Kohle – und jetzt?

Viel Kohleausstieg bringt es nicht: Das gerade verabschiedete Kohlegesetz ist schwach. Trotzdem hatten wir nie bessere Chancen auf ein schnelles Aus für die Kohlemeiler - die müssen wir jetzt gemeinsam richtig nutzen. Campact-Vorstand Christoph Bautz schreibt, wie das gehen kann.

Auf dem Gesetz steht Kohleausstieg – aber es ist viel zu wenig drin. Was die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD letzten Freitag im Bundestag beschlossen haben, ist gleich aus mehreren Gründen völlig aus der Zeit gefallen

Verzögert, verzockt, verzweifelt

  1. Verzögert: Bis 2038 sollen Kohlemeiler bei uns weiterlaufen – viel zu spät, um die Erderhitzung unter der kritischen 1,5-Grad-Schwelle zu halten. Wann andere EU-Länder aussteigen? Frankreich: 2021. Italien, Spanien und Großbritannien: 2025. Die Niederlande: 2030. Später als Deutschland sind nur Polen und Tschechien dran. Das Ausstiegsdatum hat die Kohle-Kommission zu verantworten. Aber die Regierung macht es noch schlimmer und schaltet in den nächsten Jahren kaum Anlagen ab. Dabei ist klar: Wir könnten jetzt die Hälfte der Kohlemeiler abschalten und bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen
  2. Verzockt: Die Kohle-Konzerne bekommen fette Entschädigungszahlungen vom Staat: mehr als vier Milliarden Euro. Wie diese Summe zustande kommt, kann die Bundesregierung selbst nicht erklären. Und gerechtfertigt ist sie nicht: Denn die meisten Anlagen sind am Markt kaum noch etwas wert. Sie fahren Verluste ein. Und sie sind so alt, dass ihre Investitionskosten für die Betreiber längst finanziert sind.
  3. Verzweifelt: Dörfer im Rheinland sollen weiter für Braunkohle abgebaggert und Menschen zwangsweise umgesiedelt werden. Und auch wenn der Hambacher Wald stehen bleibt: Er droht zu vertrocknen, weil um ihn herum weiter Kohle abgebaut wird.

Die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je

Ein ziemlich wirkungsloses Kohleausstiegsgesetz – haben wir damit den Kampf um einen Ausstieg vor 2030 verloren? Mitnichten. Denn die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je. Auf dem Energiemarkt ist es derzeit eng für die Kohle. Sie bekommt immer mehr Konkurrenz durch günstigen Wind- und Sonnenstrom – dank des niedrigen Gaspreises auch durch Gaskraftwerke. Gleichzeitig macht der relativ hohe CO2-Preis den Kohlestrom teurer. Im Ergebnis wurde in der ersten Jahreshälfte 36 Prozent weniger Strom aus Braun- und 46 Prozent weniger aus Steinkohle erzeugt – schlicht weil der Kohlestrom am Markt zu teuer ist.

Also regelt der Markt den Ausstieg? Nein. Darauf zu vertrauen, wäre fatal. Denn die schlechte Marktlage für Kohle ist nur eine Momentaufnahme. Gas- und CO2-Preis schwanken heftig. Läuft es schlecht, ist die Kohle demnächst wieder konkurrenzfähig.

Mit diesem Dreischlag bekommen wir die Kohle-Meiler vom Netz

Genau hier können wir ansetzen: Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Bedingungen für Kohle am Markt schlecht bleiben. Dann schaffen wir den Ausstieg deutlich vor 2030. Und das geht so:

  1. Erneuerbare Energien massiv ausbauen: Je mehr Wind- und Solarstrom ins Netz fließen, desto weniger lohnt sich der Betrieb von Kohlemeilern. Denn Erneuerbare Energien genießen einen Vorrang im Netz und drängen den Kohlestrom raus. Um die Kohlemeiler rasch überflüssig zu machen, müssen die Erneuerbaren bis 2030 mindestens 75 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland liefern. Eine Herausforderung – schließlich brauchen wir auch immer mehr Strom für Wärme und Mobilität. Das wird nur möglich, wenn die Regierung die Erneuerbaren konsequent fördert.
  2. Einen CO2-Mindestpreis einführen: Der europäische Emissionshandel, der CO2 einen Preis gibt, wirkt derzeit im Stromsektor. Doch nur mit einer festen Mindesthöhe stellen wir sicher, dass der Preis nicht wieder sinkt. Sondern stufenweise ansteigt. Deutschland muss dieses Instrument gemeinsam mit anderen EU-Ländern einführen. Studien zeigen: Ein Mindestpreis von 40 Euro je Tonne CO2 würde Kohlemeiler so unwirtschaftlich machen, dass sie vom Netz gehen.
  3. Schadstoffe-Grenzwerte für Kohlekraft verschärfen: Quecksilber, Stickoxide, Feinstaub – die EU hat schon 2017 schärfere Auflagen für Emissionen von Kohlekraftwerken beschlossen. Doch die Regierung hat sie bisher nicht in nationales Recht überführt. Ambitionierte Grenzwerte würden vor allem bei der Braunkohle teure Nachrüstungen in Filtertechnik nötig machen. Investitionen, die nicht mehr wirtschaftlich sind – und die Betreiber zur Stilllegung von Kraftwerken zwingen könnten.

