirtschaft angemessen zu verstehen. Wer ehrlich ist, wird sich hier in Demut üben.
    Kultur bedeutet in diesem Zusammenhang: Vertrauen in Personen, Parteien, Bewegungen, die sich in bestimmte Politikfelder eingearbeitet haben und mit anderen vertrauensbildend zusammenarbeiten. Vertrauen heißt nicht: alles hinnehmen, sondern kritisch begleiten.

    • von R. Gehrke

      Ok, die Mehrheit wohl nicht, aber bei unseren Politikern hat man auch den Eindruck, dass sie die einfachsten Dinge nicht verstehen oder verstehen wollen.
      Der Mündige Bürger ist sehr wohl in der Lage festzustellen ob die Umwelt vergiftet und die Menschenwürde beachtet wird.
      Ebenso ob die Wirtschaft zugunsten weniger Reicher oder zum Wohl der Massen agiert.
      Vertrauen in Leute zu haben, die sich von x Lobbyisten beeinflussen und zum Teil auch Vorteile verschaffen lassen, ist eine Illusion,
      deswegen sind wir genau da, wo wir jetzt sind.
      Trotz Klimawandel laufen die Kohlekraftwerke während die Gaskraftwerke, die besser auf Schwankungen der Erneuerbaren reagieren können stillgelegt wurden.
      Wir brauchen eine unabhängige Medien, die nicht von den sehr Wohlhabenden beeinflusst werden und dann auch Volksentscheide.
      Aber erst dann, denn sonst wird die Propaganda jeden vernünftigen Entwurf in Grund und Boden stampfen und die Massen im Sinne der Mächtigen beeinflussen.

  • von Hans - Otto Kloos

    Die Spielräume der Einflussnahme müssen erkämpft werden. Dazu braucht es informierte Lobbyisten, die sich darauf verstehen, mit den Ministerien und Parlamentariern auf den verschiedenen Ebenen regional und weltweit ins Gespräch zu kommen.
    Und diese brauchen uns als Unterstützer.
    Ist es so wichtig, ob in den bildorientierten Medien die verschiedenen kreativen Ideen der Demons-trationsteilnehmer alle gezeigt werden? Klar, man hat viel investiert, um beachtet zu werden! Ent-scheidend ist aber, dass berechtigte Forderungen und die Argumente dafür möglichst wirkungsvoll bei denen ankommen, die entscheidungsmächtig sind.

  • von Hans - Otto Kloos

    „Mit Gewalt erreicht man nicht die Herzen der Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf.“ Diese Gewalt ist nämlich tatsächlich anmaßend, dumm und kriminell. Und sie braucht die klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein.
    Strukturelle Gewalt herrscht in Zeiten der Globalisierung bis in die entlegensten Regionen unseres Planeten. Zu glauben, das könne durch revolutionäre Prozesse ins Lot gebracht werden, ist ge-schichtsblind. Die Opfer solcher Revolutionen waren zu häufig die einfachen Menschen, denen die Akteure angeblich Gerechtigkeit und Fortschritt bringen wollten. Beispiele: Französische Revolu-tion, Oktoberrevolution, chinesische Kulturrevolution … In der Moderne gehen die Opferzahlen schnell in die Millionen.
    Deshalb begrüße ich, dass Campact sich deutlich zur parlamentarischen Demokratie bekennt.

  • von Anna-Maria Meffert-Hooß

    In diesem Text werden die Dinge, die mich seit Tagen bewegen, klar auf den Punkt gebracht. Danke dafür, ich unterstütze jeden Satz!

  • von Ewald.f

    Wie kann man gegen eine Sache demonstrieren und gleichzeitig gegen Menschenwürde von anderen verstoßen.
    Polizisten verletzen, Eigentum vernichten und zerstören. Steine werfen, Feuer legen?!

    Waren das wirklich Linke?
    Die sind doch so Sozial, Freundlich, …

    Unsere Politik hat daran trotdem maßgeblich schuld.
    Konzequenz – Private Haftung der Teilnehmer.
    Schmerzensgeld, und Restriktionen müssen viel höher sein.

    Mit Gewalt sät man nur Gewalt.!

