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Wie Du dem Wald helfen kannst

Dürren, Unwetter und Borkenkäferbefall – deutsche Wälder haben in den letzten Jahren gelitten. Lies hier, was Du heute zum Tag des Baumes tun kannst, um unsere Wälder zu schützen.

Lies hier, was Du zum Tag des Baumes tun kannst, um unsere Wälder zu schützen.
Seit 1952 wird in Deutschland am 25. April der Tag des Baumes gefeiert. Foto: Unsplash

Der Wald schrumpft. In den vergangenen Jahren ist der Bestand um rund 501.000 Hektar zurückgegangen, das entspricht rund fünf Prozent. Extremwetterereignisse, lange Hitzeperioden und Trockenheit machen die Wälder anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer. Das trifft vor allem die Wälder hart, die großteils mit einer Baumart bepflanzt sind. Besonders groß sind die Schäden in der Mitte Deutschlands, im Harz, der Eifel oder dem Thüringer Wald. 

Klimakrise bedroht Bäume

Klar ist, unsere Bäume leiden unter der Klimakrise – gleichzeitig ist der Erhalt der Wälder essenziell für den Kampf gegen den Klimawandel. Zum Tag des Baumes, der am 25. April gefeiert wird, stellen wir Dir heute Tipps vor, wie Du den Wald ganz einfach schützen kannst: 

Pflanze einen Baum

Der Tag des Baumes

Die Schirmherrschaft für den Tag des Baumes 2023 hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) übernommen und pflanzt am 25. April eine Moorbirke am SDW-Naturschutzturm in Hohen Neuendorf. Der Tag des Baumes wurde in Deutschland erstmals am 25. April 1952 gefeiert, damals sollte er auf die Waldverluste durch den Krieg aufmerksam machen. 

Um unsere Wälder gegen die Klimakrise zu rüsten, müssen sie dringend mit klimastabilen Mischwäldern aufgeforstet werden – doch vielerorts fehlt es an Menschen, die sich kümmern. Rund 50 Prozent des Forstpersonals wurden im letzten Vierteljahrhundert abgebaut. Das Projekt „Deutschland forstet auf“ lädt aktiv dazu ein, sich an der Aufforstung zu beteiligen. Einen Überblick über geplante Aktionstage findest Du auf dieser Seite.  

Auch Forstämter bieten Pflanzaktionen an – Informationen dazu finden sich beim lokalen Forstamt oder auch oftmals in der lokalen Presse. 

Müll im Wald schadet allen

Müll hat im Wald nichts zu suchen. Leider gibt es noch immer genug Umweltsünder*innen, die ihren Schrott im Wald abladen. Dabei kann sie das bis zu 50.000 Euro kosten.

Auch für Plastiktüten, vergessene Hundekot-Beutel oder Plastikdosen können Menschen belangt werden.  

Wer dem Wald etwas Gutes tun will, der sollte seine Abfälle keinesfalls hier entsorgen. Wenn Du noch mehr gegen die Waldverschmutzung tun willst, dann werde bei Deinem nächsten Spaziergang einfach selbst aktiv und befreie Deinen Wald vom Müll. In Skandinavien hat sich längst ein neuer umweltfreundlicher Fitnesstrend etabliert: „Plogging“. Dabei geht mensch ausgestattet mit einem Beutel joggen und sammelt Müll auf. 

Waldbrandgefahr minimieren 

Heiße Hitzesommer, kaum Regen, austrocknete Wälder – und die Waldbrandgefahr steigt. Zwei Drittel der Brände entstehen durch menschliches Fehlverhalten. In allen Bundesländern gilt daher ein Rauchverbot im Wald. Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen untersagen das Rauchen das gesamte Jahr. In den anderen Ländern gilt das Verbot meist von Anfang März bis Ende Oktober. 

Auch Zigarettenstummel haben im Wald nichts verloren: Der Filter braucht 10 bis 15 Jahre, um sich zu zersetzen. Die im Filter enthaltenen Gifte verschmutzen das Grundwasser und gefährden Pflanzen, Tiere und Kinder. 

Wald statt Autobahn: Deine Stimme zählt 

Wälder sind zentral im Kampf gegen die Klimakrise: Sie binden CO₂ im Boden und in den Bäumen. Sie dienen als wichtiger Wasserspeicher und sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Und doch sind sie weltweit bedroht. 

Für den Ausbau des Autobahnkreuzes Oberhausen sollen 11 Hektar des Sterkrader Waldes gerodet werden, das entspricht rund 5.000 Bäumen. Auf Kosten von Mensch, Tieren und Natur. Auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, fordert ein großes Bündnis den Erhalt des Sterkrader Waldes. Setze Dich jetzt mit Deiner Unterschrift dafür ein, dass der Wald erhalten bleibt. 

Dein Einsatz für den Naturschutz – starte eine Petition auf WeAct 

Wälder retten mit einer Unterschrift? Ja, das geht. Im Harz sollten 20 Hektar Wald gerodet werden, um Platz für Skipisten und Seilbahnen zu schaffen. Ein Stück der Seilbahn sollte durch geschützten Moorwald führen. Mit einer WeAct-Petition setzte sich Diana Harnisch von der Initiative für ein natürliches Schierke gegen das Projekt ein. 7.583 Menschen unterzeichneten ihre Petition. Das Projekt verzögerte sich immer wieder – Diana Harnisch und ihre Mitstreiter*innen blieben dran. Sie riefen dazu auf, die Petition zu teilen, veranstalteten regelmäßig Spaziergänge in Schierke und wendeten sich mehrfach an Politiker*innen und das Umweltbundesamt. Mit Erfolg: Nach fünf Jahren haben sie tatsächlich gewonnen – das Seilbahnprojekt Schierke ist endgültig vom Tisch. 

Ob im Harz, in NRW oder in Schleswig-Holstein – dranbleiben lohnt sich. Der Wald bei Dir vor der Tür ist bedroht? Dann setze Dich jetzt für seinen Erhalt ein. Auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, kannst Du ganz einfach eine Petition starten und wirst dabei von erfahrenen Campaigner*innen unterstützt. 

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