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030

Seien wir realistisch: Auf die Große Koalition können wir bei all diesen Forderungen nicht setzen. Aber bereits nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030 – wenn die ganze Klimabewegung ihn lautstark einfordert. Wir müssen den Ausstieg zum Top-Thema im Wahlkampf machen; und dann zum Eckpfeiler in den Koalitionsverhandlungen.

Wer einen Kohleausstieg 2030 in Koalitionsverhandlungen durchsetzen muss? Die Grünen. Denn wer auch immer regieren will: Ohne die Grünen wird kaum eine Regierung zu bilden sein. Entsprechend teuer können sie sich beim Klimaschutz verkaufen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock stellte letzten Freitag im Bundestag klar: Ein Ausstieg sei “aus Gründen des Klimaschutzes bis 2030 möglich und nötig”. An diesen Worten werden wir sie messen. Egal, wie hart die Koalitionsverhandlungen werden: Beim 2030-Ziel dürfen die Grünen nicht nachgeben.

Aber auch die anderen Parteien müssen sich bewegen. Die Kohlefreund*innen in CDU/CSU und SPD setzen alles daran, dass der Kohleausstieg 2038 jetzt nicht mehr angefasst wird. Doch immerhin einer hat sich hier schon gerührt. Einer, dem womöglich in einer neuen Regierung eine große Rolle zukommt: Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident (CSU) forderte bereits letztes Jahr eine Beschleunigung des Ausstiegs auf 2030. Den Bremser*innen hingegen müssen wir verdeutlichen: Wer den Klimaschutz nicht ernst nimmt, wird abgewählt.

Gemeinsam können wir die Kohle stoppen

Mit Abgeordneten vor Ort diskutieren, mit Hunderttausenden auf die Straße gehen, friedlich Kohle-Bagger blockieren: Vielfalt ist die Stärke der Klimabewegung. Mit verschiedensten Aktionsformen und breiten Bündnissen haben wir es geschafft, Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Zur Bundestagswahl 2017 nannten nur neun Prozent Umwelt- und Klimaschutz als wichtigstes Problem. Heute ist Klimaschutz das wichtigste Thema für Wähler*innen – noch vor Corona. Diese Zahlen kennen auch die Abgeordneten. Mit der Wahl 2021 müssen wir einfordern, dass diese Mehrheiten zu echtem Klimaschutz führen. Und dort den Fokus legen, wo am schnellsten am meisten CO2 einzusparen ist: bei der Kohle. Ich hoffe, dass Du  dafür gemeinsam mit uns streitest.

Jetzt würde ich gerne von Dir wissen, was Du von unseren Ideen hältst. Diskutiere mit in den Kommentaren oder schau, was andere Campact-Unterstützer*innen dort sagen!

518 Kommentare

  • von Rüdiger Clausius

    In Frankreich wurden brutal Bergwerke in Lothringen und in der Normandie geschlossen mit bösen Folgen für die Arbeiter dort. Es herrscht dort breite Arbeitslosigkeit mit allen negativen Folgen. Habe dazu erst kürzlich einen Filmbericht über Lothringen gesehen. Dort ist dann Marine Le Pen für die Rechten erfolgreich. Wollen wir das?

    Also die Konversion muß durchdacht sein und man muß die Menschen mitnehmen, indem neue Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Nur so wird das zum Erfolgsmodell. Im Ruhrgebiet hat das bereits einmal funktioniert mit dem Umbau von Kohle auf neue Technologien.

  • von Rüdiger Clausius

    Länder aufzuführen, wie die Niederlande als Beispiel für einen früheren Kohleausstieg, ist nicht vergleichbar. In den Niederlanden kann man das letzte kleine Bergwerk als Tourist besichtigen. Die Niederlande hat nie im großen Stil Steinkohle oder Braunkohle abgebaut. Dort hat Erdgas und Windkraft lange Tradition. Also bitte nicht polemisch falsche Vergleiche anstellen. Der Vergleich hinkt.

    Fortsetzung mit Frankreich siehe nächstes Posting.

    Die DDR wurde bei der Wiedervereinigung wirtschaftlich platt gemacht und dies führte zu großen Arbeitsplatzverlusten, was bis heute mental nachwirkt.

    Das Abschalten der Braunkohlekraftwerke und das Ende des Braunkohleabbaus sind richtig und absolut notwendig. Nur muß der Umwandlungsprozess sozial verträglich geschafft werden. Ansonsten bekommt die AFD wieder Aufwind.

    Hier ist die Ansiedelung von neuen Industriebetrieben notwendig, die mit der Qualifikation der nun frei werdenden Menschen arbeitet und sie wieder produktiv einsetzt.

  • von Peter Lehmann

    Ich habs getan, eigene Solaranlage aufs Dach.
    Wer die Möglichkeit hat und vielleicht noch überlegt sollte es tun und zwar jetzt.