    Schade, das die wirklich friedlich Demonstrierenden in der Berichterstattung zu wenig beachtet werden.
    Der Sinn der G20 sollte es ja sein, etwas zu verändern.
    Das kann man nur, wenn man miteinander redet.
    Siehe Trump und Putin.
    Nicht mein Fall, aber mit einem positiven Ergebnis.
    Weshalb? —> G20

  • von Irma Kerber

    Man wusste von Vornherein, dass beim G20-Gipfel nicht viel herauskommen kann. Aber soll man mit dem nächsten Zusammentreffen warten, bis Trump nicht mehr Präsident und Erdogan sonstwie weggefegt sind? Also nicht mehr miteinander reden, wenn der Erfolg nicht sicher ist?

    Und was die Gewalttaten angeht, ist es wirklich vorteilhaft, dass es einige wirklich Schuldige gibt und man die auch kennt: in erster Linie die Bundeskanzlerin, dann Angela Merkel und schließlich die Merkel; dann noch die Polizei, die Polizisten, die friedliche Demonstranten verprügelten und natürlich die Hamburger Politiker, die im Vorfeld Verbote setzten, wie z. B. Schlafcamps, und dann noch einige Politiker verschiedner Parteien, die namentlich genannt werden.

    Ich finde diese Kritik weder qualifiziert noch hilfreich; eigentlich kindisch (ich hab gar nichts getan – der ist schuld!)

    • von Ewald.f

      Komische Antwort –
      Wein predigen und Wasser geben.
      Was können die Polizisten, die Geschäfte, Autos usw. dafür

  • von Anna Mwagaphehu

    Ihrem Artikel stimme ich voll und ganz zu. Auch ich verurteile die Krawalle, sie helfen nur dem politischen Gegner. Viel zu wenig wurde in den Medien über die friedlichen Demonstrationen und Aktionen berichtet. Es hätte mich sehr gefreut, diese Inhalte am Fernseher miterleben zu können. Leider ist es noch immer so, dass bei Demos von den Medien Krawalle schon herbeigeredet werden, bevor überhaupt eine Demo stattfindet. Sie sind auf Sensationen und hohen Marktanteil aus. Sie missbrauchen dazu meine Fernsehgebühren und ausgewogene Berichterstattung sieht ganz anders aus.

    Die Ergebnisse des Gipfels können natürlich keinen Demokraten gefallen. Klimaschutz ist und bleibt ein wichtiges Anliegen von uns allen und auch den neuen im Geheimen ausgehandelten Wirtschaftsplänen, gilt es entgegen zu treten und den Standard des europäischen Verbraucherschutzes einzufordern.

    In diesem Sinne wünsche ich uns weiterhin viel Erfolg.

  • von J.durch-den-Wald

    Dieser Blog ist erbärmliche Meinungsmache !
    Charakterlos und Rückgratbefreit !
    J.durch-den-Wald
    J.durch-den-Wald@freenet.de

  • von ute horn

    MUT PASST NICHT ZU MERKEL.
    Diesen Satz finde ich falsch.

  • von Sven Schäfer

    Was Sie zur Gewaltfreiheit, Kritik die in den Hintergrund verschwindet usw. schreiben stimme ich Ihnen zu. Was ich kritisieren möchte ist, dass in vielen Statements von Campact und auch in diesem wieder die CDU und vor Allem Frau Merkel verantwortlich gemacht wird für eine falsche Politik im Campact-Sinn. Man liest immer wieder heraus, dass die Linken, Grünen und die SPD eher die Zustimmung von Campact finden als die CDU. Ich wähle die CDU und finde die Arbeit von Frau Merkel sehr gut. Und ich unterstütze Campact und finde deren Arbeit sehr gut. Auf alle Parteien (friedlich) einzuwirken finde ich gut. Indem man auf einzelne, zu den Zielen von Campact konträre, Punkte in deren Wahlprogramm eingeht. Ich finde es nicht gut eine ganze Partei als solche oder einzelne Mitglieder einer Regierung per se zu verurteilen. Auch bei den Linken, Grünen oder der SPD findet man etliche Punkte in deren Wahlprogramm, die den Zielen von Campact widersprechen. Ich finde die Haltung politisch zu einseitig.

