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1 Million SUVs

Auf der Internationalen Autoausstellung wollen Daimler und Co. für ihre Spritschlucker werben. Wir halten dagegen: mit einer riesigen Demo und einer Fahrradsternfahrt nach Frankfurt - aus rund Hundert Orten. Sei am Samstag, den 14. September dabei! Starte mit uns in die Verkehrswende.

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Tonnenschwere SUVs drehen sich auf Podesten, heulende Motoren beim Offroad-Parcours. Ganz Deutschland redet über die Klimakrise – nur die Autoindustrie macht weiter wie bisher. Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) am 14. September in Frankfurt geht die Motorenleistung über alles. 

IAA ≠ grün

Die Automesse in Frankfurt ist der Branchenhöhepunkt des Jahres. Hier geben sich die Konzerne gerne grün. Sie verweisen auf das neue Elektro-Modell – und nennen sich visionär. In der Realität entpuppt sich das als Lüge: Eine Million neue SUVs kommt dieses Jahr auf die Straße. Sie verpesten unsere Luft, stellen unsere Gehwege zu und zerstören das Klima.

Demo und Sternfahrt in Frankfurt

Deswegen erobern wir jetzt die Autoausstellung – und fordern gemeinsam mit unseren Bündnispartnern die Verkehrswende. Bei der Publikumseröffnung am Samstag, den 14. September ziehen wir mit einer Demo aus der Frankfurter Innenstadt vor den Eingang der IAA. Tausende Radler*innen fahren aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet vor. 

Die Autobahnen voller Fahrräder: Die großen Verkehrsachsen Frankfurts werden zu einem Festspiel für die Verkehrswende. Unübersehbar stehen wir gemeinsam vor der IAA – mit kreativen Schildern in der Luft. Wir konfrontieren die Autolobby genau da, wo sie sich ungestört fühlte. Vor der versammelten Presse fordern wir eine neu gedachte Verkehrspolitik: mit genügend Platz für Radler*innen, einem starken, günstigen Nahverkehr und einladenden Wegen für Fußgänger*innen. Wir müssen weg von Benzin und Diesel. 

IAA wird zum Symbol der Verkehrswende

Die IAA ist ein gigantisches Medien-Spektakel. Wenn wir bei Demo und Sternfahrt am 14. September richtig viele werden, können wir sie zum Symbol für die Verkehrswende machen. Mittags startet die Demo von der Frankfurter Hauptwache, die Fahrrad-Sternfahrt kommt aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet: Mache mit und klicke jetzt auf den Button, dort findest Du alle weiteren Infos.

Ja, ich bin dabei
Nein, ich kann nicht kommen

Die Hoffnung müssen wir selbst sein

Der Amazonas brennt, Grönland schmilzt im Rekordtempo, der deutsche Wald verdorrt – und die Autoindustrie setzt weiter voll auf Benzin und Diesel. Das Tempo, mit dem die Klimakrise eskaliert, ist zum Verzweifeln. Es gibt Hoffnung – doch die müssen wir selbst sein. Die Jugendlichen von “Fridays for Future” machen es vor. Sie sind hartnäckig und unbequem – damit haben sie schon viel erreicht. Jetzt sind auch wir Erwachsenen dran. Das ist der Plan für die IAA:

  • Am Freitag, 13. September, geht es los mit einem Protest von “Fridays For Future”: Die Schüler*innen ziehen vor den Eingang der IAA.
  • Am Samstag, 14. September, gehören uns die Straßen im Rhein-Main-Gebiet. An rund Hundert Orten starten Radler*innen zur Sternfahrt. Eltern mit Kindern sammeln sich am Frankfurter Nibelungenplatz zum Kidical Ride – einem Fahrradumzug für Kinder und Familien. Und alle, die am liebsten zu Fuß demonstrieren, sammeln sich an der Frankfurter Hauptwache. 
  • Am Sonntag, 15. September, wollen Aktive der Initiative Sand im Getriebe die IAA friedlich blockieren. Die Aktion zivilen Ungehorsams ist zwar nicht legal – aber angesichts der Klimakrise völlig legitim.

Das IAA-Protestwochenende kommt genau zum richtigen Zeitpunkt – wenige Tage bevor die Bundesregierung über ihre Maßnahmen zum Klimaschutz entscheidet. Ob es ein Erfolg wird? Das hängt jetzt von Dir ab. Bitte komme am 14. September zur Demo – zu Fuß oder auf dem Fahrrad.

Ja, ich bin dabei
Nein, ich kann nicht kommen

PS: Falls der Sommer noch nicht heiß genug war – ein neuer Mercedes SUV werde ihn noch weiter anheizen. Mit dieser ignoranten Werbung hat Daimler auf Twitter neue Klimakiller angepriesen. Wenn Du die dicken Geländewagen auch satt hast, komme zur Demo oder Sternfahrt am 14. September! 

Ja, ich bin dabei
Nein, ich kann nicht kommen

Du hast selbst keine Zeit? Dann informiere bitte Deine Freund*innen über die Aktion!

