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Wir haben genug Platz

Traumatisiert, geflüchtet, festgehalten: Seit der Schließung der Balkanroute im Frühjahr 2016 harren tausende Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern in Lagern in Griechenland und Italien aus. Auf WeAct fordern Menschen in Deutschland ihre Stadträte auf, weitere Geflüchtete aus den Grenzstaaten der EU aufzunehmen - mit Erfolg, wie Beispiele aus Darmstadt und Osnabrück zeigen!

Geflüchteten-Lager Idomeni Foto: Tim Lueddemann
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Zu Tausenden sitzen sie in Griechenland und Italien fest: Menschen, die vor Krieg und Terror geflohen und in den Grenzländern Europas gestrandet sind – unsicher, ob und wohin sie weiterziehen dürfen. In vielen Lagern fehlt es ihnen am Nötigsten: Sie leben in Zelten ohne ausreichend Wasser und Lebensmittel. Allein in Idomeni nahe der mazedonischen Grenze sitzen zeitweise mehr als 11.000 Menschen fest. Hungerstreiks, Gewalt und Verzweiflung breiten sich aus. Im Mai 2016 beginnt die griechische Polizei, das Lager aufzulösen und die Menschen in 80 km entfernte Lager bei Thessaloniki umzusiedeln.

Neuverteilung in Europa?

Deutschland hat sich bereits 2015 verpflichtet, bis September 2017 knapp 30.000 Menschen aufzunehmen, um sie aus den menschenunwürdigen Bedingungen in den überfüllten Lagern zu befreien. Tatsächlich kommt die Bundesregierung ihrer Verpflichtung aber nur sehr zögerlich nach.

Dabei wollen Bürger*innen aus Münster, Osnabrück, Darmstadt, Mainz, Hamburg und Cuxhaven nicht länger zusehen. Sie wissen, die Bundesländer können Menschen aus humanitären Gründen aufnehmen. Und sie sind überzeugt: In unserer Stadt ist genug Platz! Mit Petitionen fordern sie ihren jeweiligen Stadtrat auf, mehr Geflüchtete aus Griechenland und Italien in ihrer Stadt willkommen zu heißen, als die Bundesrepublik ihnen zuteilt. Mehr als 10.000 Menschen unterzeichnen die bisher sieben Petitionen und setzen ein Zeichen für gelebte Solidarität.

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Städte der Zuflucht

Deutschland- und europaweit bilden sich Initiativen, die als “Städte der Zuflucht” eine direkte Aufnahme von Geflüchteten aus dem Ausland in ihre Stadt fordern. Besonders in Darmstadt lohnt sich die Ausdauer der Engagierten. Am 15. Dezember 2016 beschließt die Stadt: Sie wird von der Bundesregierung einfordern, das europäische Umverteilungsprogramm umzusetzen. Auch in Osnabrück sprechen die Initiator*innen der Petition von einem Erfolg: Am 14. Juni 2016 beschließt der Stadtrat mit großer Mehrheit, den Plan der Aktiven zu unterstützen – und  50 Menschen aus griechischen Lagern in Osnabrück willkommen zu heißen.

Bei uns ist noch Platz! – und bei Dir?

So sehr wir uns darüber freuen: Bisher sind dies nur Teilerfolge. Noch immer sitzen zahlreiche Geflüchtete in Italien und Griechenland fest. Sie sind darauf angewiesen, dass europäische Bürger*innen laut bleiben und sich dafür einsetzen, die Menschen bei uns aufzunehmen. Viele Aktive haben mit ihrer Unterschrift und ihrem Engagement schon die Behörden unter Druck gesetzt. Sie signalisieren erfolgreich: Bei uns ist noch Platz!  

Beispiele wie Osnabrück zeigen, dass es sich lohnt, aktiv zu werden – für jede*n Einzelne*n von uns. Du denkst, in Deiner Stadt ist auch noch Platz? Dann starte Deine eigene Petition auf WeAct und fordere Deinen Stadtrat auf, sich solidarisch zu zeigen und den in Griechenland oder Italien gestrandeten Menschen ein lebenswertes Ankommen in Europa zu ermöglichen.

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Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Dich auf die Kampagne hinweisen.

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