    • von R. Gehrke

      Wenn Sie nicht merken, wie neoliberal die Politik von Frau Merkel ist, die mal gesagt hat, “Deutschland muss Vorreiter im Klimaschutz sein!”
      und dann das Gegenteil macht….. dann kann ich das verstehen.
      Zuerst kam die Autoindustrie, die bekam zu ihrer Förderung eine Abwrackprämie, wodurch noch funktionsfähige Fahrzeuge die mit viel Energieaufwand hergestellt worden sind, verschrottet wurden, statt die Forschung für Elektroautos, oder deren Produktion zu fördern.
      Dann kam die Atomindustrie und es gab eine Laufzeitverlängerung.
      Dann kamen die Energiekonzerne, prompt wurde die Solarindustrie in Deutschland in die Pleite geschickt, trotz innovativer Produkte und stark sinkender Preise.
      Die Bankenkriese deren Schulden einfach mal dem Steuerzahler übertragen wurde, ohne dass die Banken zurückzahlen müssen oder der Finanzmarkt reguliert worden ist.
      Verschärfung des Asylrechts, gegen die Wiener Menschenrechtkonvention.
      Militarisierung Deutschlands.
      Deckelung der Erneuerbaren. usw.

  • von Ulrich Aupperle

    Lieber Herr Bautz,

    nach so einer menschenunwürdigen Bilanz des Auftretens der vermummten Gewalttäter gilt nur eine Distanzierung ohne wenn und aber.
    Wenn viele Polizisten mehr sich selber schützen mussten als irgendwie ordnend eingreifen zu können, kann man nicht mehr verlangen, dass die Polizei keine Fehler macht. Sollen die schwarz Vermummten und ihre Unterstützer doch einen Staat wie die Türkei als Ziel ihres Gewalttourismusses wählen.

    Viele Grüße
    Ulrich Aupperle

    • von R. Gehrke

      Wenn man gleich zu Anfang auf eine Eskalationsstrategie setzt, siehe Verbote von Camps, ignorieren von Gerichts-Entscheidungen, gewalttätiges Eingreifen gleich zu Anfang der Demo wegen einer Ordnungswidrigkeit, bei Inkaufnahme friedliche Menschen mit zu verprügeln, dann darf man sich doch nicht ernsthaft wundern, dass alle möglichen Jugendlichen und anderweitig frustrierten oder ausgegrenzte ihre Wut irgendwo loswerden wollen.
      Wer Wind säht, wird Sturm ernten.

  • von G. Schulz

    Ich bin es leid, wenn ich mit demokratischen Aktionen und friedlichen Widerstandsformen völlig unzureichend, nur als Randnotiz, von den Medien zur Kenntnis genommen werde. Das untergräbt massiv das Vertrauen in eine ausgewogene Berichterstattung. Die Medien sollten ihr übliches Verhalten zu ändern!
    Kurze und sachliche Berichterstattung über die randalierende Minderheit. Viel differenzierte mediale Aufmerksamkeit für die konstruktiven Kräfte, ihre Hintergründe, ihre Absichten, ihre Taten. Ausführliche Brennpunkte und Sondersendungen zur besten Sendezeit zum friedlichen Widerstreit gegen eine Politik, die die Probleme der Welt herbeiführt statt sie zu lösen. Spannende Interviews mit den unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern der Protestorganisationen zu deren Inhalten, mit ausführlichen gu , aufbereiteten Hintergrundinformationen, Extraseiten, die den kreativen Protest darstellen. Talkshows in denen die friedlichen Frauen und Männer zu Wort kommen. Medien bewegt euch!

    • von alexandra

      nehmen wir z.b. das visuell orientierte stern- magazin: incl. titel zeigt es auf 20 seiten die gewaltexzesse und auf nur einer doppelseite den friedlichen Protest, ironischerweise mit der überschrift: “Ihre botschaften werden von bildern der gewalt überdeckt”.

