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Gentechnikgesetz: Hipp droht mit Weggang aus Deutschland

„Bei Babynahrung gibt es keine Kompromisse“, sagte Prof. Dr. Claus Hipp. Der Babynahrungshersteller Hipp ist bekannt dafür, nur Bioprodukte in seinen Gläschen zu verwenden. Auf der Pressekonferenz des Bund Ökologische Lebenswirtschaft BÖLW stellte der Unternehmer klar, was das bedeutet: „Wenn das Gentechnikgesetz nicht mehr sicherstellt, dass die deutschen Bauern uns weiterhin gentechnikfreie Rohstoffe zu angemessenen Preisen anbieten können, müssen wir verstärkt im Ausland einkaufen um Risiken und Kosten gering zu halten. Auf Dauer stellt sich dann die Frage nach dem Standort unserer Produktion“.

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW ergänzt: ähnliche Überlegungen gebe es auch von anderen großen Lebensmittelverarbeitern. Bei einen flächendeckenden Anbau von Gentechnik befürchten diese eine drastische Kostenerhöhung zur Sicherung der gentechnikfreien Produktion. Alle Kosten müssten von denen getragen werden, die Gentechnik produzieren wollen. Sonst seien die Betriebe, die gentechnikfrei produzieren, in ihrer Existenz bedroht.

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Dr. Günter Metzges, Jahrgang 1971, ist Politikwissenschaftler und Erwachsenenpäda­goge. Mitgründer von Campact und MItglied im dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand. Vorher: Gründung des Ökologischen Zentrums in Verden/Aller und Mitwirkung in verschiedenen politischen Kampagnen. 2000-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale und Interkulturelle Studien (InIIS) an der Universität Bremen. Dissertation: „NGO-Kampagnen und ihr Einfluss auf internationale Verhandlungen“ (Nomos Verlag, 2006).

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