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Meine wunderbare Woche (KW 39)

Natürlich weiß ich, dass viele Menschen am Wochenende arbeiten müssen - liebe Grüße und vielen Dank! Für mich aber ist freitags Schluss. Ich schreibe dann noch meinen Wochenrückblick und verschwinde ins Nichts. Diesmal geht es um Friedrich Merz, Italien und einen Schach-Vibrator.

Kanlender mit KW 39 und einigen Notizen
Das ist mein Kalender

Montag, 26. 9. 2022

Lassen wir die Seltsamkeiten des Wahlrechts in Italien mal außen vor: Jetzt sind dort Faschist*innen an der Macht. Der Kollege Sascha Lobo schreibt: „Man muss Faschismus als ständigen, unlöschbaren Schwelbrand in liberalen Demokratien begreifen, der jederzeit auflodern kann und deshalb unablässig eingedämmt werden muss.“ Diese Definition steht vermutlich in keinem Lehrbuch – gleichzeitig finde ich sie korrekt. Und wir brauchen gar nicht erst über den Brenner zu fahren, denn den Schwelbrand gibt es auch bei uns, in Deutschland. Die zündelnde Bild, der Zulauf zur AfD, die Mischung aus Querdenkenden, Nazis, gefährlichen Esoteriker*innen und Schwurbler*innen – da ist schon Hitze drin. Lasst uns also gemeinsam Brandwache halten.

Dienstag, 27. 9. 2022

„Kopftuchmädchen“ oder „Sozialtourismus“ – was davon hat Friedrich Merz gesagt? Richtig! Beides wäre möglich. Korrekt ist aber „Sozialtourismus“. Von ihm gemeint ist die Flucht aus der kriegserschütterten Ukraine nach Deutschland. Klar, kann man sagen – dann ist man aber wie Alice Weidel. Oder genauer: wie die NPD. Denn die hat die Rechte an dem Begriff.

Mittwoch, 28. 9. 2022

Diesmal, geschätzte Hauptstadt, kommst Du nicht mit „Dit is Berlin“ so easy durch. Wählen während der Prognose, keine Wahlzettel, falsche Wahlzettel – absoluter Murks. Zurecht stehst Du deswegen vor Gericht. Und zurecht kündigt das Gericht schon an, dass die letzten Wahl zum Abgeordnetenhaus wohl wiederholt werden muss. Dass Deine Bürger*innen Monate darauf warten müssen, einen Perso beantragen zu dürfen – das ist ja nun schon peinlich genug. Aber aus einer Wahl eine landesweite „Verstehen Sie Spaß“-Show zu machen – nee, das lässt man selbst Dir nicht durch, dickes B.

Donnerstag, 29. 9. 20022

Die edle Welt des Schachsports wird durch eine unappetitliche Diskussion regelrecht versauferkelt. Hat Jungspund Hans Nieman geschummelt? Hat er sich Hilfe von Schachprogrammen geholt, während er in den Rankings nach oben stürmte? Er selbst gibt zu, beim Online-Schach mal gemogelt zu haben. Aber nie in Präsenz, Aug in Aug mit dem Gegner. Nun ja, Weltmeister Magnus Carlsen sieht das anders. Er unterstellt dem jungen Amerikaner, auch am Tisch betrogen zu haben. Jetzt fragen sich alle: Wie sollte das gehen? Funk aus dem Weltraum? Mini-Sender im Ohr? Gar ein Hirn-Implantat? Die Antwort ist simpler. In den Schachforen gilt als wahrscheinlich, dass er einen Vibrator im Hintern hat, mit dem ihm Signale übermittelt werden. Sag ich ja: versauferkelt!

Freitag, 30.9. 2022

Heute ist einfach kein guter Tag.

Vorhersage fürs Wochenende

Ich hab ein Badefass. Da gehe ich rein und ducke mich weg. Bis Montagmorgen.


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Autor*innen

Jochen Müter ist Diplom-Journalist und Politikwissenschaftler. Er schrieb als Ghostwriter einige Autobiographien und war Chef vom Dienst bei n-tv. Seit 2017 leitet er die Campact-Redaktion. Im Blog befasst er sich mit Protestbewegungen und steuert seinen Wochenrückblick bei. Alle Beiträge

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