  • von Guido Frank

    Fortsetzung: …Schauen wir in die Geschichte, stellen wir feste, dass die wenigsten Revolutionen, die tatsächlich eine Veränderung mit sich gebracht haben, friedlich waren. Ich will die Gewalt der Autonomen überhaupt nicht rechtfertigen, aber bitte doch um etwas reflektiertere Bewertungen dessen, und nicht auf dem Niveau der Bildzeitung.
    Wer in Wut noch nie irrational gehandelt habe, der werfe den ersten Stein. Das nihilistische Weltbild der Autonomen ist ein ebenso berechtigtes, wie der Glaube der Gutmenschen, durch Petitionen etwas zu erreichen (zu denen ich mich tatsächlich auch zähle, sonst wäre ich nicht Campact-förderer).

    G. Frank

  • von Guido Frank

    Fortsetzung:…den Staatsverbrecher, die auf ihrem Gipfel ihre perversen und menschenverachtenden Machenschaften verhandeln. Wieso regt ihr euch nicht viel mehr über die öffentliche Berichterstattung auf, die so manipulativ brennende Autos spannender findet, als die Tausenden, die mit genialen und originellen Aktionen ihren Protest kund tun?
    Randale als Mittel des Protestes finde ich voll daneben. Zumal, wenn der mögliche Tod von Menschenleben damit in Kauf genommen wird und wenn sie gegen völlig unbeteiligte unschuldige Existenzen aus Willkür geht. Wieso legen die Autonomen das Schanzenviertel in Schutt und Asche, wieso nicht Blankenese, dann könnte man noch irgendeinen Zusammenhang mit der neoliberalen Weltordnung sehen? Den Gewalttätern aber prinzipiell Politischheit abzusprechen ist anmassend. Schauen wir in die Geschichte, stellen wir feste, dass die wenigsten Revolutionen, die tatsächlich eine Veränderung mit sich gebracht haben, friedlich waren. Fortsetzung nächster Kommentar

  • von Guido Frank

    Zitat:”…Wir wissen nicht, wer sich alles schwarz vermummte, und etliche waren vielleicht schlicht kriminelle Hooligans. Das ist ein Grund mehr, endlich das Geschwurbel mancher Organisatoren des Protests zu beenden, die sich vor einer klaren Distanzierung von Gewalt drücken…”

    Wer stellt mit welchem Wissen über diese Szene die so vermessene wie unreflektierte Behauptung auf, der Schwarze Block seien pauschal alles nur gewaltgeile Hooligans und spricht ihnen mit welcher Berechtigung jegliches politische Engagement ab, nur weil die Wahl der Mittel eine andere ist, als die der Brav-Bürger? Dies war keine Fußballspiel! Und zu dem noch in die gleiche dumme und fatale Masche des Chaoten-Baschings der Medien mit einzusteigen, weil der Schwarze Block mit seinen brennenden Autos, den kreativen und friedlichen Demonstranten die Butter vom Brot der Berichterstattung genommen haben, und somit vom Eigentlichen ablenken, von den eigentlichen Verbrechern,… Fortsetzung nächster Kommentar

  • von Janine Behrens

    Liebe Blog-Community,
    wir freuen uns über Eure rege Beteiligung am Thema. Aufgrund der Fülle der Kommentare schaffen wir es nicht, zeitnah auf Fragen zu antworten. Wir bitten um Euer Verständnis.

    Auf die häufigsten Fragen findet Ihr in den FAQs Antwort: https://support.campact.de/de/kb/g20

    Der Campact-Blog ist ein Ort, an dem sich Campact-Aktive austauschen. Bitte bleibt fair und sachlich in der Diskussion, auch wenn mal jemand nicht Eurer Meinung ist. Für Beleidigungen, Gewaltandrohungen, Verschwörungstheorien oder Meta-Kommunikation ist hier kein Platz. Wir behalten uns vor, in diesem Sinne Kommentare zu löschen.

    Viele Grüße
    das Campact-Team

    • von Andreas Haude

      Grundsätzlich habe ich großes Verständnis dafür, dass man in solch einem Blog in der Diskussion fair und sachlich bleiben und dass für Beleidigungen, Gewaltandrohungen, Verschwörungstheorien und dergleichen mehr kein Platz sein soll. Dass demzufolge einzelne Kommentare gelöscht oder gar nicht erst veröffentlicht werden, kann ich daher verstehen und finde es prinzipiell auch richtig.

