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Zweiter Atom-Alarm in Berlin: zwei Stunden trommeln ohne Pause!


Der Atom-Alarm geht weiter: Heute früh schlugen über 200 Menschen vor dem Bundeskanzleramt erneut Alarm. Begleitet von einer Samba-Gruppe trommelten die Campact- und .ausgestrahlt-Aktiven auf Atomfässern, Töpfen, Schellen und sogar Küchenreiben. Ein Déjà-vu für die eintreffenden Ministerpräsidenten: bereits gestern hatten rund 600 Menschen ein Treffen der Unions-Politiker mit ohrenbetäubendem Lärm begleitet.

Atom-Alarm vor dem Bundeskanzleramt

„Der Streit über die geplante Verlängerung der AKW-Laufzeiten könnte heute gelöst werden“, konnte man heute früh noch auf Tagesschau.de lesen. Doch diese Hoffnung der Bundeskanzlerin wurde nicht erfüllt: das Ergebnis des Spitzentreffens der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Atom-Länder heute im Kanzleramt ist – gar keins. Eine schnelle Entscheidung in der umstrittenen Frage ist erst einmal gescheitert.

Eigentlich wollte die Bundeskanzlerin die Entscheidung, wie lange die AKWs nun länger am Netz bleiben können, jetzt ganz schnell vom Tisch haben. Doch zum einen ist innerhalb der Union ein heftiger Streit über die Länge der Laufzeitverlängerungen entbrannt. Und zum anderen hat jetzt selbst das von der Bundesregierung beim Justiz- und Innenministerium in Auftrag gegebene Rechtsgutachten bestätigt, dass eine Umgehung des Bundesrates selbst bei kurzen Laufzeitverlängerungen „mit einem nicht unerheblichen verfassungsrechtlichen Risiko verbunden wäre“ – und der Ausstieg aus dem Atomausstieg vom Bundesverfassungsgericht wieder gekippt werden könnte.

Atom-Alarm vor dem Bundeskanzleramt

Die Anti-AKW-Bewegung freut’s: So motiviert waren die Menschen heute früh bei bestem Sonnenschein, dass wir länger blieben als geplant. Statt nach dem Eintreffen der Minister wieder zu gehen, blieben wir und trommelten und pfiffen ohne Pause weiter – bis zum Ende des Treffens. Einige Politiker trauten sich nicht noch einmal an der Menge vorbei und verschwanden feige durch den Hinterausgang. Das zeigt: der Atom-Alarm zeigt Wirkung. Jetzt müssen wir am Ball bleiben!

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Susanne Jacoby, Jahrgang 1981, hat bei Campact die Petitionsplattform WeAct aufgebaut und ist seit Frühjahr 2016 Teamleiterin für die Bereiche WeAct und Themenfindung. Susanne hat Umweltwissenschaften mit den Schwerpunkten Politik und Kommunikation studiert und war am Schreibtisch, auf der Straße und in der Luft mit verschiedenen Organisationen und Bewegungen ehrenamtlich aktiv.

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Eine Großdemo im Juli in Berlin. Ich würde jeden Tag bis dorthin alles mobilisieren was Beine hat. Der Wahnsinn muss sofort aufhören. Unser aller Zukunft steht auf dem Spiel.
    Sandra

  2. Die Regierung hat die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung verschoben. Nach dem neuen Zeitplan soll jetzt bis Ende Juli in einem Gesamtkonzept über die Laufzeiten entschieden werden.

    Weitere Aktionen wird es in der Zwischenzeit auf jeden Fall geben! Wir halten euch auf dem Laufenden und werden euch rechtzeitig informieren!

  3. Meiner Meinung nach wäre es dringend eine Riesendemo in Berlin zu veranstalten. Schaffen wir das? Es waren so viele bei der Antiatomkette und in Biblis und Neckarwestheim.

    Wenn jetzt im Juni entschieden wird, so ganz locker während der WM dann müssen wir JETZT aktiv werden. Es geht um so viel!

  4. Wann ist die nächste Aktion? Irgendwie bin ich auf eurer Seite immer verzweifelt am Suchen, was ihr als nächstes plant. Dann könnte man sich besser drauf einstellen. Wäre das nicht eine Idee??