Kohle – und jetzt?

Viel Kohleausstieg bringt es nicht: Das gerade verabschiedete Kohlegesetz ist schwach. Trotzdem hatten wir nie bessere Chancen auf ein schnelles Aus für die Kohlemeiler - die müssen wir jetzt gemeinsam richtig nutzen. Campact-Vorstand Christoph Bautz schreibt, wie das gehen kann.

Auf dem Gesetz steht Kohleausstieg – aber es ist viel zu wenig drin. Was die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD letzten Freitag im Bundestag beschlossen haben, ist gleich aus mehreren Gründen völlig aus der Zeit gefallen

Verzögert, verzockt, verzweifelt

  1. Verzögert: Bis 2038 sollen Kohlemeiler bei uns weiterlaufen – viel zu spät, um die Erderhitzung unter der kritischen 1,5-Grad-Schwelle zu halten. Wann andere EU-Länder aussteigen? Frankreich: 2021. Italien, Spanien und Großbritannien: 2025. Die Niederlande: 2030. Später als Deutschland sind nur Polen und Tschechien dran. Das Ausstiegsdatum hat die Kohle-Kommission zu verantworten. Aber die Regierung macht es noch schlimmer und schaltet in den nächsten Jahren kaum Anlagen ab. Dabei ist klar: Wir könnten jetzt die Hälfte der Kohlemeiler abschalten und bis 2030 komplett aus der Kohle aussteigen
  2. Verzockt: Die Kohle-Konzerne bekommen fette Entschädigungszahlungen vom Staat: mehr als vier Milliarden Euro. Wie diese Summe zustande kommt, kann die Bundesregierung selbst nicht erklären. Und gerechtfertigt ist sie nicht: Denn die meisten Anlagen sind am Markt kaum noch etwas wert. Sie fahren Verluste ein. Und sie sind so alt, dass ihre Investitionskosten für die Betreiber längst finanziert sind.
  3. Verzweifelt: Dörfer im Rheinland sollen weiter für Braunkohle abgebaggert und Menschen zwangsweise umgesiedelt werden. Und auch wenn der Hambacher Wald stehen bleibt: Er droht zu vertrocknen, weil um ihn herum weiter Kohle abgebaut wird.

Die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je

Ein ziemlich wirkungsloses Kohleausstiegsgesetz – haben wir damit den Kampf um einen Ausstieg vor 2030 verloren? Mitnichten. Denn die Bedingungen, das Ende der Kohle schnell einzuläuten, sind besser denn je. Auf dem Energiemarkt ist es derzeit eng für die Kohle. Sie bekommt immer mehr Konkurrenz durch günstigen Wind- und Sonnenstrom – dank des niedrigen Gaspreises auch durch Gaskraftwerke. Gleichzeitig macht der relativ hohe CO2-Preis den Kohlestrom teurer. Im Ergebnis wurde in der ersten Jahreshälfte 36 Prozent weniger Strom aus Braun- und 46 Prozent weniger aus Steinkohle erzeugt – schlicht weil der Kohlestrom am Markt zu teuer ist.

Also regelt der Markt den Ausstieg? Nein. Darauf zu vertrauen, wäre fatal. Denn die schlechte Marktlage für Kohle ist nur eine Momentaufnahme. Gas- und CO2-Preis schwanken heftig. Läuft es schlecht, ist die Kohle demnächst wieder konkurrenzfähig.

Mit diesem Dreischlag bekommen wir die Kohle-Meiler vom Netz

Genau hier können wir ansetzen: Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Bedingungen für Kohle am Markt schlecht bleiben. Dann schaffen wir den Ausstieg deutlich vor 2030. Und das geht so:

  1. Erneuerbare Energien massiv ausbauen: Je mehr Wind- und Solarstrom ins Netz fließen, desto weniger lohnt sich der Betrieb von Kohlemeilern. Denn Erneuerbare Energien genießen einen Vorrang im Netz und drängen den Kohlestrom raus. Um die Kohlemeiler rasch überflüssig zu machen, müssen die Erneuerbaren bis 2030 mindestens 75 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland liefern. Eine Herausforderung – schließlich brauchen wir auch immer mehr Strom für Wärme und Mobilität. Das wird nur möglich, wenn die Regierung die Erneuerbaren konsequent fördert.
  2. Einen CO2-Mindestpreis einführen: Der europäische Emissionshandel, der CO2 einen Preis gibt, wirkt derzeit im Stromsektor. Doch nur mit einer festen Mindesthöhe stellen wir sicher, dass der Preis nicht wieder sinkt. Sondern stufenweise ansteigt. Deutschland muss dieses Instrument gemeinsam mit anderen EU-Ländern einführen. Studien zeigen: Ein Mindestpreis von 40 Euro je Tonne CO2 würde Kohlemeiler so unwirtschaftlich machen, dass sie vom Netz gehen.
  3. Schadstoffe-Grenzwerte für Kohlekraft verschärfen: Quecksilber, Stickoxide, Feinstaub – die EU hat schon 2017 schärfere Auflagen für Emissionen von Kohlekraftwerken beschlossen. Doch die Regierung hat sie bisher nicht in nationales Recht überführt. Ambitionierte Grenzwerte würden vor allem bei der Braunkohle teure Nachrüstungen in Filtertechnik nötig machen. Investitionen, die nicht mehr wirtschaftlich sind – und die Betreiber zur Stilllegung von Kraftwerken zwingen könnten.

