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10 praktische Tipps zum Energiesparen in diesem Herbst

Der Herbst kommt und mit ihm Regenwetter, kühlere Temperaturen – und eine angekündigte Energiekrise. Was Du tun kannst, um zuhause effektiv Energie und damit Geld zu sparen, liest Du hier.

Das Bild zeigt ein Mädchen mit braunen, mittellangen Haaren, die zu einem Zopf geflochten sind. man sieht den Rücken des Mädchens, während es sich streckt und am langen Arm ein rotes Betttuch auf einer Wäscheleine mit einer Wäscheklammer befestigt. Die Wäsche draußen zu trocknen statt einen Trockner zu benutzen spart Energie und Geld.
Die Wäsche draußen zu trocknen statt einen Trockner zu benutzen spart Energie und Geld. Foto: IMAGO

Energiesparen kann zuhause anfangen. Selbst kleine Anpassungen machen sich auf der Heizkosten- oder Stromrechnung bemerkbar. Wir haben 10 praktische Tipps zum Energiesparen im Haushalt zusammengetragen, die jeder einfach umsetzen kann.

1. Duschen statt Baden

Bereits im Sommer wurde er heiß diskutiert: der Tipp, zu Duschen statt Baden zu gehen. Mit gutem Grund, denn eine 10-minütige Dusche spart gegenüber einem Vollbad etwa 33 Prozent an Warmwasser. Wer nicht weiß, wie lange er duscht, kann sich einen Kurzzeitwecker stellen und daran orientieren.

2. Waschen bei niedriger Temperatur

Bei hohen Temperaturen wie 90 Grad zu waschen ist heute in der Regel nicht mehr notwendig – 30 oder 40 Grad reichen oft völlig aus. Dabei am besten ein ergiebiges, aber umweltschonendes Waschmittel nutzen und nur so viel verwenden, wie notwendig. Noch mehr Energie kannst Du sparen, wenn Du auf die Vorwäsche verzichtest und im Eco-Modus wäscht. Der braucht zwar meist länger, erzielt aber die gleiche Waschleistung wie die Normalprogramme.

3. Auf den Trockner verzichten

Gerade jetzt im Spätsommer und Frühherbst ist es noch leicht, auf den Wäschetrockner zu verzichten. Der benötigt nämlich oft noch mehr Strom als die Waschmaschine – und an der frischen Luft, egal ob im Garten oder auf dem Balkon, trocknet die Wäsche ebenso gut. Im Winter ist der Waschkeller eine gute Alternative.

4. Kühlschrank abtauen

Gerade in älteren Kühlschränken oder Gefrierschränken bilden sich mit der Zeit dicke Eisschichten. Das Abtauen dauert je nach Vereisung trotzdem nicht länger als eine Stunde – und spart pro Jahr etwa 15 bis 45 Prozent an Energie. Neue Geräte haben meistens eine automatische Abtaufunktion für den Innenraum. Ältere und Kühl- und Gefrierkombinationen oder Gefrierfächer sollten hingegen regelmäßig abgetaut werden.

5. Bei Neuanschaffung von Elektrogeräten auf Energieverbrauch achten

Egal ob Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher: Irgendwann geht jedes Elektrogerät unreparierbar kaputt und muss ersetzt werden. Wenn so ein Kauf ansteht, lohnt es sich, auf den Verbrauch der Geräte zu achten. Dabei hilft ein Blick auf die Energielabels. So lässt sich viel Strom, Wasser oder Waschmittel und damit Geld sparen; auch, wenn man das neue Gerät natürlich erstmal anschaffen muss.

6. Überflüssige Elektrogeräte ausschalten

Fragen, Anmerkungen, Feedback? Dann erreichst Du die Blog-Redaktion unter blog@campact.de.

Aber auch mit den bestehenden Geräten im Haushalt lässt sich Strom sparen. Fernseher, DVD-Spieler oder ähnliche Geräte sollten besser nicht nur per Fernbedienung, sondern ganz ausgeschaltet werden: Im Stand-by-Modus verbrauchen sie sonst weiter Strom. Hierbei hilft eine Steckdosenleiste mit Schalter, mit der alle Geräte, die funktional zusammen gehören, gleichzeitig abgeschaltet werden können.

7. WLAN zeitweise ausschalten

Die meisten PCs, Smartphones und Tablets im Haushalt sind immer automatisch mit dem WLAN verbunden. Die zugehörigen Router und Repeater benötigen für das Aussenden des Signals viel Energie. Außerhalb der üblichen Nutzungszeiten, zum Beispiel nachts, sollte das Signal deshalb abgeschaltet werden. Das ist oft in den Routern einstellbar.

8. Heizkörper entlüften und Heizung regelmäßig warten lassen

Luft im Heizkörper verringert die Heizleistung und erhöht den Energiebedarf. Deswegen sollten die Heizkörper regelmäßig entlüftet werden – mindestens einmal im Jahr, spätestens aber, wenn die Heizkörper gluckern und nicht mehr richtig warm werden. Und gerade bevor es richtig kalt wird, sollte eine fachkundige Person die Heizungsanlage warten.

9. Heizkörper nicht verdecken

Möbel vor den Heizkörpern oder verdeckende Vorhänge verringern die Heizleistung, da die Luft nicht frei um die Heizkörper zirkulieren kann. Das führt zu einer schlechteren Wärmeverteilung im Raum. Die Folge: Man muss mehr Heizen, um den gleichen Wärmeeffekt zu erzielen. Empfohlen wird ein Mindestabstand für Möbel von 30 Zentimetern, noch besser sind 50 Zentimeter.

10. Raumtemperaturen anpassen und Türen schließen

Es lohnt sich auch, die Temperaturen in den einzelnen Räumen der Wohnung anzupassen. Im Schlafzimmer reichen 16 Grad oft aus, im Wohnzimmer, der Küche und dem Büro sollten es 20 Grad sein und im Bad bis zu 22 Grad. Wer für ein paar Tage wegfährt, sollte die Temperaturen überall um ein paar Grad nach regulieren. Denn jedes Grad weniger senkt den Energieverbrauch um fünf bis sechs Prozent. Um Temperatur und Raumklima gleichmäßig zu halten, sollten die Türen geschlossen bleiben. Und: Stoßlüften statt Fenster dauerhaft auf Kipp halten.

Aber: Auch trotz der angespannten Energielage sollte niemand in der eigenen Wohnung frieren müssen. Deshalb setzt sich Campact für eine Entlastung aller Bürger*innen ein – statt Geld an Konzerne zu geben, die von der aktuellen Krise profitieren. Unterzeichne hier den Appell für eine faire Gas-Umlage:

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Autor*innen

Linda Hopius

Linda Hopius

Linda Hopius ist Journalistin und seit 2021 Online-Redakteurin bei Campact. Vorher hat sie sich in NRW in den Bürgermedien im Medientraining und für mehr Bürgerbeteiligung engagiert. Im Campact-Blog kümmert sie sich vor allem um Service-Themen und Interviews.

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