Welche Spende am ehesten gebraucht wird, ist pauschal schwer zu sagen. Häufig gebraucht werden Schuhe und Bekleidung – oft für Männer (weil sie einen Großteil der derzeit ankommenden Flüchtlinge stellen) und in kleineren Konfektionsgrößen (S und M). Bedarf besteht meist auch an Fahrkarten für Busse oder Bahnen, an Fahrrädern und Kinderwagen, Schlafsäcken, Iso-Matten, Regenponchos usw. Viele Flüchtlinge wünschen sich SIM-Karten oder Prepaid-Guthaben fürs Mobiltelefon (z.B. internationale Provider wie Lebara), um den Kontakt zu zurückgebliebenen Familienmitgliedern oder zu anderen Flüchtlingen zu halten. Doch spenden Sie nie wahllos, es gilt immer:

  • Fragen Sie bei Flüchtlingsunterkünften oder anderen Stellen – lokalen Unterstützerkreisen, dem örtlichen Flüchtlingsrat, Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas nach, was aktuell wirklich gebraucht wird!
  • Bringen Sie die erbetenen Spenden zur Sammelstelle, mit einer Abholung sind die meisten Unterstützergruppen momentan überfordert.
  • Häufig ist auch Geld die bessere, weil flexibler einsetzbare Spende. Unterstützergruppen wissen genau, wo das Geld am besten eingesetzt ist. Im Übrigen müssen auch sie diverse Unkosten decken.

Kleiderspenden sind wichtig und sinnvoll, aber ein paar grundsätzliche Hinweise sollten Sie beachten: Natürlich nur frisch gewaschene Sachen bringen, am besten nach Größen sortiert, denn das Sortieren ist für Kleiderkammern extrem zeitaufwendig. Als Verpackung eignen sich weniger Plastiktüten als Kartons, weil diese stapelbar sind. Ein Tipp für Spielzeugspenden:

„Eine schöne Puppe, ein tolles Rutschauto aber 20, 50, 100 Kinder? Was das bedeutet kann sich jeder vorstellen der ‚nur‘  2 Kinder zuhause hat. Wer soll das schöne Teil bekommen? Daher ist es wunderbar, wenn ihr vielleicht 10 Mal das gleiche Malbuch oder 5 x Seifenblasen spenden könntet.“

Diese und viele weitere Hinweise gibt die Flüchtlingshelferin Andrea Juchem aus dem saarländischen Eppelborn in ihrem privaten Blog