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Autor*innen

Organisierte Protest gegen Castor-Transporte und ist einer der Gründungsstifter der Bewegungsstiftung. Nach dem Studium der Politik, Philosophie und Soziologie promovierte er über Zivilen Ungehorsam in der internationalen Politik. Bevor Gerald Neubauer 2015 zu Campact kam, arbeitete er als Campaigner für Greenpeace zum Thema Kohleausstieg. Alle Beiträge

19 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. von Georg Daniell : „Grundsätzlich sollte man aber nicht den Herstellern die Schuld zuweisen, sondern der Verbraucher selbst sollte etwas dagegen unternehmen und einfach auf den Erwerb solcher Klimaverpester verzichten.Solange WIR die Hersteller mit dem Kauf von SUVs usw. unterstützen, werden diese auch weiterhin welche produzieren.“
    Da gebe ich Ihnen auch Recht. Aber bevor es mit Greta angefangen hat, hat es doch kaum jemanden interressiert. Die meisten Fahrzeuge sind doch Klein und Mittelklasse Fahrzeuge. Das ist heute, wie vor 20 Jahren so. Und anstatt Verbote und und CO2 Steuer, sollte man lieber anreize schaffen.
    Ob das Ladestationen sind, besseres Öffentlichen Nahverkehr, förderungen für Neukäufe usw.
    Was würde denn passieren, wenn plötzlich morgen 25 % der Autofahrer plötzlich ein E-Auto bestellen würden?
    Oder wenn 25 % plötzlich mit Bus und Bahn fahren würden?
    Wenn die Menschen umschwenken sollen, sollte man erstmal die vorraussetzungen dafür schaffen!

  2. „SUV`s mit einem Verbrauch von 30 Liter auf 100“
    Oh mein Gott. Das wird ja immer besser. Selbst ein Porsche Panamera mit 440 PS ist mit 9 L pro 100 angegeben.
    Letztendlich kommt es auch auf den Fahrer an. Was meinen Sie, wieviele Kleinwagen unterwegs sind mit Fahrern die das Gaspedal ständig durchtreten um flott unterwegs zu sein. Da ist nichts mit 5 Litern Verbrauch.
    Und was die Größe angeht, ist selbst ein Porsche Panamera ca. 10cm breiter als ein Mittelklasse Auto. Man kanns auch echt übertreiben.
    @von Laptopkissen : Das ist genau meine Meinung. Das Problem ist, das die Autos direkt vor der Tür sind und somit leichtes Opfer. Erst war es der Diesel, jetzt die SUVs. Schiffe und Flugzeuge sind weit weg. Da kann man nicht so schnell Aufkleber aufkleben und Lack zerkratzen. Das 2018 knapp 3,4 Flüge über Deutschland stattfanden ist ja auch nicht soviel. Das die 12 größten Schiffe soviel verbrauchen, wie 750 Millionen Autos ist ja auch nicht so wild.

  3. @E. M. Hooijer .
    Auch schon mal daran gedacht, das Autonomes fahren auch viele Unfälle verhindern werden.
    Kein toter mehr durch betrunkene Fahrer, Kein toter mehr durch Raser, Kein toter mehr durch abgelenkte Fahrer,usw.
    Wenn das Autonome Auto erstmal richtig funktioniert, gibt es garantiert weniger Unfälle.
    Aber das wird noch ein paar Jahre dauern.

  4. @von Walter. Ein Freund von mir wohnt in Frankfurt Randgebiet. Was ihm dabei aufgeregt hatte, das Zahlreiche Autos mit Fahrrädern dort geparkt haben und von dort mit dem Fahrrad zur Demo geradelt sind. Das krasseste war Audi a6 3,0 TDI Avant mit 2 Rädern auf dem Dach und 2 Räder hinten am Gestell. 4 Erwachsene und ein Kind.Kennzeichen HH. Mach ja echt sinn, das die gegen Autos demonstrieren.

  5. Dicke fette SUVs gibt es auch elektrisch:
    „Tonnenschwere SUVs drehen sich auf Podesten…“ steht im ersten Satz – dazu sollte man sich klarmachen, daß das TESLA-Modell „X“ 2.459 bis 2.487 kg wiegen soll, also noch ein bißchen mehr als die Verbrenner-Ungetüme. Nimmt man noch Software für autonomes Fahren dazu, dürfte die Gefahr von Unfällen mit schwerwiegenden Folgen sicher nicht geringer sein als bisher.

  6. Zum ersten Satz im Artikel („Daimler und Co.“) fällt mir wieder einmal auf, wie national begrenzt das Denken auch bei sonst internationalen Genoss|innen ist, gerade wenn es um Unerfreuliches geht. Sicher, die deutschen Autobauer bieten auch Ungetüme mit überhöhter Leistung an, aber das Mutterland der Autoschlachtschiffe sind immer noch die USA. Ich vermisse die Forderung nach „Verkehrswende“ auch dort, wenn wir schon so verbündet bzw. verbunden sind. Und dazu noch „Truck Racing“, Dragster-Beschleunigungsrennen, „Tractor Pulling“ und ähnliche Vergnügungen, bei denen dicke schwarze Rußwolken in Massen entstehen.

  7. 2/2
    Davon ab, wird überall der Autoverkehr immer mehr, auch Sonntags gehöre ich als Radfahrer zu einer winzigen Minderheit – auffallend viele schaffen auch an freien Tagen den Verzicht nicht. Aber ich kann mir vorstellen, daß die Leute durch die abermalige Erhöhung der finanziellen Belastung trotzig werden, und sich wenigstens den Fahrspaß bzw. die Bequemlichkeit nicht nehmen lassen wollen. Das „Klima“, sofern es sich überhaupt schützen läßt, wird davon gänzlich unbeeindruckt bleiben.

  8. Ich war auf der Demo am 14. September, weil ich es von den dicken SUV´s satthabe. Die dicken Geländewagen sollen aus der Stadt verbannt werden, oder dementsprechend besteuert werden.

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