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030

Seien wir realistisch: Auf die Große Koalition können wir bei all diesen Forderungen nicht setzen. Aber bereits nächstes Jahr sind Bundestagswahlen. Das ist die Chance für einen Kohleausstieg 2030 – wenn die ganze Klimabewegung ihn lautstark einfordert. Wir müssen den Ausstieg zum Top-Thema im Wahlkampf machen; und dann zum Eckpfeiler in den Koalitionsverhandlungen.

Wer einen Kohleausstieg 2030 in Koalitionsverhandlungen durchsetzen muss? Die Grünen. Denn wer auch immer regieren will: Ohne die Grünen wird kaum eine Regierung zu bilden sein. Entsprechend teuer können sie sich beim Klimaschutz verkaufen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock stellte letzten Freitag im Bundestag klar: Ein Ausstieg sei “aus Gründen des Klimaschutzes bis 2030 möglich und nötig”. An diesen Worten werden wir sie messen. Egal, wie hart die Koalitionsverhandlungen werden: Beim 2030-Ziel dürfen die Grünen nicht nachgeben.

Aber auch die anderen Parteien müssen sich bewegen. Die Kohlefreund*innen in CDU/CSU und SPD setzen alles daran, dass der Kohleausstieg 2038 jetzt nicht mehr angefasst wird. Doch immerhin einer hat sich hier schon gerührt. Einer, dem womöglich in einer neuen Regierung eine große Rolle zukommt: Markus Söder. Der bayerische Ministerpräsident (CSU) forderte bereits letztes Jahr eine Beschleunigung des Ausstiegs auf 2030. Den Bremser*innen hingegen müssen wir verdeutlichen: Wer den Klimaschutz nicht ernst nimmt, wird abgewählt.

Gemeinsam können wir die Kohle stoppen

Mit Abgeordneten vor Ort diskutieren, mit Hunderttausenden auf die Straße gehen, friedlich Kohle-Bagger blockieren: Vielfalt ist die Stärke der Klimabewegung. Mit verschiedensten Aktionsformen und breiten Bündnissen haben wir es geschafft, Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda zu setzen. Zur Bundestagswahl 2017 nannten nur neun Prozent Umwelt- und Klimaschutz als wichtigstes Problem. Heute ist Klimaschutz das wichtigste Thema für Wähler*innen – noch vor Corona. Diese Zahlen kennen auch die Abgeordneten. Mit der Wahl 2021 müssen wir einfordern, dass diese Mehrheiten zu echtem Klimaschutz führen. Und dort den Fokus legen, wo am schnellsten am meisten CO2 einzusparen ist: bei der Kohle. Ich hoffe, dass Du  dafür gemeinsam mit uns streitest.

Jetzt würde ich gerne von Dir wissen, was Du von unseren Ideen hältst. Diskutiere mit in den Kommentaren oder schau, was andere Campact-Unterstützer*innen dort sagen!

518 Kommentare

  • Ich bin sehr für Klimaschutz und umweltbewusstes Handeln. Und berücksichtige dies in allen meinen Überlegungen und Handlungen (ganz schön oft zumindest)

    Aber kann mir mal bitte jemand schlüssig erklären, wie eine Gesellschaft es schafft, schaffen will bzw. soll, auf ein Drittel seiner Energienerzeugung ersatzlos zu verzichten, ohne entsprechende Sparmaßnahmen auf der anderen Seite des Gleichheitszeichens durchzusetzen? Und dabei alle Mitglieder der Gemeinschaft mitzunehmen??

    Also um Missverständnissen vorzubeugen, ich bin gerne dafür die dörferfressende, umwelt- und naturzerstörende sowie Subventionen verschlingende Energiewirtschaft zu beenden. Aber da ich noch selten von Energieeinsparungen in gleicher Höhe gehört habe tun sich mir riesige Rätsel auf!

    Ich freue mich auf spannende Antworten und Diskussionen!

  • von Dr. Heinz Schneider

    Jetzt Gedanken machen über aufkommende Energielücken. Die Abdeckung derselben für größere Zeiträume aus dem Ausland (Kohle oder Atomstrom) lehne ich ab. Der diskutierte „künftige“ Windkraftstrom aus den NL. ist zwar sauber, bedeutet aber Abhängigkeit

    Jetzt Geld in die Hand nehmen und die Speichertechnik entwickkeln. Hier passiert zu wenig, obwohl es mind. schon einen guten Ansatz gab.

  • von CarLus

    Lieber Michael, mach dich schlau: wenn auf jedem Haus eine Anlage stünde hätten wir mehr Strom als wir brauchen. Aber die Politik verhindert das mit teilweise haarsträubenden Gesetzen die Häuslebauer ins Unternehmertum zwingt und damit die Anlage unwirtschaftlich macht.