      Nicht verstehen kann ich hingegen, dass mein vom Grundsatz her sachlicher Kommentar, in dem ich freilich in einem Nebensatz die G-20-Gewalttäter und -Plünderer als Idioten bezeichnet habe, nicht veröffentlicht wird. Denn im Sinne der Proteste gegen die Politik der G 20 und auch in Bezug auf die Kampagnen von Campact und anderen Organisationen ist Gewalt und Brandschatzen nun einmal idiotisches Verhalten – weil es den Zielen des Protestes ganz klar zuwiderläuft sowie die politischen Anliegen der Demonstranten und damit auch von Campact entwertet und hinter der Gewalt komplett verschwinden lässt.

  • von Andreas Haude

    Vielen Dank an Christoph Bautz und Felix Kolb für die G-20-Zusammenfassung, der eigentlich kaum etwas hinzuzufügen ist. Außer vielleicht:

    Die Gewalttäter waren keine Demonstranten (genauso wenig, wie Gewalttäter vor, bei oder nach Fußballspielen Fans sind!), sondern einfach nur Hooligans, kriminelle Hohlköpfe und Idioten. Tut mir leid, aber anders kann ich sie nicht nennen. Denn was hat Molotowcocktails werfen, Autos anzünden, Läden plündern oder Polizisten mit Steinen bewerfen mit dem legitimen Protest gegen die Politik der G 20 zu tun? Richtig: nichts!

    Darüber hinaus diskreditieren sie nicht nur Demonstrationen und legitimen Protest, wie z.B. gegen TTIP, CETA und JEFTA (weil es halt gern pauschal in einen Topf geworfen wird), sondern überdies auch noch Organisationen wie Campact (denn die stecken ja bestimmt mit den Randalierern unter einer Decke, selbst wenn sie sich distanzieren). Wie in der Zusammenfassung geschrieben: einfach nur bitter.

  • von Andrea Rabich

    Ist es richtig, den deutschen Kohleausstieg zu fordern, da es nur hier möglich ist, für Kohleverwendung Regeln durchzusetzen? Kauft ansonsten Deutschland nicht Kohlestrom bspw. aus Tschechien, wo Umweltbestimmungen von hier aus nicht durchsetzbar sind? Wäre es nicht gut, Kohle sauber im eigenen Land zu verwenden?

    • von Betti Banane

      Kohle und sauber, wie soll das gehen??
      Es gibt genügend andere Möglichkeiten, heute noch die Kohlewerke abzudrehen aka still zu legen und trotzdem genügend strom zu produzieren..!!

  • von Michael von Karpowitz

    Warum haben die Organisatoren der Demonstration, ganz vorne, an der Spitze den bekannter Maßen zu Gewalt bereiten, vermummten und
    “bewaffeneten” Schwarzen Block positioniert? Damit wurde fest einkalkuliert, das diese Veranstaltung zu einem Gewaltakt wird. Der Konflikt und der Terror in den Straßen war doch ganz gegen den Menschen, den Bürger und gegen die, die dort ihre Geschäfte haben, angelegt. Wenn das die Linke Zukunft darstellen sollte, Nein Danke! Wäre es nicht schlauer gewesen, an einem ganz anderen Ort eine alternative Konferenz zu veranstalten, bei der dann ggf. auch ein alternatives Abschlusspapier hätte präsentiert werden könnte, zu veranstalten? Doch scheint es leichter zu sein, zu stören, Krawall zu schlagen und Terror und Angst zu verbreiten. Es bleibt nur zu hoffen, dass die, die inhaltlich demonstrieren wollten, oder ggf. auch haben, sich ganz klar und deutlich gegen das gewalttätige Fußvolk der linken Politik abgrenzen.

