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Atomtod exportiert man nicht – Aktion vor Kanzleramt

Angra 3, ein Projekt in Südamerika steht für die Doppelzüngigkeit der Bundesregierung. Hierzulande beschließt Schwarz-Gelb einen Atomausstieg. Gleichzeitig will die Regierung Merkel an einer Bürgschaft für den Bau des brasilianischen AKWs Angra 3 festhalten.

Über 125.000 Bürgerinnen und Bürger haben mittlerweile unseren Online-Appell unterzeichnet. Deshalb haben wir am 6. Juli mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt ifür einen Ausstieg Deutschlands aus der Finanzierung von Angra 3 protestiert.

Aktion vor dem Bundeskanzleramt – Foto: Ruben Neugebauer

Bundeswirtschaftminister Rösler ist einer der wichtigsten Entscheider bei der Vergabe der Hermes-Exportbürgschaft. In unserer Aktion ließen wir ihn mit einem AKW im Arm in eine ungestörte Strandlandschaft mit vielen Menschen eindringen. Aktivistinnen und Aktivisten verjagten ihn deshalb wieder vom Strand.

Aktion vor dem Bundeskanzleramt – Fotos: Ruben Neugebauer

Leider lehnten die Minister Rösler und Niebel eine Annahme unserer 125.444 Unterschriften erst einmal ab. Wir werden in den nächsten Wochen aber auf jeden Fall weiter versuchen, die Unterschriften zu übergeben.

Etwas Kritik ist an unserer Bildsprache mit dem Sandstrand aufgekommen. Eine Strandlandschaft haben wir ausgewählt, weil die Region Angra dos Reis in Brasilien wirklich eine beliebte Ferienidylle ist – nicht direkt an den bestehenden Reaktoren, aber auf vorgelagerten Inseln.

Presseresonanz
Süddeutsche Zeitung: Kritik an deutscher Bürgschaft für Atommeiler
Financial Times Deutschland: Der Kampf geht weiter (nur Printausgabe)
Neues Deutschland: Angra 3 noch immer nicht vom Tisch
klimaretter.info: Protest: Keine Bürgschaft für brasilianisches AKW
amerika21.de: Brasilien: Anwaltsvereinigung klagt gegen AKW-Bau

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es nützt NICHTS !
    Gar NICHTS. Ihr seid Marionetten, genau wie ich eine Marionette bin. Wir sind NICHTS in deren Augen. NICHTS als Melkvieh ! Ich glaube in diesem Land nicht mal mehr an seriöse Wahlen. Ein doppelzüngiger Drecksstaat. Nicht mehr – nicht weniger !
    Jeder der sich für NICHTS aufregt, wird dem sozialverträglichen
    Frühableben in die Hände spielen. Alle anderen dürfen demnächst bis 69 schuften, sich weiterhin über die Volkszertreter aufregen und mit 70 am Infarkt verrecken.
    Besser noch an Krebs, dann hat die dreckige Pharmalobby noch einen Verdienst an zwei drei Chemos.

    Wir haben sicher recht – keine Frage, aber was glaubt Ihr, wen das kümmert ?

    • Holger, es tut mir Leid, wenn Sie frustriert aufgegeben haben. Ich habe immer noch Hoffnung auf Veränderung und immer wieder haben wir auch Erfolg.

      Wie meinte Brecht? „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

  2. Auf jeden Fall dranbleiben und sich nicht abweisen lassen! – – –

  3. … wieder mal eine gelungene campact-Aktion! Danke!

    Kleine Anmerkung: heute haben wir den 6. Juli nicht Juni, also warum im Gestern leben?

    Beste Grüße