  • von Alexander Steiner

    Jetzt, da die Masken-Sommerfrische angesagt ist, finde ich das Dialogangebot Eurerseits gelungen. Es gibt in der Politik vom Bundestag bis zu den Gemeinderäten, in den Unternemen und Gewerkschaften und natürlich bei Friday’s for Future und den Scientists for.Future, mein “Club”, Kohle-kritische Stimmen. Diese gilt es diskursiv zu bündeln. Kampagnen sind gut schon allein im Sinne des Leitgedankens der Dokumentation, der von Greenpeace schon 1971 ausgesprochen wurde. Damit Eure/unsere viel zitierte Datenbasis nicht im modernen Klick-betriebenen Ablaßhandel erstickt, schlage ich vor, im Sinne des von Rob Hopkins ins Leben gerufenen Transition-Networks ein Fest oder besser dezentral mehrere Feste zu organisieren, um die Erfolge bei der Tiefschlaferweckung der Schlafwandler (Clark) gebührend zu feiern und gleichzeitig Kontakte zu knüpfen zu Unterzeichnern und künftiger Diskurstanten. Gruß Alexander

  • von Andreas Klumpp (Bachelor of Arts)

    Umweltschutz hat weltweit Priorität; das muß auch Hauptverursachern (VR China, Indien …) klargemacht werden!!!

  • von Rainer Gluding

    Nicht nur der Kohleaustieg wird weiter verzögert, auch Themen wie Schwund der Artenvielfalt, die Klimaveränderung, das Tierwohl, die Versiegelung von natürlichem Lebensraum, die fehlende Transparenz im politischen Handeln (Maut/Scheuer) usw. werden ausgesessen bzw. auf die lange Bank geschoben, im Denken, irgendwann wird schon Gras darüber gewachsen sein. Oder die Zukunftsthemen werden von anderen Themen einfach verdrängt (z.B. Arbeitsplätze) und als weniger wichtig zurückgewiesen.
    Ich wünsche mir, dass generell mehr über Moral und Verantwortung in der Politik bzw. auch in der Gesellschaft gesprochen wird. Deshalb sollten WissenschaftlerInnen mehr Einfluss auf politische Entscheidungen haben und Lobbyinteressen enttarnt werden.

  • von Maria

    Meiner Meinung nach wird viel zu wenig darüber nachgedacht wie Energie effizienter genutzt werden kann und wie man Energie sparen kann. Vielen Menschen ist viel zu wenig bewusst dass sie oft sinnlos Energie verschwenden.
    Wenn man z.B. jemanden drauf anspricht warum er überall Licht brennen lässt bekommt man zur Antwort „sind doch LED Lampen, die brauchen ganz wenig Strom“
    Beispiele für solches Denken gibt es viele. Hier muss sich im Bewusstsein vieler Menschen dringend etwas ändern.(nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“.) Sich nur darauf zu konzentrieren wie man möglichst die gleichen Strommengen wie bisher alternativ erzeugen kann finde ich zu einseitig.

  • von S.Arnold

    Ich fühle mich von der Politik und den Lobbyisten beim Thema „Energiewende“ völlig verschaukelt.
    Ich bin wirklich kein klassischer Wähler der Grünen, aber dad weitgehende Fehlen vernünftiger Ziele und die zunehmende empfundene Unfähigkeit eigene (Wähler-)Positionen gegen die Lobbyisten durchzusetzen, ist extrem frustrierend!
    2030 wäre doch schon ein sehr entgegenkommender Termin gewesen und wofür horrende „Entschädigungen“ gezahlt werden müssen verstehe ich nicht. – Ja bei brandneuen Anlagen könnte man darüber reden, aber einfach nur wegen „entgangenen Gewinns“ zu jammern, scheint mir einfach nur dreist; sich in Verhandlungen darauf einzulassen dumm.
    Der Wandel hat sich über viele Jahre angekündigt und nur, weil die Damen und Herren der Energiebranche ihre Augen und Ohren bewusst verschlossen haben bzw. sich hinter der Politik versteckt haben (die ja keine Impulse gesetzt hat), tun sie jetzt ganz überrascht ob der lange überfälligen Regulierungen.
    Das darf so nicht weitergehen!!

  • von Brnhard Roth

    Die immensen Mengen des schädlichsten aller Treibgase,Methan, die der schmelzende Permafrost im Temperatur steigendem Maß in die Atmosphäre entlässt, macht den finalen und globalen Thermoexitus unvermeidlich. Mit der Umstellung der Energiewirtschaft auf umweltneutrale Energieträger (Wasserstoff, Solar) kann er hinausgezögert werden.
    Ein weiteres Hinauszögern der Energiegewinnung mit der Oxidation von Kohlenstoff verkürzt die Galgenfrist. Wie will man da die Zeit bewerten?

  • von Michael

    Es lebe die Kohle!
    Wo wollt Ihr grünen Teufel denn in 18 Jahren den Strom herbekommen?
    Von den Atomkraftwerken unserer Nachbarn?
    NOCH sind wir eine Industrienation und brauchen Strom Tag und Nacht, egal zu welcher Jahreszeit!

  • von Zoltan Martin Kerezsi

    Beim Hambacher Wald , südlich und westlich je einen Wassergraben in der Grösse von 300 m2 ! Gerettet ! Ausprobieren ! War tätig im Garten und Landschaftsbau !!!