  • von Jürgen von Kannen

    Ich bin in dem Landstrich aufgewachsen, den man heute dummdreist als das „Rheinische Revier“ bezeichnet. Ich habe etliche meiner Heimatdörfer in diesem abartigen Loch verschwinden sehen.
    Wenn die Politik von den Betroffenen spricht sind immer explizit nur die Kohlekumpels gemeint. Nicht die Vertriebenen und nicht die, denen dieses Schicksal noch droht. Aber es ist kein Schicksal…es ist Lobbypolitik in Reinkultur. Die Zeiten für diese Art der Ebergieerzeugung sind längst überholt. Die unglaublichen und irreparablen Schäden an der Landschaft, dem Klima und an der Gesundheit der Menschen sind nicht mehr klein zu reden. Diese Energieerzeugung könnte längst überflüssig sein und wird mit Gewalt am Leben erhalten zum Vorteil einiger tausend Menschen und zum Nachteil aller. Lasst uns daran arbeiten, dass früher mit dieser Umweltsauerei Schluss ist. Und wenn es nicht für uns ist, dann doch wenigstens für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder.

  • von Weinhold, Uwe

    Ehrlich gesagt, bin ich gegen einen Kohleausstieg genauso wie gegen einen Atomausstieg. Ich möchte es auch erklären. Deutschland soll aus beiden Energiebeschaffern aussteigen. Und was macht der Rest der Welt und unsere Nachbarn!? Die zeigen uns den Mittelfinger und bauen direkt an unsere Grenzen neue Atommeiler und Kohlekraftwerke!! Und wir zerstören uns selbst! Wir stellen die Windkraftanlagen ab, weil, nur als Beispiel, französischer Atomstrom abgenommen werden muss!! Ansonsten würden die Netze überlasten und ein Atomkraftwerk kann nun mal nicht abgestellt werden. Das Nächste ist, die Brennstäbe sind nun mal da und strahlen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag! Endlagern ist,glaube ich, gefährlicher als Nutzen! Und Kohle ist ein Energieträger, welcher bei entsprechenden Filtern ohne Bedenken verarbeitet werden kann! Und wenn schon ausgestiegen wird, sollte die Wasserkraft im Vordergrund stehen! Aber selbst die wird ja verteufelt! Die Energiebilanz einer Solarzelle ist auch nicht berauschend

  • Wieso wird beim Kohleausstieg nie darüber geredet, wieviele Millionen Liter Grundwasser jährlich sinnlos vergeudet werden, damit die Kohle überhaupt abgebaut werden kann? Durch die trockenen Jahre wird immer wieder beklagt, dass das Grundwasser sinkt, doch um in den Tagebauen überhaupt arbeiten zu können, muss Grundwasser abgepumpt werden, in Größenordnungen, die man sich überhaupt nicht vorstellen mag.
    Und noch etwas fällt mir auf, von allen, die für oder gegen den Kohleausstieg sind, wir alle wollen auf den Schalter drücken und dann soll gefälligst das Licht angehen. Ich habe von noch niemandem einen irgendwie konstruktiven Vorschlag gehört, wie man das Energieproblem lösen kann. Für mich hört sich das wie leeres Gerede an. Ja zum Kohleausstieg, Ja weg vom Atomstrom aber woher irgendeine tragbare Alternative herkommen soll, weiß niemand so genau. Ja ich spare Wasser und Strom, und Kerzenlicht ist auch eine Alternative. Aber die Kerze muss ja auch irgendwie hergestellt werden.

  • von Viola

    Ich bin voller Hochachtung für friedliche, kluge und weitsichtige junge Menschen, die uns älteren einen Spiegel der Realität ‚ vor das Gesicht ‚ halten und mich zum Nachdenken und Umdenken anregen. – die Anwohner der Dörfer die noch zerstört werden sollen, tun mir unendlich leid. Was für ein unnötiges Leid! Ich selbst lebe in Hessen und schaue voller Mitgefühl auf diese Situation.

  • von Johannes Reintjes

    Kohleausstieg 2020!
    Österreich, Belgien, Schweden zeigen: Es geht!

  • von Rudolf Stolte

    Der Ausstieg aus der Energiegewinnung aus Kohle, Öl und Gas ist alternativlos. Die erneuerbaren Energien können den Bedarf aber nur decken, wenn sie für die „Ausfallzeiten“ (keine Sonne, kein Wind) mit leistungsfähigen Speichertechniken kombiniert werden. Die Forderungen an die Politik sollten deshalb neben dem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern und dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch die Weiterentwicklung und Einführung geeigneter Speichertechnologien beinhalten.

  • von Breuer M.

    Hören Sie auf mit den Vernietlichungen : Lobbyisten und Nieten . Machen Sie all diese Typen (männlein , weiblein )
    mit Fakten belegt namhaft . Bei jeder weltweiten Schweinerei sind deutsche Konzerne und Firmen vertreten.Kommt es an
    die Öffentlichkeit , fallen unsere Nadelstreifen gerade vom Himmel . Die Abzocker ,siehe Ph. Amthor ,werden immer dreister und jünger .Die tollen betrügenden Vorbilder, z. B. Autoindustrie sind systemrelevant ,sitzen überall in den oberen Etagen ,haben nichts gewußt und werden mit einer “ milden Gabe “ abgefunden .Die Steuerzahler welche wirklich ihre Steuern entrichten ,werden zur Kasse gebeten .
    Bis zur nächsten Wahl ist noch viel Aufklärungsbedarf. Denken Sie ernsthaft nach . Es gibt hunderte Themen .
    In diesem Sinne . Wir werden sehen .
    Wir haben nur diese eine Welt .Leider ist die Ignoranz himmelschreiend .
    Übrigens, Frau Merkel kann nicht alles alleine machen .Unterstützen wir Sie wo es möglich ist unabhängig der Partei .

  • von Christiane Es her

    Alles viel zu spaet! Die Linke waehlen, die setzen sich besser gegen Kohleausstieg ein als die Gruenen.

  • von Micka

    1. Eine eigene Meinung zu äußern ist keineswegs undemokratisch. 2. Ja, bis 2038 sind es „nur noch“ 18 Jahre. In dieser Zeit wird aber aus einem gerade Geborenen ein Erwachsener. Soviel Zeit haben wir nicht mehr! Die Kraftwerksbetreiber haben die Zeichen der Zeit verschlafen, die Politik hätten die Energiewende viel früher in Angriff nehmen müssen, nicht erst auf Druck der Öffentlichkeit. „Dem Deutschen Volk“ heißt die Inschrift am Reichstag, nicht „Der Deutschen Industrie“. Wenn man das richtig deutet, kann es auch keine Milionenentschädigung für Betriebe geben, die sich rückständiger Technologie oder unzeitgemäßen Energieträgern verschrieben haben.
    Grundsätzlich ist die Frage berechtigt, wo der Strom herkommen soll, wenn Sonne und Wind fehlen. Also ist es bei den regenerativen Energien lediglich eine Frage der Speicherung des nicht verbrauchten oder nicht erzeugten Stroms (s. stillstehende Windräder obwohl Wind weht). Eine mechanische Speicherung ist baulich aber durchaus möglich.

  • von Rainer Michels

    Die Eigentümer der Kohlekraftwerke sind Unternehmer und gehen mit ihrem Kapital ein bewusstes Risiko ein, machen in der Regel große Gewinne, wieso sollte die Allgemeinheit für Verluste aufkommen? 4 Milliarden ist eine Menge Geld dafür, dass die Allgemeinheit NICHT an den Gewinnen beteiligt ist, aber die Verluste mittragen soll! Meiner Meinung nach ist das ungerecht aber es ist wie immer: Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren.
    Noch ein Wort zu „Zwangsimpfungen“
    Ohne die Errungenschaften der Medizin, in den letzten 100 Jahren, läge die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich unter den ca. 80 Jahren von heute! Dazu beigetragen haben auch Impfungen wie die gegen Pocken, Polio (Kinderlähmung) , Masern und anderen Impfungen. Die Gegner von diesen Impfungen sollten verpflichtet werden die Behandlungskosten zu übernehmen, wenn Sie betroffen werden, die und auch die Folgekosten sollten Sie andere infizieren.
    Das gilt auch für das tragen des Mundschutz in der aktuelle Pandemie

  • von WEISS, Holger

    Wozu brauchen wir Kohle oder Atomkraftwerke oder die unsäglichen Windräder, die genug Natur zerstören,bei mir zu Hause kommt der Strom aus der Steckdose!!!

  • von elizabeth hack

    jeder sollte sich fragen, ob er wirklich so viel strom braucht, wie er gebraucht. china, amerika und europa zerstören den planeten, der rest welt kommt ohne diese unmengen strom aus.
    die wirtschaft lebt von uns und wir von der wirtschaft.
    dieser überfluß macht uns müde und mürbe und ist deshalb ungesund. wir sind das geschwür der dicken bäuche die nie satt werden.
    wann haben wir genug? .. es brennt bereits ..

  • von Katja Lange

    Ich teile und unterstütze alle angebrachten Argumente!!!

  • von Ja Sense

    Ich bitte nicht drum, ich fordere einen Ausstieg! Keine Kohlekraftwerke mehr, keine mehr und wenn es euch Politikern anscheinend schwerfällt!
    Aber ab sofort! 2030 ist schon zu spät. 2038 ist unmöglich, unverantwortbar, blind.

  • von Prof.Dr. Bernhard Verbeek

    Eine ausgezeichnete Agenda. Vor allem der CO2-Preis ist ein wirksames und marktkonformes Mittel, das genau da Ansezt, wo es drauf ankommt.

  • von Heiko

    Die Kampagne ist ein guter Ansatz, aber ich schlage einen Überraschungsangriff durch die Hintertür vor.
    Durch eine umfassende auf europäischer Ebene beschlossene Produkthaftung, die langfristige und globale ( Umwelt- ) Folgen einschließt, wäre das Problem ruck zuck erledigt. Lohnen darf sich nur noch die wirtschaftliche Aktivität, die keine negativen Auswirkungen auf das Gemeinwohl, die Umwelt und den gesamten Planeten hat. ( Grundlage muss immer der aktuelle Wissenstand der Wissenschaft sein )
    Gleichzeitig wäre eine Haftung der Entscheidungsträger für Folgen ihrer Entscheidungen, wenn sie das Gemeinwohl schädigen, wünschenswert.

  • von Jörg Kühnapfel

    Bin voll damit einverstanden.
    Umso früher umso besser. 2038 ist viel zu spät.
    Druck machen auf die Politiker und verantwortlichen Kohlekraftwerksbetreiber ist fundamental.
    Danke für Euren wichtigen und wertvollen Einsatz!

  • von Holger Johannes Jahn

    Ich bin 1967 in eine Kohleregion, in die ehemalige DDR hinein geboren worden. Kohlepartikel in der Luft, eine geringe Lebensalterserwartung der „Kumpel“ waren Normalität. Worum geht es uns heute? Menschen wollen arbeiten um Geld zu verdienen. Die westliche Welt hat sehr viel Geld, vieles davon wird für moralisch nicht vertretbare Produktionen ausgegeben. Der Mensch als Individuum, ich glaube die Frage nach dem Warum des Daseins ist zentral, was will ich, was kann ich, was begeistert mich; es darf nicht ff. zum Überlebenskampf kommen. Dies geht auf Kosten der Verhältnisnuance des Menschen zum Lebendigen, zu Pflanzen, Tieren, Menschen, auch die Form von Energiegewinnung hat darin seinen Platz.
    Die Begegnung des Menschen, die Zusammenkunft und Gestaltung der Menschen gibt die Wegsignifikanz in eine Zukunft, nicht Parteistatuten, sondern der Mensch im Zentrum, selbstorganisiert, selbstverwaltet – solche Formen gibt es längstens und gut funktionierend mit Höhen und Tiefen erträglicher Art.

  • von Amper Volt

    Dank an alle systemrelevanten Beschäftigten der Energiewirtschaft! Es lebe der Erzeuger-Mix. Nur so bilden sich Marktpreise für die Rohstoffe.
    Netzstabilität ohne Drehstromgeneratoren wird es nicht geben. An dem Tag, wo einer zu wenig am Netz ist, werden wir einen LockDown erleben, da war Corona ein Witz. Da kann man nicht mehr Netflix schauen.
    Alle, die wirklich für Klimawandel sind, würden sinnlosen Material- und Energieverbrauch vermeiden. Auch zu viel produzierte Lebensmittel, subventionierter Diesel für Traktorspazierfahrten, Streaming, Polizeiaktionen wegen Hausfriedensbruch (Tagebaue und Kraftwerke gehören dazu wie blockierte Straßen, wo andere Umwege fahren müssen); Plakate (= Plastikmüll) usw.usf.
    Man hat den Eindruck, dass einige Leute zu viel Zeit haben und die ihnen auferlegten Aufgaben auch nicht erfüllen (Schulbesuch- von der Gemeinschaft finanziert), während andere in 3 Schichten das Land am Laufen halten und noch beschimpft werden.
    Etwas mehr Physikunterricht halt.

  • von B.

    Wie wäre es zur Abwechslung vielleicht mal damit, Strom einzusparen? Gut, bei uns sieht es noch nicht so aus wie in amerikanischen oder japanischen Städten, aber wozu genau ist eigentlich Leuchtreklame gut? Hat schon mal jemand ausgerechnet, wie viel Energie man einsparen würde, wenn es die nicht gäbe? Die Nachtinsekten würden’s uns auch danken! – Noch krasser: Asoziale Netzwerke! Wer braucht sowas? Interessiert es wirklich jemanden, wie mein Mittagessen von heute ausgesehen hat? Whatsapp und Telegram können durchaus einen gewissen Nutzen haben, aber vielleicht sollten wir uns mal aufs Wesentliche beschränken ansatt jeden Pups weiterzuerzählen! Der Rest? In die Tonne damit. Reduziert nebenbei Hass und Hetze auf dieser Welt um ein beträchtliches Maß. Und Trump kann nicht mehr so viele Lügen erzählen

    Okay, das ist kein Ersatz für den Ausstieg aus der Kohle. Aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Energieverbraucht durch erneuerbare Quellen abgedeckt werden kann.

  • von Holger Johannes Jahn

    Ich bin in Ostdeutschland, in Dessau und in der Nähe des Kohleabaus aufgewachsen. Es gab nie eine ethisch- moralische Nuance für einen Abbau dieser Rohstoffe, Arbeitsplätze als Faktor wurde seit jeher als Druckmittelmittel genutzt im Sinne, „Ihr braucht doch Arbeit“. Wir haben sehr viel Arbeit, wir haben in der westlichen Welt auch sehr viel Geld. Wir haben aber auch das menschliche Individuum im Zentrum mit der zumeist ungestellten Frage: “ Was ist der Sinn meines Lebens, wofür begeistere ich mich, wofür arbeite ich gerne“. Das Kohle-System ist analog dem Atomsystem in unserer Gegenwartszeit umzuplastizieren in eine Sinnhaftigkeit für eine lebenswerte Zukunft. Sinnhaftigkeit muss erweitern eine Naturwissenschaft mit Geisteswissenschaft. Eine Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben, der Sozialismusgedanke muss hier Einzug halten, nur hier Einzug halten!

