Klinikpersonal: Sie verdienen mehr!

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise leisten Pfleger*innen und Ärzt*innen Übermenschliches – bei schlechter Bezahlung und hohem Ansteckungsrisiko. Dabei arbeitet das Klinikpersonal schon seit Jahren an der Belastungsgrenze. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss diesen Einsatz honorieren – mit einem Gehaltszuschuss. Unterzeichne jetzt.

„Wir können nicht mehr“

Wir können nicht mehr“, sagt Krankenpfleger Alexander Jorde. Schon seit Jahren leiden viele Ärzt*innen und Pfleger*innen unter zu hoher Belastung – schuld ist der Sparzwang im Gesundheitswesen. Mit der Corona-Krise spitzt sich ihre Situation dramatisch zu: Klinikmitarbeiter*innen leisten Übermenschliches – und verdienen dabei oft viel zu wenig.

In ihrer Fernsehansprache bedankte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen. Doch unser Klinikpersonal verdient mehr als nur ein Dankeschön. Deshalb fordern wir: mehr Geld für Ärzt*innen und Pfleger*innen! Sie sollen einen monatlichen Zuschlag für ihren Krisen-Job bekommen – und zwar ab sofort.

Die Belastung wächst jeden Tag

Als Gesundheitsminister ist Jens Spahn (CDU) der Krisenmanager der Stunde. Auch von ihm braucht es mehr als ein einfaches Danke. Deshalb starten wir einen Appell und fordern Gehaltszuschläge für das Klinikpersonal. Unser Ziel: mindestens 100.000 Unterschriften. Die wollen wir dann als Anzeige gemeinsam mit unserer Forderung in möglichst vielen Tageszeitungen unterbringen. Dann wird sich Spahn kaum wegducken können.

Die Belastung in den Kliniken wird von Tag zu Tag größer. Darum zählt jetzt jede Stimme – auch Deine. Bitte unterzeichne jetzt gleich unseren Appell an den Gesundheitsminister.

Der Krisenmodus im Gesundheitswesen ist nicht neu: Schon vor dem Ausbruch des Coronavirus mussten Intensivstationen Betten sperren. Der Grund: zu wenig Personal. Überlastung und Stress sind für viele Beschäftigte der Normalzustand. Personalmangel, Hektik und lange Schichten bleiben nicht folgenlos: Ein Drittel der Pfleger*innen ist Burnout-gefährdet. In kaum einer anderen Branche kündigen so viele Menschen ihren Job.

Krankenhäuser unter Sparzwang

Was dahinter steht: Krankenhäuser sollen Profite abwerfen – wie Unternehmen. Diese Logik drückt ihnen einen rigiden Sparzwang auf: weniger Personal für mehr Patient*innen in weniger Zeit. Darunter leiden die Patient*innen und die Mitarbeiter*innen. Langfristig braucht es im Gesundheitswesen höhere Löhne, mehr Personal – und keinen Wettbewerb in Krankenhäusern. Aber auch kurzfristig können wir Ärzt*innen und Pfleger*innen jetzt helfen: mit einem Gehaltszuschlag in der Krise.

Bitte mach mit – und unterzeichne unseren Appell an Gesundheitsminister Spahn.

Corona-Zuschlag jetzt!

Viele überarbeitete Pfleger*innen sind genervt von ihrem Minister: Schon vor Monaten wollte Jens Spahn bei ihnen punkten – mit ein paar Tafeln Schokolade. Von fairer Bezahlung keine Spur. So billig darf der Gesundheitsminister nicht davonkommen! Mit Ihrer Hilfe holen wir das Thema in die Öffentlichkeit: Unterzeichne jetzt unseren Appell.

Veröffentlicht von Friederike Gravenhorst

Friederike Gravenhorst hat neben ihrem Politik-Studium die Bremer Landespolitik kennengelernt. Mit einer Jugendorganisation hat sie sich gegen Autos und Polizeigesetze eingesetzt und für junge Perspektiven in der Politik gestritten. Seit 2020 unterstützt sie Campact als Junior-Campaignerin.