  • von K. Freymann

    Danke für die umsichtige und umfassende Bilanzierung des Gipfels. Eine Anmerkung hätte ich allerdings noch, denn bis auf die Linken, haben sich im VORFELD des Gipfels alle Parteien FÜR einen Gipfel und IN Hamburg ausgesprochen und sich damit gegen die Ängste, Wünsche und Befürchtungen der meisten Hamburger Bürger gestellt. Dass jetzt die Hälfte der Parteien anderen Parteien die Schuld gibt oder sich andere Parteien völlig aus der Diskussion raushalten, fördert meines erachtens nur die Politikverdrossenheit! Wann wachen unsere Politiker endlich auf, und erinnern sich wieder daran, dass sie eigentlich Politik FÜR den BÜRGER machen und ihn damit ernst nehmen sollten??? Mich verwundert eine immer größere Abkehr von den “Mainstreamparteien” jedenfalls nicht……………

  • von Michael Hahn

    Gewaltbereite Demonstranten sind dem Ziel unangemessen, aber wer eine Veranstaltung wie G20 in einer Großstadt plant und die möglichen gewalttätigen Demos schon Wochen vorher in den Medien herbeiredet ist ein gewaltbereiter Politiker.
    Warum treffen sich diese Damen- und Herrschaften nicht auf einem Kreuzfahrtschiff, wenn sie sich schon treffen müssen oder – noch besser unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit – auf einem Kreuzer der Bundesmarine?
    Aber das hätte dann ja für den Wahlkampf keine Bedeutung gehabt.
    Was sollen nette Bilder vom kulturellen Begleitprogramm der Gattinnen und Kinder? Politiker zum Anfassen???
    Die Politik die auf G20 weiter fortgeschrieben wurde ist eine des “weiter so”. Was in die Klima-, Ökologie-, und Gerechtigkeits-Krise führte wird fortgesetzt. “Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, daß sich etwas ändert”. (Albert Einstein). Wie sagte schon vor über 2000 Jahren Johannes der Täufer? “Ändert Euren Sinn!”

  • von Isolde Nagel

    Vorneweg – ich war nicht in Hamburg.
    Dass Autonome Vermummte für sich die alleinige Wahrheit in Anspruch nehmen und jede Gelegenheit ergreifen, um gegen den “Schweinestaat” zu randalieren, habe ich aber auch schon vor 30 Jahren in meiner Region erlebt.
    Ich verstehe nicht, dass sich immer noch Gutmenschen vor die stellen, zumal, wie schon in einem anderen Kommentar erwähnt, die Gewalt andere davon abhält, an einer Kundgebung teilzunehmen.
    Weder Schwarzer Block, noch Salafisten noch sonstige Kriminelle sollten bei irgendwem auf Verständnis stoßen.

  • von Herbert Engert

    Was war an dieser Gewalt „links“? In diesen schwarzen Block waren einfach nur kriminelle, keine politische Botschaft, nur Zerstörungswut. Was mich aber am meisten stört sind die gutmütigen Menschen, die sich vor die Polizei mit erhobenen Händen stellen und die Festnamen der kriminellen verhindern. Und dieses Verhalten wird von den „Linken“ und von „Jutta Ditfurth“ nicht einmal kritisiert. Wer aber kriminelle schützen will, hat meine Sympathie nicht mehr. Ich muss mich wohl anders orientieren.

    • von Gisa

      Lieber Herbert,
      da haben sich auch “linke” AnwohnerInnen” den sog. “linken” Vermummten in den Weg gestellt, um ihr Viertel zu verteidigen. So einfach ist es ja mit der Einordnung richtig-falsch eben nicht. Schuldfragen führen selten zu befriedigenden Antworten. Und letztlich muss jede/r selber nachdenken und sein Handeln verantworten. In diesem Sinne: neu orientieren heißt ja überdenken. Und das Bemühen um Differenzierung (!) ist positiv, Schnellschüße gehen gern in die Hose… LG aus HH

  • von alexandra

    Die letzten kommentare hier finde ich enttäuschend. kaum ist der erste schock über die dekadente und sinnlose gewaltorgie überwunden, rasten schon wieder die alten denkmuster ein: der staat hat versagt und die polizei provoziert, auf jeden fall sind die anderen schuld. – verantwortlich sind die gewalttätigen akteure selbst! Statt blaming und bashing sollten wir uns ernsthaft fragen, was es für folgen hat, wenn menschen ( ich meine in erster linie autonome und deren vertreter) sich nicht eindeutig von gewalt distanzieren: nach haltloser zerstörung und bedrohung von menschenleben folgt der aufschwung von rechts: schließung linker kulturzentren, verschärfte überwachung, kriminalisierung, einschränkung von bürgerrechten usw. perfektes eigentor!