    Herzlichst Holger Johannes Jahn

  • von frank-michael grigo

    Jahrzehnte haben die Kohlekonzerne Milliarden gewinne eingefahren. Dabei haben sie Dörfer dem Erdboden platt gemacht, Wälder abgeholzt, die Luft verpestet, fruchtbaren Boden zerstört. Jetzt werden sie dafür belohnt und bekommen eine fette Abfindung für den Kohleausstieg. Was geht da in den Köpfen der Verantwortlichen vor? Mit dem Geld kann man bestimmt etwas sinnvolleres machen. Armes Deutschland. Ein besorgter Bürger.

  • von Michael Hahn

    Ich finde es bedauerlich, dass Campact sich einseitig auf die Seite der Grünen schlägt. Als langjähriges SPD-Mitglied setze ich mich bereits seit vielen Jahren für den Ausstieg aus der Atomkraft ein, was ja auch erfolgreich war. Dies war eine Basisbewegung innerhalb der SPD von unten nach oben. Ebenso setze ich mich für den Ausstieg aus der Nutzung der Kohle als Energieträger ein, auch für einen früheren Ausstieg als 2038. Dies diskutiere ich innerparteilich und versuche, entsprechend Mitstreiter/innen innerhalb der SPD zu gewinnen, die ebenfalls für einen früheren Kohleausstieg sind. Campact sollte alle demokratischen Kräfte stärken, egal in welcher Partei, die sich mit diesem Ziel identifizieren können. Nur eine parteiübergreifende Bewegung kann das gewünschte Ziel erreichen.

  • von Jürgen Knirlberger

    Die 4 Milliarden Subventionen für die Kohleindustrie sind wohl nicht mehr rückgängig zu machen. Jetzt muss es darum gehen den Verbrauch und vor allem auch den Import von billiger Kohle aus Übersee so unwirtschaftlich zu machen, so dass die Konzerne von selbst ihre Meiler stilllegen.

  • Das Nachbarland Frankreich als positives Beispiel für Kohleausstieg anzuführen, erachte ich als schlechten Witz, da über 70% des in Frankreich produzierten Stroms aus Atomkraftwerken stammt. Frankreich sollte möglichst nicht als energiepolitisches Vorbild herangezogen werden, selbst wenn es beim Kohleausstieg besser dasteht als Deutschland. Das ist Wasser auf die Mühlen der Atomkraftbefürworter in den Regierungsparteien.

  • von Martina Trunk Wiedler

    Ich kanm dem Kohleausstieg nur zustimmen. Ich möchte, däass meime Kinder nicht einem Klimaalptraum unterliegen müssen. Ja manchmal geht es eben nicht ohne Verzicht. Wir die westliche Welt verstehen nur, uns immer alles ohneRücksicht auf Verluste zu nehmen. Wir haben nun die Grenze erreicht. So geht und darf es nicht weiter gehen. Ja dazu gehört auch Opfer bringen. Zwei Drittel der Menschheit macht das schon ihr Leben lang.

  • von Gabriele Munk

    Ich unterstütze Ihre Argumente inhaltlich voll und ganz

  • von Thomas Rolle

    Herrn Norbert Hilbert kann ich nur zustimmen, Abschaffung der über 25 Milliarden an Subventionen für Wind und Solar jährlich, obwohl ich mit meiner unzuverlässigen Solaranlage (Nachts kein, im Winter kaum Strom) auch davon profitiere. Zum Glück kommt noch Strom aus der Steckdose und nicht nur von der sporadisch scheinenden Sonne.

  • von Michael Kluge

    Mir geht es mit dem Ausstieg auch zu langsam.

  • von Swaantje Janke

    Und was unternehmen wir gegen den beängstigenden Vorschlag der Regierung, statt Kohle Holz zu verwenden??

  • von Micha

    Selten so einen Quatsch gelesen! Das Kohleausstiegsgesetz orientiert sich am Kommissionsbericht. Und dieser ist ein Kompromiss aller (!) am Prozess beteiligten Seiten! Diesen Kompromiss mit solchen Artikeln und Kampagnen jetzt in den Schmutz zu ziehen ist mehr als undemokratisch, ja sogar gefährlich. Aber letztlich geht es hier wahrscheinlich gar nicht um demokratische Verfahrensweisen wenn ihr direkt zum „friedlichen“ Blockieren von Kohlebaggern aufruft. Beteiligt euch lieber mit sinnvollen Vorschlägen und Ideen am Strukturwandel in den betroffenen Regionen. Bis 2038 sind es nämlich gerade noch 18 Jahre… aber an die Menschen in den Regionen – auch diese Menschen gehören beim Thema Klimaschutz beachtet – denkt ja niemand in seinem sicher mit Strom versorgten Büro in Verden.

