Viele Unterstützergruppen haben gute Erfahrungen damit gemacht, Flüchtlinge durch Patenschaften zu unterstützen.

„Bei einer Patenschaft erklärt sich ein/e Ehrenamtliche/r oder auch ein Tandem bereit, Ansprechpartner für einen einzelnen Asylsuchenden oder eine Familie zu sein und diese auf ganz individuelle Weise zu begleiten, wie z.B. beim Umgang mit Behörden, bei Arztbesuchen, bei der Vermittlung von Deutschkursen, beim Besuch der Schule, bei der Suche nach einem Praktikum oder einem Job, bei der Beschaffung von Möbeln oder Haushaltsgegenständen, bei der Erklärung gesellschaftlicher Gepflogenheiten etc.“, erklärt der Bamberger Verein „Freund statt fremd“, der dort bereits eine Vielzahl von Paten vermittelt hat. „Oder man setzt sich einfach gemütlich bei einer Tasse Tee zusammen und praktiziert auf diese Weise Willkommenskultur.“

Patenschaften gestalten sich völlig individuell – abhängig vom Bedarf der Asylsuchenden und den Möglichkeiten der Helfenden.

Unter den Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, sind häufig auch Minderjährige ohne ihre Eltern – an vielen Orten wird derzeit nach Menschen gesucht, die hier Patenschaften oder Vormundschaften übernehmen können.