    • von Walter Hempe

      6 Millionen Tote im Kongo sind auch Gewalt und die werden nicht von den Autonomen ermordet

    • von alexandra

      herr hempe, das ist genau die totschlagargumentation, die ich meine.

  • Wenn Krawalle stattfinden mit einem sehr hohen maß krimineller Energie,
    dann ist das durch nichts und gar nichts zu rechtfertigen. Trotzdem darf
    man nicht nur darüber nachdenken, wie man die Symptome gekämpft
    (besserer Polizeieinsatz, härtere Strafen und, und, und), sondern sollte
    sich über die eigentlichen Ursachen Gedanken machen und dort ansetzen:
    – zunehmende Spaltung der Gesellschaft in arm und reich
    – zunehmender Lobbyismus
    – Abhängung von Randgruppen
    – Benachteiligung von Minderheiten
    – fehlende wirksame Basisdemokratie
    Diese gefühlte Ohnmacht kann dazu führen, dass
    – man resigniert und gar nichts macht
    – man sich Krawallmachern anschließt oder
    – aktiv gewaltfrei dagegen kämpft und die wenigen
    legalen Möglichkeiten nützt (z.B. Campact-Unterstützung)

    Matthias Förster

  • von Edith E. Preiss

    Mir fehlt ein wichtiger Aspekt: Meine Angst friedlich zu demonstrieren ist angesichts der Gewalt, die auch von der Polizei ausgeübt wurde, zu groß geworden. Die Bilder von Wasserwerfern und Tränengas, die nun mal nicht so ganz gezielt funktionieren, die von der Polizei nicht ausgegrenzten gewaltbereiten Personen, der in den ganz normalen Medien gezeigte Anblick von prügelnden Polizisten und die Übergriffe sogar gegen Journalisten, das alles erschreckt mich zu sehr. Und so geht es vielen älteren Menschen in meinem Umfeld. Ich bin 67 Jahre, würde gern friedlich demonstrieren, traue mich aber nicht mehr, auch aus Angst, stundenlang eingekesselt zu werden, wie in Frankfurt geschehen.
    Ich finde, hier wird das Grundrecht auf friedliche Meinungsäußerung in einer Groß-Demonstration in einer ganz merkwürdigen Weise eingeschränkt und es entsteht ein Bild von “mehrheitlich einverstanden sein” , das falsch ist. Wie viele mehr würden wohl demonstrieren, wenn das ohne Gefahr ginge?

  • von Peter Gooß

    Der Bericht und die Srellungnahmen darin finden inhaltlich und formal meine volle Zustimmung.

    Ich bezweifele lediglich, dass friedlichen Proteste ohne das idiotische Krwall- und Zerstörunsszenario wirklich etwas bewirkt hätten.

    Man müsste die erfolgreichen Demonstarionen z.B. in der DDR auf die Gründe für ihren Erfolg untersuchen, bevor man solche Aktionen anstößt und durch ihr erfolgloses Verpuffen die Bereitschaft zu weiteren Protesten untergräbt.

    Peter Gooß DARMSTADT

  • von Elke Frank

    Ich kann nicht nachvollziehen, dass man nicht die Bürger genauso schützen kann wie die Politiker. Polizei ist zum Schutz des Bürgers da, nicht nur für ein paar Hochrangige.
    Daas was man über die Nachrichtensender live aus dem Schanzenviertel sehen konnte, war ein Bild wie in einem Bürgerkrireg und das deutsche Ansehen beschädigt. Alle Politker sollten sich
    hierfür an die eigene Nase fassen und vorangig die Kanzlerin, sowie der Bürgermeister von Hamburg. Traurig, dass man solche Gruppen einfach unteschätzt. Sowas musste man einkalkulieren, aus den letzten Gipfeljahren..

  • von Heinrich

    Da aufgrund der frühzeitig bekanntgemachten Planungen der Randalierer abzusehen war, dass genau das passieren würde, was dann passierte, waren m.A. nach nur 2 Vorgehensweisen möglich: a) genauso zu handeln wie die Stadt und Polizei gehandelt haben b) den Gipfel komplett abzublasen, auch in letzter Minute noch.