  • von Jürgen Römer

    Wir schalten die Atomkraftwerke ab, wir steigen aus der Kohle aus. Kann mir mal einer verraten, wo wir dann den Strom her nehmen, um unsere Wirtschaft am laufen zu halten? Wir können nicht alles mit einer Flachbatterie aufrecht halten. Bei uns scheint nicht immer die Sonne und der Wind weht auch nicht ständig

  • Viel zu lange und zu dauert der Wechsel von Kohle zu Erneuerbaren Energien. Dabei können wir jetzt schon ganze Tage Deutschland damit voll beliefern. Die Konzerne halten ihre Taschen für Entschädigungen auf und haben schon vorher viel zu viele Subventionen eingesteckt. Alles Geld von uns! Schnellstens raus aus diesem ‚teuflischen‘ Drama. Die Helfer sitzen im Bundestag und verdienen daranwas das Zeug hält.

  • von Irmtraud Knappe

    Ehrlich gesagt, möchte ich darüber nicht diskutieren. Für mich steht fest, dass der Kohleausstieg früher passieren muss. Ebenso der Ausstieg aus der Massentierhaltung und es muss eine Agrarwende geben. Das alles erhoffe ich mir von den Grünen. Deshalb werde ich auch dort mein Kreuzchen machen. Denn dieses System ist krank.

  • von Thomas Rolle

    Kann mir einer erklären, wo der Strom nach Abschaltung der konventionellen Kraftwerke herkommen soll? 10mal mehr Solarpanele bringen nachts auch nichts. Auch im Winter wird es nicht besser. Genau das gleiche mit dem Wind, wenn der nicht weht nutzen mehr Windmühlen auch nichts. Warum wurden Segelschiffe und Windmühlen wohl durch Alternativen ersetzt? Es sind 110 GW erneuerbare (Wind/Sonne) installiert, manchmal schaffen sie nicht einmal 1% dieser Leistung zu produzieren. Wo kommt dann der Strom her? Wir brauchen im Schnitt mindestens 60GW. Kein Mensch würde irgendein Gerät, wie Handy, Kühlschrank oder Auto akzeptieren, wenn es so (un)zuverlässig wie Wind- und Sonnenstrom wäre. Schaut euch die Daten auf Smard.de an, ohne Kohle säßen wir regelmäßig im Dunkeln. Batteriespeicher bringen nichts. Strom zu Gas ist auch ein unerfüllbarer Traum, dabei gehen 75% des eingesetzten Stroms verloren. Die Ausstiegsbeihilfen sind gegen diese Kosten Peanuts genauso gegen die Gewinne der Sonnen/Windlobby

  • von Mike steffen

    Schafft euch mal eine vernünftige meinung zu zwangsimpfungen und dem corona- mist und maskenpflicht an. Dann können wir über lapalien wie kohleausstieg diskutieren…

  • von Marianne Schobert

    Prinzipiell sind die Forderungen richtig. Allerdings müssen wir auch sehen, dass Frankreich beispielsweise weiter auf Atomstrom setzt

  • Leute bleibt mal am Boden, ohne Strom läuft in unserer Gesellschaft nichts mehr. Wenn Frankreich 2021, die Britten 2025 aus der Kohle aussteigen haben sie noch ihre Atomkraftwerke. Sie treiben sprichwörtlich den Teufel mit dem Beelzebub aus. Wir wollen E-Autos aber wo soll der Strom herkommen? Die Gesellschaft wehrt sich gegen Stromleitungen aber wie sonst soll ein stabiles Stromnetz aufgebaut werden? Windräder, eben hat die bayerische Staatsregierung vielen Windrädern im Bau den Todesstoß verpasst. Pumpspeicherkraftwerke werden nicht mehr instandgesetzt, wie Happurg in Mittelfranken. Die PV-Industrie in Deutschland wurde abgewürgt, anstatt man diese Art der Stromerzeugung in den Städten forciert hat, auf dem Land werden Freiflächen PV-Anlagen blockiert, anstatt sie mit Tierschutz, doppelt Nutzung von PV-Anlagen in Kombination mit Weidehaltung von Tieren, verbindet. Selbst für einen radikalen Umbau der elektrischen Energieversorgung sind 18 Jahre eine sportliche Herausforderung

  • von Steffen

    Zuerst möchte ich dem Dreipunkte-Programm zum Kohleausstieg zustimmen. Dann jedoch auch darauf hinweisen, dass diese Zuspitzung auf die Energieerzeugung und die Technologien dazu, die ja immer nur Mittel zum Zweck sein sollen, für einen substanziellen politischen Diskurs nicht ausreicht. Von den Demonstranten hört man oft die Forderung nach einem Systemwechsel. Das ist richtig und bedarf einer weiteren politischen Programmatik auch jenseits von Mitteln und Mengen, nämlich einer wünschenswerten kulturellen Transformation unserer Lebensweise. In dieser Perspektive steht für mich die Erzeugung unserer Lebensmittel durch eine lebensförderliche Produktionsweise im Mittelpunkt. Gerade der Landwirtschafts-Sektor sollte als Kernstück einer solchen Veränderung erkannt und politisch aufgegriffen werden.

