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Zweiter Kopfpauschalen-Flashmob in Mönchengladbach

Letzte Woche war die FDP dran, diese Woche die CDU – im Wahlkampf machen wir mit Flashmobs deutlich, dass die Diskussion um die Kopfpauschale nicht unter den Teppich gekehrt werden kann. Etwa 20 Personen kamen zu unserem zweiten Flashmob zu Rüttgers und Koch in den Borussiapark, wo sich hunderte Menschen versammelt hatten.
Nach einem recht langen Marsch durch die Kälte vom Treffpunkt aus kamen alle zusammen rein und – sicherheitshalber deponierten die Flashmob-Aktiven aber den Rucksack mit dem Restmaterial bei einem Greenpeace-Stand, bevor sie in die Halle gingen. Nachdem recht lange lokale Parteiprominenz sprach, traten Jürgen Rüttgers und Roland Koch in die Halle – begleitet von lauter Musik.

flashmob gladbach

Auf einen Schlag war der Volksfestcharakter mit Würstchenbude und lauter Musik vorbei und die ZuhörerInnen setzen sich auf ihre Plätze.
Noch bevor sich die beiden Politiker warm reden konnten, grätschte der Flashmob in die gerade ruhig gewordene Atmosphäre im Stadion: An verschiedenen Stellen in der Menge legten sich Menschen schweigend die Kopfverbände an.

flashmob gladbach

Dass das Ganze so ruhig passierte erzeugte eine besonders aufmerksame Stimmung, fast gespenstisch. Die Bilder dazu wollten die Kameras der Pressevertreter natürlich einfangen – eifrig wurde fotografiert.
Die Bilder und die erzielte Aufmerksamkeit gefiel den zahlreichen CDU-Ordner nicht und sie begleiteten die Aktiven aus dem Stadion. Auch dabei blieben die Aktiven völlig still und verstärkten den Eindruck der Aktion damit selbst beim Rausgehen.

flashmob gladbach

Die Aktion war für viele die erste dieser Art. Offensichtlich – so die Stimmen nach der Aktion – hat es allen mächtig Spaß gemacht und manche/r der/die vorher unsicher war, freute sich im Nachhinein über die eigene Courage.

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Christine Borchers, Jahrgang 1977, hat Geschichtswissenschaften und Germanistik an der Universität Bremen studiert. Sie engagiert sich seit Jahren in verschiedenen politischen Bewegungen. Einen Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit legt sie auf antirassistische und antifaschistische Themen.

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