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Campact-Aktive schreiben, RWE antwortet

Seit mehreren Monaten bereits plant die Geschäftsführung des Energiekonzerns RWE um den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann den Einstieg in das Atomkraftwerk im bulgarischen Belene. Aber trotz mehrerer Sitzungen konnte der Manager die Kritiker des Atomprojekts im eigenen Unternehmen nicht auf Linie bringen: Der Aufsichtsrat wollte bisher kein grünes Licht für ein AKW im Erdbebengebiet geben.

Nach außen hin überspielt der Konzern diese Meinungsverschiedenheit. In letzter Zeit haben mehrere Campact-Aktive, die sich an der Aktion „FingeRWEg von Belene“ beteiligt haben, Post von RWE bekommen. In dem Brief zeigt sich der Energieversorger eher uneinsichtig und stellt die Atomkraft als klima- und umweltfreundliche Technologie dar. Es heißt, selbst das Erdbebenrisiko – 1977 waren 120 Menschen in der Region um Belene bei einem Beben ums Leben gekommen – könne beherrschbar sein.

„Sicherheit hat bei RWE oberste Priorität“, schreibt das Unternehmen und verweist auf eine elektronische Steuerungstechnik. Dass ein russischer Reaktortyp gebaut werden soll, der bislang noch nirgendwo auf der Welt im Einsatz ist, verschweigt das Schreiben. Und auch die klimaneutrale Atomkraft wird mit einem Hinweis auf den CO2-freien Betrieb heraufbeschworen – ein Mythos, der längst widerlegt ist!

Dabei wissen wir spätestens seit Tschernobyl: Sicher ist nur das Risiko – und Belene darf kein zweites Tschernobyl werden!

Haben Sie sich bereits an der Postkartenaktion „FingeRWEg von Belene“ beteiligt?

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