  • von Norbert Hilbert

    Die Argumente und das weitere Vorgehen sind richtig, aber statt einer Erhöhung des CO2-Preises sollte besser die Steichung der Subventionen gefordert werden. Das ist den Wählern besser vermittelbar und bietet mehr Argumente, denn unpopuläre Forderunge wie eine Erhöhung der Abgaben werden abgestraft.

  • Es gilt Prioritäten zu setzen. Der Ausstieg aus der Kohlew muss sofort erfolgen. Auch dann werden wri nolch eine gewisse Erdewärmung haben. Aber wir gewinnen Zeit uns daran anzupassen. In diesem Fall dürfen wir keine Kompromisse machen, sondern müssen verantwortlich handeln.

  • von Carola Cieplik

    Hier muß auf jeden Fall weiter gut informiert und gemeinsam Druck ausgeübt werden, da dürfen wir alle nicht nachlassen. Wichtig finde ich die Frage, wie man sicherstellt, daß die Stromkonzerne sich einen früheren Ausstieg als den jetzt geplanten nicht ein weiteres Mal „vergolden“ lassen und lassen können, weil jetzt entsprechende Verträge geschlossen werden, auf deren Erfüllung sie bestehen werden! Gelder, die in diesem Bereich investiert werden, um einen Wandel zu vollziehen, müssen in die Zukunft, in den Strukturwandel, und nicht in die Vergangenheit sprich Konsolidierung der alten Industrien, investiert werden!

  • von Ellerbrock

    Wir müssen dringend früher aus der gesamten Kohle aussteigen und die Umsiedlung von Dörfern muss sofort ein Ende haben. Eine hohe CO2 Bepreisung ist richtig und die erneuerbaren Energien müssen mit Nachdruck ausgebaut werden. Helge Ellerbrock.

  • von Mat

    Der Ausstieg aus der Kohle muss schnell erfolgen und besser vor 2030. Ob sich dabei auf eine Bundestagswahl und die Grünen hoffen lässt? Mir scheint das sich die Vernetzung vieler Initiativen aus der Bewegung von unten zunehmend stärker bemerkbar machen und „systemrelevant“ wird. Denn das politische und wirtschaftliche System muss sich offensichtlich deutlich ändern. Die Entscheider in der Bundespolitik und auch bei den Grünen müssen wir im Grunde stetig kritisch begleiten, damit sie „da oben“ nicht korrumpiert werden und ihre Ideale aus dem Blick verlieren. Die Macht der Wirtschaft und die ihrer Einflüsterer gemeinsam entschieden zurück drängen.

  • von Ralf Fiedler

    Nächstes Jahr sind Bundestagswahl !
    Richtig und wichtig.
    Wen, der etablierten Parteien kann der Bürger noch wählen, um den ausstieg aus der Kohle wirklich vorran zu bringen ?!?
    CDU , SPD , FDP ?
    NEIN !!
    DIE.LINKE , GRÜNE ?
    FRAGWÜRDIG !!
    DEN BRAUNEN ?
    LEHNE ICH AB !!
    DEN ANDEREN SPLITTER – PARTEIEN ?
    HABEN KEINE CHANCE !!

    Wenn die Menschen nicht endlich Aufstehen und sich gegen dieses System Wehren, wird es noch sehr, sehr lange dauern, EINE POLITIK DER VERNUNFT auf die Beine zu stellen.

  • So richtig vieles ist, man muss doch auch einige Wahrheiten zur Kenntnis nehmen. Erstens: Das Geld was die Energiekonzerne erhalten ist an die Renaturierung der Flächen gebunden und darf nicht anderweitig verwendet werden. Das halte ich für sinnvoll.
    Zweitens: Windkraft ausbauen? Ich lebe in Brandenburg. Hier will keine Gemeinde mehr Windräder – und wir haben mit die meisten Windräder im der ganzen Republik. Warum wollen die anderen Gemeinden der Bundesrepublik denn schon seit Jahren keine Windräder und auch keine Stromleitungen? Das kann man sich zwar alles wünschen, aber wie nimmt man die Menschen mit?

  • Wenn man durch die neuen Dörfer fährt, sieht man so gut wie keine Photovoltaikanlagen oder Sonnenkollektoren auf den Dächern. Warum? WeilRWE kein Interesse daran hat.
    Wir selbst wohnen in einer Siedlung am Ortsrand einer Kleinstadt am Niederrhein, ca. 30 km von der Heimatzerstörung Garzweiler entfernt. Wir haben jetzt eine Photovoltaikanlage auf unserem Zweifamilienhaus und einen Speicher dazu. Wir werden zumindest im Sommer autark sein und deutlich mehr Strom produzieren, als wir brauchen – was im Winter wird, muss sich zeigen. Sollten wir Strom zukaufen müssen, so kommt er aus erneuerbaren Energien.
    Es gibt rings um unser Haus viele Dächer. Die sind alle leer, ebenso wie die Dächer der städtischen Gebäude und Schulen. Es ginge so viel, man müsste nur wollen…

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.