  • von Bernhard Scheibe

    Hallo Hamburg Eure Polizei schützt nur die Politiker und nicht die Bürger und Geschäftsleute “Die Kleinen”. Der Bürgermeister und Polizeichef sind die Unfähigsten Politiker und Beamten der Stadt. Wenn man nicht Live bei N-TV oder N24 dabei war glaubt man es nicht das so was in Deutschland möglich ist, man denkt an Südamerika oder Arabische ,Afrikanische Länder aber nicht Deutschland der Rechtsstaat. Auch lächerlich das Campverbot dann Aufgehoben durchs Oberste Gericht in Karlsruhe. Vom
    Polizeichef und Krisenstab wieder zerpflückt. Dann “Null Toleranz” spruch Schanzenviertel wird mit Barrikaden in brannt gesetzt Autos angezündet und die Polizei schaut zu Klasse!! Der schwarze Block wird mutiger Klasse!! Ich könnte einen Roman noch schreiben. Doch von mir und vielen anderen nur eins DANKE Angela Merkel es reicht wir wollen keine Hilfe vom Staat der zu sieht wie andere alles Kaputt machen. Der Bürger kann sich auch selber helfen siehe beim Aufräumen.
    MFG ein Bürger

  • von Karolin Hoppe

    Ja, alles differenziert und gut recherchiert dargestellt, was einer fundierten Meinungsbildung zuträglich ist. Aber eines kann ich überhaupt nicht verstehen und kommt mir vor wie die ewig gestrige Staatskritik aus den 60er-Jahren: Die Kritik am Polizeieinsatz. Mal ehrlich, Leute: Mich hat es gewundert, dass eine Demonstration, die “Welcome to hell” heißt, überhaupt genehmigt wird! Da muss die Polizei mit entsprechenden Mitteln gegen die Gewalttäter vorgehen! Die sind es, die sich nicht an die Gesetze halten (Vermummungsverbot, Angriffe auf die Polizeikräfte)! Und ich finde es absolut vertretbar, wenn die Polizei versucht, den schwarzen Block von den übrigen Demonstranten zu trennen und sich verteidigt. Da behandelt die Polizei eben NICHT alle gleich. Und dann distanziert sich der Veranstalter noch nicht einmal explizit von den Gewalttätern! Sorry Leute – da werden Tatsachen verdreht und aus Tätern Opfer gemacht!

  • von Guido Hermann

    Ich bin enttäuscht über die Art und Weise wie sich campact distanziert. Von der Gewalt, ja klar. Aber von der Bewegung? Die sie damit runterspielen um sich ins Rampenlicht zu setzen. “Unsere Aktion mit weniger Menschen war toll……” und “Euro war zwar größer aber….” Wir machen alles richtig… Wir sind die guten. Finde ich abstoßend. Das hilft auch keinen und spaltet nur.

    • von Claudia Dietrich

      Guter Denkansatz auch für mich…

    • von Benjamin Sommer

      Das sehe ich auch so!

    • von Alexandra Schmiedtke

      Kann ich nur unterstreichen, finde ich sehr unangenehm.

  • von Frank Lingnau

    Danke für die klaren und differenzierten Worte. Hier sind die richtigen Themen auch in der richtigen Reihenfolge gesetzt. An erster Stelle steht die Gewaltfreiheit. Sehr wichtig, dass sich Campact da von angeblich “linken” Kriminellen distanziert. Denn erst durch diese Distanzierung wird auch die Kritik an der Einsatzleitung der Polizei legitim, die eben nicht differenziert hat und auch berechtigten Protest mit Chaoten in eine Schublade steckt.
    Auch die Forderungen sind präzise und wichtig und gut formuliert. Ja, so kann eine gerechtere Welt aussehen, Dafür kann ich mich auch engagieren.

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Veröffentlicht von Felix Kolb

Dr. Felix Kolb, Jahrgang 1973, ist Politikwissenschaftler. Er promovierte an der FU Berlin über die politischen Auswirkungen sozialer Bewegungen. Nach der Beendigung seines Studiums beteiligte er sich als Pressesprecher am Aufbau von Attac. Zusammen mit Christoph Bautz gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung. Er arbeitet als Geschäftsführer bei Campact.