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Seehofers Eckpunkte-Entwurf zu Gentechnik: SPD ist nicht einverstanden

Kurz vor Weihnachten erhielt Campact Post von Ulrich Kelber, dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden.

Er reagierte damit auf den Brief zur Ballonaktion gegen eine Verwässerung des Gentechnikgesetzes, den wir an alle Bundestagsabgeordneten verschickt haben.

Herr Kelber schreibt: „Wir wissen, dass 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher den Einsatz von GVO in Lebensmitteln ablehnen. Wir wollen, dass sie sich auch weiterhin frei entscheiden können sollen, ob sie Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Organismen haben wollen oder nicht.
Wir wollen auch, dass die Land- und Ernährungswirtschaft diese Produkte auch weiterhin anbauen und vermarkten kann und es sichergestellt bleibt, dass es keine schleichende Verunreinigung der Umwelt und der gentechnikfreien Produktion gibt.

Der von Bundesminister Seehofer erarbeitete Entwurf von Eckpunkten für eine Novelle des Gentechnikrechts genügt diesen Anforderungen nicht.“

So weit, so gut.
Wir hoffen, dass die SPD in ihrer Haltung standhaft bleibt und keine fadenscheinigen Kompromisse eingeht.
Herr Kelber scheint sich da nicht ganz sicher zu sein, denn weiter unten im Brief schreibt er: „Die weiteren Verhandlungen mit der Union im kommenden Jahr werden deshalb nicht einfach werden.“ ganzer Brief als pdf

Schreiben Sie Ihren Abgeordneten und fordern Sie sie auf, die gentechnikfreie Landwirtschaft und die Wahlmöglichkeit für uns Verbraucher/innen zu schützen!

Zur Aktion

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Dr. Günter Metzges, Jahrgang 1971, ist Politikwissenschaftler und Erwachsenenpäda­goge. Mitgründer von Campact und MItglied im dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand. Vorher: Gründung des Ökologischen Zentrums in Verden/Aller und Mitwirkung in verschiedenen politischen Kampagnen. 2000-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale und Interkulturelle Studien (InIIS) an der Universität Bremen. Dissertation: „NGO-Kampagnen und ihr Einfluss auf internationale Verhandlungen“ (Nomos Verlag, 2006).

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