  • von Leinweber

    Zeit zu lernen für viele Menschen

  • von Frieder Schreck

    Der Grüne Strom ist sicher oft Fake, aber mit Windkraft und Solar bekommt man das sicher hin.
    Solarbonus und Nutzung der vorhandenen Thermenströme bei Windkraft dazu gute Speicheranlagen – so etwas fördern wär sinnvoll.

  • von Sollucetomnibus

    Der Kohleausstieg (spätestens) 2030 ist durch die Klimabewegung gesetzt und wird auch so kommen, dies lehrt schon die Geschichte. Der Einstieg ist langsam und schwierig, aber am Ende wird es schnell gehen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind richtig: massiver Ausbau der Erneuerbaren Energien (was mit grünen Strom erledigt werden kann, wird ohne Zwischenschritte diekt mit Strom erledigt) und starke Verteuerung von fossilen Enetgieträgern mit hoher CO2-Bepreisung. Um das zu erreichen, sind die geeigneten Aktionen auftrecht zu erhalten und noch zu verstärken: Druck auf Politik und Industrie.

  • von Hermann Hewener

    Kohleausstieg so schnell wie möglich muss das Ziel sein. Kürzlich las ich, dass die Bahn einer der größten Imporeure polnischer Kohle sei. Was weiß man darüber genaues? Die Bahn wirbt mit „wir fahren grün“. Wenn das mit der Kohle stimmt, wäre das Betrug und wir müssten gemeinsam dagegen angehen.
    Es gibt genügend Alternativen, angefangen von den bereits lange bewähren Varianten Solarstrom, Wasserkraft, Windenergie bis hin zu grün erzeugtem Wasserstoff in Gaskraftwerken. Batteriegetriebene E-Autos sollte man vergessen, Hybrid mit Brennstoffzellen fördern.
    Genau hinschauen lohnt sich und wir sind gefordert, dies zu tun.
    Unsere Erde zahlt für unsere Sünden und unsere Nachfolgegenerationen für unsern Luxus, Gleichgültigkeit und die Profitgier der Aktionäre (und das in €!).
    Das dürfen wir nicht zulassen.
    Jeder muss prüfen, wo sein Beitrag leigt.
    Campact macht weiter! Gemeinsam sind wir stark.

  • von Beate Hab.

    Ich finde es gut trotz anscheinden handungunfähige Politik weiter zu machen und Wege aufzuzeigen und natürlich das Thema zum Wahlkampfthema zu machen. Weiter, konsequent, kreativ, optimistisch, lösungsorientiert, gewaltfrei gegen Menschen und Präsenz auf er Straße zeigen, dran bleiben.
    Und Bürgerenergie ist auch ein wichtiger Punkt, der Solardeckel der Bundesregierung ist geöffnet, es darf wieder investiert werden in kleine Balkon-Kraftwerken und PV auf dem Dach.
    Gemeinsam sind wir stark und können was bewegen. Beate

  • von Jäckel

    Es ist unglaublich! Das Kohleausstiegsgesetz ist ein nur lobbyistisch zu erklärendes Gesetz. Besonders unglaublich ist die Kohle, die die Kohleverstromer dafür kassieren. Allerdings glaube Frau Bärbock und Herrn habeck nicht, daß sie im Falle einer Regierungsbeteiligung ihre heute vertretene Meinung durchhalten. Herr Habeck ist eher für wirtschaftsorientiertes Umfallen bekannt, wobei er ständig von Bürgerbeteiligung redet, diese aber nicht ernst meint. Frau Bärbock ist lediglich schnell, wenn es um vollmundige Ankündigungen geht. Aber warten wir’s ab, wir dürfen wählen.

  • von Michael Hopmann

    Die Strategie ist richtig. Weiter so!

  • von J.Bandel

    Der Kohleausstieg lässt sich aufhalten bzw. bewerkstelligen,die Klimaerwärmung nicht! Sie kommt,die Frage ist nur wie schnell oder wie heftig!mit den Konsequenzen müssen wir alle leben,ob reich oder arm,Politiker,Industrielle und gewöhnliche Arbeiter!
    Warum so spät?Weil die Energielobby ein starkes Interesse hat und Einfluß über ihre Lobbyisten auf die Politik ausübt.Darüber redet nur keiner!
    Beim Atomausstieg ging’s doch auch,warum bei der Kohle nicht bzw. nicht schneller?Es geht alles man muß es nur (wirklich)wollen!
    Die Politik ist nun gefragt,Volkes Wille zu respektieren und umzusetzen, denn nur so kann man auch Wahlen gewinnen!
    Und nochmal:Klima geht uns alle an!!

  • von Schäfer

    Ich finde nur die Abfindung viel zu hoch. Ein Verspargelung der Landschaft und die Verspiegelung von riesigen Landschaftsflächen ist auch Mist. Strom sollte dort produziert werden, wo er gebraucht wird. Berlin leistet sich große Freiflächen und das Umfeld der Stadt wird immer mehr belastet.

    Die Kosten für den Durchschnittsverdiener werden immer teurer. In einem Betrag im Fernsehen wurde aufgezeigt, dass Solardächer in den Städten haupsächlich durch bürokratische Hindernisse blockiert sind.

