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Verbraucherzentralen unterstützen Datenschutz-Kampagne


Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), die Dachorganisation der 16 Verbraucherzentralen in Deutschland ist als neuer Kooperationspartner mit an Bord unserer Kampagne für einen starken europäischen Datenschutz! Wir hatten die Kampagne von Anfang an gemeinsam vorbereitet und können nun, kurz nach dem Kampagnenstart, unsere offizielle Kooperation verkünden.

Den Rückenwind von der Verbraucherzentralen kann unsere Kampagne mehr als gut gebrauchen, denn die Lobby der Daten-Industrie ist stark und sie setzt alles daran, die Politiker/innen zu zermürben. EU-Kommissarin Viviane Reding war im Dezember letzten Jahres noch angetreten, den Datenschutz für alle EU-Bürgerinnen zu verbessern. Doch die Regierungen Großbritanniens, Irlands und einige andere spielen eine unrühmliche Rolle. Begleitet von massivem Druck der Lobby fordern sie ungeniert sogar Verschlechterungen des geltenden Rechts! Beim Rat der Justiz- und Innenminister in Brüssel am 6./7. Juni konnte sich keine Seite durchsetzen, das Thema wurde auf die lange Bank geschoben. Aber dort ist der Schutz unserer Privatsphäre denkbar schlecht aufgehoben.

Was einen wirksamen Schutz unserer Daten betrifft, sind wir Verbraucherinnen und Verbraucher grenzüberschreitend tätigen Konzernen so lange mehr oder weniger ausgeliefert, bis eine europäische Datenschutzreform in unserem Interesse durchgesetzt ist. Das müssen wir unbedingt erreichen, und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt. Dazu müssen wir unserem Innenminister und den Europaabgeordneten ordentlich Druck machen, damit sie mit Leidenschaft gegen die Datenschutz-Blockierer kämpfen. Halbherzig ist diese Auseinandersetzung nicht zu gewinnen. Aber mit vereinten Kräften und Entschlossenheit schon. Unterzeichnen und verbreiten Sie den Appell!

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Campaignerin - Maritta Strasser, Jahrgang 1964, blickt auf ein langes Arbeitsleben in und mit der Politik zurück: unter anderem arbeitete sie für eine Grüne Landtagsfraktion, die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, einen Bundestagsabgeordneten, einen Verband und eine PR-Agentur. Sie engagiert sich ehrenamtlich für eine verbraucherfreundliche Netzpolitik. Studiert hat sie Philosophie, Geschichte und Englische Literatur.

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich möchte bei Steuerangelegenheiten und Finanztransfers keinen Datenschutz, weil es Steuerhinterziehung und Schwarzgeldverschieberei Tür und Tor geöffnet und damit an den Grundfesten der Demokratie gesägt wurde, ebenso wenn es um die Aufdeckung von verbrecherischen Tätigkeiten, z.B. des Staates geht.
    In diesen Fällen ist Transparenz angesagt.

  2. Haben Sie sich schon einmal überlegt:
    Nach Möglichkeit gehen Sie mit Ihren Daten sorgsam um, versuchen auch so gut wie kaum (d.h. nicht mehr als nötig) Daten weiter zu geben – und wenn, vertrauen Sie darauf – im guten Glauben und es wird Ihnen auch noch versichert -, dass Ihre Daten bei verschiedenen Organisationen gut aufgehoben sind und nicht an (irgendwelche) Dritte weitergegeben werden, DOCH was nützt DIES, wenn Sie SELBST an Sorgfalt walten, WÄHREND manche Organisationen – auch INTERNATIONALER Art – (wie z.B. Facebook, Google o.dgl.) sie vielmehr MISSEN lassen?!
    … UND Ihre Daten sogar einfach unbefugt weitergeben bzw. diese – nach möglichen erfolgreichen Hackerangriffen -, weil o.a. Organisationen vielleicht weniger auf Datenschutz und überhaupt bedacht – spielend leicht in kriminelle Hände geraten?!
    Wir Nutzer sind demnach quasi auf Gedeih und Verderb Google, Facebook und Konsorten ausgeliefert, selbst wenn wir selbst vorher möglichst genau auf den Schutz unserer Daten achten!
    Was wollen US-Behörden o.dgl. (u.a. Geheimdienst) mit der Sammlung und Speicherung unserer Daten bezwecken? Stehen wir Nutzer weltweit nun gewissermaßen unter Generalverdacht, denn JEDER – egal wer (!) – könnte in deren Augen ein möglicher TERRORIST sein? Oder dient es auch zur Arbeitserleichterung, weil es so bequemer ist – als gezielt gegen mögliche Schwerstverbrecher vorzugehen?
    ICH jedenfalls bin GEGEN diese Sammlungs- und Speicherungswut seitens gewisser Organisationen – auch von irgendwelchen Geheimdiensten o.dgl. (schon gar nicht
    in den USA, wo z.B. KEIN europäisches Recht gilt ).
    All die genannten Organisationen sind NICHT transparent, ABER der Bürger und Nutzer von Internet usw. weltweit soll GLÄSERN sein …
    Hier herrscht eine ENORME rechtliche Schieflage, d.h. KEIN ausgewogenes Verhältnis zwischen den Organisationen bzw. Behörden UND den Bürgern als Nutzer!
    Ich finde, unsere Regierung wie auch die anderer europäischer Nationen oder die EU
    sollen sich UNBEDINGT MASSIV für den DATENSCHUTZ ihrer Bürger einsetzen – gegenüber den USA EINERSEITS wie auch gegenüber den internationalen (Lobby-)Interessen einzelner Konzerne wie z.B. Facebook, Google o.dgl. ANDERER-
    SEITS!
    Es gilt eher DAS Interesse der jeweiligen Volkssouveränität EU-weit …, nämlich das ALLER Bürger in Europa!
    Ich appelliere daher ZUMINDEST an unsere Bundesregierung, im Sinne der Bürger(-rechte) deutschlandweit dementsprechend zu handeln.

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  4. Warum speichern z.B. US-Behörden unsere Daten (Telefon u.a.)?
    Nur wegen 11.09.2001? Und der latenten Terrorgefahr?
    Ich bin dagegen! Und wenn Herr Obama nach Europa kommt, sollte dieses Thema DURCHAUS angesprochen werden.
    Immer diese Kuscherei vor der angeblichen SUPERmacht USA!
    Dort gibt es längst nicht mehr die bloße Angst vor möglichen Terrorakten, sondern das ist bereits in eine PHOBIE ausgeartet!
    Und das führt erst recht letztlich dazu, dass im Grunde jeder Amerikaner MIN-
    DESTENS eine Waffe besitzt, wenn nicht sogar ein ganzes Waffenarsenal …
    Und die Waffen lassen sich so leicht beschaffen, wie wenn man in einem Supermarkt z.B. Lebensmittel kauft.
    Ja, ja – die USA das Land der UNBEGRENZTEN Möglichkeiten, und es scheint wirklich so zu sein – in fast jeder Hinsicht.
    Das ist nicht mehr normal!
    Und da sollen wir in Deutschland, was Sammlung und Speicherung von Daten anbelangt, auch mitziehen?!
    NEIN DANKE!

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