Rettet den Amazons: Stoppt Bolsonaro!

Dein Supermarkt kann eine Katastrophe verhindern: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro plant ein Gesetz, das den Amazonas-Regenwald der Zerstörung preisgibt. Das Ziel: mehr Fleisch exportieren. Einige Supermärkte reagieren mit einem Boykott. Doch drei entscheidende Ketten fehlen. Darum fordern wir Edeka, Lidl und Aldi Nord auf, sich Bolsonaros Gesetz entgegenzustellen.

Regenwald in Flammen

Gigantische Rauchwolken verdunkeln den Himmel, Jahrhunderte alte Bäume brechen zusammen. Der Regenwald im Amazonas brennt. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro lässt die Agrarkonzerne wüten. Sie zerstören den Regenwald, um an mehr Weidefläche zu kommen. In einem Jahr haben sich die Rodungen fast verdoppelt. Großgrundbesitzer eignen sich seit Jahren illegal neues Land im Regenwald an. Statt sie zu bestrafen, soll ein neues Gesetz das im Nachhinein erlauben: eine Einladung, neue Flächen auszubeuten.

Ein Gesetz, um noch mehr Regenwald zu verbrennen: Das geht selbst Discountern zu weit. Einige europäische Supermarktketten haben sich zusammengetan und drohen mit Boykott. Sie wollen Produkte der Großgrundbesitzer nicht mehr verkaufen – bis Bolsonaro einlenkt. Wirtschaftlicher Druck wirkt: Das zeigt die Reaktion des brasilianischen Kongresses. Einen Tag nach der ersten Boykottdrohung strich er das geplante Gesetz kurzfristig von der Tagesordnung – zu heikel.

Doch verschieben reicht nicht – das Gesetz muss kippen. Das klappt nur, wenn der Boykott breit genug ist. Drei große Ketten fehlen dafür noch: Edeka, Lidl und Aldi Nord. Mit ihnen würden über 70 Prozent der deutschen Einkäufer*innen Bolsonaro boykottieren. Das müssen wir – als Kundinnen und Kunden – jetzt einfordern: Sobald 100.000 Menschen den Appell unterschrieben haben, ziehen wir vor die Firmenzentralen und konfrontieren die Ketten. Deine Stimme als Verbraucher*in zählt: Bitte unterzeichne jetzt!

Ein schmutziges Video

Ein Video mit schmutzigen Details: vor Kurzem ist die Aufnahme einer Kabinettssitzung aufgetaucht. Sie zeigt Bolsonaro und seinen Umweltminister. Gemeinsam planen sie, wie sie den Umweltschutz opfern – ohne dass die Öffentlichkeit es mitbekommt. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, da die Presse sich ausschließlich mit Covid-19 beschäftigt, uns das Amazonas-Thema vorzunehmen“, sagt der Umweltminister und setzt nach: „Wir haben in diesem Moment die Chance, alle Regelungen zu ändern.“

Bolsonaros neues Gesetz hat die Kraft, den geschwächten Regenwald endgültig zu zerstören. 17 Prozent der Gesamtfläche sind bereits völlig abgeholzt, eine genauso große Fläche ist stark geschädigt. Jetzt wird es knapp für das außergewöhnliche Ökosystem. Denn der Wald produziert seinen Regen selbst. Wissenschaftler*innen befürchten, dass dieser Wasserkreislauf schon bei etwa 20 Prozent Zerstörung kollabiert. Ein Regenwald ohne Regen wird zu einer Savanne – das wäre sein Kollaps.

Diplomatie? Unmöglich.

Das geplante Gesetz bedroht die indigene Bevölkerung, die Artenvielfalt und das Klima. Normalerweise würden wir die Politik direkt adressieren. Im Falle des rechtsradikalen Bolsonaro ist Diplomatie unmöglich. Daher packen wir ihn an seiner empfindlichsten Stelle: dem Profit.

Bolsonaro ist auf die Unterstützung der Agrarlobby angewiesen. Ein Boykott europäischer Supermärkte würde ihn politisch enorm schwächen. Schließlich ist die EU die drittwichtigste Abnehmerin von brasilianischem Rindfleisch. Die Supermärkte wiederum hören auf ihre Kund*innen. Dafür müssen wir ihnen klar machen: Wir wollen nicht, dass für unsere Produkte der Regenwald stirbt. Darum zählt jetzt jede Stimme. Bitte unterzeichne den Appell an Edeka, Lidl und Aldi Nord.

Keine Kommentare

Veröffentlicht von Friederike Gravenhorst

Friederike Gravenhorst hat neben ihrem Politik-Studium die Bremer Landespolitik kennengelernt. Mit einer Jugendorganisation hat sie sich gegen Autos und Polizeigesetze eingesetzt und für junge Perspektiven in der Politik gestritten. Seit 2020 unterstützt sie Campact als Junior-Campaignerin.