    Bei uns in Grünheide werden z.Z. riesige Waldflächen durch Tesla ( ohne Solarflächen ), einen Windpark ( über 400 Hektar ) und Zersiedelung vernichtet. Die Möglichkeiten der Mitwirkung der Bewohner sind eigentlich gleich Null. Die Windkraftfirmen erpressen selbst bei kleinen Zugestädnissen die Gemeinden. Windräder höher als der Fernsehturm werden aus wirtschaftlichen Gründen durchgesetzt. Nur durch Klagen konnten kleine Erfolge errungen werden.

  • von Christian

    Wir brauchen einen Kohleausstieg deutlich vor 2038. Eher 2028.

    Dafür müssen alle mehr Energie sparen.

    Da kann jeder viel Beitragen.

    Beispielsweise mit mehr Menschen das Essen gemeinsam kochen (z.B. in der Nachbarschaft)
    Kleinere Kühlschränke verwenden (wenn sowieso eine Neuanschaffung zwingen notwendig ist .. extra einen neuen kaufen dafür ist natürlich auch nicht optimal), diese dafür immer voll haben, damit man weniger Luft kühlen muss etc. etc.

  • von Klaus Rosenberg Rentner

    Ich wurde 1938 im Gebiet des Senftenberger Braunkohlerevier geboren. Bis zu meiner Flucht aus der ehem. DDR 1957 habe ich dort in einem Kraftwerk und in der sogenannten Kohleveredlung gearbeitet. Es waren schlimme und anstrengende Zustände. Wir wurden hochentlohnt!! Ansonsten konnte man „nicht zur Stange halten“. Hoffentlich verschwinden diese Schandflecken und Industrieanlagen bald und die Natur erlebt eine „Auferstehung“.

  • von Detlev Kleemann

    Die Politik unserer – meist CDU – Regierung läuft immer hinter der Realität hinterher anstatt proactiv zu gestalten. Ich finde es unerträglich, erst 2038 den Kohleausstieg zu haben und dafür die Kohleindustrie auch noch reich zu beschenken. Wer schreibt eigentlich solche Gesetze? Die Lobbyisten in den Ministerien?

  • von Dautzenberg-Müller

    Meines Erachtens ist ein Kohleausstieg in 2038 viel zu spät; außerdem bin ich gegen eine „Entschädigung“ der Kohlefirmen in 2038!
    Die Kohle wird bereits fortlaufend subventioniert und der Kohleertrag wäre in 2038 -2043 eh vorbei (dies habe ich mal gelesen?!?)
    Innerhalb von 9 – 10 Jahren (bis 2030) müsste doch eine Umstrukturierung möglich sein.
    Mit der Zahlung einer „Entschädigung“, die der Erleichterung einer Umstrukturierung dient und andere Arbeitsplätze schafft, wäre ich in 2030 einverstanden – doch keinesfalls in 2038!
    Zudem müsste jede Firma für einen nachhaltigen Rückbau der Kohlefelder sorgen – ohne Unterstützung durch den Staat.

  • von Markus

    Ich frage mich schon lange warum man unsere Regierung beim CO2 Thema nicht mal in einer „Talkshow“ in die Zange nimmt.
    Am besten Frau Merkel mit unserer Umweltministerin.

    Es sollte kein Problem sein, die Lüge (den Erfolg beim Kohleausstieg bis 2038) öffentlichkeitswirksam aufzudecken.
    Auch die Frage warum diese „Industrie“ auch noch ein Geschenk von 4 Mrd. € bekommt, dürfte jeden Steuerzahler brennend interessieren.

    Weiter sollte man gleich noch die Frage hinterherwerfen, warum Campact den Status der Gemeinnützigkeit verloren hat.

    Wir dürfen uns sicher sein das dies eine sehr peinliche Vorstellung für die anwesenden Regierungsmitglieder werden wird.

  • von Jörg Brömmelsiek

    Ganz klar:
    Der Kohleausstieg muss wesentlich früher kommen! Wer was anderes fordert, wird meine Stimme nicht mehr bekommen!
    Die Entschädigung der Energiekonzerne ist mir schnuppe, da der Klimawandel existenzbedrohend ist und sein wird! Für die Menschen, deren Arbeitsplätze an der Kohle hängen, sollte man allerdings gleich noch 1 Mrd. hinzufügen!
    Die flankierenden Maßnahmen unterstütze ich gleichermaßen! Sonne und Wind müssen massiv gefördert und ausgebaut werden!
    Es ist alternativlos!
    Grüße
    Jörg Brömmelsiek

  • Deutschland hat zu viele Kohle-Barone, zu viele Fleischbarone, zu viele Bankbarone und viele Medien-Barone, da können unsere Baronen-Vertreter gar nicht anders, als sich immer platt zu legen. Und unsere Bürger haben so viel Verständnis dafür, weil in den Medien ihnen erzählt wird, was das alles für nette Menschen sind, diese Barone. Ein paar Spielfilme sah ich mir kürzlich mal an und da kommen einem die Tränen, was diese reichen Knilche für herzensgute Menschen sind. Richtige Schnulzen. Da sind die Krimis wesentlich besser, weil gesellschafts-kritischer. Und die Linken? Die sind seit den 70-er Jahren immer noch auf dem Marsch durch die Institutionen und werden reicher und reicher und – dümmer. Woher soll man da eine Hoffnung schöpfen?

