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Hände weg von unserem Trinkwasser

Trinkwasser in Gefahr: Durch die Klimakrise wird Wasser in Deutschland knapp. Deshalb sichern sich Aldi, Redbull und Co. für wenig Geld Trinkwasser, um es teuer in Flaschen zu verkaufen. Campact startet einen Appell an Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne), damit sie den Ausverkauf stoppt.

Hände weg von unserem Trinkwasser - jetzt Campact-Appell unterzeichnen
Hände weg von unserem Trinkwasser – jetzt Campact-Appell unterzeichnen, Foto: Campact

Worum geht es beim Campact-Appell?

37 Grad im Schatten – und aus dem Wasserhahn kommen nur einzelne Tropfen. Das könnte immer mehr Regionen in Deutschland drohen. Nach Hitzesommern und Dürreperioden sinken die Grundwasserstände auch bei uns. Trinkwasser wird knapper. Deswegen bringen sich Konzerne wie Aldi, Red Bull und Co. in Stellung und wollen unser Trinkwasser wegkaufen. 

Was fordert Campact?

Unsere Bürgerbewegung fordert von Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne), den Ausverkauf von Trinkwasser zu beenden. In wenigen Wochen will die Bundesregierung mit einer Nationalen Wasserstrategie die Verteilung von Trinkwasser neu regeln. Ministerin Lemke hat zwar einen Entwurf vorgelegt, doch darin stehen nur Absichtserklärungen. Es fehlen die gesetzlichen Regelungen, die sicherstellen: Bürger*innen haben beim Trinkwasser Vorrang – nicht Unternehmen. Damit Lemke ihren Entwurf nachbessert, braucht es jetzt deutschlandweiten Protest.

Was hat Campact mit den Unterschriften vor?

Wenn sich 100.000 Menschen mit einer Unterschrift für diese Forderung einsetzen, ziehen wir mit einem riesigen Wasserhahn vor das Bundesumweltministerium und übergeben Lemke den Appell. 

Welche Regionen sind besonders bedroht?

Besonders heftig ist der Fall von Tesla in Brandenburg: Der Autokonzern will für seine Gigafactory nach Grundwasser bohren. Das könnte die Trinkwasserversorgung einer ganzen Region gefährden. Oder im bayerischen Treuchtlingen, wo Aldi Nord ein Wasserwerk mit mehreren Brunnen übernommen hat. Die Treuchtlinger selbst müssen ihr Trinkwasser teuer aus dem mehr als 100 Kilometer entfernten Südbayern pumpen. Aus den örtlichen Brunnen schöpft nur Aldi Nord – und zwar kostenlos.

Was bringt Deine Unterschrift?

Lüneburg macht’s vor: Jahrelang hat eine Bürgerinitiative gegen einen Brunnen gekämpft, mit dem Coca-Cola das Wasser unter der Stadt wegpumpen wollte. Und das mit Erfolg! Im Jahr 2022 gab der Konzern seine Pläne auf.

Jetzt gilt es, deutschlandweit den Ausverkauf unseres Wassers zu stoppen. Bitte unterzeichne sofort unseren Appell – und teile ihn mit Deinen Freund*innen und Bekannten.

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Autor*innen

Campact-Team

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Appelle, Aktionen und Erfolge: Darüber schreibt das Campact-Team.

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