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Reclaim Berlin: Die Stadt braucht Euch

Vielfältig und progressiv – Berliner*innen waren lange stolz auf ihre Stadt. Doch die neue Berliner Regierung unter Kai Wegner hat das geändert. Jetzt braucht Berlin den Einsatz der Zivilgesellschaft.

Protest gegen die Rückschrittskoalition in Berlin. Foto: IMAGO / snapshot

Berlin, Du wirst geliebt. Für Deine durchtanzten Nächte, den ständigen Wandel und die Vielfalt, die Du als pulsierende Metropole immer wieder neu beweist. Seit einem halben Jahr ändert sich aber plötzlich Deine Bewegungsrichtung. Statt wie gewohnt nach vorne und progressiv erleben wir vor allem Rückschritte. Du warst so lange Vorbild, wir waren stolz auf Dich und darauf, hier leben zu dürfen. Bis die neue Regierung, die Rückschrittskoalition kam. Während andere europäische Metropolen aus Visionen Realität machen, scheitert Berliner Politik nun schon an der Verwaltung des Status Quo. Wir, die so lange stolz auf ihre Stadt waren, erleben Radwegstopp statt bezahlbaren Nahverkehr, Autobahn mitten durch Berlin statt einer autobefreiten Innenstadt, Mietenwahn statt Wohnraum für alle. Politik für ein lebenswertes Berlin, Politik für die Mehrheit sieht anders aus. Du wirst geliebt für Deine legendäre Clubkultur, die noch immer einzigartig ist. Doch auch da – wir stehen vor dem Verlust des Herzstücks der Berliner Kultur.

Willkommen im Campact-Blog

Schön, dass Du hier bist! Campact ist eine Bürgerbewegung, mit der über 2,5 Millionen Menschen für progressive Politik streiten. Das Team von Fridays for Future Berlin schreibt seit August regelmäßig im Wechsel für den Campact-Blog.

Machen Sie Berlin zukunftsfähig, Kai Wegner!

Kai Wegner, werden Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst. Ihre Regierung manifestiert den Rückschritt. Statt sozialem Wohnungsbau profitieren weiterhin vor allem Immobilienkonzerne. Das ist nicht die Politik, die diese Stadt, die die Menschen hier verdient haben. Statt leerer Worthülsen und gefährlichen Finanzreformen brauchen Berliner*innen wegweisende Entscheidungen, die Berlin zukunftsfähig machen. 

Das beschlossene Klimasondervermögen ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung. Sie, Herr Wegner, haben dazu zwar wenig beigetragen, doch nun sind Sie in der Verantwortung, es angemessen einzusetzen. Schon in den ersten sechs Monaten Ihrer Amtszeit haben Sie bewiesen, dass zukunftsfähige Entscheidungen – salopp gesagt – nicht so Ihr Ding sind. Von Ihrer Partei sind wir das leider schon gewohnt. Doch die Zivilgesellschaft ist in weiten Teilen engagiert und ambitioniert. Wir fordern Sie auf, nutzen Sie diese Ressource und gründen Sie eine Klima-Task-Force!

Für zivilgesellschaftliche Perspektiven in der Politik

Die Hinzunahme verschiedener zivilgesellschaftlicher Perspektiven ermöglicht einen zielgerichteten Einsatz des Geldes. Schon jetzt ist klar, Sie können das nicht gewährleisten. Wer mit einem Sondervermögen für „Klimaschutz, Resilienz und Transformation“ marode Polizeistationen sanieren will, der beweist, keines der Wörter verstanden zu haben. Um Berlin wirklich resilient zu machen und zu transformieren, braucht es fundiertes Wissen. Ihre Senatsverwaltung in allen Ehren, dafür braucht es Expert*innen aus der Wissenschaft. 

Herr Wegner, bekennen auch Sie Ihre Liebe zu Berlin und setzen Sie sich endlich für diese Stadt und ihre Bewohner*innen ein. Erkennen Sie an, dass die Klimakrise da ist und wir jetzt handeln müssen.

Berliner*innen, engagiert Euch!

Berliner*innen, engagiert Euch! Seid wütend, empört, trotzig. Und vor allem, lasst Euch nicht unterkriegen. Reclaim Berlin. Diese Politik ist Euch nicht würdig und dem gilt es entgegenzustehen. Diese Stadt, sie braucht Euch, mehr als je zuvor. Die Herausforderungen sind riesig. Und sie sind zu stemmen. Es gibt Möglichkeiten, wie das Klimasondervermögen. Nun gilt es, sich gemeinsam und solidarisch für diese Stadt einzusetzen und herbeizuführen, was Berlin verdient. Die Kämpfe sind vielfältig und für alle gibt es einen Platz. Ob gegen Immobilienriesen bei Deutsche Wohnen und Co. Enteignen oder gegen die Klimakrise mit Fridays for Future, wichtig ist vor allem, dass wir uns engagieren. Es gilt, keinen Tag zu verschwenden und die Koalition endlich zu wirklich gerechter Politik zu drängen.

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Autor*innen

Fridays for Future ist Teil der internationalen Klimagerechtigkeitsbewegung. Seit 2018 mobilisieren sie Millionen für Klimagerechtigkeit und den Kampf gegen die Klimakrise auf die Straßen. Mit ihren Freitagsstreiks bauen die Aktivist*innen politischen Druck auf und kämpfen gegen Ungerechtigkeiten. Alle Beiträge

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