  • Ich sage nur ganz kurz : Stellt die Vertrauensfrage , an die , die es noch nicht begriffen haben und zwiespältige Politik betreiben!

    Grünstrom kann für 3-5 Cent /kwh produziert werden.

    Energiepreise + Netzentgelt + Messentgelt + 7 ( 5 ) % Umsatzsteuer = 13 -15 Cent/kwh…..das reicht.

    Mit dem Preis können alle leben.

    50-60% Umlagen, Abgaben, Stromsteuer auf den Strompreis sind im 21 . Jahrhundert klimaschädlich .

    Strom ist lebenswichtig .

    100 % erneuerbare Energien sind machbar , wenn die Politik den Fuss von der Bremse nimmt.

    Macht aus dem Kohleloch teilweise einen Salzwasserspeicher , baut in die Kohleregion Windkraft , PV und andere Stromspeicher.

    Versenkt dort wieder viel Kohlenstoff , gewonnen aus der Luft !

  • von Seni

    Grundsätzlich grosse Unterstützung aber völlig unklar wie der Plan nach der Kohle ist, z. B. In der Lausitz. Dort lebt fast ein ganzes Bundesland von der Kohle und angehängtem Mittelstand. Das ist nach der Wende die zweite Arbeitslosenwelle, weil die Regierung hat keinen Plan hat, was stattdessen folgt. Deshalb zuerst tragfähige Strukturen aufbauen mit und durch die Kohleriesen und dann abschaffen. Andersrum wählt sonst bald der ganze Osten die Dagegenpartei!

  • von Wolfgang Clausmeyer

    Es gibt nichts wichtigeres, als die Basis unserer Lebensbedingungen zu retten. Dabei sind die heutigen Abbaugebiete umzustrukturieren, also dort in neue zukunftssichere Wirtschaft zu investieren. Abstandszahlungen an heutige Kohlekraftwerke nur, wenn es die Rechtslage zwingend erfordert. Weiter notwendig ist die Förderung der Windkraft und Solarindustrie, insbesondere von lokalen Bürgerinitiativen nach dem Motto >lokal erzeugen und verbrauchen<. Aber auch große Solaranlagen in Sonnengebieten, etwa Nordafrika, deren Energie zur Erzeugung von Wasserstoff verwandt wird, kann ein sinnvoller Weg sein.

  • von Heide Hauck

    Die derzeitige Bundesregierung ist für mich nicht nur im Blick auf den Kohleausstieg unglaubwürdig und verantwortungslos.
    Völlig unnötig setzt sie einen Termin von 2038 für den Kohleausstieg fest, obwohl sie genau weiß, dass dies viel zu spät ist für die noch verbleibende Zeit im Klimawandel.
    2030 muss allerletzter Termin sein und bleiben.
    Nicht nur deshalb ist es außerordentlich wichtig, bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr die Grünen zu wählen, damit diese Partei in jeder möglichen Koalition ungedingt dabei sein wird und damit den von der jetzigen Regierung festgelegten Termin von 2038 kippen kann.
    Ich begrüße die diesbezügliche Kampagne von Campact sehr und sage vielmal danke.
    Heide Hauck

  • von Gerhard Bock

    Wer erpresst hier wen? Aufgrund der vertraglich mit den Konzernen ausgehandelten Entschädigungen verzichten diese auf eine Klage vor „internationalen Schiedsgerichten!“ – was bleibt hier eigentlich noch vom „Rechtsstaat“ übrig?
    Die Entschädigung der Kraftwerkseigentümer und die Zuständigkeit internationaler Schiedsgerichte sind grundsätzlich infrage zu stellen!
    Wenn „der Markt“ – d.h. die Stromverbraucher – nur noch Ökostrom nachfragen würden, was sie ja auch zunehmend tun, würden sich der Abbau und die Verstromung von Kohle nicht mehr rentieren – das ist für ältere Kraftwerke ja schon der Fall. Wen könnten Kohlebetreiber dann verklagen?
    „Maßstab“: Entgangene Gewinne! Überträgt man diese Logik auf „die Märkte“, dann könnten Firmen ihre Konkurrenten, die sie durch billigere oder bessere oder gesündere Produkte vom Markt verdrängt haben, auch auf entgangene Gewinne verklagen.– Das erscheint absurd, aber keine andere Logik liegt dem justiziablen Anspruch der Kohlekonzerne zugrunde.

  • von Doris Schallbruch

    Es sollte darauf hingewirkt werden, dass ein Kohleausstieg bis 2030 erfolgt.
    Es kann doch nicht sein, dass immer noch Dörfer zerstört und die Bewohner umgesiedelt werden. Hier muss die Politik dringend etwas tun.

  • von Malou

    Auch aus meiner Sicht müssen wir es schaffen den Kohleausstieg früher als 2038
    zu realisieren. Was auch ansteht ist den Kohleausstieg außerhalb von Europa zu verhindern, denn
    falls die afrikanischen Staaten ihre geplanten Kraftwerke bauen,
    dann wird der Himmel für alle dunkler!!
    Also dort den Ausbau von Sonneneneegie fördern und unterstützen.

