Viele, viele Menschen in Deutschland reagieren auf die ankommenden Flüchtlinge mit Offenheit und Hilfsbereitschaft; doch es gibt auch Vorbehalte, Vorurteile und Ablehnung – nicht nur bei Rechtsextremen, sondern oft auch in der Mitte der Gesellschaft. Überraschend häufig (und selbst bei Leuten, von denen man es eigentlich nicht erwartet) sind abweisende und abwertende Aussagen über Flüchtlinge zu hören, werden Sorgen vor einer Überlastung geäußert oder Stereotypen über Fremde wiedergegeben. Dies geschieht oft aus Unwissen und Verunsicherung – umso wichtiger ist es, sich negativer Stimmungsmache früh und entschieden, aber auch freundlich und sachlich entgegenzustellen.

„Begegnen Sie Vorurteilen in ihrem Umfeld mit Fakten, zum Beispiel über die Situation in den Herkunftsländern von Flüchtlingen“, rät Pro Asyl. „Mischen Sie sich ein. Manchmal reicht schon eine Wortmeldung in einer Bürgerversammlung, um die Stimmung zu drehen.“

Dasselbe gilt für Gespräche in der Kantine oder auf Familienfeiern, bei Elternabenden oder im Bus. Ein humanes und flüchtlingsfreundliches Klima in der Öffentlichkeit ist keine Selbstverständlichkeit, es muss geschaffen und erhalten werden.

Hier einige Argumentationshilfen für mögliche Gespräche: