Tierquälerei im Schweinestall verbieten!

Ihr halbes Leben stecken Muttersauen eingezwängt zwischen Eisenstangen. Nun will CDU-Agrarministerin Julia Klöckner den „Kastenstand“ für zusätzliche 17 Jahre erlauben. Das können die Grünen verhindern - und zwar schon am 15. Mai im Bundesrat. Unsere Forderung: Der Kastenstand gehört verboten. Unterzeichne den Eil-Appell!

Klöckners Sauerei

Eingesperrt in viel zu enge Käfige, fixiert zwischen eisernen Stangen – so verbringen Millionen Muttersauen mehrere Monate im Jahr. Die Tiere lassen sich so industriell in großer Enge halten. Diese Tierqual im sogenannten Kastenstand könnte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) eigentlich abschaffen. Doch ihre neue Nutztierverordnung will die Mini-Käfige noch 17 Jahre erlauben – damit die Agrarindustrie weiter Schweinefleisch zu Dumpingpreisen produzieren kann.

Dafür braucht Klöckner die Zustimmung des Bundesrates – und hier kommen die Grünen ins Spiel. Sie sitzen in zehn Landesregierungen und können Klöckner stoppen. Bislang haben sich die Grünen aber noch nicht zu einem klaren Nein durchgerungen. Mitte Februar verschwand das Thema wieder von der Tagesordnung des Bundesrats.

Die Grünen müssen die Schweinequal beenden

Bereits am 15. Mai stimmt der Bundesrat über das Vorhaben ab. Das wollen wir verhindern. Unser Plan: Wir begrüßen die Politiker*innen direkt vor der Abstimmung – mit einer großen und lauten Aktion. So machen wir die Medien auf das Treffen aufmerksam und stellen klar: Als Öko-Partei dürfen die Grünen nicht vor der Agrarministerin einknicken. Sie müssen sich entschieden dafür einsetzen, dass der Kastenstand nicht verlängert wird.

Deshalb starten wir gemeinsam mit der Verbraucherorganisation foodwatch einen Appell. Je mehr Unterschriften wir bis Dienstag haben, desto kraftvoller können wir die Grünen zum Widerstand gegen Klöckner anschieben. Es muss endlich Schluss sein mit der Qual der Muttersauen in deutschen Ställen. Bitte unterschreibe jetzt direkt den Appell.

Ein Leben zwischen engen Gitterstäben

Es besteht kein Zweifel – der Kastenstand ist Tierquälerei. Die extrem engen Käfige sind kaum größer als die Sau selbst. Sie verbringt ihr halbes Leben schmerzhaft eingeklemmt zwischen den Eisenstangen. Beim Besamen, während der Trächtigkeit und auch nach der Geburt der Ferkel bleibt sie im Eisengitter. Ihre Bewegungsfreiheit ist massiv eingeschränkt – sie kann sich weder drehen, noch Kopf oder Beine richtig ausstrecken. Die Folge: schwere körperliche Schäden. Viele Tiere entwickeln Geschwüre an Schultern und Hüften.

Lasst die Sau raus!

Angeblich soll der Kastenstand verhindern, dass die Muttersauen ihre Ferkel aus Versehen erdrücken, wenn sie sich hinlegen. Dabei lässt sich das ganz einfach vermeiden – die Tiere benötigen lediglich mehr Platz im Stall. Doch das würde die Kosten der Fleischproduktion erhöhen. Damit Schweinefleisch weiterhin extrem billig bleibt, will die Agrarministerin die Zwangsfixierung der Muttersauen auch in Zukunft erlauben. Profitgier siegt über Tierwohl.

Die Qualen im Kastenstand sind keinem Tier zuzumuten. Wir fordern von den Grünen, ihre Macht im Bundesrat einzusetzen und den Kastenstand zu beenden. Mach mit und hilf den Muttersauen!

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Veröffentlicht von Lynn Gogolin-Grünberg

Veröffentlicht von Friederike Gravenhorst