  • von Thomas Rolle

    Herr Mähr glauben Sie wirklich an Grünen Strom. Die Verkäufer kaufen sich Zertifikate von Wasserkraftwerken in Norwegen, um sich diesen Strom anrechnen zu lassen. Der Strom von Norwegen kommt aber nie zu uns. Das ist etwas so wie wenn der Eierverkäufer von Batterieeiern, dem Biobauern einen kleinen Obulus bezahlt, dafür dass er sich seine Eier anrechnen lassen darf. Aber lassen wir die Grünstromer weiterträumen, der Strommix aus der Dose bleibt der gleiche, das ändert sich auch durch den Mehrbetrag für Ökostrom nicht.

  • von Kurt Olzog

    Hintergründe finden Sie in meinem letzten Buch: Olzog, Kurt: Gletscherschmelze und Meeresspiegel. Entwicklung und Zukunftsperspektiven. Norderstedt 2020. Weltweit auch als E-Book erhältlich im EPUB-Format. Ohne Aufklärung der Weltbevölkerung lässt sich der Klimawandel nicht bremsen. Grönland ergrünt bereits, und sogar der notorische Leugner des menschengemachten Klimawandels in den USA wollte schon Grönland kaufen, weil man dort nun leichter die Bodenschätze fördern kann. Man wählt besser denkfähige Menschen, die auf Wasserstoffwirtschaft statt auf fossile Energieträger setzen. Die Erzeugung von Wasserstoff darf allerdings nur durch den Einsatz von erneuerbarer Energie erfolgen, beispielsweise durch Elektrolyse. Wasserstoff wird Kohle, Erdöl und Erdgas ersetzen. Der Wirkungsgrad der Energieumwandlung ist völlig gleichgültig, da uns die Sonne mit dermaßen viel Energie überhäuft (kostenlos), dass wir nur einen Bruchteil davon nutzen müssen.

  • Der Klimawandel betrifft die gesamte Menschheit. Nur wenn es uns gelingt, so schnell wie möglich(bis spätestens 2030) aus Kohle, Öl und Gas auszusteigen und dafür auf eneurerbare Energien umzuteigen, können wir erreichen, dass unsere Kinder und Enkel in einer Umwelt leben können, die den Namen „lebenswert“ verdient. Leider ist es so, dass die Menschen, die am wenigsten Treibhausgase verursacht haben, den Klimawandel als Erste spüren werden. Europa und Nordamerkia, die am meisten zum Klimawandel beigetragen haben, werden davon erst später betroffen sein, welche Ironie der Geschichte. Es ist unsere Aufgabe, daraufhin zu wirken, dass der Ausstieg aus den fossilen Ernegieträgern so schnell wie möglich erfolgt. Den Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, muss schnell und unbürokratisch die Umschulung auf einen neuen Arbeitsplatz ermöglicht werden. Die nächste Bundestagswahl bietet die Gelegenheit, der Partei unsere Stimme zu geben, die bereit ist, am meisten für den Klimawandel zu tun

  • von Heiko Fette, Prof. Dr.-Ing.

    Ja, super, macht so weiter! Das ist der richtige Weg:

  • von Alexander Dathe

    Ich denke auch, Kohleausstieg 2038 ist viel zu spät.
    Aber wir sollten nicht auf Frankreich verweisen, das schon viel früher aus der Kohle aussteigt, der in Frankreich genutzte Atomstrom ist auch nicht besser als Kohle.
    Neben der Forderung nach einem Kohleausstieg müssen wir ein Konzept für eine massive Absenkung des Energieverbrauchs aufstellen. Einerseits wird der Ausbau der Erneuerbaren blockiert, andererseits wird der Strombedarf mit der Elektromobilität noch dramatisch zunehmen. Für diesen Widerspruch brauchen wir Lösungen. Die es ohne eine signifikante Reduzierung des Energiebedarfs nicht geben wird. Was aber nicht mit den fetten Karren zusammenpasst, die auf den Straßen unterwegs sind. Und das bedeutet für alle unbequeme Diskussionen über ein grundlegend geändertes Verhalten der Verbraucher.
    Zur Diskussion um den Kohleausstieg gehört also auch die Wahrheit, dass wir alle uns ändern müssen.
    Ich fahr Fahrrad ♡, und das nicht nach Malle…;-)

  • Es wird nach wie vor unsäglich viel Energie vergeudet. Energieverbrauch kostet uns im Konsum bzw. als Kostenfaktor in der Industrie weniger als dem Planeten beim Abbau von dazu erforderlichen Energiequellen.
    Ich als Unternehmer und Berater für Unternehmer stehe sicher nicht unter Verdacht, idealistische Wunschvorstellungen jenseits betriebswirtschaftlicher Machbarkeit und menschlich verständlichen Komfortbedürfnissen zu vertreten.
    Wenn Kohle- und Atomkraftwerksbetreiber alle tatsächlichen Kosten, die sie bislang externalisieren dürfen, zu tragen hätten, würde sich dieses Geschäftsmodell ganz von selbst erledigen. Dass Deutschland dabei keinen Alleingang gehen kann, verstehe ich. Wenn aber jeder nur auf den anderen wartet, passiert nichts. Deshalb bin ich für den Ausstieg aus allen nicht erneuerbaren Energieerzeugungsvarianten. Wir (=die Welt) können uns das langfristig einfach nicht mehr leisten.

  • von Hans-Jürgen Gorr

    Es ist wohl nicht gern gesehen, wenn kritische Kommentare gesendet werden. Gruß Gorr

  • von Volkmar Amberger

    2038 ist absolut indiskutabel! 2025 wäre schon etwas besser und keine ‚Entschädigungen‘ für legal kriminelle Vereinigungen wie die Kohle Kraftwerk Betreiber.

  • von Oliver Rettig

    Herzlichen Dank für den tollen Aufruf. Ich kann ihn zu 100% unterstützen. Lesenswert waren für mich auch viele Kommentare.
    – Einen Dank an Michael Hahn sich innerhalb der SPD für einen früheren Kohleausstieg einzusetzen. Das ist wichtig. Aber ich sehe es auch so, dass es insgesamt taktisch wichtig ist sich darauf zu konzentrieren, dafür zu sorgen, dass die Grünen ihre Position nicht aufweichen.
    – Diejenigen die den „Kohlekompromiss“ verteidigen möchte ich nur zu denken geben, dass uns die Natur unverrückbare Tatsachen beschert. Daran müssen wir uns anpassen. Da bleibt uns nichts anderes übrig. Der „Kohlekompromiss“ reicht nun mal nicht aus um den Klimawandel aufzuhalten. Daher muss mehr getan werden, auch wenn das schmerzlich ist.
    – Ja, die Sorge von Johann Meissner, dass 18 Jahre nicht viel sind für eine Umstellung kann ich gut verstehen, aber dann haben wir eben weniger Strom zur Verfügung und müssen uns einschränken z.B. in der Mobilität.

  • von Thomas Rolle

    Herr Lehmann, was bringt die Solaranlage, ich habe auch eine? Da kommt Strom, wenn es eh genug hat und muss unter Zuzahlung verschenkt werden und wenn er gebraucht wird, nichts, dann sind wir froh, dass „Kohle“ bereitsteht. Auch hundert mal soviele Wind- und Solaranlagen garantieren keine Versorgungssicherheit. Die kosten dafür und Speicher überschreiten die 4 Milliarden für den Kohleausstieg mehr als um den Faktor 100. Was soll da das Gejammere um 4 Milliarden?

  • von jenny abel

    Hervorragende Ideen!!!

  • von elizabeth hack

    Anstelle von Dachziegel, die gefährlich sind und auf unseren Kopf fallen können, sollten wir jedes Dach nutzen, um sie mit Solarzellen auszurüsten. Viele Haushalte würden unabhängig der Stomanbieter werden. (Ach so, die Arbeitskräfte, die dann wieder ihre Arbeit verlieren). Na und? Sie finden neue Arbeit, wenn sie anfangen ihre Welt anders zu betrachten, denn der Arbeitserhalt verbrennt die gesamte Welt.
    Warum wird das nicht gefördert?
    Die dicken Bäuche möchten nicht auf ihren Profit verzichten. Eine Subvention die sie nie zurückbezahlen brauchen, die von Steuerzahlern bezahlt wird und die Welt schädigt.
    Wer sagt den dicken Bäuchen, dass sie nie satt werden können und dabei zerstörerisch wie ein Krebsgeschwür wirken.

  • von Gabriele Müller

    Gute Analyse und klarer Ausblick!
    Ich bin weiter dabei, z B. morgen bei der Menschenkette von FFF in Hamburg!

  • von Hans-Jürgen Gorr

    Hallo, also die Grünen haben auch jede Menge auf dem Kerbholz und deshalb sollte man sie nicht zu Engeln machen.2., den Politikern fehlt es bedeutet bis 2038 zu warten, aber das betrifft viele wichtige Grundsegmente,aber hatten Sie etwas anders erwartet?. Korruption und Lügen stehen jetzt hoch im Kurs. Gruß Gorr

  • von Beate Bartusch

    Ich wohne in einem 5 Parteien (Eigentümer) Haus und KEINER will Solar Paneele auf dem Dach haben!!!!!Das wäre doch schon so ein kleiner Anfang!!!
    B.Bartusch

  • Wir, die Stromkunden, können den Kohleausstieg forcieren. Wenn z.B. 6 Mill. E-Biker den Stromanbieter wechseln würden auf grünen Strom, der auch nicht wesentlich teurer als Kohlestrom ist, dann wäre das schon eine Macht. Ein E-Auto macht ohnehin nur Sinn, wenn man grünen Strom tankt. Wenn immer weniger Kohlestrom nachgefragt wird, werden sie auf Ihrem Strom sitzenbleiben. Wir haben es selbst in der Hand, wie lange die Dreckschleudern am Netz bleiben.
    Eine wirkliche Energiewende wäre eine dezentrale, krisenfeste, demokratische Energieversorgung mit 100% regenerativen Energien. Diese braucht kein Netzausbau, sondern eine Förderung von Kurz- und Langzeitspeichern (Akkus, Wasserstoff) Und was will die Politik mit ihrer „Wasserstoff-Strategie? Wasserstoff aus PV-Anlagen und Windenergie aus der nordafrikanischen Sahara. Damit wir zukünftig teure, ineffektive Energie aus politisch äußerst fragilen Ländern importieren. Anstatt die kostenlose, solare Energie von unseren Dächern zu ernten.

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Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.